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Entwickler-Studio von «Cyberpunk 2077» droht Sammelklage



Nach dem Bugfiasko auf der PlayStation 4 und der Xbox One, sieht sich das Entwicklerstudio CD Projekt Red neuem Ungemach gegenüber. In Polen und den USA prüfen Anwaltskanzleien Sammelklagen. Dies aber nicht im Auftrag von enttäuschten Spielern, sondern der nicht minder enttäuschten Investoren. Die Aktie von CD Projekt Red hatte zuletzt rund 40 Prozent an Wert verloren. Angesichts der positiven Aussichten vor dem Release von «Cyberpunk 2077» sehen sich nun einige Anleger getäuscht.

Der Vorwurf: Projekt Red habe im Vorfeld, obwohl es um den Zustand des Spiels gewusst haben müsse, grosse Versprechungen gemacht. Einer der Anleger, ein Anwalt aus Polen, hat gegenüber der New York Times ausgesagt, er fühle sich getäuscht. Unter anderem habe CD Projekt Red noch im November versichert, dass die Performance auf der PS4 und der Xbox One besser sei, als sie sich jetzt darstelle.

Tatsächlich war die Aktie von Projekt Red Ende November, also kurz vor dem Release, von 87 Dollar auf 104 Franken hochgeschnellt, bevor sie sich wieder bei knapp unter 90 Franken einpendelte. Bereits kurz nach dem Release ist der Kurs dann auf heute 65 Franken abgestürzt.

Den Grund für diesen Kursverfall sehen die Anleger in «Cyberpunk 2077». Das Spiel wurde zuletzt sogar von Sony aus dem PlayStation-Store genommen, da es so schlecht spielbar war. CD Projekt Red hat inzwischen angekündigt, man werde gewillten Spieler*innen den Kaufpreis erstatten – wenn nötig aus der eigenen Tasche. Bei 15 Millionen verkauften Kopien könnte diese Rückerstattungsaktion das Budget des Studios arg belasten.

Ob es nun wirklich zu den Sammelklagen kommt, steht noch aus. Aktuell müssen die zuständigen Stellen erst prüfen, ob die Voraussetzungen in Verbindung mit einer Strafanzeige wegen Irreführung gegeben sind.

(pls)

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