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Nicht nur für Heuschrecken sieht es in der Schweiz düster aus. archivbild: shutterstock

Interview

«Es ist alarmierend» – Insektensterben in der Schweiz ist viel schlimmer als angenommen

Der Insektenschwund hat dramatische Auswirkungen. Das ganze natürliche Gleichgewicht gerät durcheinander. Das bekommt auch der Mensch zu spüren.



Eine am Mittwoch veröffentlichte Studie zeigt erstmals das ganze Ausmass des Insektenschwunds für Deutschland und die Schweiz auf. Die Erkenntnisse sind alarmierend: In den vergangenen zehn Jahren wurde ein Rückgang der Artenvielfalt von 30 Prozent festgestellt.

Markus Fischer von der Uni Bern war an der Forschung beteiligt und hat uns die Studienerkenntnisse erläutert. Er sagt, warum die Studie so bahnbrechend ist, was die Ursachen für den Schwund sind und was jetzt zu tun ist.

Herr Fischer, inwiefern hat die am Mittwoch veröffentlichte Studie neue Erkenntnisse geliefert?
Markus Fischer: Bisher wurden jeweils nur einzelne Insektenarten untersucht. Nun wurden erstmals 2700 Arten für die Studie berücksichtigt. Das ist viel breiter als alles, was man bisher betrachtet hat. Wir haben nicht nur die Biomasse gemessen, wie das bisher oft gemacht wurde, und haben deswegen herausgefunden, dass in den vergangenen zehn Jahren die Artenvielfalt um ein Drittel zurückgegangen ist.

Bisher hatte man zudem immer gedacht, dass der Wald ein sicherer Hafen ist. Das ist aber nicht so. Der Rückgang wurde auch dort festgestellt. Doch das ist noch nicht alles: Erstmals wurden mit der Studie auch Erkenntnisse zu den Ursachen gewonnen.

Zu den Ursachen kommen wir später. Die Untersuchungen wurden in Deutschland durchgeführt. Kann man die Ergebnisse auch auf die Schweiz anwenden?
Das Forschungsteam sammelte auf fast 300 Flächen Informationen zu über einer Million Insekten. Die gewählten Regionen in Thüringen, Brandenburg und Baden-Württemberg entsprechen dem Schweizer Mittelland, dem Hügelland und dem Jura. Das ist sehr gut vergleichbar, ich erwarte in der Schweiz dasselbe Muster.

Zur Person

Markus Fischer ist Professor an der Uni Bern, leitet die Abteilung für Pflanzenökologie und ist Direktor des Botanischen Gartens. Als Teil eines internationalen Forschungsteams hat er den Rückgang des Insektenschwundes untersucht. Die Resultate wurden am Mittwoch, 30. Oktober 2019, veröffentlicht.

Bild

bild: unibe.ch

Bei welchen Arten ist ein besonders grosser Rückgang feststellbar?
Auch hier wurden interessante Beobachtungen gemacht. Denn es ist keine spezielle Artengruppe besonders betroffen. Der Rückgang erfolgt bei allen Insektengruppen: Schmetterlinge, Heuschrecken, Springschwänze, Bienen – alles Mögliche.

Also auch die Bestäuberinsekten ...
Ja, die sind auch betroffen. Aber wir dürfen nicht vergessen: Der Mensch hat auch eine Menge anderen Nutzen von Insekten. Nicht nur die Bestäubung.

Zum Beispiel?
Etwa die Zersetzung von organischem Material. Oder die natürliche Kontrolle von Schadorganismen. Organismen, die der Landwirtschaft Schaden anrichten, werden normalerweise biologisch kontrolliert durch ihre Kollegen, durch andere Insekten. Der Insektenrückgang ist für die Ökosystemleistung, also jene Dienstleistung, die der Mensch von der Natur bezieht, sehr schlecht. Und noch etwas ...

«Das zeigt, dass die Massnahmen, die man bisher getroffen hat, keine Wirkung gezeigt haben.»

Ja?
Eine weitere wichtige Erkenntnis ist für mich auch, dass bei jenen Arten, die sowieso schon bedroht sind, der Rückgang besonders dramatisch ist.

Wie aus der Studie hervorgeht, hat die Gesamtmasse der Insekten in Graslandschaften um 67 Prozent und in Wäldern um 40 Prozent abgenommen. Das klingt dramatisch ...
Ja, das ist so. Vor allem, wenn man berücksichtigt, dass es sich hier nur um zehn Jahre handelt. Die intensive Landwirtschaft, die das verursacht, gibt es ja auch nicht erst seit zehn Jahren, sondern schon viel länger. Wir haben mit der Studie bereits auf einem niedrigen Niveau begonnen und trotzdem ist
der Rückgang in den vergangenen zehn Jahren so drastisch weitergegangen. Das ist wirklich alarmierend. Das zeigt, dass die Massnahmen, die man bisher getroffen hat, keine Wirkung gezeigt haben. Das ist ganz klar ein Aufruf, dass man jetzt dringend etwas unternehmen muss, wenn man die biologische Vielfalt erhalten will.

Sie sprechen die Ursachen an. Was wurde da herausgefunden?
Je mehr Äcker sich um die untersuchten Flächen befanden, desto grösser war der Rückgang. Das ist ein ganz deutlicher Hinweis darauf, dass die landwirtschaftliche Praxis mit Pestizid, Dünger und mechanischer Bodenbearbeitung die Ursache des Insektenschwundes ist.

Pestizide und Dünger aus der Landwirtschaft belasten das Grundwasser in der Schweiz. Abbauprodukte finden sich vor allem in Fassungen im Ackerbaugebiet des Mittellandes. (Archivbild)

Die bisherigen Verbote greifen nicht: Der Einsatz von Pestizid setzt den Insekten zu. Bild: EPA

Können Sie diesen Zusammenhang erläutern?
Wie genau das funktioniert, muss man jetzt untersuchen. Es kann sein, dass Pestizide aus dem Acker in andere Lebensräume verdriftet werden. Es kann sein, dass die Insekten in den Acker fliegen und dort Schaden nehmen. Es kann auch sein, dass durch die mechanische Bodenbearbeitung Lebensräume der Insekten zerstört werden. Wahrscheinlich ist es eine Mischung von all dem.

In der Schweiz stehen zwei Initiativen vor der Tür, die den Einsatz von Pestiziden einschränken wollen. Hier erfährst du mehr dazu:

Spielt auch der Klimawandel eine Rolle?
Die zehn Jahre waren zu kurz, um da einen Zusammenhang herzustellen. Grundsätzlich ist es so, dass einige Insekten von der Erwärmung profitieren, andere dafür Schaden nehmen. So beobachten wir vermehrt mediterrane Insekten hier in der Schweiz. Aber für den Rückgang der Insekten, den wir jetzt festgestellt haben, ist der Klimawandel eher unerheblich.

«Wir werden einen massiven Artenschwund erleben.»

Welche Folgen hat der Schwund?
Wie vorher erwähnt, gibt es zunehmend Probleme bei der Bestäubung. Auch die natürliche Kontrolle von landwirtschaftlichen Schädlingen funktioniert nicht mehr so gut. Das alles hat auch Auswirkungen aufs Nahrungsnetz.

Das heisst?
Wenn es weniger Insekten hat, dann hat dies auch einen Vogelrückgang zur Folge. Das beobachtet man bereits. Diese Vögel wiederum sind wichtig für die Ausbreitung der Pflanzenarten. Und so weiter und so weiter. Das ganze natürliche Gleichgewicht gerät durcheinander.

Die Amsel ist zwar weit verbreitet, könnte aber durch die Trockenheit im Sommer 2018 und einen Virus Verluste erlitten haben. (Archivbild)

Die Vögel erleben aufgrund des Insektenschwundes ebenfalls einen Rückgang. Bild: KEYSTONE

Welche Folgen hat das für den Menschen?
Es entstehen gesellschaftliche und ökonomische Kosten, die auf die Allgemeinheit abgewälzt werden.

Was passiert, wenn zu wenig unternommen wird und es im gleichen Stil weitergeht?
Wir werden einen massiven Artenschwund erleben. Eintönige Löwenzahnwiesen werden die Regel sein, in unseren Gewässern werden viel weniger vielfältige Organismen leben. Dann kommt noch der Klimawandel hinzu, der gewisse Arten besonders unter Druck bringt. Und nicht nur das. Er wird auch die Landnutzung beeinflussen.

Wie?
Wenn es in den Alpen wärmer wird, könnten wir versucht sein zu denken: Super, dann können wir auch hier intensivere Landwirtschaft betreiben. Das wäre natürlich eine katastrophale Folge des Klimawandels. Aber man muss gar nicht so weit in die Zukunft blicken, wir sehen die Folgen des Insektensterbens bereits heute.

«Viel wichtiger ist, dass sich die Gesellschaft nun erhebt und sagt: Das geht einfach nicht, was hier passiert.»

Können Sie ein Beispiel nennen?
Wenn Sie in der Umgebung von Bern Erdbeeren pflücken wollen, dann haben Sie zum Teil Felder, auf denen kein einziges Insekt mehr lebt, weil sie gespritzt sind. Der Landwirt stellt dann eine Box mit Bienen aus dem Versand ins Feld, damit die Erdbeeren bestäubt werden. Im Himalaya bestäuben sie die Bäume teilweise sogar schon von Hand.

Was kann ich als Einzelperson unternehmen?
Man trifft jeden Tag unzählige Entscheidungen. Die kann man biodiversitätsfördernd treffen. Etwa Bio-Produkte kaufen. Aber viel wichtiger ist, dass sich die Gesellschaft nun erhebt und sagt: Das geht einfach nicht, was hier passiert.

Den Druck auf die Politik erhöhen also. Was kann sie denn tun? Man muss die landwirtschaftliche Praxis insektenfördernd, beziehungsweise biodiversitätsfördernd machen.

Und wie soll das gehen?
Da gibt es bereits diverse Instrumente. Man kann etwa Subventionen nur verteilen, wenn die Landwirte ökologische Massnahmen ergreifen, die die Insekten schützen. Zudem müssen Pestizide weitestgehend verboten werden. Und auch mit dem Dünger muss sparsamer umgegangen werden. Man könnte das in eine richtige Richtung steuern, aber das ist bis jetzt leider noch nicht passiert.

Hat die Politik dieses Problem verschlafen?
Es fehlt mir die Entschlossenheit. Die Massnahmen gehen zu wenig weit, es werden zu viele Kompromisse gemacht. Man weiss ja schon lange, dass ein Artenrückgang stattfindet. Nicht nur bei den Insekten. Es ist ganz klar, dass die gesellschaftlichen und ökonomischen Rahmenbedingungen momentan nicht angepasst sind.

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198Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Eugen1999 02.11.2019 17:24
    Highlight Highlight Hmm, die Landwirtschaft mag daran beteiligt sein. Die grösste Veränderung in den letzten 10 Jahren ist aber der Ausbau der Funknetze. 4G jetzt 5G, immer mehr Strahlung. Da sollte man unbedingt näher hinschauen. Mir reicht die Verschleppng der Pestizide durch Wind usw. in die Wälder nicht aus. Da hätte es doch schon vor der Handyzeit Anzeichen geben müssen. Ich befürchte, dass die Ursachen noch schlimmer sind als heute angenommen. Um 1950 rum erkrankten auf einem Hof die Kühe in der Nähe des Radiosenders Schwarzenburg weil sie konstant im Richtstrahl einer Antenne lebten. Wäre ein Tipp.
  • Thorium 01.11.2019 13:39
    Highlight Highlight Das beste Naturschutzgebiet das die Menschheit bisher schuf heisst Tchernobyl. Keine Überwachung nötig, um illegale Wilderei, Holzabbau oder Brandrodung etc. zu unterbinden. Die Menschen bleiben freiwillig fern. Ja es gibt Mutationen in Flora und Fauna, aber generell geht es der Natur dort gut.
    Nein, ich plädiere nicht dafür, jetzt die ganze Welt zu verstrahlen. Ich will damit nur ganz deutlich sagen, das der Mensch das Problem ist. Und wenn wir uns nicht bald in den Griff kriegen dann gibt es uns bald nicht mehr. +5C im Durchschnitt und in der Schweiz wächst nix mehr.
  • Saerd neute 01.11.2019 11:47
    Highlight Highlight Bla bla bla


    Er hat wohl recht wenn er sagt die Biomasse Insekten nehmen ab. Nur ist es zu kurz gegriffen und naiv allein der Landwirtschaft Schuld zu geben.
    1900 zählte die Schweiz 3,3 Mio. Einwohner, heute sind es 8.5.Mio
    Alle brauchen Wohnraum und öffentl. Infrastruktur. So nimmt die landw. Nutzflache pro Jahr um ca 2900 ha(!) ab. Schaut mal alte Bilder an! Da hatte es viel mehr Grünflächen. Und die Mobilität nimmt laufend zu. Sucht mal einen Ort wo in der Nacht keinen Lichtsmog hat!

    Aber wenn der Herr Wissenschaftler sagt die Landwirtschaft ist schuld wird es wohl so sein!
    • Kastigator 01.11.2019 14:16
      Highlight Highlight Wo hast du Biologie studiert, wie viele Fachartikel hast du publiziert? Du weisst es ja offenbar besser als "der Herr Wissenschaftler".
    • ChlyklassSFI 01.11.2019 14:23
      Highlight Highlight Dein Kommentar trieft ja vor wissenschaftlichem Verständnis. Nicht.
    • Radesch 01.11.2019 14:47
      Highlight Highlight @Nüübächler

      Zumindest sicher mehr, als wenn es ein Nüübächler sagt ;)
    Weitere Antworten anzeigen
  • RETO1 01.11.2019 10:56
    Highlight Highlight Immer mehr Menschen auf dieser kleinen Erde
    immer mehr zubetonieren
    immer mehr Annehmlichkeiten und Komfort
    immer mehr Reisen

    Das hat seinen Preis
    Einfach nur den Bauern die Schuld zuzuweisen bringt's gar nicht
    Das Problem müsste an der Wurzel angepackt werden
    • Special K 01.11.2019 12:47
      Highlight Highlight Bleib beim Thema. Der Einsatz von Pestiziden findet in erster Linie in der Landwirtschaft statt. Dann kommen noch ein paar Hobbygärtner hinzu.
    • RETO1 01.11.2019 12:56
      Highlight Highlight ich bin absolut beim Thema, deine Sicht greift zu kurz
      Der Bauer produziert was der Konsument kauft
    • ChlyklassSFI 01.11.2019 14:24
      Highlight Highlight Und warum kaufst du das, RETO1?
    Weitere Antworten anzeigen
  • whatthepuck 01.11.2019 08:31
    Highlight Highlight So wird es auch beim Klimawandel gehen. So lange es dem Menschen nicht heiss unterm Hintern brennt, bewegt er sich nicht.

    Hier ist auch ein Apell an die Mündigkeit eines jeden Einzelnen gefragt: Nur nach der Politik schreien ist nicht genug. Wie oft muss man im (Arbeits-)Alltag miterleben, dass Entscheide getroffen werden, die im Rahmen der aktuellen Umweltdebatte nicht mehr tragbar sind. Die Wirtschaft, das sind auch wir. Mit etwas Courage könnte man sich für bessere Lösungen einsetzen. Leider tut man's nicht, weil man denkt, dass zuerst die Politik aktiv werden muss. Ja - aber nicht nur.
    • Special K 01.11.2019 12:51
      Highlight Highlight Ja und nein. Jeder einzelne kann konsequent auf Bio-Lebensmittel setzen. Aber ich alleine kann Pestizide nicht verbieten. Das muss die Politik lösen. Übrigens sind nächstes Jahr zwei Initiativen zum Thema am Start.
    • whatthepuck 01.11.2019 14:06
      Highlight Highlight Wer berät den Bauern denn, Pestizide einzusetzen, bzw. weshalb setzt der Bauer auf Pestizide?

      Ich sehe die kurzfristigen Gründe (Wirtschaftlichkeit), weshalb er es tut - aber wenn der Berater des Bauern und der Bauer selbst wissen, dass der Pestizideinsatz langfristig nicht gut ist, weshalb tun sie's denn trotzdem?

      Aber auch in der Bauwirtschaft: Weshalb werden Projekte durchgewunken, bei denen das städtische Klima ganz klar nur drittrangig berücksichtigt wurde? Grünflächen werden von Bauherren oft immernoch als gewinnschmälerndes Pflicht-Übel wahrgenommen. Da fehlt der Wandel im Kopf.
  • Nickname23 01.11.2019 08:16
    Highlight Highlight Am Abend wenn ich noch auf den Felder bin und es schon dunkel ist, sieht man den Lichtsmog von Bern, Freiburg, Biel, Neuenburg, etc. Es ist eigentlich gar nicht mehr Dunkel. Wie sollen da die Insekten zur Ruhe kommen und so sterben sie im Dauerstress, weil sie nicht mehr zur Ruhe kommen.

    Es gibt allgemein zuwenig blühende Pflanzen. Dort können alle etwas machen. Ich habe auf meiner Terasse Kräuter und als sie blühten, hatten wir sehr viele Insekten. Und wenn wir durch unsere Ausgleichsflächen laufen, findet man an den Blumen auch sehr viel Insekten. Es braucht jeden und keine Betonwüsten!
  • Fenyra Fux 01.11.2019 08:03
    Highlight Highlight Das wundert mich nicht. Jede grüne Fläche, und sei es nur der Streifen Wiese am Strassenrand, wird gemäht.
    Sogar vermeintliche Naturschutzgebiete wie am Greifensee.
    Die Wälder werden regelrecht "rausgeputzt".
    Wenn ich mal eine Magerwiese sehe, ist das richtiggehend ein Highlight, da sie in allen möglichen Farben raussticht aus dem Landschaftsbild.

    Es blutet mir das Herz, das Gefühl bestätigt zu bekommen, das ich schon länger hatte, dass ein riesiges Insektensterben ansteht.
  • Globidobi 01.11.2019 07:26
    Highlight Highlight Was redet ihr hier von Pestiziden? Es sind ganz klar die Handystrahlen, welche für das Insekten sterben verantwortlich sind. Seit es diese gibt, ist die Zahl der Insekten gesunken.
    • Allion88 01.11.2019 07:51
      Highlight Highlight Das muss es sein. Basteln sie doch kleine Aluhüte für die Bienen.

    • Blaubar 01.11.2019 08:06
      Highlight Highlight Die Zahl der Fische und Vögel hat sich übrigens ebenfalls halbiert.
    • Gianini92 01.11.2019 08:45
      Highlight Highlight Achso deshalb bestäuben sie also im Himalaya bereits vor Hand?
      Bekanntlich ein Gebiet mit herausragender Netzabdeckung...
    Weitere Antworten anzeigen
  • [CH-Bürger] 01.11.2019 06:31
    Highlight Highlight auch ein Problem ist, dass viele Pflanzenschutz-Grenzwerte jeweils nur für 1 spezifisches Giftprodukt gelten. Wenn ein Produzent also 5 verschiedene Produkte besitzt, kann er jedes bis an seinen eigenen Grenzwert verwenden...

    wer kann die Liste ergänzen:
    - keine ausländischen Pflanzen/Bäume
    - nicht den perfekten englischen Rasen anstreben
    - Bioprodukte / Demeter kaufen
    - ...?
    • BoogieWoogie 01.11.2019 08:15
      Highlight Highlight Nächstes Jahr für die Trinkwasser-Initiative stimmen.
  • Sarkasmusdetektor 01.11.2019 06:30
    Highlight Highlight Pflanzen von Hand bestäuben... Juhuu, neue Jobs für Billiglohnsklaven, die für die digitalisierte Welt nicht fit genug sind. Problem gelöst, morgen wieder vergessen. 🙄🔫
  • Antinatalist 01.11.2019 04:04
    Highlight Highlight Ach was, der technologische Fortschritt wird's richten...

    ...oder sie alle hinrichten.

    Weiterfortschritteln!
  • Mizzi 01.11.2019 02:43
    Highlight Highlight Pestizide sind an allem Schuld. Und dank des Lobbyismus dürfen die Bauern dieses Gift weiterhin munter einsetzen.

    Mehr Transparenz im Bundeshaus wäre wirklich wünschenswert, damit man sieht, wer wen beeinflusst.
  • G. 01.11.2019 02:41
    Highlight Highlight Ich habe 1 grosses Insektenhotel bei mir auf dem Balkon und 7 Ameisenkolonien bei mir in der Wohnung (in 7 Ameisenfarmen).

    Die Ameisenkolonien gedeihen prächtig und das Insektenhotel hat nach ein paar Jahren der Leerstehung nun ein paar Mieter erhalten.

    Nächstens werde ich in einen Wohnwagen mit Grünfläche und Hecke umziehen und mir dort überlegen, was ich alles an insektenfördernde Massnahmen treffen könnte.

    Zusätzlich werde ich zukünftig bei allen Abstimmungen, wie z. B. Sense21 NEIN stimmen.

    So, dann lasst es mal Blitze regnen...
  • Dada80 01.11.2019 00:33
    Highlight Highlight Fangt doch alle mal daheim an – zumindest alle, die es können vom Platz her. Überall monotone Rasen, ein pflegeleichtes Exotenbäumchen und fertig... Habe rund ums Haus Eiche, Apfelbäume – welche ich mit den Amseln etc. teile, Haselnuss, Beeren, Felsenbirne statt Kirschlorbeer, viele Blütenpflanzen, etwas Totholz in der Ecke, Trauben, Birnbaum, kleiner Tümpel und etwas verwilderten Teich... und es summt und brummt, Frösche, Kröten, Molche, Hummeln, viel Vogelnachwuchs in den Nistkästen, Igel, Bienen, Käfer in allen Grössen und Farben und alles andere, was kreucht und fleucht...
  • Murky 31.10.2019 23:39
    Highlight Highlight Bei um die 13% des Parlaments sind die Bauern absolut übervertreten (um die 3% der Bevölkerung arbeiten in der Landwirtschaft). So kann das natürlich nie was werden, weil die Bauern einfach eine zu starke Lobby haben. Wir müssen aufstehen, das darf so nicht weitergehen! Verdammte Scheisse eigentlich will ich mich nicht die ganze Zeit um die Zukunft fürchten aber wir verkacken grad wirklich alles was geht...
    • Blaubar 01.11.2019 08:08
      Highlight Highlight Interessant ist ja, dass gerade die (viele) Bauern, deren Existenz von einer intakten Umwelt direkt abhängt, stets dagegen sind.
    • Saerd neute 01.11.2019 12:46
      Highlight Highlight Murky
      Ja genau, legen wir die produzierende Landwirtschaft lahm.
      Wir haben ein Selstversorgungsgrad von 50%, die Bevölkerung wird in 25 Jahren bei vorsichtigen Schätzungen um die 10 Mio. sein. Der Selbstversorgungsgrad um die 20%.
      Wenn mal die Landwirtschaft weg ist haben wir sicher wieder Insekten. Und zum Glück viel Import, der ja erwisenermassen sehr ökologisch ist.
  • Lucida Sans 31.10.2019 23:04
    Highlight Highlight Und wenn ich mir dann vorstelle, dass ca. 50% der auf diese Weise produzierten Lebensmittel im Müll landen ......
    • Murky 31.10.2019 23:40
      Highlight Highlight Oder Mais für die Viehzucht sind...
    • Locutus70 01.11.2019 04:27
      Highlight Highlight @Lucida Sans - ich denke in der effektiven Nutzung von Lebensmitteln liegt ein sehr sehr großes Potential. Leider gibt es da keine Partei, die das zum wirklich großen Thema macht.
  • Eldroid 31.10.2019 22:39
    Highlight Highlight Wie wärs mit der Förderung von Gentechnologisch veränderten Pflanzen?

    (Mit eingebautem Schutz gegen Schädlinge)

    (Unter betrachtung der Auswirkungen auf das Ökosystem)
    • nonsensli 01.11.2019 05:54
      Highlight Highlight Gentechnisch veränderte Pflanzen sind häufig für die intensive Landwirtschaft gemacht. Grosse Monokulturen, intensive Bearbeitung, etc. und das ist gerade das Problem. Zudem, wenn du Pflanzen hast die giftig sind für die Insekten, ist zwar die Abdriftgefahr geringer, da du nicht spritzen musst, aber du hast konstant Gift in der Umwelt und nicht nur "einmalig" wenn gerade gespritzt wird. Mischkulturen und Bio sind da wirklich der bessere Ansatz.
    • Dogbone 01.11.2019 08:20
      Highlight Highlight Das wäre toll, wenn wir unsere eigene Technologie nutzen könnten, um alles wieder hinzubiegen. Leider ist das ökologische Gleichgewicht viel zu komplex, als dass wir es tatsächlich verstehen. Wir würden also mit absoluter Sicherheit zumindest langsfristig das totale Chaos anrichten - möglicherweise noch mehr als wir das jetzt bereits tun.
  • imposselbee 31.10.2019 22:28
    Highlight Highlight Macht euch mal nicht in‘s Hemd. Wir sind die einige Spezies, die jede ausgestorbene Spezies wieder zum Leben erwecken kann, wir sind quasi das Backup der Natur, resp. vom Leben selbst. Das unsere Entwicklung einen gewissen Preis hat und unser Fortschritt mit Verlusten einhergeht, ist dem Erfinder vom Leben bewusst, sonst hätten wir diese zusätzlich Fähigkeiten gegenüber jeder anderen Spezies nicht ‚erhalten‘. Immerhin versuchen ja einige Menschen auf anderen Planeten mit Zero Insekten sich anzusiedeln.
    • [CH-Bürger] 31.10.2019 23:01
      Highlight Highlight @imposselbee:
      denkst du wirklich so, oder habe ich Deinen Sarkasmus nicht verstanden...? 🤔
      ich finde, Du machst es Dir etwas gar einfach: was haben wir denn für supertolle Fähigkeiten?
      der einzige "Vorteil", der sich der Mensch erarbeitet hat: er entwickelte Techniken, um sich den Einflüssen der Natur zu entziehen! Kälte, Wind, Feuchtigkeit, Hunger, Durst etc sind für uns keine Herausforderung mehr - dank guter Kleidung, isolierter Behausung und 24h-shopping.
      ich behaupte, dies ist der "Tod der Evolution", denn die Spezies Mensch muss sich (evolutions-technisch) nicht mehr weiterentwickeln...
    • Mutzli 31.10.2019 23:19
      Highlight Highlight @imposselbee
      "ist dem Erfinder vom Leben bewusst, sonst hätten wir diese zusätzlich Fähigkeiten gegenüber jeder anderen Spezies nicht ‚erhalten‘"

      -Nichts für ungut, aber ich als böser Ungläubiger gebe da der Forschung & Ideen von wissenschaftlichem Personal den Vorrang.

      "Gott wirds schon richten" hatte bisher eine nicht gerade überwältigende Leistungsbilanz als politisches Leitmotiv.

      Selbst wenn der pol. Willen, Wissen & vor allem die Mittel zu einer solche 'Massenwiedererweckung' da wären, würds in die Hose gehen. Biosphären kann man nicht à la "Bitz chläbi u guet isch" reparieren.
    • imposselbee 01.11.2019 00:04
      Highlight Highlight @[CH-Bürger] ist mein voller Ernst. Dann hast du aber sehr wenig von unseren Errungenschaften mitbekommen. Wir haben die Superfähigkeit unsere wahre Natur zu erkennen (Spoiler: Bewusstsein) und dadurch unsere Entwicklung in die eigene Hand zu nehmen. Die 1. Welt Menschen laufen auf Sparflamme, da hast du schon recht, aber das kann jeder jederzeit ändern.
    Weitere Antworten anzeigen
  • DJ77 31.10.2019 22:15
    Highlight Highlight Und alle so: "Wir wissen es...aber..."
    Es wird aber nichts unternommen, keine Einschränkungen, Verbote usw.
    Es liegt wie beim CO2 Ausstoss bei der Politik und nicht beim Bürger!
    Ich erinnere mich an das Problem mit dem FCKW, das Problem wurde Wissenschaftlich begründet und alle Staaten haben das Verbot unterzeichnet...

    • Murky 31.10.2019 23:41
      Highlight Highlight Ja, das waren noch Zeiten...
  • willi22 31.10.2019 22:15
    Highlight Highlight Für die Herren in Herrliberg ist das ja nur ein Hype.
  • Stema 31.10.2019 22:06
    Highlight Highlight Jetzt hab ich ein schlechtes Gewissen, weil ich am Wochenende einen Insektenburger hatte.
  • derlange 31.10.2019 21:58
    Highlight Highlight Alles muss billig sein. Alles zu betonieren, mehr Strassen, mehr Verkehr/Transporte, Lichtverschmutzung, Mobilfunk, 4G/5G, gps, Satelliten, W-LAN, Atommüll, und so vieles mehr.
    Und Landwirtschaft mit PflanzenSCHUTZ hat es vor 20 Jahren schon gegeben- also hört auf mit eurem Bauern bashing!
    • Mr. Spock 01.11.2019 07:12
      Highlight Highlight Geht hier nicht um bashing sondern darum, dass alle genannten Faktoren zutreffen jedoch der Bauer am direktesten Einfluss nehmen kann/sollte/muss...
    • Saerd neute 01.11.2019 12:53
      Highlight Highlight Mr. Spock
      Aber der Bauer muss produzieren was für ihn auch ein paar Franken abwirft. Nur von Liebe allein kann auch der Bauer nicht leben.
      Da die Leute beim Essen immer auf den Preis schauen, steht der Bauer unter wirtschaftlichem Druck.

      Also wenn auch du bereit bist mehr für deine Nahrung zu zahlen ist das mal ein Anfang.
    • Mr. Spock 01.11.2019 14:17
      Highlight Highlight @Nüübächlet: kaufe grundsätzlich bewusst CH bio ein und boykottiere generell die Multis. Ich spare gern aber nicht beim essen,da bin ich sehr gern bereit für Qualität und nachhaltigkeit zu zahlen!!!
    Weitere Antworten anzeigen
  • Füürtüfäli 31.10.2019 21:53
    Highlight Highlight Was man aber auch sagen muss, auch dem Vorgartenbesitzer scheint die totale Manie befallen zu haben. Kaum schaut ein unautorisiertes Hälmchen aus einem schattigen Eck eilt der Landwirt gandenlos herbei um es zu köpfen. Wagt ein strahlend gelbes Löwenzähnchen sich aus der braunen Rasenmonotonie, muss es weg. Das Unkraut könnt ja überhand nehmen. Der Rasen sollte ja auch nicht höher als 4cm sein und da wundern wir uns, warum es weniger Insekten hat?

    Hab einen grossen Garten und die Hälfte davon ist "Natur pur" und wird nicht mehr als 2x gemäht im Jahr. Sieht kacke aus dafür mit vielen 🐝🦋🦗


  • willi22 31.10.2019 21:44
    Highlight Highlight Ich war vor 2 Jahren im Hinterland von Kroatien. Dort gab es extrem viele Insekten der verschiedensten Art. Das Leben hat richtig pulsiert. Dort habe ich den Unterschied zwischen einer intakten und einer zerstörten Natur so richtig gespürt. 67% Rückgang ist eine Schande. Unsere Kinder werden die Quittung erhalten.
    • Saerd neute 01.11.2019 12:54
      Highlight Highlight Also auf nach Kroatien!
  • Doppelpass 31.10.2019 21:43
    Highlight Highlight Und immer noch wird von Pflanzenschutzmitteln statt von Insektengift gesprochen!
    Könnte man die Subventionen in der Landwirtschaft zu 50% auf die Menge an nachhaltig produzieren Produkten, und zu 50% auf die vorhandene Biodiversität auf den bewirtschafteten Flächen auszahlen?
    • PrivatePyle 31.10.2019 22:34
      Highlight Highlight Hätten wir keine Pflanzenschutzmittel oder Pestizide oder wie auch immer, würden die weltweiten Erträge um 50% zusammenbrechen und wir hätten Hungersnöte!
    • Murky 31.10.2019 23:42
      Highlight Highlight Tja... aber wir würden vielleicht überleben. So harts klingt...
    • Doppelpass 01.11.2019 00:03
      Highlight Highlight An PrivatePyle.
      Diese Ansicht vertritt die Lebensmittelindustrie. Manche Agronomen bezweifeln das wohl zu recht. Hunger ist in den meisten Fällen eine Folge von Kriegen, Misswirtschaft und ungleicher Verteilung. Mit weniger Foodwaste, lokaler, nachhaltiger Produktion und weniger Fleischkonsum liesse sich vermutlich die ganze Erdbevölkerung gut ernähren.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Vecchia 31.10.2019 21:42
    Highlight Highlight Pestizide, die übrigens nicht nur von den Bauern, sondern auch von ÖV, Privatpersonen, Tiefbau- und Forstämtern etc. gespritzt werden, sind sicher massgeblich am Schaden beteiligt.

    Aber auch die Zunahme von nicht ionisierender Strahlung (inkl. Satelliten) ist schlecht für die Fauna. Die kabellosen digitalen Technologien sind allerdings so ein gutes Geschäft und aufgrund von Sendern auch interessant für Tierforscher, dass die existierenden Studien zu Bienen* und anderen Insekten logischerweise ignoriert werden.

    (*Zu Daniel Favre Studie 2011:
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    )

  • emptynetter 31.10.2019 21:37
    Highlight Highlight So ein tendenziöser Bericht. Eine Studie aus den grossflächigen deutschen Ackergebieten lässt sich nicht auf schweizer Verhältnisse übertragen.
    • Doppelpass 31.10.2019 21:58
      Highlight Highlight Meinst du, dass der Rückgang in der Schweiz kleiner ist? Wäre schön, aber gibt es Hinweise oder Anhaltspunkte? Die Zersiedelung und der Einsatz von Giften ist wohl kaum kleiner hier.
    • Coffeetime 31.10.2019 22:16
      Highlight Highlight Beweise, warum es nicht geht?

      Fakt ist, dass ich früher nach einer Fahrt in der Dämmerung tausende Insekten auf der Windschutzscheibe hatte. Heute habe habe ich nach 5 Fahrten immer noch nicht so viele....
    • DJ77 31.10.2019 22:24
      Highlight Highlight Ich habe dir ein nicht tendenziöser Bericht: Als ich im Sommer1998 mit meinem Auto in der Nacht nachhause gefahren bin war jedesmal die Frontscheibe voll mit Insekten...jeden Morhen musste jeder Autofahren seine Scheiben reinigen.
      Wenn du es nicht glaubst, sende ich dor gerne ein Foto davon.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Franz v.A. 31.10.2019 21:14
    Highlight Highlight Soll ich mal, als nun alter Sack erzählen, was ich als Junge noch für Insekten in der Stadt Bern gesehen habe, die ich seit Jahren nicht mehr gesehen habe, weder in Bern noch wo anders? Ich denke ich lasse es, den die Liste würde diesen Post sprengen. Uebrigens, so wenige Insekten wie dieses Jahr, habe ich in 60 Jahren nicht gesehen. Nicht mal Mücken haben mich gequält, und diese mögen mich sonst gut.
    • Ribosom 01.11.2019 11:23
      Highlight Highlight Als ich Kind war, vor etwa 20 Jahren, hörte ich viele Singvögel. Es summte und brummte überall. Es gab so viele Igel und Fledermäuse. Mein Kater brachte Mäuse nach Hause, die er nicht mehr alle selber essen konnte.
      Und heute?
      Es fliegen kaum Insekten umher, kein Vogel singt. Fledermäuse und Igel sieht man auch nicht mehr.
      Mein Auto ist nach einem Monat ein Insektenfriedhof wie damals das meines Vaters nach 2 Tagen.
      Diese Umstände machen mich traurig.
    • Saerd neute 01.11.2019 13:17
      Highlight Highlight Also da wo ich wohne hat es im Sommer Schwärme von Schwalben, und kaum sitzt man beim Grill wird man von unzähligen Fliegen belästigt. Nachts haben wir zum Glück Fliegennetze an den Fenstern bei all den Mücken!
      Jetzt im Herbst sind überall Marienkäfer, Wespen und "Chriesiguuger" welche ein Winterquartier suchen.
      Beim Sonnenbord tummeln sich im Sommer Blindschleichen und wenns regnet hüpfen überall Frösche auf der Strasse rum.
      Überall kreisen Milane und Bussarde.
      Wo ich wohne? Auf einem Bauernhof auf dem Lande, umgeben von lauter weiteren Bauernhöfen.
    • Franz v.A. 01.11.2019 15:49
      Highlight Highlight @ Nüübächler / Da scheint das grosse Sterben noch nicht auf dem Land eingetroffen zu sein, was ja gut ist. Bin mir aber auch sicher, dass auf dem Land ein Rückgang zu verbuchen ist. Ebenfalls sind auch dort sicher schon einige Arten verschwunden, wie z.B. teilweise Schmetterlinge.
  • don duende 31.10.2019 21:10
    Highlight Highlight macht doch nichts, wir haben ja noch den mond und den mars zum besiedeln🤦🏼‍♂️🤦🏼‍♂️🤦🏼‍♂️🐘💨
  • sa5 31.10.2019 21:00
    Highlight Highlight Wache Menschen haben diese Entwicklung schon vor 100 Jahren vorhergesehen.
    Als Alternative haben sie die biologisch-dynamische Landwirtschaft entwickelt. Einfach und überall anwendbar. Ohne große Investitionen in Maschinen, Geräte und Hilfsstoffe.
  • ubu 31.10.2019 20:49
    Highlight Highlight Trump, Wahlen, Carlos: alles Schattenboxen. Der Zustand der Natur ist das einzige Thema, das uns interessieren sollte - und unsere Politiker.
  • Bacchus75 31.10.2019 20:49
    Highlight Highlight Würde vielleicht eine Umkehr der Deklaration mithelfen?

    Bio ist Standard, ansonsten muss stehen dass diese Gemüse mit Pestiziden, Fungiziden und was weiss ich behandelt... wäre ein Wettbewerbsnachteil wenn es quasi wie auf den Zigischachteln stehen müsste...

    Nur so ein Gedanke weil Änderungen leider nur klappen wenn man wirtschaftlich etwas verändert.
    • Füürtüfäli 31.10.2019 21:31
      Highlight Highlight Du glaubst Bio Gemüse/ Früchte werden nicht gespritzt?

      https://www.srf.ch/sendungen/kassensturz-espresso/kassensturz-selbstversuch-glyphosat-und-co-im-koerper

    • Tamtam87 31.10.2019 21:54
      Highlight Highlight Geile idee !
    • Bacchus75 01.11.2019 07:23
      Highlight Highlight @ Füürtüüfeli, natürlich wird gespritzt, aber weit weniger. Das grosse Übel ist ja meist das vorsorgliche "wir spritzen mal gegen alles". Ich kenne es vor allem vom Weinbau und die Tendenz da ist klar, dass man anfängt mit Bio und immer noch konsequenter wird, was bis zur Bio-Dynamie gehen kann oder mindestens Teile davon.

      Der Schwerpunkt muss darin liegen soviel wie möglich natürlich zu bekämpfen, mit natürlichen Gegenmitteln, Nützlingen, genug Bio-Diversität.
    Weitere Antworten anzeigen
  • banda69 31.10.2019 20:28
    Highlight Highlight Und die SVP so:

    "Alles nur Hysterie! Und zudem: Wirtschaft und Geld vor Mensch und Natur!"
    • Doppelpass 01.11.2019 00:27
      Highlight Highlight Das Insektensterben ist ganz im Sinne der SVP.
      Die Insekten sind ja die anderen Parteien, welche als Ungeziefer Löcher in unsere schönen Schweizeräpfel fressen. Das habe ich auf den Plakaten gesehen.
      Die SVP ist DER Ungeziefervertilger, DAS Schweizerschutzmittel.
      Darum die giftige Politik.
      SVP wählen, Insekten loswerden!
      So geht das!
  • kyoryu 31.10.2019 20:25
    Highlight Highlight Wieso die Schweiz Sachbeschädigung nicht toleriert und sorgar strafrechtlich vorfolgt ist mir ein Rätsel. Bei der Natur- und Tierwelt ist es ja auch den meisten egal.
    Während die Natur von den Kapitalisten massiv zerstört wird, werden Aktivisten wegen farbverschmierten Banken angeklagt. WTF?
  • TheRealDonald 31.10.2019 20:20
    Highlight Highlight Morgen wird diese Nachricht bereits wieder vergessen sein. Das neuste Influenza-Insta-Bildchen ist viiel wichtiger.
  • Sherlock_Holmes 31.10.2019 20:19
    Highlight Highlight Wir können heute nicht behaupten, wir hätten es nicht gewusst.

    Nie standen uns soviel Wissen und die Möglichkeiten zur Verfügung, sich über die Zusammenhänge und Folgen zu informieren.

    Ob der einzelne dies vermag, ist nicht nur eine Frage der Kognition und des Wissens, sondern vor allem auch der Werte und des persönlichen Bezugs.

    Wer in den Thurauen einen Eisvogel beobachtet hat oder die Vielzahl von Insekten in einer Buntbrache, der weiss um den ungeheuren, unwiederbringlichen Verlust.

    Wir müssen dies weitervermitteln und gleichzeitig die Zerstörung durch wirksame Gesetze stoppen.
  • pejot 31.10.2019 20:03
    Highlight Highlight Jeden Tag werden Studien veröffentlicht, die „gravierende Einflüsse“ auf unser Ökosystem, unsere Umwelt etc. haben. Ich zweifle das nicht an. Mir stellt sich die Frage: kann ich mein Leben im Mass noch geniessen ohne ein schlechtes Gewissen oder der Angst was falsches zu machen? Jeder muss das für sich selber entscheiden, ich hab mich für ein wenig Genuss entschieden, ohne ALLES zu hinterfragen... In ein paar hundert oder tausend Jahren, wird unsere Kultur abgelaufen sein, damit eine andere Kultur sich bei Ausgrabungen fragen kann, warum wir ausgestorben sind...
    • Firefly 31.10.2019 21:37
      Highlight Highlight Genuss ist relativ. Wenn du nichts hast wird alles zum Genuss, wenn du alles hast, kannst du nichts geniessen.

      Wenn du also verzichtest, wird sich dein Genussempfinden automatisch anpassen und du geniesst Dinge, die dir vorher selbstverständich waren.
    • Doppelpass 31.10.2019 21:53
      Highlight Highlight In ein paar hundert oder tausend Jahren?
      Ich denke, du hast dich für Verdrängen und Genuss entschieden.
      Ich möchte das aber nicht verurteilen.
      Anderen Vorwürfe zu machen, statt selber konsequenter zu handeln ist keinen Deut besser.
      Ich find schwierig mit dem Bewusstsein zu leben, mit dem klar zu kommen. Geht das überhaupt?
    • kusel 31.10.2019 22:00
      Highlight Highlight Ich geniesse das Leben ohne Flugzeug, Auto und nur mit biologischen Produkten in vollen Zügen. Die Einstellung ist entscheidend.
  • Psipsina 31.10.2019 20:00
    Highlight Highlight Innerrhoden: Hier wird jedes Jahr mehr Heu eingebracht. 4 - 5 mal! Da haben Bodenbrüter keine Chance. Dann tonnenweise Gülle drauf. Ausser Löwenzahn kein Blümchen mehr. Die Heuschrecken ersticken in diesen unseligen Plastik-Bällen. Das Schlimmste: es wird sich nichts ändern. Die meisten freuen sich, dass auch die Fliegen dezimiert sind.
    • emptynetter 31.10.2019 21:34
      Highlight Highlight In den 'Plastikbällen' (=Siloballen) hat es sowieso keine Heuschrecken. Die sind vorher ausgeflogen.
  • homo sapiens melior 31.10.2019 19:58
    Highlight Highlight Hier muss ein radikaler Schnitt her! Fertig Pflästerlipolitik.
    • Firefly 31.10.2019 21:42
      Highlight Highlight Okay, ich hol die Axt
      Benutzer Bild
  • Krise 31.10.2019 19:56
    Highlight Highlight Aber was kann man als Einzelperson jetzt WIRKLICH machen?
    Wir haben ein gut besuchtes Wildbienenhäuschen, aber ohne entsprechende Grünflächen haben die Bienen kein Futter, und Wasser auch nicht in der Nähe. Ich hatte den ganzen Sommer über eine Wasserschale auf dem Balkon, und die war so gut besucht, dass einer der Heugümper jeweils in unsere Wohnung kam wenn die Schale leer war. Wenn ihr könnt: verzichtet auf englischen Rasen, pflanzt EINHEIMISCHE Pflanzen und bienenfreundliche Wiesen. Stellt Wasser auf und Bienenhäuschen. Und TÖTET keine Insekten, auch wenn sie euch nerven!!
    • weachauimmo 31.10.2019 20:43
      Highlight Highlight Doch noch ein lesenswerter Kommentar. Danke Dir.
    • Mügäli 31.10.2019 21:22
      Highlight Highlight @Krise - ja natürlich kann jeder Einzelne etwas tun. Ich habe 2 Gemüsebeete welche zu meiner Wohnung gehören. 1nes nutze ich für den Anbau von Gemüse, das andere hab ich zu einer Wildblumenfläche erklärt :). Unglaublich was sich dort nun den ganzen Sommer durch an Insekten angesiedelt hat. Auch auf meinem Balkon habe ich statt den ‚langweilligen‘ Geranien extra Blumenkästen mit x-versch. einheimischen Blümchen aufgestellt und auch dort hatte es innert kurzer Zeit viele Mitbewohner :). Jeder kann wenn er will seinen kleinen Beitrag leisten und zudem sieht‘s echt toll aus ..
    • Firefly 31.10.2019 21:32
      Highlight Highlight Das ist nicht das Problem einer Einzelperson... Das ist ein Problem der Weltbevölkerung. Und wenn wir es nicht schaffen gemeinsam globale Massnahmen zu definieren und umzusetzen, wird es heiss.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Saerd neute 31.10.2019 19:51
    Highlight Highlight Die Landwirtschaft wurde in den 60 Jahren stark intensiviert. Bevölkerungswachstum und die mageren Kriegsjahre im Hinterkopf veranlassten mit den neuen technischen Mitteln diesen Schritt. Anfangs der 90 Jahre begann ein Umdenken. Es wurde der Produktepreis teilweise entkoppelt und mit Direktzahlungen ergänzt, welche an ökolog. Leistungen gebunden sind.
    Seit den 80er nahm die Bevölkerung um 40% zu, jede Sekunde verschwindet 1m2 Boden unter Beton, das Kulturland schwindet. Die Insekten haben immer weniger Lebensraum.

    Aber klar, nur die Landwirtschaft ist Schuld!
    • weachauimmo 31.10.2019 20:49
      Highlight Highlight Danke. Jede im städtischen Umfeld verbliebene Wiese, jedes Brachland wird verbaut, weil die Zinsen tief sind und wir günstige Wohnungen brauchen.

      Morgen schon wird vermutlich ein Artikel über den Mangel an günstigen Wohnungen geschrieben und ähnliche Menschen, die sich jetzt empören, werden sich wieder darüber empören, dass der Staat, die Wirtschaft, etc. nicht für günstige, neue Wohnquartiere sorgt.

      Die einzige Lösung heißt: Personenfreizügigkeit einschränken, Völkerwanderungswahnsinn stoppen, lokal produzieren, lokal konsumieren.

      Weniger Schwertransport, weniger Straßen, weniger Häuser
    • sa5 31.10.2019 20:57
      Highlight Highlight Ja, die Landwirtschaft ist mehr oder weniger allein schuld.
      Ernährungssicherheit ginge auch mit anderen Pflanzenarten und Produktionsmethoden.
      Mit Landwirtschaft meine ich nicht den Bauern ansich, sondern den Militärisch-Landwirtschaftlichen-Industriellen-Komplex.

    • Nuscheltier 31.10.2019 21:35
      Highlight Highlight Für das Insektensterben ist tatsächlich zum grössten Teil die (nicht biologische) Landwirtschaft schuld.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Eldroid 31.10.2019 19:47
    Highlight Highlight Mit weniger Pestiziden wird auch der Ertrag an Lebensmitteln kleiner 🤔
    • You will not be able to use your remote control. 31.10.2019 20:18
      Highlight Highlight Langfristig ist es umgekehrt.
    • Varanasi 31.10.2019 20:46
      Highlight Highlight Wenn man dabei bedenkt, wie viele Lebensmittel im Müll landen....
      Würden die Leute ein wenig achtsamer einkaufen, würde das sicherlich helfen.
    • sa5 31.10.2019 20:50
      Highlight Highlight 30% - 50% der Lebensmittel werden weggeschmissen.
      Für die Produktion von 1Kg Fleisch braucht es 13 Kg Getreide und 1500 Liter Wasser.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Don Alejandro 31.10.2019 19:45
    Highlight Highlight Schon seit Jahren hat man in der Stadt Zürich ausserhalb der Seenähe keine Mücken mehr. Schlafen mit offenem Fenster gar mit Licht kein Problem mehr.
  • no-Name 31.10.2019 19:40
    Highlight Highlight Ich übernehm den dreckigen job:

    “Es sind schon immer Insekten gestorben! Die Linken/Grünen immer mit der Panikmache!“

    Ah genau: “das wird man wohl noch sagen dürfen!”


    • Franz v.A. 31.10.2019 21:07
      Highlight Highlight No-Name, wohl eher null Brain.
    • no-Name 31.10.2019 22:42
      Highlight Highlight Warum?
    • no-Name 31.10.2019 22:52
      Highlight Highlight Genau! Weil du’s nicht verstanden hast.

      Hier noch für dich: *ironie off*

      Ich ging davon aus, dass Gänsefüsschen und die vorangehende persönliche Wertung ausreichen würde um es als nicht real gedachte Aussage zu erkennen.

      Alles eine Frage der Synapsen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Resche G 31.10.2019 19:39
    Highlight Highlight Ach die Schweiz ist eh zu klein um hier etwas zu bewirken, die 3 🐛 hier sind nichts im vergleich zu China... Dazu lassen wir Schweizer ganz vorbildlich kein Müll liegen was will man mehr.
    • Spirulina 31.10.2019 19:53
      Highlight Highlight tolle Einstellung! *ironieoff*
    • Resche G 31.10.2019 20:12
      Highlight Highlight Und übrigens hätte es nicht so viele Ausländer welche auf den Raupen rumtrampen hätten wir hier auch kein Problem.
    • Tamtam87 31.10.2019 21:58
      Highlight Highlight Resche G du gehörst auf die Comedy Bühne 😂
    Weitere Antworten anzeigen
  • HugiHans 31.10.2019 19:35
    Highlight Highlight Der Mensch ist schon ein komisch Ding ... solange es ihn nicht persönlich betrifft sieht er kein Handlungsbedarf ...
    Es wird Zeit das die (globale) Politik für aktiv wird!
  • Mügäli 31.10.2019 19:32
    Highlight Highlight Nicht schlimmer als angenommen, wissen tun wir es schon lange. Man siehts überall, wo früher tausende Insekten herumgeflogen sind ist‘s heute still. Und trotzdem sehe ich jeden Tag in meiner Nachbarschaft wie sie mit Pestiziden ihre Gärten ‚pflegen‘, der Bauer, der x-mal im Jahr seine Felder mir zig versch. Giften behandelt und der Konsument welcher nur die perfekten Früchte und das perfekte Gemüse kauft .. zudem wird jede Wiese überbauen oder ‚zu tode‘ gemäht. Man könnte noch viele Beispiele aufzählen, doch was bringt‘s. Nur Verbote und Einsicht würden helfen aber eben ....
    • Rabbi Jussuf 31.10.2019 21:34
      Highlight Highlight Mügeli
      Das mit dem Gifteln war früher wesentlich schlimmer.
      Was mich extrem stört ist der Hang zu grösseren Monokulturen, wie "Erdbeeren aus dem Thurgau" und ähnliches mehr.
      Andererseits ist es unabänderlich, dass wir mehr "industrielle Landwirtschaft" brauchen > weniger Land, mehr Ertrag. Das ist leider so mit der Überbevölkerung. Dank der Industrialisierung kann man aber auch mit Pestiziden u.ä, besser umgehen, oder dank Gentechnik fast ganz vermeiden. Aber vernetzte Biotope nicht vergessen!
      So ist es halt: je mehr wir werden, desto weniger haben andere Arten Platz - ausser Mücken.
  • Wurstbrot 31.10.2019 19:28
    Highlight Highlight Das ist die grössere Katastrophe als der Klimawandel. Der Hype geht mir auf den Senkel. Leider haben die Insekten keine Greta. Die Menschheit wird mal an ihrer eigenen Dummheit verrecken.
    • Shura 31.10.2019 20:43
      Highlight Highlight Können wir uns darauf einigen, dass beides gleich schlimm ist?
    • Varanasi 31.10.2019 20:48
      Highlight Highlight Das eine tun, das andere nicht lassen.

      Auch Insekten leiden unter dem Klimawandel.
    • Ritiker K. 01.11.2019 01:04
      Highlight Highlight Wer Greta und Friday for Future auf Klima reduziert, der/die hört definitiv nicht richtig zu.
  • Snowy 31.10.2019 19:27
    Highlight Highlight Leider keine Überraschung! Die zu große Lobby der „Quantität über Qualität“-Bauern muss endlich gebrochen werden!

    Zentrale Aussage im Interview:

    „Was kann ich als Einzelperson unternehmen?

    Etwa mehr Bio-Produkte kaufen. Aber viel wichtiger ist, dass sich die Gesellschaft nun erhebt und sagt: Das geht einfach nicht, was hier passiert.

    Man kann etwa Subventionen nur verteilen, wenn die Landwirte ökologische Massnahmen ergreifen, die die Insekten schützen. Zudem müssen Pestizide weitestgehend verboten werden. Und auch mit dem Dünger muss sparsamer umgegangen werden. „
    • brudi 31.10.2019 20:12
      Highlight Highlight Pflanzen sind wie Menschen komplexe lebewesen. Um die Abwehrkräfte der Pflanzen zu stärken, muss sie ausreichend mit Nährstoffen versorgt werden.
      Dünger kostet viel Geld. Wir streuen nicht einfach nach Gefühl, sondern mithilfe von bodenanalysen, und Empfehlungen der Labore. Außerdem ist die Menge begrenzt.
      Zum Thema PSM: die meisten PSM-behandlungen sind gegen pilzkrankheiten. Welche schnell zum Totalausfall führen können. Auch im biologischen Anbau müssen diese bekämpft werden. Z b. Mit Kupfer, welches nachweislich bodenlebewesen schadet.
      Wir reduzieren seit Jahren den pestizideinsatz 1/2
    • brudi 31.10.2019 20:17
      Highlight Highlight Und viele Produkte werden vom Markt genommen.
      Der Biomarkt ist relativ gesättigt. Und nun? Ein staatlicher biozwang? Kann sich leider nicht jeder leisten.
      Dann doch lieber Blumenwiese hier und Produktion in Ländern ohne große Regeln bezüglich PSM.

    • PrivatePyle 31.10.2019 20:55
      Highlight Highlight Das Problem ist , dass hinsichtlich der Weltpopulation Quantität auch vor Qualität geht.

      8 Mia Menschen lassen sich nicht mit Bio ernähren. Die biologische Produktion ist in ihrer Effizienz arg beschränkt. Ohne Pestizide würden sich die Erträge weltweit halbieren. Ist einfach so.
      Wir können uns in der Schweiz eine Heile Welt ohne Pestizide schaffen, müssten dann einfach einiges mehr impotieren. Das Problem lagert sich dann einfach aus.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Cosmopolitikus 31.10.2019 19:24
    Highlight Highlight Hmmm 🤔, und wenn dann nichts mehr kreucht und fleucht, sagt sicher jemand:
    „Hach, wie schön ruhig wir es hier doch haben...“
    • trio 31.10.2019 19:35
      Highlight Highlight Es ist schon verdammt ruhig!!! Ich arbeite draussen und es sind nur noch ganz wenige Insekten die man sieht. Richtig beängstigend. Leider regt man sich immer noch wegen ein paar Wespen auf und greift zur Giftkeule. Genau wie der Bauer.
    • Team Insomnia 31.10.2019 19:36
      Highlight Highlight So jemand gibt es immer🙈
    • kusel 31.10.2019 22:08
      Highlight Highlight Im Wald ist es auch schon extrem ruhig. Keine Vogelgezwitscher mehr.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Füürtüfäli 31.10.2019 19:19
    Highlight Highlight Welch Überraschung .. Es geht nur um Wirtschaft! Die Wirtschaft MUSS wachsen, da begrüßt man natürlich in der Wirtschaft eine wachsende Weltbevölkerung, die auch immer mehr konsumieren soll, damit es eben der Wirtschaft gut geht und das 1% Superreichen sich noch weiter bereichern können.

    Also entweder die Menschen lernen wieder bescheiden zu leben und boykottieren die Wirtschaft, oder die Weltbevölkerung muss reguliert werden. Keines von beiden wird passieren...

    • weachauimmo 31.10.2019 20:41
      Highlight Highlight WTF?
    • Deleted93 31.10.2019 20:47
      Highlight Highlight wie war
    • Firefly 31.10.2019 21:29
      Highlight Highlight Also sind wir nur wie dumme Tiere, die sich vermehren bis die Natürlichen Grenzen dem ein Ende setzen. Und momentan rasen menschliches Wachstum und Natürliche Grenzen mit Lichtgeschwindigkeit aufeinander zu.
    Weitere Antworten anzeigen
  • tolgito 31.10.2019 19:15
    Highlight Highlight Kurz, wir Menschen zerstören das Ökosystem und damit unseren Planeten
    • kusel 31.10.2019 22:09
      Highlight Highlight Auf den Punkt getroffen. Aber sagen Sie das mal unseren Politikern. Denen ist ihre Wiederwahl wichtiger. Leicht verdientes Geld.

In Deutschland waren die Flüchtlinge nicht mal willkommen, als es Deutsche waren

Wer glaubt, für Fremdenfeindlichkeit brauche es Menschen aus fremden Ländern, irrt. Nach dem verlorenen Krieg drängten sich Millionen Flüchtlinge und Vertriebene aus den deutschen Ostgebieten in Rest-Deutschland. Heute gilt ihre Aufnahme als vorbildlich – doch in Wahrheit schlugen ihnen damals Hass und Verachtung entgegen und der offen ausgesprochene Gedanke, nicht nach Westdeutschland, sondern nach Auschwitz zu gehören.

Der Volkszorn kocht, und der Redner weiss genau, was die Leute hören wollen: «Die Flücht­lin­ge müs­sen hin­aus­ge­wor­fen wer­den, und die Bau­ern müs­sen da­bei tat­kräf­tig mit­hel­fen», ruft Josef Fischbacher. Der Kreisdirektor des bayerischen Bauernverbandes giesst kräftig Öl ins Feuer und nimmt sogar das Nazi-Wort «Blutschande» in den Mund.

Was hier nach Sachsen im Jahr 2016 klingt, ist Bayern im Jahr 1947. Und die Flüchtlinge, die Fischbacher hinauswerfen will, kommen nicht aus …

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