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Das Oppo Reno 4 Pro 5G im grossen Test.

Chic ist es, das neue Oppo-Handy, aber ist es auch gut? Bild: watson

Review

Warum dieses völlig unterschätzte Smartphone ein echter «Geheimtipp» ist

Die neuen Mittelklasse-Smartphones von Oppo versprechen viel Leistung zu vernünftigen Preisen. Wir haben das Reno 4 Pro ausführlich getestet und mit den günstigeren Modellen Reno 4 und Reno 4 Z verglichen.



Wer ein neues Smartphone sucht, denkt vermutlich nicht als erstes an das Reno 4 Pro von Oppo. Zugegeben, hätte ich auch nicht. Doch dann habe ich mich breitschlagen lassen, das neue Oppo-Phone auszuprobieren. Der erste Eindruck: Es ist schick, schlank und schnell. Inzwischen nutze ich es seit zwei Monaten im Alltag und der positive erste Eindruck hat nicht getäuscht.

Pro und Kontra Oppo Reno 4 Pro 5G

+ Elegantes Design (Premium-Haptik)
+ Top Performance
+ Sehr gutes Display
+ Gute Kamera
+ Solider Akku, sehr kurze Ladedauer
+ Moderne Benutzeroberfläche
+ Unterstützt 5G-Netz
+ Face Unlock und In-Display-Fingerprint-Sensor sehr zuverlässig

- Viel Speicherplatz, aber nicht erweiterbar
- Keine Klinkenbuchse
- Kein kabelloses Aufladen
- Gegen Spritzwasser (Regen) geschützt, aber nicht vollständig wasserdicht
- Rückseite rutschig​

Wer ein hochwertiges, benutzerfreundliches Smartphone mit guter Kamera sucht, das nicht gleich 1000 Franken kostet, darf nun gerne weiterlesen.

Technisch ist das Reno 4 Pro 5G nur haarscharf, preislich aber deutlich unter der absoluten Top-Liga angesiedelt. Die Zielgruppe sind anspruchsvolle User, die auf ein einigermassen vernünftiges Preis-Leistungs-Verhältnis wert legen.

Oppos unverbindliche Preisempfehlung für das Reno 4 Pro liegt bei stolzen 799 Franken, im Handel findet man es jedoch bereits jetzt für unter 700 Franken. Angesichts der gebotenen Ausstattung wird es so zu einer interessanten Option, zumal Oppo in Sachen Design, Technik und Software auf Augenhöhe mit Samsung, Apple und Huawei konkurriert.

Das Reno 4 Pro 5G von Oppo im Test.

Das Testgerät wurde uns von Oppo zur Verfügung gestellt. Es wird nach dem Test retourniert. Bild: watson

Was das Oppo-Handy interessant macht:

«Das Reno 4 Pro 5G ist handlicher und günstiger als viele der aktuellen Top-Smartphones und technisch absolut konkurrenzfähig.»

Ich habe von Oppo Schweiz das Pro-Modell für diesen Testbericht erhalten. Für Otto Normalverbraucher vollkommen ausreichend ist aber auch das «normale» Reno 4 5G oder das nochmals günstigere Reno 4 Z 5G. Bei beiden muss man nur wenig nennenswerte Abstriche in Kauf nehmen (siehe Vergleichstabelle nach der Info-Box).

Oppo?

Der Name Oppo mag bei uns noch ein unbeschriebenes Blatt sein, doch weltweit sind die Chinesen aktuell der fünftgrösste Handy-Hersteller. Zusammen mit Schwestermarken wie Vivo, OnePlus oder Realme gehört Oppo zum Elektronik-Riesen BBK Electronics, der weltweit mehr Smartphones als Apple oder Huawei verkauft. Seit rund einem Jahr ist Oppo auch in Europa auf dem Vormarsch. Dies nicht nur mit günstigen Handys, sondern vor allem mit Premium-Geräten, welche den Top-Modellen von Samsung, Apple oder Huawei Kunden abwerben sollen. Das aktuelle Flaggschiff Find X2 Pro gilt als eines der besten Smartphones 2020 und hat auch in unserem Test überzeugt. (oli)

Die drei neuen Reno 4 im Vergleich

Oppo Reno4Oppo Reno4Oppo Reno4Oppo Reno4Oppo Reno4Oppo Reno4Oppo Reno4Oppo Reno4

Der Startpreis bezieht sich auf den günstigsten im Handel gefundenen Preis (Stand Dezember 2020).
Bild: watson/lea senn

Reno 4 und 4 Pro nehmen sich bezüglich Design und Grösse nicht viel, allerdings ist das Pro-Modell etwas schmaler und somit für kleine Hände die bessere Wahl. Beim günstigeren und grösseren Z-Modell ist die Rückseite nicht aus mattem Glas, sondern Kunststoff. Optisch macht es dennoch eine gute Falle.

Reno 4 Z und Reno 4 Pro

Oppo Reno 4 Z vs. Reno 4 Pro 5G.

Die neuen Reno-Phones sind seit dem 15. Oktober 2020 im Handel. bild: watson

Alle drei neuen Reno-4-Modelle kommen mit mehr als genug Leistung, reichlich Speicher, guten bis sehr guten Displays und relativ grossen Akkus (siehe obige Tabelle). Unterstützung für zwei SIM-Karten und 5G bei allen Modellen runden das Bild ab.

Die beiden teureren Reno-4-Modelle trumpfen mit einer überzeugenden Kamera, hochwertigen Displays (OLED) und Oppos eigener Schnellladetechnik auf. Der Akku ist nach etwas mehr als einer halben Stunde von 0 auf 100 Prozent geladen, Akku-Sorgen gehören so der Vergangenheit an.

Das Dritte im Bunde, das mit rund 350 Franken preiswertere Reno 4 Z 5G, muss sich mit seinem nahezu gleich schnellen Prozessor und der soliden Kamera gleichwohl nicht verstecken. Gegenüber den teureren Modellen finden sich gar mehrere Pluspunkte: Das LCD-Display liefert mit maximal 120 Hertz die höchste Bildwiederholrate, was eine sehr flüssige Bildwiedergabe erlaubt. Auch der separate Kopfhörer-Anschluss sowie ein microSD-Einschub bleiben dem Reno 4 Z vorbehalten.

Bei den beiden teureren Modellen lässt sich der interne Speicher leider nicht erweitern. Weitere Abzüge in der B-Note gibt es bei allen Modellen für die fehlende Unterstützung für kabelloses Laden. Ob man dieses Features vermisst, ist natürlich individuell sehr unterschiedlich.

Reno 4 und 4 Pro sind nur gegen Spritzwasser geschützt, aber nicht vollständig wasserdicht, was in dieser Preisklasse zu wenig ist. Starker Regen kann ihnen zwar nichts anhaben, aber auf einen Tauchgang sollte man verzichten. Beim Reno 4 Z fehlt die IP-Zertifizierung komplett, die es als wasserdicht ausweisen würde.

Liegt es gut in der Hand?

Oppos Reno 4 Pro im Review.

Trotz grossem 6,5-Zoll-Display liegt das schmale, schlanke und relativ leichte Handy sehr gut in der Hand und ist auch für kleine Hände bequem nutzbar.
Bild: watson

Das Reno 4 Pro ist vergleichsweise leicht und schmal, so dass es auch von kleinen Händen bequem gehalten werden kann. Auf ein grosses Display muss man trotzdem nicht verzichten, da das moderne Smartphone fast ohne schwarze Ränder um das 6,5-Zoll-Display auskommt.

Ver­arbeitung und Haptik sind vom Feinsten. Allerdings gibt es auch ein potenzielles Problem: Die matte Rückseite aus Glas fühlt sich zwar hochwertig an, ist aber ziemlich rutschig. Gut also, dass Oppo eine transparente Schutzhülle mitliefert, die deutlich mehr Grip hat.

Design und Farben?

Oppo spendiert dem Reno 4 Pro ein modernes, schnörkelloses Design. Die Vorderseite besteht fast vollständig aus Display, das optische Highlight ist aber die matt schimmernde Rückseite. Diese wirkt edel, fühlt sich samtig an und hat den Vorteil, dass dank einer Be­schichtung keine Fingerabdrücke sichtbar sind.

Das Handy ist mit 7,6 mm sehr dünn und dieser Effekt wird durch den abgerundeten, schmalen Rahmen aus Metall noch akzentuiert. Alles in allem wirkt das Design wenig originell, aber stimmig.

Bild

Nebst den beiden Standardfarben Galactic Blue und Space Black gibt es das Handy in limitierter Auflage auch in Green Glitter. bild: watson

Ein Detail, das nicht unerwähnt bleiben soll: Bei meinem Testgerät schimmert das Blau je nach Lichteinstrahlung heller oder dunkler. Das sieht in echt deutlich besser aus, als es meine Fotos zu zeigen vermögen.

Ist es auch schnell?

Das Reno 4 Pro läuft absolut flüssig und gegenüber teureren Smartphones muss man den Performance-Unterschied mit der Lupe suchen. Kann sein, dass besonders träge Apps einen Wimpernschlag langsamer starten, aber im Alltag merke ich davon nichts. Ich hab das Handy in mehreren Wochen nie auch nur annähernd an seine Leistungsgrenze gebracht, was bei satten 12 GB Arbeitsspeicher auch nicht erstaunt.

Gut zu wissen: Die beiden günstigeren Renos sind nahezu gleich schnell wie das Reno 4 Pro. Bei den günstigeren Modellen gibt es zwar «nur» 8 GB Arbeitsspeicher, aber auch das reicht allemal.

Für die Technik-Interessierten:

Reno 4 und Reno 4 Pro kommen mit Qualcomms Snapdragon-765G-Prozessor, der in zahlreichen aktuellen 5G-Smartphones verbaut ist, etwa in Googles Pixel 5, im Nokia 8.3 5G oder im OnePlus Nord. Der leistungsstarke Mobile-Prozessor mit integriertem 5G-Modem wurde für das gehobenen Mittelklasse-Segment und insbesondere für leistungshungrige Games entwickelt.

Was vielleicht überrascht: Der Mediatek-Chip (Dimensity-800-Serie) im günstigen Reno 4 Z ist ungefähr gleich schnell und kommt ebenfalls mit einem integrierten 5G-Modem. Oppo macht also Nägel mit Köpfen und spendiert allen drei Modellen 5G-Unterstützung. Anders gesagt: Für rund 350 Franken erhält man mit dem Reno 4 Z ein sehr solides 5G-Handy. (oli)

Was taugt der Akku?

Oppos Reno 4 Pro hat einen USB-C-Anschluss.

Der 4000-mAh-Akku überzeugt durch gute Laufzeiten, das Reno 4 Pro hebt sich aber primär durch seine enorm kurzen Ladezeiten von der Konkurrenz ab. Bild: watson

Beim Akku gibt sich das Reno 4 Pro keine Blösse. Im Alltag hält er bei mir rund 1.5 Tage, was im Durchschnitt der Handys liegt, die ich in letzter Zeit getestet habe. Selbst bei intensiver Nutzung komme ich auch ohne Energiesparmodus problemlos durch den Tag und besonders genügsame User werden wohl eher bei zwei Tagen Akkulaufzeit landen.

Das eigentliche Highlight ist aber die selbst entwickelte Schnellladefunktion SuperVOOC 2.0. Oppo setzt sich mit der herausragenden Ladegeschwindigkeit von fast allen Rivalen ab.

«Am Morgen zehn Minuten am extrem leistungsfähigen Schnellladegerät reichen, um gut durch den Tag zu kommen.»

Der Akku mit einer durchschnittlichen Kapazität von 4000 mAh war bei mir im Test mit dem mitgelieferten Schnellladegerät (65W) nach 30 Minuten zu mehr als 90 Prozent geladen. Das ist rekordverdächtig fix.

Akku-Ladezeit (gemessen):

Da der Akku beim Start des Ladevorgangs meist nicht ganz entleert ist, lässt sich sagen: Weniger als 30 Minuten am Kabel reichen in aller Regel, um mit einem vollen Akku aus dem Haus zu gehen. Wie immer bei der Schnellladetechnik, egal ob beim Handy oder Elektroauto, erfolgt das Laden zunächst rasant und wird dann stetig verlangsamt, um den Akku zu schonen.

Was kann die Kamera?

Ganz nach dem Motto «Bilder sagen mehr als tausend Worte» lassen wir zunächst die Beispielfotos in der Slideshow sprechen:

Beispielfotos mit Oppos Reno 4 Pro: Das kann die Kamera

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Beispielfotos mit Oppos Reno 4 Pro: Das kann die Kamera
quelle: watson
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Wer einfach nur eine gute Handy-Kamera möchte und auf gewisse «Extra-Features» in 1000 Franken teuren Luxus-Smartphones verzichten kann, liegt hier goldrichtig. Ob Porträtfoto oder Landschaftsaufnahme, im Alltag gelingen Schnappschüsse fast immer. Dies nicht nur bei gutem Tageslicht, sondern auch in eher schummriger Umgebung. Der Automatikmodus liefert meist gut belichtete Fotos mit eher kräftigen Farben, aber ohne diesbezüglich zu übertreiben. Wer auf möglichst knallige Farben steht, kann dies in der übersichtlichen Foto-App mit einem Tippen aktivieren.

Der Zoom (3x optisch, 5x hybrid, bis 20x digital) ist zwar nicht Spitzenklasse, aber weit überdurchschnittlich. Bis dreifache Vergrösserung ist bei gutem Licht ohne sichtbaren Qualitätsverlust möglich, ab fünffacher Vergrösserung wirds allerdings schwierig. Ein Zoomwunder ist das Handy nicht, da Oppo auf eine optische Bildstabilisierung in der Telelinse verzichtet hat. Bei schlechtem Licht kann man das Zoomen also vergessen.

Die Videoqualität der Hauptkamera ist gut, kann aber nicht ganz mit den absoluten Top-Geräten mithalten: 4K-Videos sind beispielsweise wie bereits beim Vorgänger nur mit 30 Bildern pro Sekunde möglich und auf gewisse Gimmicks wie Ultra-Slowmotion muss man verzichten. Viel wichtiger sind aber verwacklungsfreie Aufnahmen und hier macht Oppos Bildstabilisierung (optisch und digital) einen guten Job. Mit zusätzlicher KI-Unterstützung gelingen selbst in der Nacht erstaunlich gute Videoaufnahmen.

Die Dreifach-Kamera bietet:

Wie gut ist das Display?

Das Oppo Reno 4 Pro 5G im Test.

Handliches Smartphone, grosses Display. Bild: watson

Das 6,5 Zoll grosse AMOLED-Display ist exzellent. Es ist sehr hell, knackscharf und bietet kräftige Farben. Die Bildschirmfarben (lebendig vs. sanft) und die Farbtemperatur (standard, warm, kühler) lassen sich zudem in den Einstellungen anpassen. Je nach Vorliebe wirken die Farben so blasser oder gesättigt.

Das fast rahmenlose Display (2400 x 1080 Pixel) im ge­streckten 20:9-Format hat eine sehr kurze Reaktionszeit, womit es sich auch für schnelle 3D-Spiele eignet. Das System regelt die Bildwiederholrate dynamisch bis 90 Hertz hoch, was eine flüssige und weiche Darstel­lung ermöglicht.

In den Einstellungen kann man die Bildwiederholrate des Displays auch manuell einstellen. Zur Auswahl stehen 60 oder 90 Hz. Wird das Bild 90 Mal pro Sekunde aktualisiert statt der üblichen 60 Mal, wirkt das Bild tendenziell flüssiger. Ob wirklich ein spürbar besseres Bildschirmerlebnis entsteht, wird aber von Mensch zu Mensch sehr unterschiedlich wahrgenommen.

Das Oppo Reno 4 Pro 5G (rechts) im Vergleich mit dem Reno 4 Z.

Das hochwertigere OLED-Display im Reno 4 Pro (rechts) leuchtet heller und kräftiger als das halb so teure Reno 4 Z mit einem LCD-Bildschirm. bild: watson

In der Standard-Einstellung wählt das System je nach Nutzung die optimale Bildwiederholrate, um den Akku zu schonen. Wer zwischen 60 und 90 Hz eh keinen Unterschied bemerkt, wählt am besten fix 60 Hz aus, um den Akku zu schonen.

Nicht auf absolutem Top-Niveau ist die Bruch- und Kratzfestigkeit des Displays. Das hier verbaute Gorilla Glass 5 soll zwar 80 Prozent aller Stürze aus 1,6 Metern Höhe auf harten Oberflächen überstehen, aber inzwischen gibt es stabilere Gläser, die einen besseren Schutz bieten sollen. Oppo selbst nutzt beispielsweise in seinem aktuellen Top-Modell Find X2 Pro Gorilla Glass 6.

Animiertes GIF GIF abspielen

Der Fingerabdruck-Sensor im Display funktioniert tadellos. gif: watson

Sehr gelungen ist der Fingerabdruck-Sensor, der verborgen im bzw. unter dem Display sitzt. Er ist bequem positioniert und entsperrt das Gerät äusserst flink und absolut zuverlässig. Gerade in Coronazeiten, wenn man oft eine Schutzmaske trägt, ist dies praktisch. Alternativ lässt sich das Handy auch per PIN und/oder Gesichtserkennung entsperren. Face Unlock funktioniert nicht mit Maske, aber ansonsten sehr schnell und auch im Dunklen. Oppo macht hier alles richtig.

Was kann die Software?

Oppos Benutzeroberfläche läuft flüssig und stabil und muss sich weder optisch noch beim Funktionsumfang vor den Mitbewerbern verstecken. Einen ersten Eindruck vermittelt das folgende Video.

Oppo Reno 4 Pro: Die Benutzeroberfläche im Video

Video: watson

Wie Samsung und Huawei stülpt auch Oppo seine eigene Benutzeroberfläche namens Color OS über Android. Das Design wirkt modern und aufgeräumt und grundsätzlich lassen sich Oppo-Handys nahezu gleich wie Geräte von Samsung, Apple oder Huawei bedienen, was den Umstieg erleichtert.

Wer will, kann das Handy problemlos nutzen, ohne irgendwelche Einstellungen anzurühren. Oppos Software erlaubt aber allen, die es individueller mögen, umfassende Anpassungsmöglichkeiten vorzunehmen: Vom Always-on-Display über die Form und Grösse der App-Symbole bis zur Licht-Animation, die den Eingang neuer Benachrichtigungen signalisiert, lassen sich zig Details konfigurieren (siehe Slideshow).

Benutzeroberfläche und ausgewählte Features im Überblick

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Reno 4 Pro 5G: Die Benutzeroberfläche im Überblick
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Wie lange erhalte ich Updates?

Die neuen Renos kommen mit Android 10, das Update auf Android 11 folgt demnächst. Auf Anfrage schreibt Oppo Schweiz: «Die allgemeine Richtlinie für Software-Updates bei Oppo Find und Oppo Reno Serien ist es, mindestens zwei Generationen von Android-Updates bereitzustellen. (...) Sicherheitspatch-Updates für die Oppo Find X und Oppo Reno Serien werden einmal pro Monat aktualisiert.» Käufer erhalten also die Updates auf Android 11 und 12, danach ist aber wohl bereits Schluss.

Zwei grosse System-Updates sind bei vielen Android-Herstellern gängig, mehr bieten nur eine Handvoll Firmen wie Samsung, Microsoft und natürlich Google selbst (drei grosse System-Updates). Das alles ist aber viel zu wenig. Smartphones halten problemlos länger als drei Jahre und angesichts der stolzen Preise wären längere Update-Garantien auch bei Oppo angemessen. Apple zeigt beim iPhone seit Jahren, dass dies ohne gesetzliche Verpflichtung geht. Auch bei Android dürfte sich die Situation bald zumindest ein wenig verbessern: Google und Prozessor-Entwickler Qualcomm haben diese Woche angekündigt, dass Android-Geräte mit Snapdragon-Prozessoren künftig drei grosse Android-Updates und vier Jahre Sicherheits-Updates erhalten sollen – jetzt müssen nur noch die Geräte-Hersteller mitspielen.

An dieser Stelle sei daran erinnert, dass Android-Smartphones auch nach Ablauf der Update-Garantie noch mehrere Jahre benutzt werden können. Google erlaubt die Installation von Apps auch auf seit mehreren Jahren veralteten Android-Versionen. SwissCovid läuft beispielsweise mit Android 6 von 2015. Wichtige System-Apps wie Chrome, Gmail, Foto-App etc. erhalten zudem unabhängig vom Geräte-Hersteller von Google über den Play Store regelmässig Funktions- und Sicherheits-Updates.

Was steckt sonst noch in der Packung?

Oppo Reno 4 Pro mit Schnellladegerät und Kopfhörern.

bild: watson

Enthalten sind:

Bis Ende 2020 gibt es diesen Bang-&-Olufsen-Kopfhörer geschenkt

Bild

bild: oppo

Bis Ende Jahr bekommt man beim Kauf des Reno 4 Pro einen Bang-&-Olufsen-Kopfhörer (Beoplay H4 2nd Generation) im Wert von rund 250 Franken geschenkt.

Welches Zubehör gibt es?

Als Zubehör bietet Oppo gleich fünf unterschiedliche kabellose Kopfhörer an, die zwischen 60 und 180 Franken kosten.

Oppo Enco X: Die kabellosen Kopfhörer sind nicht ganz günstig, klingen aber hervorragend.

Bild

Beim ersten Einrichten hält man die Enco X (180 Franken) in die Nähe des Reno 4 Pro und mit einem Tippen sind die Kopfhörer verbunden. bild: oppo

Die Oppo Enco X kosten 180 Franken und sind das Top-Modell unter den Oppo-Kopfhörern. Die kabellosen In-Ear-Kopfhörer, die auch mit anderen Android- oder iOS-Geräten genutzt werden können, bieten eine sehr gute Tonqualität und aktive Geräuschunterdrückung (ANC) in mehreren Stufen. Wen man die Kopfhörer rund eine Sekunde berührt, lässt sich zudem der Transparenzmodus aktivieren. Dank ihm bekommt man mit, was um einen herum passiert bzw. was jemand sagt, ohne dass man die Kopfhörer abnehmen muss.

Der Tragkomfort ist nahezu perfekt und das Noise Cancelling für In-Ear-Kopfhörer sehr gut. Im Zug wird monotoner Fahrlärm nicht vollständig, aber stark gedämpft. Die Touchsteuerung funktioniert zuverlässig und kann individuell angepasst werden. Mit einer Akkuladung sind mit Geräuschunterdrückung 4 Stunden, ohne bis zu 5,5 Stunden Musikwiedergabe möglich. Das kleine Ladecase liefert Energie für mindestens 20 Stunden und kann per Wireless Charging oder USB-C-Kabel geladen werden.

Das Ladecase ist handlich, aber wie die Ohrhörer selbst sehr rutschig. Mir sind kleinen, aalglatten Dinger mehrfach aus der Hand gerutscht. Die Oppo Enco X sind nicht ganz günstig, aber ihr Geld wert, wenn man hochwertige In-Ear-Kopfhörer möchte.

Oppo Enco W51, die günstigere Alternative

Oppo Enco W51: Kabellose Kopfhörer für rund 100 Franken.

bild: watson

Mit rund 100 Franken weit günstiger sind die ebenfalls neuen Oppo Enco W51. Auch hier überzeugen Soundqualität und Geräuschunterdrückung. Zumindest beim Musikhören fallen die W51 kaum ab. Das Ladecase und auch die Kopfhörer selbst sind allerdings deutlich grösser als die etwas edleren Enco X.

Mit den W31 (79 Franken) und W11 (59 Franken) gibt es noch zwei Budget-Modelle. Diese unterscheiden sich vor allem dadurch, dass sie keine aktive Geräuschunterdrückung haben.

Was sind die Alternativen?

Das Reno 4 Pro und das Reno 4 haben in der (oberen) Mittelklasse reichlich Konkurrenz. Interessante Alternativen sind zum Beispiel:

Alle diese Modelle haben ihre Stärken und Schwächen und das beste Handy ist immer jenes, das am besten den eigenen Bedürfnissen entspricht. Ich werde mich daher hüten zu behaupten, das Reno 4 Pro 5G sei das beste Mittelklasse-Handy des Jahres, aber das Gesamtpaket überzeugt. Es ist ein ausgewogenes Smartphone, das ich den meisten Nutzern empfehlen kann. Optik, Haptik und Technik lassen wenig zu wünschen übrig.

Eine weitere Option für alle, die eine Kopfhörbuchse brauchen, eine Speicherkarte einlegen möchten und auf 5G verzichten können, ist das ein Jahr alte Reno 2 (Testbericht), das inzwischen ab 400 Franken erhältlich ist.

Das Fazit: Für wen lohnt sich das Reno 4 Pro 5G?

Testbericht: Das Oppo Reno 4 Pro 5G in Blau.

bild: watson

Persönlich mag ich Handys, die einigermassen gross, aber nicht zu breit sind. Das Reno 4 Pro hat daher für mich die ideale Grösse. Es ist für Menschen, die ein elegantes, schnelles und benutzerfreundliches Handy wollen, das eine gute Kamera hat und rekordverdächtig schnell wieder aufgeladen ist. Nennenswerte Abstriche gibt es wenige: Einige dürften kabelloses Laden und den Steckplatz für eine Speicherkarte vermissen.

Die Software ist top, aber wie so oft bei Android-Herstellern gibt es voraussichtlich nur zwei grosse System-Updates. Das ist zu wenig, da die Hardware problemlos für die nächsten vier, fünf Jahre gut genug wäre.

Oppos unverbindliche Preisempfehlung von 799 Franken ist ziemlich hoch angesetzt, aber wie erwähnt findet man es bereits jetzt bei einigen Händlern für unter 700 Franken. Zu diesem Preis ist es für anspruchsvolle Nutzer mehr als nur eine Überlegung wert.

Gleichwohl sind die beiden günstigeren Reno-4-Modelle, die man für rund 350, bzw. 450 Franken erhält, für viele Konsumenten die vernünftigere Wahl. Sie sind gleich schnell und gleich ausdauernd, haben aber nur halb so viel Speicher (128 statt 256 GB) und bei der Fotoqualität muss man kleine Abstriche machen.

In einem Satz: Oppos neue Renos sind sehr solide Smartphones und eine überzeugende Alternative zu den bei uns bekannteren Marken.

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Du willst mehr Leistung? Dann könnte Oppos Find X2 Pro perfekt für dich sein:

Lieber nachhaltiger statt immer schneller? Dann könnte dich das Fairphone 3 Plus interessieren:

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