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«Project Cars 3» bietet über 200 Autos und mehr als 120 Strecken-Layouts.
«Project Cars 3» bietet über 200 Autos und mehr als 120 Strecken-Layouts.
Bild: Bandai Namco Entertainment
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Wieso «Project Cars 3» das richtige Rennspiel zum richtigen Zeitpunkt sein könnte

Mehr als nur ein gutes Rennspiel? «Project Cars 3» soll endlich auch die breite Masse erreichen.
11.08.2020, 14:32
Team Games.ch
Team Games.ch
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Was macht für dich ein perfektes Rennspiel aus? Vielleicht magst du es möglichst realistisch, möchtest jeden Stein unter den virtuellen Reifen spüren. Oder sind es doch die Anzahl der lizenzierten Fahrzeuge, eine authentische Umsetzung der Modelle und natürlich deren Sounds? Oder kommt es dir vor allem auf Fahrspass an, zu dessen Gunsten du gerne auf das eine oder andere Quäntchen Realismus verzichtest?

Im Idealfall steckt unter der Haube eines richtig guten Rennspiels ein bisschen was von allem. Und dann wären wir beim Genre der Simcade-Racing-Games angekommen. Der bekannteste Ableger: Die «Forza»-Serie von Microsoft. Nirgends sonst lagen Freude am Fahren und gespielter Realismus derart nah zusammen.

Genau in diese zugegebenermassen grosse Nische möchte nun auch das britische Team von Slightly Mad mit «Project Cars 3» vorstossen. Richteten sich die zuvor veröffentlichten Ableger eher an Rennspielpuristen, soll der dritte Teil endlich auch den Mainstream erreichen.

Mit dem Indy-Car über die Laguna Seca.
Mit dem Indy-Car über die Laguna Seca.
Bild: bandai namco entertainment

Motivation durch Belohnungen

Während der Präsentation erklärt Game Designer Matt York, dass man einen neuen «Gameplay-Loop» kreieren möchte, um Spieler zum Dranbleiben zu motivieren. Was sich wie Entwickler-Kauderwelsch anhört, bedeutet im Klartext: «Project Cars 3» belohnt dich für nahezu jede Aktion im Spiel – egal, ob in der Karriere, in eigenen Events oder gar im Online-Spiel.

«Diesmal möchten wir dem Spieler ein besseres Gefühl für den eigenen Fortschritt geben.»
Matt York

Im Anschluss an jedes Rennen erhältst du Erfahrungspunkte und Ingame-Credits. Du erzielst also jederzeit Spielfortschritt. Gerade das verdiente Kleingeld benötigst du dringend: Damit kaufst du zum einen neuen fahrbaren Untersatz, rüstest diesen auf oder schaltest gar neue Veranstaltungen in der Karriere frei.

«Wir haben in Project Cars immer versucht, eine Rennfahrerkarriere nachzubilden. Diesmal aber möchten wir dem Spieler ein besseres Gefühl für den eigenen Fortschritt geben», erklärt Matt York weiter. Und für diesen Eindruck des «Vorankommens» kannst du sogar unliebsame Divisionen überspringen. Keine Lust auf Muscle Cars oder Strassenkutschen? Dann lass diese Veranstaltungen einfach aus!

Klassische Fahrzeuge wie dieser Mercedes 300 SL steuern sich deutlich anders als moderne Rennwagen.
Klassische Fahrzeuge wie dieser Mercedes 300 SL steuern sich deutlich anders als moderne Rennwagen.
Bild: Bandai Namco Entertainment

Auch für Fahranfänger

Slightly Mad verzichtet dabei auf eine Geschichte oder andere Erzählelemente. Das Geschehen auf der Strecke steht im Vordergrund. Du arbeitest dich durch insgesamt zehn Divisionen mit unterschiedlichen Renn- und Fahrzeugtypen. Vor jeder Veranstaltung stellt dich das Spiel vor verschiedene Aufgaben: etwa einen Platz unter den ersten drei, das Meistern von Kurven oder auch das Erreichen einer bestimmten Rundenzeit.

Auch hier gilt: Du musst nicht jedes Rennen gewinnen, um Fortschritt zu erzielen. Manchmal landest du noch nicht mal in den Top Ten und hast trotzdem alle Aufgaben abgehakt. Das motiviert und trotzdem ist «Project Cars 3» kein Kinderspiel. Schliesslich fordert es dich genau so, wie du es dir einstellst.

Bist du ein erfahrener Spieler, deaktivierst du Hilfefunktionen und stellst die Gegner-KI ein Stückchen höher. Dafür erhältst du im Gegenzug mehr Erfahrungspunkte und Credits. Als Anfänger greifen dir Symbole für Abbremsen, Lenken und Beschleunigen statt einer dynamischen Ideallinie unter die Arme. Das Einzige, was weiterhin fehlt, ist eine Rückspulfunktion, um Unfälle oder Fahrfehler wieder auszubügeln.

Diese optisch aufgemotzten Toyota Supras brettern durch den Stadtkurs von Havana.
Diese optisch aufgemotzten Toyota Supras brettern durch den Stadtkurs von Havana.
Bild: Bandai Namco Entertainment

Tunen, tüfteln, basteln!

Auf der Strecke selbst wird «Project Cars 3» dem angesprochenen Ruf der Simcade-Games zweifellos gerecht. Über 200 Autos von Herstellern wie BMW, Ford, Ferrari oder Honda warten auf dich. Nach dem Freischalten kannst du deinen Wagen in der Werkstatt upgraden und so die Werte und Fahreigenschaften verbessern. Aber gerade in der Karriere musst du aufpassen: Motzt du dein Spielzeug zu sehr auf, darfst du in bestimmten Divisionen nicht mehr antreten.

Auch bei Leistungstuning gilt die Devise «Komplex, aber doch überschaubar». Farbige Balken zeigen die Auswirkung deiner Basteleien an. Willst du tiefer einsteigen, dann darfst du vor dem Rennen im Detail-Tuning an den Teilen herumschrauben, die du zuvor mit Upgrades montiert hast. Ähnlich wie in Actionspielen legst du auch in «Project Cars 3» verschiedene Konfigurationen für deine Fahrzeuge fest und greifst immer wieder darauf zu.

Zusätzlich zu dem Leistungs- und Fein-Tuning bearbeitest du deine Autos auch optisch. So verpasst du den Karren etwa eine frische Lackierung mitsamt Mustern und anderen Design-Elementen. Das mag für Offline-Spieler nur eine nette Dreingabe sein, für Multiplayer-Freunde jedoch ist das durchaus wichtig. Schliesslich fungiert hier der eigene Wagen als Avatar: Alle anderen Spieler werden deine Farben und dein Auto sehen.

Neben den klassischen Versus-Optionen bietet «Project Cars 3» auch die asynchronen «Rivalitäten». Bei diesen wechselnden Herausforderungen stellst du eine Bestzeit auf und Freunde oder auch Fremde müssen diese brechen. Dadurch entsteht eine Art Konkurrenzkampf, auch wenn du und deine Mitstreiter nicht gleichzeitig auf der Strecke seid.

Dank variablem Schwierigkeitsgrad bestimmst du, wie aggressiv die Computer-Piloten agieren.
Dank variablem Schwierigkeitsgrad bestimmst du, wie aggressiv die Computer-Piloten agieren.
Bild: Bandai Namco Entertainment

Alles richtig gemacht?

Wir begannen diesen Artikel mit dem Genre der Simcade-Racer und der Suche nach einem neuen Platz für die «Project Cars»-Reihe. Slightly Mad geht hier definitiv einen anderen Weg: Einsteigerfreundlicher, offener und zugänglicher. Gerade das Erfahrungssystem und die ständigen Belohnungen motivieren weit mehr als das langweilige Abarbeiten einzelner Rennen der Vorgänger.

In der Proberunde jedenfalls überzeugt «Project Cars 3». Egal, ob bei strahlendem Sonnenschein oder bei Regen – das Spiel rangiert technisch weiterhin in der Königsklasse, gibt sich aber weitaus einladender und genügsamer. Viele Strecken, Fahrzeugtypen und Spielmodi runden das Gesamtpaket ab. «Project Cars 3» erscheint am 28. August 2020 für Playstation 4, Xbox One und PC. Wenn Slightly Mad das auf die Strecke bringt, was die Preview-Fassung andeutet, dann könnte das einstmals graue Mäuschen an der schillernden Konkurrenz vorbeiziehen.

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Über das Team Games.ch

Die Redaktion der dienstältesten Schweizer Spiele-Website beschäftigt sich seit über 30 Jahren mit dem Thema Games. Angefangen hat alles in den 80er-Jahren mit einem Disc-Magazin für die Brotbox (C64), die der Plattformgründer, ein ehemaliger Bäcker, herausgegeben hat. Seither begleiten die elektronischen Spiele die Redakteure: Vom Sega-vs.-Nintendo-Fanboykrieg der frühen 90er-Jahre über den Aufstieg der Playstation bis hin zum Einstieg der Xbox in den Konsolenmarkt. Die Erinnerungen an die Vergangenheit sind zahlreich – und die Freude auf die aktuellen Gaming-Hits weiterhin ungebrochen.

Bei watson kümmert sich das Games.ch-Team im Blog «Loading...» um exklusive Geschichten aus dem Gaming-Universum für Gamer, Fans, Nerds – und solche, die es noch werden wollen.

Stellvertretend für das Team: Katze Mia mit Kumpels.

PS: Mia verfügt selbstverständlich über einen <a target="_blank" rel="follow" href="https://www.instagram.com/games.ch/">eigenen Instagram-Account</a>.
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