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USA setzen Xiaomi und weitere chinesische Firmen auf Schwarze Liste

15.01.2021, 09:59
Nachdem Huawei von der US-Regierung gebannt wurde, ist es dem chinesischen Hersteller untersagt, Dienste von Google zu nutzen. Davon profitierte bislang Xiaomi.
Nachdem Huawei von der US-Regierung gebannt wurde, ist es dem chinesischen Hersteller untersagt, Dienste von Google zu nutzen. Davon profitierte bislang Xiaomi.
Bild: EPA/EPA

Wenige Tage vor dem Ende der Amtszeit von US-Präsident Donald Trump haben die USA weitere Beschränkungen gegen chinesische Firmen verhängt.

So wurden unter anderem der chinesische Smartphone-Hersteller Xiaomi am Donnerstag wegen angeblicher militärischer Verbindungen auf eine Schwarze Liste des US-Verteidigungsministeriums gesetzt. Die Aktien des Unternehmens sackten daraufhin an der Hongkonger Börse um mehr als zehn Prozent ab.

Ebenfalls neu auf der Schwarzen Liste, wie das US-Verteidigungsministerium mitteilte:

  • Advanced Micro-Fabrication Equipment Inc.
  • Luokong Technology Corp.,
  • Beijing Zhongguancun Development Investment Center
  • Gowin Semiconductor Corp.,
  • Grand China Air Co. Ltd.
  • Global Tone Communication Technology Co.
  • China National Aviation Holding Co. Ltd.
  • Commercial Aircraft Corporation of China

Peking droht mit Vergeltung

China verurteilte das Vorgehen der USA am Freitag. «Die chinesische Seite wird notwendige Massnahmen ergreifen, um die Interessen chinesischer Unternehmen zu schützen», sagt ein Sprecher des Pekinger Aussenministeriums.

Insgesamt fügte das US-Verteidigungsministerium neun chinesische Firmen der Liste hinzu. US-Investoren müssen Anteile an den Unternehmen bis spätestens November abstossen.

Auch setzte das Handelsministerium in Washington Chinas drittgrösste staatliche Ölgesellschaft CNOOC auf eine Schwarze Liste, die es US-Firmen deutlich erschwert, mit dem Unternehmen Geschäfte zu machen.

Bereits im Dezember hatten die USA 60 weitere chinesische Firmen mit Beschränkungen belegt.

Weniger schlimm als bei Huawei?

Den chinesischen Telekommunikationskonzern Huawei hatte die US-Regierung im Mai 2019 auf eine Schwarze Liste gesetzt und damit schwere Wirtschaftssanktionen lanciert.

Die schwarze Liste, auf der Huawei steht, verbietet es US-amerikanischen Unternehmen wie Google oder Microsoft mit Huawei Geschäfte zu machen. Das ist laut Berichten nicht die gleiche Liste, auf der nun Xiaomi steht. Diese sehe offenbar nur vor, dass die US-Amerikaner nicht mehr in Xiaomi investieren dürfen, was also nur Aktionäre betreffen sollte.

Demnach droht nicht wie bei Huawei das Aus für Google-Dienste auf den Android-Smartphones, wie inside-digital.de berichtet. Sollten weitere Einzelheiten folgen und sich ein ähnliches Horror-Szenario wie bei Huawei abzeichnen, scheine Xiaomi vorbereitet. Um etwa von Qualcomm als Chip-Lieferanten unabhängiger zu werden, habe man in den letzten Monaten bei anderen Prozessor-Herstellern investiert.

(dsc/aeg/sda/dpa)

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