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Specialist Meric Greenbaum works on the floor of the New York Stock Exchange, Friday, Aug. 23, 2019. Stocks tumbled on Wall Street after President Donald Trump said he

Mag nicht mehr hinschauen: Trader am New York Stock Exchange. Bild: AP

Interview

«Wir werden brutale Crashs erleben»

Crashs, in denen bis zu 50 Prozent des Wertes vernichtet werden, gehören zum Wesen der Aktienmärkte. Trotzdem sind Aktien langfristig oft die beste Geldanlage. Der Finanzprofessor Erwin Heri erklärt, warum das so ist und weshalb er ein Gratisportal betreibt, das die Geheimnisse der Finanzwelt lüftet.



Wir haben rund 2000 Pensionskassen in der Schweiz. Ist das noch zeitgemäss?
Das System ist historisch gewachsen. Ursprünglich war es so, dass – überspitzt formuliert – die Chefsekretärin eines Betriebes auch noch die Pensionskasse betreute. Das ist heute natürlich anders, aber so ist die Sache halt entstanden.

Müssen wir also unsere Altersvorsorge grundsätzlich überdenken?
Nein, unser 3-Säulen-System ist eines der besten der Welt. Aber wir müssen es professionalisieren und effizienter gestalten.

«Es ist durchaus möglich, dass das System in 20 Jahren nicht mehr so für mich sorgt, wie es versprochen wurde.»

Wo muss der Hebel angesetzt werden?
Die wichtigen Kennzahlen, beispielsweise der Umwandlungssatz im BVG, werden heute politisch und nicht ökonomisch bestimmt. Das führt zu offensichtlichen Widersprüchen zwischen der wirtschaftlichen Realität und der politischen Machbarkeit.

Wie zeigen sich diese Widersprüche?
Das gröbste Beispiel ist natürlich der Umwandlungssatz, der nichts mehr mit der ökonomischen Realität zu tun hat. Aber auch die Vorgaben für die erwartete Rendite der Kapitalanlagen sind illusorisch geworden: Ein bis zwei Prozent reale Rendite bei Negativzinsen sind unrealistisch.

Erwin Heri

Erwin Heri war zunächst Finanzprofessor an der Universität Basel. Dann wechselte er in die Praxis: Zuerst war er beim Schweizerischen Bankverein (heute UBS) tätig, dann wurde er Chief Investment Officer bei der Winterthur Versicherung (heute Axa) und schliesslich Geschäftsleitungsmitglied bei der Credit Suisse. Seine Professorentätigkeit hat Heri nie aufgegeben. Dazu hat er zusammen mit Gleichgesinnten die Internetplattform «www.fintool.ch» aufgebaut. Sie hat den Zweck, das komplexe Finanzwissen kompakt und verständlich an Laien zu vermitteln. In den kommenden Wochen ist Heri in sechs Schweizer Städten an Anlässen zum Thema Finanzmärkte zu sehen (Mehr Infos dazu hier).

Fahren wir das System so an die Wand?
Nein, aber es ist durchaus möglich, dass das System in 20 Jahren nicht mehr so für mich sorgt, wie es versprochen wurde. Deshalb muss ich vermehrt für mich selbst sorgen. Wer für sich selbst sorgen soll, muss die Finanzmärkte verstehen.

Sie haben mit Fintool ein Instrument entwickelt, das dem Laien diese Mechanik verständlich machen soll. Wie genau soll das geschehen?
Wir betrachten uns als eine Art Internet-Doktor für Finanzen. So wie sich heute jeder vor einem Arztbesuch im Internet über seine Gebrechen informiert, kann er sich bei uns über seine finanziellen Probleme und die Lösungsmöglichkeiten informieren. Neutral, unabhängig und ohne Interessenskonflikte.

Wirtschaftliche Zusammenhänge zu vermitteln, ist sehr hart. Wie wollen Sie das schaffen?
Wir machen eigentlich etwas Paradoxes: Wir versuchen, den Menschen etwas beizubringen, das sie gar nicht interessiert. Es ist wie mit dem Spinat. Jedermann weiss zwar, dass das, was an den Finanzmärkten abgeht, wichtig für ihn ist. Kaum jemand will es aber verstehen. Mit Büchern können sie dieses Problem nicht lösen. Videos hingegen sind total populär, vor allem wenn sie kurz sind.

«Pensionskassen verschleudern heute Milliarden, weil sie zu hohe Kosten haben.»

Kurze Videos, ist das nicht geistiges Junkfood?
Die Videos lassen sich dann zu Video-Büchern zusammenfassen. So kann sich auch der Laie allmählich einen verständlichen Überblick verschaffen. Und es darf möglichst nichts kosten. Deshalb verschicken wir die einzelnen Videos – inzwischen sind es mehr als 500 – gratis. Nur die Bücher sind kostenpflichtig.

Gratis? Warum tun Sie das? Sind Sie ein moderner Finanz-Pestalozzi?
Ich mag nicht einfach jeden Tag nur Golf spielen. Als Wirtschaftsprofessor brauche ich nach wie vor die Diskussionen mit Kollegen und mit jungen Leuten – und ich lerne wahnsinnig viel über das Internet und soziale Medien. Und Professoren haben bekanntlich immer ein bisschen ein Sendebewusstsein.

Zurück zu den Pensionskassen und ihren Kosten. Liegt die Lösung darin, dass wir in der Schweiz ein paar ganz grosse Pensionskassen haben, die alles abdecken?
Vielleicht nicht. Fakt ist aber, dass verschiedene Studien zum Schluss kommen, dass grosse Pensionskassen deutlich tiefere Kosten pro Versicherten haben, dass sie eine ebenso deutlich bessere Performance auf ihren Anlagen haben und dass sie tiefere Geldanlagekosten haben.

Um es mit den Amerikanern zu sagen: Bei grossen Pensionskassen gibt es «more bang for the buck», mehr Rendite für den eingesetzten Franken?
Ja, das sieht man auch beim grössten Anlagefonds der Welt, beim norwegischen Staatsfonds. Er kann mit rund zehn Mal tieferen Kosten arbeiten als unsere Kassen. Wenn Sie das auf die rund 800 Milliarden Franken hochrechnen, die heute von Pensionskassen verwaltet werden, dann kommen pro Jahr Milliarden Franken zusammen, die heute den Versicherten entgehen.

Wie kommen wir zu grossen und effizienten Pensionskassen?
Der Prozess mag schwierig sein. Es ist aber offensichtlich, dass wir in diese Richtung gehen müssen.

Wettbewerb ist für Vieles gut. Auch für die Pensionskassen?
Die freie Wahl einer Pensionskasse würde tendenziell zu einer Besserung führen, sagen ebenfalls einige Studien. Ich stimme dem zu.

«Ohne Zwangssparen hätte wir wahrscheinlich ein grosses Altersarmuts-Problem.»

Wie aber können Menschen, die wenig oder kein finanztechnisches Wissen haben, die Pensionskassen auswählen?
Es ist ja nicht Quantenphysik. Es würden sich rasch Dinge entwickeln, welche einen Vergleich der Pensionskassen ermöglichen, Vergleichsportale beispielsweise, wie es sie heute schon gibt.

Und hätten wir dann nicht den Telefonterror, den die Krankenkassen-Verkäufer jetzt schon auf uns ausüben?
Nein, ich würde es eher mit dem System vergleichen, das wir heute bei den Anlagefonds haben. Es braucht dazu allerdings mehr Transparenz. Dies kann man mit Vergleichsportalen heute herstellen.

Heute ist jeder Arbeitnehmer gezwungen, sich einer Pensionskasse anzuschliessen. Ist das richtig?
Ja. Ein 30-Jähriger denkt oft nicht daran, wie er dannzumal mit 65 über die Runden kommt. Ohne Zwangssparen hätte wir wahrscheinlich ein grosses Altersarmuts-Problem.

Mehr Finanzkompetenz für alle. Das ist ein hehres Ziel. In der Praxis handeln Menschen jedoch gerade in finanziellen Dingen oft irrational. Worauf gründen Sie Ihre Hoffnung, das zu ändern?
Die Menschen befragen heutzutage vor einer Konsultation beim Arzt das Internet. Danach überprüfen sie den Rat des Arztes wiederum im Internet. Bei Geldanlagen zeichnet sich eine ähnliche Entwicklung ab. Vor allem junge Kunden sind gegenüber den Finanzdienstleistern viel kritischer geworden. Sie werden mehr und mehr Finanzportale konsultieren. Hier liegen wir mit den Inhalten von fintool.ch richtig.

Daniel Kahneman

Zweifelt am Finanzverstand: Nobelpreisträger Daniel Kahneman. bild: screenshot.

Eigentlich sollten die Kundenberater der Banken die Kunden aufklären.
Banken haben andere Anreizstrukturen als ihre Kunden. Deshalb braucht es neutrale Berater.

Der Psychologe Daniel Kahneman hat den Nobelpreis erhalten, weil er überzeugend nachgewiesen hat, dass auch sehr intelligente Menschen in Finanzfragen nicht mit dem Kopf, sondern mit dem Bauch entscheiden. Liegt nicht da der Hund begraben?
Deshalb braucht es das Zwangssparen. AHV und 2. Säule, das ist richtig. Heute haben jedoch die meisten Menschen auch eine dritte Säule. All das eröffnet die Möglichkeit, die Psychologie in den Griff zu bekommen.

Wie?
Ich spare einfach jeden Monat oder jedes Jahr einen gewissen Betrag, z.B. in der Säule 3a. Unabhängig davon, was gerade an den Finanzmärkten passiert. Das Problem ist, dass heute ineffizient und oft falsch gespart wird. Nach wie vor zahlen die meisten Menschen langfristige Sparbeträge auf ein Bankkonto ein – und vergeben so die Chance auf eine deutlich höhere Rendite. Auf Jahre hinaus gesehen hat z.B. eine Kontolösung der Säule 3a eine viel tiefere Rendite als eine Wertschriftenlösung. Trotzdem haben heute noch rund 70 Prozent der 20- bis 30-Jährigen eine Kontolösung. Dabei müssten sie zu 100 Prozent in Aktien investiert sein. Das ist ebenfalls hinreichend bewiesen.

Weshalb bieten die Banken diesen Service nicht an?
Viele Banken sind auch heute noch der Meinung, bei der Säule 3a dürfe der Aktienanteil in einem Portfolio 50 Prozent nicht übersteigen. Es gibt hier aber Lösungen. Und ich wiederhole gerne: Banken haben ein anderes Anreizsystem als ihre Kunden. Banken sorgen in erster Linie für sich selbst. Das ist auch richtig so.

Sie sagen, die meisten Menschen hätten heute eine 3. Säule.
Ja, und wir sollten diesen Anreiz noch deutlich verstärken. Wir sollten den Betrag, den man von den Steuern abziehen kann, von heute 6000 auf 10’000 bis 12’000 Franken erhöhen. Das würde den Anreiz, für sich selbst zu sorgen, noch verstärken.

«Die Probleme einer immer älter werdenden Gesellschaft können nicht allein mit finanztechnischen Mitteln gelöst werden.»

10’000 bis 12’000 Franken sind viel Geld für eine junge Familie.
Sie müssen ja nicht so viel einzahlen. Sie können die Höhe des Betrages selbst bestimmen.

Aber wird so nicht die ohnehin schon grosse Ungleichheit in der Gesellschaft noch weiter verstärkt?
Die AHV ist heute schon eine gewaltige Umverteilungsmaschine. Das reicht. Wir müssen nicht auch noch die 2. und die 3. Säule zur Umverteilung benutzen.

Immer weniger Junge müssen immer mehr Alte durchfüttern. Kann man dieses Problem mit mehr Effizienz im Geldmanagement lösen?
Nein. Die Probleme einer immer älter werdenden Gesellschaft können nicht allein mit finanztechnischen Mitteln gelöst werden. Ich denke, es ist inzwischen fast allen klar geworden, dass wir das Rentenalter erhöhen müssen.

Was ist mit Robotern und der Digitalisierung? Könnte nicht die steigende Produktivität dazu verwendet werden, unsere Altersvorsorge zu sichern?
Das ist eine Möglichkeit. Aber darauf verlassen würde ich mich nicht. Wenn ich das Geld auf die Seite lege, respektive in einer dritten Säule sinnvoll in Aktien investiere, bin ich auf der sicheren Seite.

Und was ist, wenn die Aktienbörsen crashen?
Der nächste Crash kommt sicher. Und er könnte bis zur Hälfte der Aktienwerte vernichten. Wir haben brutale Crashs erlebt, und werden sie wieder erleben. Doch die gute Nachricht lautet: Die Verluste werden nicht nur aufgeholt, sondern überkompensiert. Selbst wenn wir kurzfristig – will heissen, während drei bis fünf Jahren – Verluste verkraften müssen, werden wir dank steigender Produktivität langfristig höhere Renditen haben. Das haben die letzten 200 Jahre bewiesen. Die Aktienmärkte reflektieren in der langen Frist die Innovations- und Gewinndynamik der Unternehmen. Das war immer so und wird auch so bleiben. Und die kurzfristigen Verwerfungen brauchen den langfristigen Investor nicht zu interessieren.

Die grössten Spekulationsblasen und Börsen-Crashs

Und was würdest du tun, wenn du 700$ finden würdest?

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    Alle Leser-Kommentare
  • JoeyOnewood 12.09.2019 11:25
    Highlight Highlight Wenn der gute Professor korrekterweise bemängelt, dass der Umwandlungssatz politisiert wird, so sollte er sich umgekehrt bei politischen Fragen auch nicht gar so fest aus dem Fenster lehnen.

    Wieviel Umverteilung richtig ist, ist grossmehrheitlich eine politische Frage. „Die AHV ist heute schon eine gewaltige Umverteilungsmaschine. Das reicht. Wir müssen nicht auch noch die 2. und die 3. Säule zur Umverteilung benutzen.“ - eine eher unwissenschaftliche Aussage für einen Professor.
  • Dalamar13 12.09.2019 00:14
    Highlight Highlight Das kann jeder selbst überprüfen wenn die inflationsbereinigten Renditen des Aktienmarktes seit Anfang des 20. Jahrhunderts angeschaut werden. Um ein Vielfaches höher als bei Cash oder Obligationen! Kombiniert mit Aufzinsung über die Jahre kann man da langfristig nur gewinnen. Schade, dass es nur so wenige Leute kapieren..
    • JoeyOnewood 12.09.2019 11:28
      Highlight Highlight Aufzinsung bei 100% Aktienportfolio? 🤨
  • sunshineZH 11.09.2019 19:34
    Highlight Highlight Also ganz einfach: Warten bis zum Crash, investieren und dann absahnen...😃
  • tito 11.09.2019 18:54
    Highlight Highlight Schaut mal wo der "Finanzprofessor" gearbeitet hat: UBS, AXA, Credit Suisse.
    Dem glaube ich nicht einmal, wenn er seinen Namen nennt.
    Laut ihm haben wir "eines der besten Pensionssysteme der Welt".
    Dann soll er mal erklären wieso unsere Pensionen der 2. Säule permanent sinken und die Ergänzungsleistungen steigen?? Ah, Herr Professor?? Nun kommt mir mal nicht mit dem ansteigenden Lebensalter.
  • Florotor 11.09.2019 18:47
    Highlight Highlight Das ist so lustig, Ihr solltet euch mal lesen: Der bürgerlich-liberale Schweizer Kleinbünzli, sorry: -bürger denkt wirklich, dass die Klimakatastrophe sein Sparschweinchen verschonen wird.

    Ok, China wird eine Wüste, ok, vielleicht schmelzen die Polkappen, taut Sibirien auf, fallen uns halt die Alpen auf den Kopf, aber mein Aktienpaket wird sicher nicht betroffen sein!

    Wahrscheinlich lasst Ihr euch noch verbriefte Anteile am Weltuntergang verkaufen als "Vorsorge".

    Vorsorge? Ein grosser Teich vor dem Haus, ein Gemüsegarten und belastbare solidarische soziale Beziehungen.

    Würde ich sagen.
  • Sophon 11.09.2019 18:09
    Highlight Highlight Wenn nur grosse Institute gute Renditen erzielen können, wie kommt es dann, dass Profond als kleine PK gemäss www.pensionskassenvergleich.ch jährlich die besten Zinsen an ihre Versicherten auszahlt?
  • Felsberg 11.09.2019 16:59
    Highlight Highlight 1. Wir haben ja nur die Hälfte oder weniger selber bezahlt und noch Steuern gespart..
    2. Auch 5% Umwandlungssatz das Leben lang ist auch super...
    3. Es gibt tolle, kleine Kassen mit sehr rentablen Immobilien, und vor allem minimalen Spesen.
    4. Die öffentlichen Kassen haben versagt.
    5. Das eigentliche Problem sind die jungen Witwen und die Kinderrenten.
    6. die Neurentner sind dank der AHV/PK ein Wirtschaftsfaktor und zahlen Einkommens-Mehrwet-Benzin-Alkoholsteuern...
  • Vesparianer 11.09.2019 16:45
    Highlight Highlight Spannender Artikel, aber der Titel zieht leider etwas am Interview vorbei. Habe ein Börsen/Crash-Interview erwartet und nicht zwingend Vorsorgethemen
  • Fandall 11.09.2019 15:20
    Highlight Highlight Bis jetzt hört man immer nur von Leuten in der Finanzbranche, dass man möglichst sein Geld in Aktien anlegen soll.
    Ein Schelm wer daran denkt, dass je mehr Kapital im Aktienmarkt ist, je mehr können Grossanleger den Kleinsparer/-anleger mit halblegal induzierten "Kursschwankungen" das Geld abknöpfen...
    Aktien werfen im Moment ja nur die höchsten Renditen ab weil alles andere bereits durch das Gelddrucken kaputtkorrigiert wurde um das marode System am Laufen zu halten.
    • Lumpirr01 11.09.2019 18:18
      Highlight Highlight @Fandall: Ich vermute, dass Du an der Börse ziemlich viel Geld verloren hast. Aber deine These:"je mehr Kapital im Aktienmarkt ist, je mehr können Grossanleger den Kleinsparer/-anleger mit halblegal induzierten "Kursschwankungen" das Geld abknöpfen..." musst Du uns trotzdem unbedingt anhand eines konkreten Beispiels erklären. Wenn Du die Lust am Börseln noch nicht ganz verloren hast, versuche mal antizyklisch und entgegengesetzt den übertriebenen Erwartungen der meist unkompetenten Analysten zu handeln...........
    • Fandall 12.09.2019 09:43
      Highlight Highlight Hallo Lumpirr,
      nein zum Glück nicht, aber ein guter Freund von mir hat ein paar Jahre Software für das high-frequency trading programmiert und konnte mir einiges darüber erzählen was da hinter den Kulissen alles abläuft (Ausnutzen von festgelegten Verlustschwellen, ab welchen automatisch verkauft wird etc...)
      Da ist mir die Lust aufs anlegen gänzlich vergangen. Man kann gerade so gut direkt in ein Unternehmen investieren. Da gibt's zwar auch das Risiko des Totalverlusts, aber die Manipulationsmöglichkeiten sind einiges geringer.
  • Maya Eldorado 11.09.2019 14:44
    Highlight Highlight Indianer sind ja in vielem viel weiser als die weissen Menschen. Und Weisheit ist nicht das gleiche wie Intelligenz.

    Hier eine Indianerweisheit, die zu diesem Thema passt:
    „Erst wenn der letzte Baum gerodet, der letzte Fluß vergiftet, der letzte Fisch gefangen ist, werdet ihr feststellen, daß man Geld nicht essen kann.‘
    • neoliberaler Raubtierkapitalist 11.09.2019 16:49
      Highlight Highlight Deshalb geht es den Indianern auch so gut... Wähle ein paar Aktien aus unterschiedlichen Branchen aus, die deinen Moralvorstellungen entsprechen und du kannst ohne schlechtes Gewissen Vermögen aufbauen. Die Vorstellung, dass Wohlstand und Wachstum nur mit der Zerstörung der Welt funktioniert ist ein Märchen. Unsere Flüsse sind zum Beispiel viel sauberer als in irgendwelchen Slums.
    • Klaus07 11.09.2019 16:58
      Highlight Highlight Dies ist keine Indianerweisheit sondern ein Wahlspruch der Amerikanischen und der Westdeutschen Umweltschutzbewegung von 1980.

      Die Cree Weissagung, wie dieser Spruch auch genannt wird, wird schriftlich das erste mal 1972 in einem Interview mit der Kanadischen Dokumentarfilmerin Alanis Obomsawin veröffentlicht.

    • Ticasuk 11.09.2019 21:43
      Highlight Highlight Sorry, Du hast es sicher nicht böse gemeint, aber Deine Aussage ist für uns eher beleidigend.
      1. sind wir weder, noch halten wir uns für weiser als Weisse, wir glauben nicht, das Weisheit von der Hautfarbe abhängt.
      2. ist dein Zitat - wie bereits von anderen korrigiert - nicht von einem Native (wie wir übrigens lieber genannt werden) und wir fühlen uns durch solche Zuschreibungen eher in die Ecke des "edlen Wilden" gedrängt als wirklich ernst genommen.
      Quayanaq
  • CACB 11.09.2019 14:29
    Highlight Highlight So so, also in Aktien investieren obwohl diese in naher Zukunft die Kapazität haben 30% bis 50% des Wertes zu verlieren? Was für ein Widerspruch!Derzeit findet in den Märkten eine Verlagerung statt, heißt: Das Kapital wird von den Aktienmärkten abgezogen und in weniger gute Performte Instrumente investiert.Fazit:Es Brodelt gewaltig unter der Oberfläche. Jeder kann investiert,wenn man sich etwas mehr befasst. In anderen Ländern Investieren die Menschen selber für ihre Zukunft und es gibt gute Finanzinstrumente die Nachhaltig gute Renditen abwerfen.
  • rockyM 11.09.2019 13:54
    Highlight Highlight Soweit so richtig. aber einen Hacken haben die Aussagen. Nehmen wir die Säule 3a welche eine fixe Laufzeit beinhaltet und am Tag X zur Auszahlung fällig ist.

    Blöd wenn mein zu 100% Aktien Abhängiger 3a Fonds genau dann 50% weniger Wert hat. Einen Teil sollte man also besser in 3B legen und die Fälligkeiten flexibel halten.
    • aligator2 11.09.2019 15:12
      Highlight Highlight 1. Such dir keine 3a Lösung mit fixer Laufzeit. Warum auch?
      2. Wer im Alter 100% Aktien hält, hat was gewaltig nicht verstanden. De-Risking je älter man wird ist einer der Schüsselpunkte für eine erfolgreiche Rente.
  • Urs457 11.09.2019 13:49
    Highlight Highlight Investiert mehr in Aktien oder noch besser in ETF's auf den MSCI World, aber auch Emerging Markets und Länder eurer Präferenz. Die historische jährliche Performance des DAX und des MSCI World liegt bei um die 8%. Für den Schweizer SPI von 1988–2018 bei über 8.5%. Logisch, dass es auch mal runter geht, aber langfristig kann man nur gewinnen.
    Benutzer Bild
    • bebby 11.09.2019 14:46
      Highlight Highlight Langfristig kann auch schon mal 20 Jahre dauern. einfach dass es gesagt ist...Also für ältere Personen nicht mehr wirklich eine Option.
    • aligator2 11.09.2019 15:16
      Highlight Highlight @bebby Wann genau gab es eine 20-jährige Durststrecke? Bitte bei den Fakten bleiben.
    • Klaus Kinski 11.09.2019 17:14
      Highlight Highlight @aligator2
      Ein kurzer Blick auf den SMI zeigt, dass sein Höchststand vor der Finanzkrise bei 9'218 (Schlusskurs 11.10.2007) lag. Dieser Wert wurde letztmals am 14.2.2019 unterschritten (nachzulesen hier: https://www.finanzen.net/index/smi/historisch).
      Wenn wir (grosszügigerweise) davon ausgehen, dass der SMI niemals unter diesen Wert fallen wird, war das dann doch eine Durststrecke von 11 Jahren und 4 Monaten. Ich denke bebbys Argument ist valabel, auch wenn wir nicht ganz auf 20 Jahre kommen sollten...
    Weitere Antworten anzeigen
  • häxxebäse 11.09.2019 12:38
    Highlight Highlight Ja genau, genau mein humor:

    Wer für sich selbst sorgen soll, muss die Finanzmärkte verstehen.

    Und wenn du kein insider bist, dann erschiess dich mit 65.... wozu haben wir finanzspezialisten bei den PKs?

    Also fassen wir zusammen:

    Damit ich kinder erziehen kann, pädagogin/lehrerin
    Damit ich meine wohlverdiente rente erhalte, finanzspezialistin
    Damit ich meine ehe aufrecht erhalten kann, köchin/sexbombe/freundin
    Damit ich meine steuern ausfüllen kann, steuerexpertin
    Damit ich meinen job behalten kann, flexible fachidiotin

    Was ich alles können muss...
    bin ich GOTT?
    • N. Y. P. 11.09.2019 13:38
      Highlight Highlight Den Punkt mit der Sexbombe würde meine Kollegen näher interessieren..
    • neoliberaler Raubtierkapitalist 11.09.2019 14:04
      Highlight Highlight Willkommen im Leben!
    • Maya Eldorado 11.09.2019 14:08
      Highlight Highlight @häxxebäse
      Das würde Dir auch nichts bringen, wenn Du Gott wärest.
      Für Gott ist der Mammon des Teufels. Und damit sind genau auch die Finanzmärkte gemeint.
      Aber er bietet was anderes "füreinander da sein".
      So kann das Materielle seine ätzende Macht verlieren.
    Weitere Antworten anzeigen
  • geissenpetrov 11.09.2019 12:36
    Highlight Highlight "Ja, das sieht man auch beim grössten Anlagefonds der Welt, beim norwegischen Staatsfonds. Er kann mit rund zehn Mal tieferen Kosten arbeiten als unsere Kassen."

    Ein weiteres Argument, die zweite Säule der AHV anzugliedern. Sowas elementares gehört unter demokratische Kontrolle. Das Feld den Kleinkrämern und Spekulanten zu überlassen bedeutet in diesem Fall Intransparenz, Abzocke und Betrug.

    https://insideparadeplatz.ch/2018/01/16/die-geldmaschine-namens-zweite-saeule-intransparent-betruegerisch-schaedlich/
    • bebby 11.09.2019 14:47
      Highlight Highlight Ja, die AHV ist natürlich vorbildlich finanziert...jeder will beziehen aber niemand wirklich einzahlen.
  • *klippklapp* 11.09.2019 11:56
    Highlight Highlight Das ist genau das neoliberale Prinzip: durch die falschen politischen Entscheidung das Sozialsystem kaputt machen und dann als Lösung mehr Eigenverantwortung predigen. Wird nicht aufgehen! Ein Blick nach Deutschland reicht um das zu erkennen.
  • Lumpirr01 11.09.2019 11:28
    Highlight Highlight Der Herr Erwin Heri ist ein altbekannter Finanzexperte und verfügt über viel Erfahrung. Trotzdem würde ich seine Aussagen mit Vorsicht geniessen. Er war unter anderem Verwaltungspräsident der Valartis Aktiengesellschaft. Er hatte damals seinen CEO zu wenig kontrolliert, welcher die Gesellschaft beinahe in den Konkurs getrieben hat. So sank der Aktienkurs von Valor VLRT von 250.-- SFr. im Jahre 2001 auf knappe 10 Franken im Jahre 2008.................
  • Firefly 11.09.2019 10:53
    Highlight Highlight "Jedermann weiss zwar, dass das, was an den Finanzmärkten abgeht, wichtig für ihn ist. Kaum jemand will es aber verstehen"

    Dito mit der modernen Technologie.

    Ganz einfach gesagt; Wir haben uns eine zu komplexe Welt zusammengebaut, die die Mehrheit nicht mehr verteht, aber darauf angewiesen ist im täglichen Leben.

    Wir haben uns also von der Natur emanzipiert sind jedoch Sklaven unserer eigenen komplexen Welt geworden, die uns jederzeit um die Ohren fliegen kann.

  • Mein Name ist Hase 11.09.2019 10:45
    Highlight Highlight Ein qualitativ schlechteres Bild habt ihr nicht gefunden?
    • Tommy Holiday 11.09.2019 12:52
      Highlight Highlight 😂
      Benutzer Bild
  • Klirrfactor 11.09.2019 10:40
    Highlight Highlight Banken haben NIE Kundenberater. Banken haben Verkäufer - aber der Jobtitel würde wohl alle abschrecken!
    • Allion88 11.09.2019 11:50
      Highlight Highlight Ich bin selber verkäufer, sehe mich aber als kundenberater (nicht bei einer bank). Ein kunde mit einer guten lösung kommt wieder und generiert langfristig mehr umsatz.

      Das problem sind vielfach die internen anreize (neukunden, neugelder neue abos etc). Bestehende kunden bewirtschaften gibt meist wenig bis keine provision
    • neoliberaler Raubtierkapitalist 11.09.2019 14:08
      Highlight Highlight Das Problem ist halt auch, dass viele Kunden die "kostenlose Beratung" wollen und dann überrascht sind, wenn ihnen etwas verkauft wurde.
  • TheRealSnakePlissken 11.09.2019 10:36
    Highlight Highlight Dass Arbeitnehmer nicht die Pensionskasse selbst wählen können, ist meiner Meinung nach die grösste Fehlkonstruktion der zweiten Säule.
    • ChillDaHood 11.09.2019 12:13
      Highlight Highlight Und neben den PK Kennzahlen müsste auch zwingend aufgeführt sein, wo das Geld investiert wird. So kann z.B. ein idealistischer Mensch in eine weniger rentable PK wechseln, die sich aber zu 100% der Umweltförderung verschreibt. Oder aber man wählt die effizienteste, egal wo die investieren.
    • TheRealSnakePlissken 11.09.2019 12:58
      Highlight Highlight So könnte auch persönlichen Vorlieben besser Rechnung getragen werden: Es gibt Anleger, die unterschiedlich risikobereit sind. Vor allem würde die Zahl der „Zwischenwirte“ stark reduziert. Jede noch so kleine PK benötigt Gremien, muss Berichte am Laufmeter zu Händen der Aufsichtsbehörden erstellen etc.. Da versanden Millionen. - Was sind die Anlagevorschriften aus der Steinzeit: ein grosser Teil MUSS in CHF und in inländischen Titeln investiert sein. Mit einem solchen „Zwangsaktionariat“ können viele Schweizer Aktiengesellschaften ruhig schlafen, rentabel hin oder her. Shareholder Value? 😂👎
    • ChillDaHood 11.09.2019 14:07
      Highlight Highlight Tollerweise etwas, was in einem gewissen Rahmen im 1e Plan stattfindet, natürlich nur für diejenigen, die weit über BVG Minimum liegen.

      Was die PK-Industrie heuscht ist schon auch krass. Jede Pfupf-PK muss ihre Stiftungsräte und Anleger schulen, die Meetings etc. etc. aber dennoch sind 50'000 CHF kein Betrag, wenn man 300 Mio PK Vermögen verwaltet... Also Meeting im Hotel am See mit Kafi-Gipfeli und Zmittag.
    Weitere Antworten anzeigen
  • FaridBang3000 11.09.2019 10:34
    Highlight Highlight als banker gebe ich zu, dass banken andere anreize haben (verdienen und so). aller dings muss ich sagen, dass es für alle klar ist, den aktienanteil im vorsorgebereich so hoch wie möglich zu halten. schwierig wirds dann aber beim kunden, dieser schreckt extrem zurück, wenn man mit 100% aktien kommt...ich pflichte dem herr heri aber bei: UNBEDINGT MEHR AKTIEN IN DIE VORSORGEDEPOTS LIEBE JUNGE LEUTE VON HEUTE!
    • Matterhorn 11.09.2019 11:29
      Highlight Highlight .. bis zu welchem Alter?
    • deedee 11.09.2019 11:48
      Highlight Highlight Alles klar FaridBang3000
    • Looney 11.09.2019 11:53
      Highlight Highlight Absolut! Und am besten gleich mit VIAC, damit braucht es nicht einmal mehr euch Banker.
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  • GraveDigger 11.09.2019 10:32
    Highlight Highlight Es wird Zeit das dass Finanzsystem zusammenbricht. Das ganze Schuldgeldsystem ist eine Lüge. Keine Industrie kann aus Luft ein Produkt schaffen, aber Banken schon. Das Schuldgeldsystem ist am Ende und das ist gut so. Es sollen wieder Werte geschaffen werden die real sind. Wird eine unschöne Zeit werden, die Märkte bereinigen und einige Grossmächte in den Abgrund stürzen. Ich freu mich auf den Neustart in hoffentlich gerechtere Welt. Tschau tschau SNB IWF EZB FED
    • TheRealSnakePlissken 11.09.2019 11:04
      Highlight Highlight You Dreamer You. Radikallösungen gehen in Regel radikal schief.
    • GraveDigger 11.09.2019 11:30
      Highlight Highlight @TheRealSnakePlissken.. Fahr durch Deutschland, und sieh dir an was aus dem Land geworden ist, fahr durch Frankreich und sieh was aus dem Land geworden ist, schau über den Teich und sieh was aus den USA geworden ist. Infrastruktur ist am ende, die Industrie ist an die Wand gefahren. Der einige Grund warum es nicht knallt weil endlos gedrucktes Geld in die Wirtschaft gepumpt wird. Staatsverschuldung mit Schuldgeld überall. Das wird nicht mehr lange gut gehen.
    • Liselote Meier 11.09.2019 12:15
      Highlight Highlight @GraveDigger; Des kann man ned veralgemeinern. Die Schweiz z.b ist Praktisch Schuldfrei 0.3% netto, Finnland z.b sogar netto -53%.

      Deutschland, Frankreich und USA sind spezielle Fälle.

      BRD Aufbau wurde mittels Kredite bezahlt, Frankreich ist keine Kolonialmacht mehr, die können sich das Militär nicht leisten was sie haben.

      USA läuft eh das meiste auf Pump und auch dort die Billionen welche in den Militärkomplex gesteckt werden haben sie gar nicht.



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  • Statler 11.09.2019 10:32
    Highlight Highlight Ich hab' eine dritte Säule, weil ich von Aktienmärkten eben keine Ahnung habe und auch keine haben WILL!
    Und ich will auch keine Vergleichsportale konsultieren müssen und denselben Gugus wie mit den Krankenkassen erleben.
    Dafür gibt es Profis und die sollen sich darum kümmern.

    Und weshalb man mit der 3. Säule die Psychologie des (nicht existenten) Homo Oeconimicus in den Griff bekommen soll, erschliesst sich mir auch nicht recht.

    Der Herr schwurbelt und letztlich sagt er nur, dass wir im Alter selber schauen müssen, wie wir über die Runden kommen. Dafür brauch' ich aber keinen Experten.
    • Ökonometriker 11.09.2019 10:56
      Highlight Highlight Der Punkt ist, dass es eben bei der 3. Säule massive Unterschiede gibt. Wer z.B. mit 30 so 10'000 Franken in der 3. Säule hat und es nur auf einem Zinskonto mit 0.5 Prozent Zinsen lässt, hat mit 65 rund 12'000 Franken. Wer das Geld aber in Aktien investiert hat mit 65 im Erwartungswert rund 100'000 Franken. Man kann ja selbst bestimmen, wie man die 3. Säule anlegt.
    • road¦runner 11.09.2019 12:22
      Highlight Highlight Ökonometriker
      Zum Glück sind Aktienkurse vorhersehbar... 🙄
    • Stromer5 11.09.2019 12:25
      Highlight Highlight Guter Witz Ökonometriker,
      Du bist wohl so ein "Kundenberater" der Bank...
      Ich halte nicht viel von so Pauschalaussagen und Prognosen. Das müsstest du schon vertiefter erklären.
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  • Beat_ 11.09.2019 10:25
    Highlight Highlight Und wieder einer, der von der immer älter werdenden Gesellschaft spricht. Tatsache ist, dasss die Lebenserwartung offenbar ihren Zenit erreicht hat und nicht weiter steigen wird.

    https://www.ktipp.ch/artikel/artikeldetail/altersrenten-politiker-rechnen-falsch/

    Und die regelmässigen Meldungen, dass wir immer älter werden, kommt von den Seiten, die immer die AHV schlecht reden und höheres Rentenalter wollen.
    • dan2016 11.09.2019 11:26
      Highlight Highlight angenommen, Deine Annahmen wären bezüglich Alterung korrekt. Dann bezieht der Durchschnittsschweizer 19.5 Jahrte AHV. Der Durchschnittschweizer bezahlt 40 Jahre ein. D.h., der Durchschnittschweizer muss monatlich eine halbe AHV-Rente einzahlen, um das System nachhaltig (ohne EXPONENTIELLES Bevölkerungswachstum) zu betreiben. Bezahlst Du eine halbe AHV-Rente pro Monat ein?
    • Lienat 11.09.2019 14:04
      Highlight Highlight Für die Beurteilung der "immer älter werdenden Gesellschaft" ist nicht nur die Lebenserwartung massgebend, sondern auch die Geburtenrate. Wenn keine Kinder mehr nachkommen, steigt das Durchschnittsalter der Bevölkerung auch bei konstanter oder sinkender Lebenserwartung.

      Mann kann das Ganze auch auf einfache Zahlen herunterbrechen. Wenn man von einem durchschnittlichen Leben von 90 Jahren 45 Jahre erwerbstätig ist, muss man in dieser Zeit den Lohn für zwei verdienen. Alles andere kann langfristig nicht funktionieren.
  • Todesstern 11.09.2019 10:16
    Highlight Highlight Das Finanzsystem wird in einem riesigen Knall an die Wand gefahren die Frage ist nur wann.

    Ich lebe lieber im hier und jetzt mit dem Spatz in der Hand. Genieße mein Leben hier und jetzt. Weder einem Versprechen zu folgen dass man einen Hahn auf dem Dach habt wird, irgendwann...

    Ich wurde in den 80ern geboren, schaut euch mal an wie sich die Welt in der Zeit bis jetzt verändert hat.

    Und bist nur am Pension zu denken ist, dauert es noch mal so lange. Was denkt ihr wird bis dahin noch passieren, wenn die Welt heute schon im Chaos versinkt?
  • Philboe 11.09.2019 09:54
    Highlight Highlight Welches Geld soll Ich investieren?! Ne lieber hau Ich alles für Black Jack, billigen Fusel und Damen raus. Mit 60 den Schirm zu machen wäre ganz OK dafür ein Leben auf der Überholspur.
    • HAL9000 11.09.2019 11:03
      Highlight Highlight Meine Rede
    • Philipp Löpfe 11.09.2019 11:24
      Highlight Highlight Warten wir mal ab, bis zu die grosse 6 im Wecker hast...
    • Philboe 11.09.2019 11:29
      Highlight Highlight Bin bei bereits über der Halbzeit zu 60 und mich nervt es bereits jetzt...
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  • Glenn Quagmire 11.09.2019 09:53
    Highlight Highlight Wenn man Krisen und Crashs lange genug herbei redet und schreibt, werden sie auch unweigerlich kommen.
  • just sayin' 11.09.2019 09:51
    Highlight Highlight watson-titel:
    "Wir werden brutale Crashs erleben"

    effektive aussage im interview:
    "Wir haben brutale Crashs erlebt, und werden sie wieder erleben. Doch die gute Nachricht lautet: Die Verluste werden nicht nur aufgeholt, sondern überkompensiert."

    ach herr löpfe...
    • TheDan 11.09.2019 11:02
      Highlight Highlight So gut ist die Nachricht gar nicht für jemanden der kurz vor seiner Pensionierung eine Reduktion seines Vermögens von 50% verkraften muss...
    • sephiran 11.09.2019 12:03
      Highlight Highlight Mit 64 hast du natürlich nicht mehr 100% deines Vermögens in Aktien.. er richtet sich an die Jungen.
      Wirklich erschreckend wenn man hier die Kommentare durchliest. Die meisten haben wirklich null Ahnung von Finanzen.. da hat das Bildungssystem definitiv versagt. Man sollte ein „Finanzen und Wirtschaft - Grundlagen“ Fach in der Schulen leeren. Würde uns allen viel Zeit und Altersarmut ersparen..
    • Zugriff 11.09.2019 12:49
      Highlight Highlight Und @just sayin': Die Aussage stammt aus der letzten Antwort und hat mit dem Kern des Interviews nix, aber auch gar nix, zu tun.

      (Aber das heisst nicht, dass Löpfe den Titel selbst gesetzt hat.)
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  • Asparaguss 11.09.2019 09:51
    Highlight Highlight Richtig, die Alters or sorge muss effizienter werden, deshalb: Eine AHV Kasse für die ganze Schweiz! Ja, jede Ausgleichskasse arbeitet mit anderen Prozessen, Kommunikationsverantwortlichen, teils mit anderer Software. Wären die Kassen vereinheitlicht, bräuchte es auch nicht über 70 Direktoren pro Kasse mit hohen Löhnen, das fachliche Vorgehen wäre Schweiz weit gleich und die Kosteneinsparungen Enorm und endlich hätte man transparente Zahlen betreffend der Durchführungskosten. Beispiel, die AHV erhöht auf nächstes Jahr die Beiträge. Nun werden fast alle Kassen individuell Ihre Kunden informiere
  • Kiro Striked 11.09.2019 09:50
    Highlight Highlight «Es ist durchaus möglich, dass das System in 20 Jahren nicht mehr so für mich sorgt, wie es versprochen wurde.»

    Das Ist genau der Grund, warum ich für die Komplette abschaffung des momentanen AHV systemes bin. Ich zahle heute den "Unterhalt" von anderen, die AHV hat aber bisher KEINEN Plan wie sie länger als 2030 Geld haben will. Ohne extremste Reformen, welche den leuten noch mehr Geld aus den Taschen zieht, welches Sie einfach nicht haben.

    Ich stelle mich bereits jetzt darauf ein zu Arbeiten bis ich tot umfalle, Rentenalter ist bis dahin sowieso auf 99.

    Blitze Incomming aber egal...
    • Liselote Meier 11.09.2019 10:06
      Highlight Highlight Quatsch ist ein Verfassungauftrag, der Bundesanteil bei der AHV Beträgt heute 19,55% gemäss Verfassung darf der Bundesanteil nicht 50% übersteigen. Kann er erhöhen aus dem jetzigen Budget oder es gibt sonst noch duzende Lösungen.

      Eine Tobin-Steuer einführen z.B. von 0,2 % pro Transaktion was zu Milliarden Einnahmen führen würde und den Mittelstand nicht belasten würde.

      Endlich das Cannabis legalisieren und eine Vernünftige Steuer drauf, würde auch ein paar Milliarden in die Kassen Spülen und auch Mittel bei der Polizei freischaufeln.

    • tömu 11.09.2019 10:21
      Highlight Highlight Sehe ich auch so, dafür selber sparen, Eigenverantwortung.
    • G. 11.09.2019 10:22
      Highlight Highlight Meiner Meinung nach ist das nicht nur bei der AHV so, sondern auch bei der PK.

      Eine der Optionen, die man hat, ist mit freiwilligen Einzahlungen entgegenzusteuern. Entweder PK, GVP oder sonst irgendwie Geld sparen.
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Er riskierte sein Leben, um die Welt zu warnen – jetzt meldet sich Edward Snowden zurück

Schon in jungen Jahren spionierte er für die CIA in Genf. Nun will uns der Whistleblower mit einem neuen Buch zeigen, auf was es wirklich ankommt.

Edward Snowden war 30, als er alles, was ihm lieb war, hinter sich liess, um die Welt vor Big Brother und Massenüberwachung zu warnen. Jetzt meldet sich der NSA-Whistleblower, der seit 2013 in Russland im Exil leben muss, wieder zu Wort. Und seine jüngste Warnung klingt nicht weniger eindrücklich, im Gegenteil: Unsere offenen Gesellschaften und demokratischen Länder seien gefährdeter denn je.

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