Wirtschaft
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Analyse

Warum der Neoliberalismus uns alle wahnsinnig macht

Ob Impeachment-Theater oder Chaos in der deutschen Politik: Die Welt steht Kopf. Schuld daran ist die Kernschmelze des Neoliberalismus.



Echt jetzt: Gibt es irgend jemanden, der nicht gehirntot ist, der noch daran zweifelt, dass Präsident Trump die Ukraine erpressen wollte?

Trotzdem wird derzeit in Washington mit gewaltigem Aufwand versucht zu beweisen, was längst bewiesen ist. Dabei wird der Tatbestand selbst von den Anhängern Trumps nicht wirklich bestritten. Es ist ihnen einfach egal. Besonders Gläubige behaupten gar, Trump sei von Gott gesandt, denn der Allmächtige benutze gelegentlich einen Sünder, um seine Pläne umzusetzen.

epa08045544 Representative Zoe Lofgren, Democrat of California, attends a House Judiciary Committee hearing on the impeachment of US President Donald Trump on Capitol Hill in Washington, DC, USA, 04 December 2019. The House Judiciary Committee, which has the job of formally drafting articles of impeachment, holds it's first open impeachment hearing following the adoption by the House Permanent Select Committee on Intelligence of a report drafted by Democrats that accuses US President Donald J. Trump of misconduct and obstruction. The report was drafted and adopted after a series of closed-door depositions and public hearings investigating a whistleblower's complaint alleging Trump requested help from the President of Ukraine to investigate a political rival, Joe Biden and his son Hunter Biden.  EPA/SAUL LOEB / POOL

Mag nicht mehr hinhören: Die Abgeordnete Zoe Lofgren beim Hearing. Bild: EPA

Das Offensichtliche wird nicht nur bestritten, es wird ins Gegenteil verkehrt. Jonathan Turley, Rechtsprofessor an der Washington University, erklärte vor dem Hearing des Justizausschusses: Nicht der Präsident missbrauche seine Macht, weil er die Militärhilfe an die Ukraine blockiert hatte, sondern das Repräsentantenhaus, weil es die anstehenden Gerichtsentscheide nicht abwarte.

Nicht nur im Impeachment werden die Dinge auf den Kopf gestellt. Die Berichterstattung über den Nato-Gipfel lässt die neue Bedrohung Chinas für den Westen links liegen und stellt ein Video in den Mittelpunkt, in dem sich mehrere Staatsmänner über Trump lustig machen. Deutschland droht derweil unregierbar zu werden, weil die SPD sich erfrechte, zwei Hinterbänkler an die Spitze der Partei zu berufen.

Die drei anekdotischen Ereignisse der letzte Tage zeigen, wie die Welt aus den Fugen geraten ist. Und keiner von uns zweifelt daran, dass es so weitergehen wird. Wir hetzen von «breaking news» zu «bombshell». Die Schuld den Medien zuzuschanzen, wäre zu billig. Wir erleben den Zusammenbruch einer Ära.

Angefangen hat diese Ära mit dem Fall der Berliner Mauer. Der Kalte Krieg war vorbei, der Westen hatte gewonnen. Francis Fukuyama veröffentlichte sein legendäres Essay vom Ende der Geschichte, das im Wesentlichen die These vertrat: Die Hegelsche Dialektik hat ihr Ziel erreicht. Die Formel Marktwirtschaft plus Demokratie wird nicht mehr zu toppen sein und die Menschheit bis an ihr Ende begleiten.

epaselect epa07983519 A man in a uniform with a soviet flag, protesting against dictatorship of capitalism, walks past the wall after the end of the official celebrations of the 30th anniversary of the fall of the Berlin Wall at the Berlin Wall Memorial site along Bernauer street in Berlin, Germany, 09 November 2019. The fall of the Berlin Wall led to the collapse of the communist East German GDR government in 1989 and the eventual reunification of East and West Germany.  EPA/CLEMENS BILAN

Nostalgie pur: Ein Mann in DDR-Uniform und Sowjetflagge an der Feier des 30-jährigen Jubiläums zum Fall der Berliner Mauer. Bild: EPA

Diese Formel wurde gemeinhin unter dem Begriff Neoliberalismus zusammengefasst und bald nach Kräften in die Tat umgesetzt. Die Ökonomen stellten die Werke von John Maynard Keynes in die Rumpelkammer und begannen die Tugenden des freien Marktes zu loben. Die Politiker ihrerseits setzen alles daran, lästige Gesetze ausser Kraft zu setzen und staatliche Unternehmen zu privatisieren.

Unter der Leitung des Internationalen Währungsfonds (IWF) wurde der Neoliberalismus auf den ganzen Planeten ausgedehnt. Der «Washington Konsensus», eine von IWF-Ökonomen verfasste Anleitung zum Deregulieren und Privatisieren, wurde noch dem letzten Entwicklungsland aufs Auge gedrückt.

Selbst das kommunistische China spielt mit. Es trat der Welthandelsorganisation WTO bei und wurde Mittelpunkt einer globalen Supply Chain, welche uns mit unfassbar günstigen Konsumgütern beglückte.

Der Neoliberalismus verwandelte nicht nur die Wirtschaft, er schuf auch einen anderen Menschen. Paul Mason beschreibt diesen neuen Menschentyp in seinem Buch «Klare, lichte Zukunft» wie folgt:

«Wir verwandelten uns in ‹Humankapital›, lernten, unseren finanziellen Wert zu berechnen, bastelten uns unter Einsatz globaler Marken eine Identität, gestalteten unseren Körper im Fitnessstudio und unser Gesicht im Schönheitssalon, verbesserten unser Gehirn mit Sudoku oder Meditation.»

Mit der Finanzkrise zerbrach auch der neoliberale Traum. Nochmals Mason:

«Vor 2008 versprach der Neoliberalismus: Das Leben wird in alle Ewigkeit so sein wie heute, nur besser. Seit 2008 lautet das Versprechen: Das Leben wird immer so sein, nur schlimmer.»

Tatsächlich hat die neoliberale Revolution ihre Kinder gefressen. Der freie Markt existiert weitgehend in der Ideologie. Stattdessen haben sich im Westen Oligopole oder gar Monopole gebildet. Typisch dafür ist der IT-Bereich, der von ein paar wenigen Playern dominiert wird. In China ist aus einer Symbiose von Partei und Staat ein Staatskapitalismus entstanden.

In Bedrängnis gerät auch die Globalisierung. Der Nationalismus feiert ein Comeback, nicht nur die USA stellen ihre Interessen an die erste Stelle. Rechtspopulisten beherrschen die Schlagzeilen und zunehmend auch die Parlamente. Der «Krieg der Zivilisationen», den der Politologe Samuel Huntington in den Neunzigerjahren in Aussicht gestellt hat, ist zur realen Bedrohung geworden.

Der Konsumrausch ist dem Kater gewichen. Wir werden nicht nur dicker, sondern auch depressiver. Klimaerwärmung und Massensterben können nicht mehr geleugnet werden. Wir sehnen uns nach einer anderen Zukunft, haben jedoch keine Ahnung, wie sie aussehen könnte.

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Hat vor Zivilisationskriegen gewarnt: Samuel Huntington.

Es entsteht, was gelegentlich und zutreffend als «Wohlstands-Faschismus» bezeichnet wird. Nicht wirtschaftliche Not, sondern das Fehlen von Visionen lässt die Menschen verzweifeln und die Schuld beim anderen Geschlecht, bei der anderen Rasse oder dem anderen Glauben suchen.

Fakten und Vernunft haben in diesem Klima keine Chancen, Demagogen leichtes Spiel. Die Erde wird wieder flach, Echsenmenschen wollen uns vernichten. Keine Verschwörungstheorie ist zu absurd, um nicht ihre Anhänger zu finden.

Der Kollaps des Neoliberalismus hat eine Sinneskrise ausgelöst, in der das Offensichtliche geleugnet werden kann – und es auch täglich wird.

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166Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • dmark 07.12.2019 12:16
    Highlight Highlight Ich würde es mal so sagen... Der Neoliberalismus, gepaart mit Demokratie ist nicht unbedingt das Problem. Dieses sehe ich allerdings in der heutigen Form in der Verteilung des Gewinns, bei dem weniger die Leute davon profitieren, welche eben diesen Gewinn "erschaffen".
  • Best summerhit ever 07.12.2019 07:02
    Highlight Highlight Ein toller Artikel
  • Platon 06.12.2019 14:43
    Highlight Highlight Ich glaube ehrlich gesagt nicht einmal, das die Probleme im Neoliberalismus liegen, sondern vieleher in seiner strunzblöden Umsetzung und dem gleichzeitigen Zynismus den Konservative und Liberale an den Tag legen. Da ist man sich eigentlich einig, dass Probleme in der globalisierten Welt global gelöst werden müssen, aber wenn es dann soweit ist, kuscht man einfach und verweist auf alle anderen, die auch nichts tun. Kein EU Land schafft es das Klimaabkommen von Paris umzusetzen, trotz globalem Vertragswerk! Da muss man sich nicht wundern wenn bei so viel Lug und Trug die Leute wütend werden.
    • Turi 07.12.2019 16:18
      Highlight Highlight Im Prinzip ist jedes System Scheisse, in dem einzelne Akteure zu viel Macht erhalten. Seien es die Politiker, die Lobbyisten, die Wirtschaftsbosse und Aktionäre.
  • Sgt.Pepper 06.12.2019 14:06
    Highlight Highlight Der Warentransport, inbesondere die internationale Logistik muss wieder teurer werden bzw. der Kostenwahrheit angepasst werden. Damit würden viele fehlgeleitete Entwicklungen wieder etwas korrigiert werden.
  • Balikc 06.12.2019 13:45
    Highlight Highlight ;-)
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  • der_senf_istda 06.12.2019 12:32
    Highlight Highlight Kein System hat so vielen Wohlstand, Gesundheit und Sicherheit gebracht wie das System Marktwirtschaft + Demokratie (ich empfehle dazu die Seite humanprogress.org, welche diese Zusammenhänge fakten- und datenbasierend aufzeigt).
    Und ja, unser System ist trotzdem nicht perfekt und ja, es gibt trotzdem noch Armut in der Schweiz, aber zur Zeit gibt es keine bessere Alternative zu unserem System.
    Es gibt viele Leute in den Kommentarspalten, sie sich in Kapitaisumkritik gefallen und das pöse pöse System anprangern, ohne wirklich Lösungen zu präsentieren, die realistisch umsetzbar sind.
    • willi202202 06.12.2019 13:58
      Highlight Highlight Es gibt immer Alternativen. Nichts aber auch gar nichts ist alternativlos. Doch... Der Tod.
    • der_senf_istda 06.12.2019 14:51
      Highlight Highlight @willi202202: lesen hilft, ich habe geschrieben das es keine BESSEREN Alternativen gibt.
      Wenn Du eine bessere Alternative kennst, dann her damit...
  • koks 06.12.2019 11:49
    Highlight Highlight Simplifizierende Analysen helfen nicht wirklich weiter. Der böse Neoliberalismus! (andere schreiben ganze Bücher, um den Charakter des Neoliberalismus differenziert abzubilden).

    Für eine differenzierte Sicht der Dinge bräuchte es aber auch Medien, die neben Katzenbilder publizieren auch mal sachlich berichten können. Aber seit sich Journalisten nicht mehr als Berichterstatter sehen, sondern als politische Propagandastelle (für die Guten natürlich, what else), passt auch das Medienschaffen bestens zur Politikerkaste.
    • PHM 06.12.2019 13:50
      Highlight Highlight 1/2
      Du verstehst die Zusammenhänge zwischen Medien und Neoliberalismus offenkundig nicht. Gerade die Kommerzialisierung der Medien im Rahmen des Neoliberalismus drückt die Medienqualität erheblich. Während der Phase der sozialen Marktwirtschaft war Qualitätsjournalismus noch deutlich verbreiteter und die Zahlungsbereitschaft des Publikums höher. Der Neoliberalismus thront über uns als Individuen, über den Medien, und durch die Medien auch über der Politik, die sich den kommerzialisierten Selektionslogiken der Medien beugen muss. Das spielt in erster Linie dem Populismus in die Hände.
    • koks 06.12.2019 15:41
      Highlight Highlight @PHM, siehst: Am Ende ist einfach an allem "der Neoliberalismus" schuld. Man muss gar nicht mehr genau hinschauen, die Diagnose ist schon im Vornherein klar.
    • PHM 06.12.2019 17:16
      Highlight Highlight Fasse ich dich korrekt zusammen? Weil ich in 600 Zeichen nur einen Überblick zeichnen konnte, habe ich mich a) nicht damit auseinandergesetzt und war b) meine Diagnose im Vorneherein klar?

      Na gut. Hätte mir das doch nur jemand vorher gesagt. Dann ist ja alles in Ordnung und die Welt ist gerettet. Nicht nur, dass ich mir jetzt nicht mehr den Kopf zerbrechen muss, nein, ich habe dank dir gerade bemerkt, dass ich mit dem Kopfzerbrechen noch gar nicht angefangen hatte. Zum Glück erspare ich mir das jetzt in echt... waren doch nur schon meine eingebildeten Argumentationsstränge anstrengend ;)
    Weitere Antworten anzeigen
  • Bloechi_92 06.12.2019 11:43
    Highlight Highlight Die Entwicklung des Neoliberalismus kann man natürlich nicht länderübergreifend derart Pauschalisieren. Dennoch ein super Artikel.
  • Cirrum 06.12.2019 11:24
    Highlight Highlight Wir könnten alle so glücklich leben. Noch nie hatte es für die ganze Menschheit genug zu Essen und so wenig Krankheiten. Durch die grenzenlose Gier wird alles wieder zerstört, worauf der Mensch seit der Landwirtschaftlichen Revolution gearbeitet hat. Die armen Kinder, die in der heutigen Zeit zur Welt kommen... http://ü
  • ueilaa 06.12.2019 10:16
    Highlight Highlight Wundert uns das wirklich? Hat uns die Geschichte das nicht bereits gelehrt?

    Würde das Internet noch dazuzählen: hat Probleme des Nepliberalismus, Wohlstandsfaschismus, Gewalt und Klimawandel potenziert - bis wir vielleicht mal lernen würden damit umzugehen.
    Benutzer Bild
  • waseliwas 06.12.2019 09:11
    Highlight Highlight Mir war vor diesem Artikel der Begriff "Wohlstands-Faschismus" fremd, und nun weiss ich wieso: Die einzigen Google-Suchresultate zu diesem Begriff verweisen auf zwei Watson Artikel von 2016, beide auch von Herrn Löpfe verfasst. Selbstverständlich finden sie diesen Begriff zutreffend, wenn sie ihn doch selber erfunden haben. Ich stimme ansonsten dem Inhalt dieses Artikels voll und ganz zu, jedoch ist es etwas gewagt/populistisch diese Thematik mit dem Faschismus in Verbindung zu bringen.
    • misfit 06.12.2019 13:36
      Highlight Highlight Der Begriff "Wohlstandsfaschismus" wurde von Joschka Fischer geprägt.
  • Fairness 06.12.2019 08:58
    Highlight Highlight Zurückzu einem faire, sozialen Kapitalismus ist die beste Lösung. Der hatte jahrzehntelang bestens funktioniert und alles wuchsmit Mass. Die Gier muss abgeschafft werden!
  • DieFeuerlilie 06.12.2019 08:44
    Highlight Highlight Ich würde es noch viel kürzer fassen:

    Jede Hochkultur ging irgendwann zu Grunde.
    Und unsere tut genau das nun auch.

    Weil der Mensch offensichtlich unfähig ist zu begreifen, wo die Grenzen sind.
    Es gibt kein unbegrenztes Wirtschaftswachstum, es gibt nur die Umverteilung von unten nach oben.

    Und weil es immer Einzelne geben wird, die den Hals nicht voll genug kriegen können, habe ich auch kaum Hoffnung, dass sich daran jemals etwas ändern könnte.

    Obwohl.. Island will ja nun einen anderen Weg gehen.

    Aber.. ich fürchte, die Gierigen werden sich wieder durchsetzen.
  • Spooky 06.12.2019 08:40
    Highlight Highlight "Warum der Neoliberalismus uns alle wahnsinnig macht"

    Alle? Mich nicht!

    Bin Anarchist! 💪
    • Mijasma 06.12.2019 11:26
      Highlight Highlight Nur ist der Neoliberalismus keine Anarchie. Er führt am Schluss wieder zu einem Feudalsystem

      In einem Feudalsystem haben Anarchisten eine sehr tiefe Lebenserwartung.

      In diesem Sinne, viel Spass. 😁
    • Spooky 06.12.2019 21:37
      Highlight Highlight Mijasma

      "Nur ist der Neoliberalismus keine Anarchie."

      Richtig. Aber ICH bin die Anarchie! 💪
  • Altweibersommer 06.12.2019 08:32
    Highlight Highlight Das Gefühl unserer Generation auf den Punkt gebracht. Danke für diesen Artikel!
  • Blaubar 06.12.2019 08:23
    Highlight Highlight Neoliberalismus ist vorallem dann ein Problem, wenn er mit staatlichem (oder EU) Sicherheits-Netz realisiert wird. Die Gewinne den Konzernen, das Risiko dem Bürger.

    „Nicht wirtschaftliche Not, sondern das Fehlen von Visionen lässt die Menschen verzweifeln“

    Die Vision ist aus meiner Sicht klar und richtig: weniger ist mehr! Aber das ist nicht gerade erwünscht, fühlt sich aber erstaunlich richtig an.
  • wolge 06.12.2019 08:18
    Highlight Highlight Zu diesem Thema kann ich sowohl ein Sachbuch als auch einen Roman empfehlen...

    Sachbuch:
    Frederic Laloux: Reinventing Organizations - Ein Leitfaden zur Gestaltung sinnstiftender Formen der Zusammenarbeit

    Roman:
    Marc Elsberg: GIER - Wie weit würdest du gehen?
  • Zeit_Genosse 06.12.2019 08:10
    Highlight Highlight Wir leben aber auch in einer Zeit wo viele Analysen sich nur auf den Kollaps von etwas zum Inhalt haben. Es ist einfach alle roten Linien in die Zukunft zu extrapolieren und den Schnittpunkt als Verfall, Katastrophe, und, und, zu beschreiben. Und den leben wir auch in Zeiten wo uns viele plausible Fähigkeiten abhanden kommen und das Expertentum auf den roten Linien tanzt. Alle machen damit Geld und füttern damit einen Neo-Neo-Liberalismus an.
  • imposselbee 06.12.2019 06:57
    Highlight Highlight Sinneskrisen entstehen nur dann, wenn man den Sinn nicht verstanden hat. Das Weltgeschehen wurde schon immer von Narzissten bestimmt, weil nur diese die Fähigkeit haben, sich auf ein Ziel zu konzentrieren und die negativen Stimmen auszublenden. Die ‚Lieben und Netten’ erledigen dann die Arbeit und bauen den eigenen Käfig.
  • diderot 06.12.2019 06:54
    Highlight Highlight Ich sehe vieles genau wie Sie, Herr Löpfe, aber ein Punkt bleibt auch in den Kommentaren unerwähnt: Schuld sind nicht "die da oben", sondern "wir hier unten"! DU und (schlimmer noch) ICH. Das beste Mittel gegen den Neoliberalismus ist der unermüdliche Einsatz des Individuums kommunal, regional und national! Beteiligt euch am politischen und gesellschaftlichen Prozess: geht in die Schulpflegen (wenn Sie nicht schon abgeschafft sind), in die Kirchenpflegen, Gemeinderäte etc, Vereine und Genossenschaften. Alle diese Netzwerke sind das Bollwerk gegen den Neoliberalismus: "We are better than that!"
  • Töfflifahrer 06.12.2019 06:33
    Highlight Highlight Trifft den Nagel auf den Kopf.
    Hatte man noch vor Jahren gewarnt, dass der Neoliberalismus uns zerstören wird, wurde man als Kommunist und/oder Schwarzseher bezeichnet. Leider hatten die Warner und Zweifler recht, das kann niemand mehr leugnen.
    Einen Wechsel zu initiieren ist aber auch schwierig, da genau global Mächtigen Firmen mit dem Status Quo immer noch vie verdienen.
    Das sieht man ja auch bei der Medizin, wo bestimmte Medikamente nur noch dort angeboten werden wo der grösste Gewinn gemacht werden kann oder das Angebot wird einfach knapp gehalten, und die Staaten kuschen.
  • KeineSchlafmützeBeimFahren 06.12.2019 06:22
    Highlight Highlight Sehr guter Artikel. Auch wenn Konservative und Liberale jetzt sagen würden, dass er sozialistisch angehaucht ist, der Löpfe.
    Nüchtern gesehen stimmt die These und ich zerbreche mir seit einigen Jahren schon den Kopf, was denn die Alternative zum neoliberalen Markt sein kann...?
    • pali2 06.12.2019 07:06
      Highlight Highlight Ja, etwas zu kritisieren ist immer einfacher, wenn man potentielle Alternativen ausser Acht lässt.
    • bbelser 06.12.2019 08:33
      Highlight Highlight Die Alternativen wären z. B. "eine Wirtschaft, die nicht tötet" und die primär dem Gemeinwohl dient(!). Fragen wir doch die Menschen deutlicher, ob sie einverstanden sind damit, dass ihr Wohlstand Tod und Leid verursacht. Ich bin es nicht. Ich will ein gerechtes und nachhaltiges Wirtschaften. Auf demokratischem Weg von uns entschieden.
    • Mijasma 06.12.2019 11:33
      Highlight Highlight Es ist ganz einfach. Nämlich das was wir vorher hatten, einen Sozialen Kapitalismus. Jedes für sich führt zu einer Katastrophe, kombiniert sind sie unschlagbar. Dazu noch eine direkte Demokratie dann wäre es Perfekt.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Schneider Alex 06.12.2019 06:17
    Highlight Highlight "Nichts ist alternativlos, weder der Kapitalismus als solcher noch seine neoliberale Variante. Wer politisch agiert, sollte sich jedoch bemühen, genau zu sein. Die Masse der Menschen mit Systemüberwindung vor den Kopf zu stossen, ist gefährlich, wenn man eigentlich nur die Überwindung des Neoliberalismus anstrebt. Ich fürchte, bei vielen, die leichtfertig über den Kapitalismus reden, fehlt es einfach an Wissen über die enorme Flexibilität eines Systems, das man sowohl Kapitalismus wie auch Marktwirtschaft nennen kann.“ (H. Flassbeck in Infosperber vom 24.7.19)
  • Todesstern 06.12.2019 05:59
    Highlight Highlight Amen 🙏
  • Rölsche 06.12.2019 05:03
    Highlight Highlight Nur ist eben die Alternative zum Liberalismus noch schlechter.
    Was heute geschieht - alles unter dem Deckmantel des Umweltschutzes - ist der Versuch der Gleichschaltung, Wegnahme von Eigentum, Leugnen von Individualität und vor allem anderen: Verbot von persönlicher Freiheit in allen Bereichen.
    Ja, der Liberalismus ist anfällig auf Ausnützung, Freiheit ist anstrengend und man muss sorge tragen. Aber was zur Zeit geschieht ist das Revival des Sozialismus und Kommunismus - und das ist keine Alternative.
    Man sollte nie vergessen: das Leben ist endlich. Aber lieber frei gelebt als gar nicht.
    • _kokolorix 06.12.2019 06:43
      Highlight Highlight Revival des Sozialismus und Kommunismus?
      Echt jetzt? In welcher Welt lebst du?
      Welche persönliche Freiheit wurde dir denn weggenommen? Die Freiheit dein Auto im nahen Bach zu waschen? Dein Parkplatz auf dem Trottoir? Die Freiheit in der Steuererklärung zu lügen? Dein Recht über Neger und Juden zu schimpfen?
    • David Röthlin 06.12.2019 08:31
      Highlight Highlight Ihnen muss einfach bewusst sein, dass ihre ganze "individuelle Freiheit" auf enormen Kosten anderer beruht. Unser Wohlstand, unsere fast unbegrenzten Möglichkeiten beruhen alle auf der Ausbeutung von dritt-welt-Ländern.
      Ich persönlich habe ein Problem damit!
    • Rölsche 06.12.2019 13:56
      Highlight Highlight Das Problem ist, dass viele nicht mit Freiheit umgehen können. Weil Bescheidenheit und Verantwortung Fremdwörter geworden sind.
      Überlegt mal selbst: Was treibt euch an? Was fühlt ihr dabei, wenn ihr seht, dass der andere „mehr“ hat?
      Eben. Die „mächtigen“ der Welt sind eben auch nicht anders als wir.
      Oder: Wenn wir in diesen Positionen wären, würden uns eben genau gleich verhalten.
      Weil wir uns der Verantwortung der Freiheit nicht bewusst sind, sondern uns von Gier und Neid treiben lassen.
      Die Alternative scheint dann nur Gleichschaltung und Kontrolle (=Sozialismus) zu sein. Schade.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Billy the Kid 06.12.2019 02:39
    Highlight Highlight Der "freie Markt" existierte vielleicht noch teilweise im 19. Jahrhundert.
    Spätestens nach den Weltkriegen waren die grossen Monopole geschaffen.
    Während dem Kalten Krieg erschien der Monopolkapitalismus im Vergleich zum offenen diktatorischen Terror, der im Osten herrschte, freilich als "Hort der Freiheit".
    Dieser Siegeszug des westlichen Monopolkapitalismus kam schon ein paar Jahre vor dem Kollaps der Sowjetunion zu seinem Ende.
    Die Deregulation der Finanzmärkte und die Zerschlagung des Wohlfahrtsstaates waren die Mittel um weiterzumachen.
  • Garyx 06.12.2019 02:26
    Highlight Highlight Neoliberalismus heisst das obsolete gesellschaftliche Betriebssystem. Das neue könnte Allgemeinwohlökonomie heissen. Aber wie ersetzen wir das eine durch das andere? Wenn möglich ohne Mord und Totschlag.
    • _kokolorix 06.12.2019 18:31
      Highlight Highlight Durch demokratische Mehrheitsentscheide. Eine möglichst unabhängige Berichterstattung ist die Grundlage dafür, und die tragen wir gerade mit Geiz ist geil zu Grabe. Vielleicht kommt aber noch eine tragfähige Anzahl an Menschen zur Besinnung und erkennt, dass es kaum zielführend ist, wenn wir die Verbreitung von Informationen an einige Grosskonzerne und reiche Mäzene delegieren
  • Andre Buchheim 06.12.2019 01:33
    Highlight Highlight Danke für diesen tollen Artikel. Ich möchte gar nicht so viel schreiben, ich würde nur wiederholen, was andere Kommentatoren bereits schrieben.
    Dennoch eine kleine Bitte: Berichtet doch mehr über unsere gesellschaftlichen Alternativen.
    Wir müssen aus dem Neoliberalismus raus, das ist klar. Nur wohin? Woran kann der Mensch sich orientieren? Ich bin ja der Überzeugung, jeder muss bei sich ansetzen, mehr Bescheidenheit und Mitgefühl leben...was ist Eure Meinung hierzu?
    • Wetterleuchten 06.12.2019 09:43
      Highlight Highlight Es gibt keine "perfekte" Lösung und wird nie eine geben. Wenn man anfangen wollt, müsste man sich an die SOZIALE MARKTWIRTSCHAFT erinnern, welche bis anfangs der 80'iger Jahre bestens funktioniert hat. Die UBS z.B. gab sich mit 6% Eigenkapitalrendite zufrieden. Die Reichen waren auf Konsens aus (alte FDP), wohl aus Angst vor der Infiltration durch den damaligen "Eisernen Vorhang". Die Menschen bekamen 4-5% Zins auf ihrem Ersparten und konnten etwas erreichen. Einzig die Natur wurde leider schon damals missachtet. Erste Massnahme heute: Keine SVP und FDP mehr wählen, um dieses Land zu bessern.
    • Adam Smith 06.12.2019 13:45
      Highlight Highlight @Wetterleuchten Das Land bessert sich ganz sicher nicht unter der Herrschaft der SP oder der CVP. Aber Naivität ist ja nichts neues bei Sozialen...
    • _kokolorix 06.12.2019 18:38
      Highlight Highlight @Adam Smith
      Nach nunmehr etwa 200 Jahren wo die liberalen Kräfte mit durchgehend deutlicher Mehrheit regierten, stehen wir mit dem halben Fuss über dem Abgrund. Einzig die etwa 10% der Reichsten können sich zufrieden zurücklehnen, sie haben in den letzten 60 Jahren soviele Ressourcen zusammengerafft, dass sie auch einem Klimakollaps gelassen engegenschauen können.
      Aber selbstverständlich sind die pösen Sozis schuld, dass es so schlecht läuft...
  • D0MD0M 05.12.2019 23:55
    Highlight Highlight Das wir alles an die Wand fahren auf diesem wirklich dummen Weg ist nicht erst heute offensichtlich. Wer wollte - und früh genug geboren wurde - konnte das schon seit 30 Jahren wissen. Und durfte dann auch solange zuschauen, wir wir uns den Ast absägen. Hören wollte es niemand, im Gegenteil, man wurde - und wird noch oft genug - als undankbarer Nestbeschmutzer abgetan. Es ist traurig, lächerlich und nicht zu stoppen.
  • Gipfeligeist 05.12.2019 23:39
    Highlight Highlight Bitte mehr von diesem Thema! Der Neoliberalismus ist tief in unserer heutigen, westlichen Gesellschaft verankert, deswegen ist Aufklärung darüber essentiell!

    Der Neoliberalismus stützt sich (laut Naomi Klein) auf 3 Pfeiler:
    1) Vollständige Deregulation der Wirtschaft
    2) Privatisierung der öffentlichen Sphäre (=Energie, Wasser, Bildung...)
    3) Steuersenkungen der Wohlhabenden

    Auch bei uns wird dieses Konzept gelebt und von einigen Parteien stärker unterstützt als von anderen
  • bbelser 05.12.2019 23:35
    Highlight Highlight Wohin uns der Neoliberalismus führt, ist in Konsequenz katastrophal, besonders für die dauernden Verlierer dieses unentrinnbaren Systems, ebenso für die Lebensgrundlagen und am Ende auch für die temporären vermeintlichen Gewinner.
    Fatal finde ich dabei die Mut- und Phantasielosen, die uns weismachen wollen, wie dankbar wir dem Neoliberalismus sein müssten (denn wir profitieren doch!) und dass es nur eine einzige Alternative dazu gäbe, nämlich die "Hölle des Sozialismus".
    Das ist ausserordentlich denkfaul und menschlich erbärmlich. Ich glaube immer noch daran, dass wir einiges mehr drauf haben.
    • orso129 06.12.2019 07:26
      Highlight Highlight Vielleicht soziale Martwirtschaft, in der Anhäufung von riesigen Vermögen nicht möglich ist???
      Grundbedürfnisse wie Strom& Wasser & Bildung etc nicht privatisieren...
  • rodolofo 05.12.2019 23:18
    Highlight Highlight Die Analyse ist ziemlich zutreffend.
    Aber ich behaupte, dass die gegenwärtige, totale Verunsicherung im Neoliberalismus die Voraussetzung dafür ist, dass etwas Neues kommen kann!
    Auch wenn es schwer fällt, brauchen wir Vertrauen, denn wie die Vergangenheit genau so sein musste, wie sie war, damit wir irgendwann in diese Welt hinein geboren wurden, wird das, was jetzt geschieht und geschehen wird, die Voraussetzung dafür sein, dass die neuen Geschöpfe geboren werden.
    Wir müssen nicht besonders aktiv sein, damit das passiert, was passieren muss und passieren wird...
  • Mehmed 05.12.2019 23:14
    Highlight Highlight Seit wann schreibt Hugo Stamm Beiträge zur Wirtschaft?
    • Andre Buchheim 06.12.2019 01:24
      Highlight Highlight Philipp Löpfe hats geschrieben.
  • Juliet Bravo 05.12.2019 22:53
    Highlight Highlight Danke Philipp Löpfe!
    Kurz und knapp aber umfassend dargestellt.

    Man kann Chile nennen, Ostdeutschland, die USA, Osteuropa, Frankreich. Ach eigentlich jedes Land.
    • orso129 06.12.2019 07:27
      Highlight Highlight Island & Dänemark & Buthan machen es doch recht gut👍
  • Me, my shelf and I 05.12.2019 22:45
    Highlight Highlight Neoliberalismus nervt nicht nur, Neoliberalismus lässt Reiche reicher und Arme ärmer werden, er tötet in Entwicklungs- und Industrieländern, etc.
    Neoliberalismus ist der Feind der Menschheit.
  • Rabbi Jussuf 05.12.2019 22:36
    Highlight Highlight Neoliberalismus ist ein praktischer Begriff.
    Jeder kann reinstecken, was er will (sieht man ja schon in den wenigen ersten Kommentaren), das heisst, es wird alles was als schlecht empfunden wird da rein gestopft. Der Bölimaa. Ein Böög zum abfackeln. Ein Popanz.
    Kurz: es ist ein populistischer Begriff par excellence.
    Deshalb nervt auch mich dieser Begriff.
    Wenn man Sorgen für die Zukunft hat, dann sollte man die auf andere Weise artikulieren.
  • grosnaldo 05.12.2019 22:32
    Highlight Highlight Im Wort "liberal" steckt, wenn ich mich nicht täusche, "Freiheit". Ja, mit Freiheit kommt nicht jeder klar, man muss seinen eigenen Sinn selber herausfinden, und Freiheit reihmt oft mit Verantwortung. Einige werden lieber von Xi bemuttert, andere wollen Initiative ergreifen und selber für sich schauen. Auf Staaten ausgeweitet ist es nicht einfach all diese verschiedenen Menschen unter ein Dach zu bringen. Aber das Problem ist m.E. der Egoismus und Egozentrismus, nicht die Freiheit im System. "Nur in Freiheit kann die Freiheit Freiheit sein" heisst's im Lied. Lehrt teilen, nicht ein/ausgrenzen
  • Ueli der Knecht 05.12.2019 22:31
    Highlight Highlight Der Grieche Alexander der Grosse bezwang das persische Reich, aber übernahm die persische Kultur.

    Die Römer bezwangen die Griechen, aber übernahmen deren Kultur.

    "Der Kalte Krieg war vorbei, der Westen hatte gewonnen." - und übernahm Massenüberwachungs, Wahrheits- und Manipulationskultur vom Big Brother.

    "Die Hegelsche Dialektik hat ihr Ziel erreicht." - dann wär's allerdings nicht mehr Hegels Dialektik, weil die gar kein Ziel hat.

    "Schuld daran ist die Kernschmelze des Neoliberalismus."
    "Der Kollaps des Neoliberalismus hat eine Sinneskrise ausgelöst"

    Kernschmelze und Kollaps? Wo denn?
  • raues Endoplasmatisches Retikulum 05.12.2019 22:31
    Highlight Highlight Wohlstands-Faschismus, was da bedeute soll hätte ich im Text gerne noch erklärt gehabt, hat der Autor diesen Begriff aus dem Interview mit Rackete?
    • Rabbi Jussuf 06.12.2019 10:48
      Highlight Highlight "Wohlstands-Faschismus" ist nicht der einzige Begriff der nach Klärung verlangt. Auch "Neoliberalismus" heisst so etwa alles oder nichts.

      Hauptsache eine Schublade gefunden.
    • Ueli der Knecht 06.12.2019 11:36
      Highlight Highlight Löpfe benutzte den Begriff schon lange bevor Rackete abhob.

      4. Juni 2016, "Der Vordenker des Wohlstandsfaschismus":
      https://www.watson.ch/!682949977

      "Es ist eine Welt, in der die Demokratie verachtet und die Technik vergöttert, eine Welt, die von superreichen Übermenschen und Monopolen beherrscht wird, die sich keinen Deut um ihre eigene Widersprüchlichkeit scheren."

      25. Mai 2016: https://www.watson.ch/!684999032

      21. Juni 2016: https://www.watson.ch/!122351476

      2015 geprägt von Joschka Fischer:
      https://www.sueddeutsche.de/politik/aussenansicht-der-niedergang-des-weissen-mannes-1.2798078
    • Ueli der Knecht 06.12.2019 12:50
      Highlight Highlight Zum Begriff "Neoliberalismus" würde - freilich nur für Lesekundige - sogar ein ausführlicher Wikipedia-Eintrag existieren.
      https://de.wikipedia.org/wiki/Neoliberalismus

      Insofern irrt sich Jussuf mit seiner faktenfreien Behauptung: "Neoliberalismus" heisst so etwa alles oder nichts."
    Weitere Antworten anzeigen
  • Spargel 05.12.2019 22:29
    Highlight Highlight Und wie kann ich dem System persönlich entrinnen?
  • KingK 05.12.2019 22:27
    Highlight Highlight "Der Kollaps des Neoliberalismus hat eine Sinneskrise ausgelöst."
    Diese Aussage impliziert, dass es uns wirtschaftlich schlechter gehen soll?!
    Die Sinnkrise besteht ja nur darin, wohin mit all den vorigen Stütz: Öko-Smoothie oder Pilates-Yoga?
    Wie kann ich den Malle-Urlaub öko-kompensieren -> gleich mal mit Smartphone googlen...
    Ich bin jetzt Veganer und esse Soya-Gschmäus aus Brazil.

    Neoliberalismus ist ein Erfolgsmodell:
    "Nearly 1.1 billion fewer people are living in extreme poverty than in 1990. In 2015, 736 million people lived on less than $1.90 a day, down from 1.85 billion in 1990."
  • raues Endoplasmatisches Retikulum 05.12.2019 22:27
    Highlight Highlight 2) Der Gesellschaftsliberalismus entwickelt sich zu einem Differenziellen Liberalismus mit Kulturessenzialismus, der Kapitalismus entwickelt sich raus aus der Fabrik, rein in die Dienstleistungen.
    Die Machtkonzentration grosser Konzerne ist effektiv ein Problem, hier müssten die Wettbewerbsbehörden viel stärker werden.
    Dass es keine Visionen mehr gibt, denke ich nicht. Der Islamismus hat eine Vision, der Hindunationalismus auch, die moderne Rechte sowieso. Bei der Juso träumt man auch noch.. Persönlich halte ich grosse Visionen für im besten Fall lächerlich, im schlechtesten für gefährlich.
  • raues Endoplasmatisches Retikulum 05.12.2019 22:19
    Highlight Highlight 1) Empirische Daten wiedersprechen Mason, die Menschen sind seit Beginn des Jahrtausends, auch nach der Finanzkrise zufriedener geworden https://ourworldindata.org/happiness-and-life-satisfaction
    Bezüglich des Abschnittes mit dem Humankapital denke ich das andreas reckwitz mit seinem Buch "gesellschaft der singularitäten" eine überzeugende Analyse vorgelegt hat. Gesellschafts- und wirtschaftsliberalismus gehen dabei eine extrem wirkungsmächtige und finanziell erkläkliche Allianz ein und machen dabei selber auch eine Entwicklung durch.
  • Dong 05.12.2019 22:07
    Highlight Highlight Teilweise sehr einverstanden, problematisch aber, dass Herr Löpfe scheinbar auch alle Gegenbewegungen genauso wenig mag wie den Neoliberalismus selbst.
    Das andere, was ich gar nicht nachvollziehen kann ist die Idee, wir würden heute in einer faktenfeindlichen Zeit leben. Da hab ich als Naturwissenschaftler schon lange keine Illusionen mehr, das war schon immer so.
    • Rabbi Jussuf 06.12.2019 11:11
      Highlight Highlight "faktenfeindliche Zeit"?
      Scheint mir so, dass das in den letzten Jahren zugenommen hat. Aber auf allen Seiten! Man kann kaum mehr eine Dok anschauen, die nicht etwas Falsches beinhaltet. Das gilt besonders für Themen, die ideologisch moralisch aufgeladen sind. Besonders heimtückisch ist es, wenn es sich um vermeintlich "neutrale" Hintergrundinformationen handelt.
    • Dong 07.12.2019 11:00
      Highlight Highlight Irgendwie schon auch richtig, was du sagst. Ich hab einfach den Eindruck, dass die, die am lautesten „Fake News“ rufen selber meist die schlimmsten sind. Gleichzeitig hab ich nicht den Eindruck, dass heute mehr Leute an Chemtrails o. ä. glauben als früher.
    • Rabbi Jussuf 07.12.2019 13:47
      Highlight Highlight Ganz deiner Meinung
      Nur denke ich, dass das Faktenfreie immer mehr auch auf die Medien übergreift und dort einem verkappten Haltungsjournalismus unter die Arme greift. Da werden eben "Fakten" oft entweder unter den Tisch gewischt, über- oder unterbewertet und nicht selten verfälscht, wenn nicht gar gefälscht.
      Mir scheint, das grassiert heute zunehmend und war vor nur schon 20 Jahren deutlich weniger flächendeckend als heute.
  • Casimir R. 05.12.2019 22:00
    Highlight Highlight Es ist alles bestens dokumentiert, Wissen ist für alle zugänglich, die Wissenschafft erreicht unerreichte Höhen aber trotzdem ist es so einfach wie noch nie den gröbsten Unfung zu verbreiten. Irgendwie müssen wir es hinkriegen dass Wahrheit und Vernunft wieder als das wahrgenommen werden was sie sind. Wie währs mit einer dritten Kammer im Parlament? Der "Wissenschaftsrat"
    • Ueli der Knecht 05.12.2019 22:15
      Highlight Highlight "dass Wahrheit und Vernunft wieder als das wahrgenommen werden was sie sind."

      Tja....

      wenn wir bloss wüssten, was Wahrheit und Vernunft sind... Weisst du es? Oder glaubst du nur zu wissen?

      "Wie wärs mit einer dritten Kammer im Parlament? Der "Wissenschaftsrat"

      Haben wir nicht bereits einen Klerus und im Vatikan einen Papst, der letztinstanzlich definiert, was wahr und vernünftig ist? Und ich dachte, wir hätten uns für Trennung von Kirche und Staat entschieden. Vielleicht war das ja keine gute Idee, mmh?
    • Rabbi Jussuf 05.12.2019 22:17
      Highlight Highlight Wissenschaftsrat?
      Bloss das nicht! Nicht nur, weil es verdächtig nach der "Bürgerversammlung" von XR, sondern weil Wissenschaft auf diese Weise völlig korrumpiert würde! und wir auf eine Technokratie zusteuern würden.
    • samsam88 05.12.2019 22:17
      Highlight Highlight Ja wir brauchen unbedingt so ein Wahrheitsministerium. 🙄🙄
    Weitere Antworten anzeigen
  • Pafeld 05.12.2019 21:36
    Highlight Highlight In der Biologie nennt man es Homologie. Pispers nannte es mal "Auswahl ohne Unterschiede". In der Wirtschaft habe ich bisher noch keinen entsprechenden Begriff gehört. Und zwar ist es das Phänomen, dass sich die Produkte von verschiedenen Herstellern zunehmend ähnlicher werden. Baroni hat es für letzte Woche für den neuen midsize SUV von Mustang beschrieben. Das selbe Phänomen findet man aber überall. Sei es bei Laptops, Smartphones, sogar Staubsaugern. Der Mensch will Auswahl und trotzdem die Sicherheit, ein gutes Produkt erwischt zu haben. Einheitsbrei. Der Kapitalismus monopolisiert Design.
  • P. Silie 05.12.2019 21:33
    Highlight Highlight "Der «Krieg der Zivilisationen», den der Politologe Samuel Huntington in den Neunzigerjahren in Aussicht gestellt hat, ist zur realen Bedrohung geworden."

    Der Krieg wurde nicht in Aussicht gestellt, sondern klar durch die gesellschaftliche Entwicklung vorhergesagt.
    Der Clash of Civilizations ist erschreckenderweise aktueller denn je (abgesehen von Huntingtons 'Phantastereien' auf den letzten Seiten wo er alle möglichen Konflikte als Szenario beschreibt.

    The moral hazard... dank staatlicher Interventionen haben wir den Casino Kapitalismus erst möglich gemacht. Da hat die Politik schuld dran
    • Pafeld 06.12.2019 13:43
      Highlight Highlight Genau. Darum folgten die schwersten Wirtschaftskatastrophen der letzten drei Jahrzehnte immer, nachdem die Börse (natürlich Dank Lobbying der Börse) weiter dereguliert wurde. Und ohne staatliche Unterstützung wären die ganzen Firmen ohne die allseits gepredigte Selbstverantwortung halt einfach kollabiert. Die Volkswirtschaftlichen Schäden, die dabei entstanden wären sind gar nicht erst auszumalen. Libertäre Logik: der Staat hat immer Schuld, solange er existiert.
    • P. Silie 06.12.2019 21:34
      Highlight Highlight Ubrigens ein Meister der Deregulierung war Bill Clinton - der hat jeden REP in den Schatten gestellt 😉

      Und ja meine Meinung ist klar die, dass man es in den 80ern bereits verpasste die Firmen Hopps gehen zu lassen. Stattdessen pumpte man öffentliche Gelder in diese um sie künstlich am Leben zu halten oder geregelt in die Pleite fallen liess.
      Die Banken haben eines gelernt. Mit dem billigen Geld der Nationalbanken hochspekulative Geschäfte tätigen. Geht die Wette auf macht man Milliarden, wenn nicht, kommt ja sowieso der gewählte Politiker und haut einen raus.
  • Adam Smith 05.12.2019 21:30
    Highlight Highlight Neoliberalismus ist das beste, was der Menschheit passieren konnte und wer das nicht sieht, ist entweder Anhänger des mehrfach gescheiterten Sozialismus oder er gehört zu den wenigen Verlierern und sucht die Schuld im System, statt bei sich.
    • orso129 06.12.2019 07:35
      Highlight Highlight Also für die Natur ist er sicher NICHT das Beste.... Schlussendlich leben wir von einer einigermassen stabilen Ökosystemen.
      Nebenbei: Die Menschheit sollte aber nicht mehr zu gross wachsen...
    • Rabbi Jussuf 06.12.2019 11:27
      Highlight Highlight orso
      Was Ökosysteme betrifft, schau doch bitte mal in die gescheiterten sozialistischen Länder. DAS ist eine Katastrophe! Nur ein System das einen gewissen Wohlstand ermöglicht, hat auch Kapazitäten sich um Ökologie zu kümmern. Das ist so etwas wie ein Naturgesetz.
      Wenn dieser Wohlstand zerstört wird, dann ist es bald vorbei mit Umweltschutz!
    • orso129 06.12.2019 19:47
      Highlight Highlight Das stimmt, habe aber nichts über Sozialismus gesagt, dass die das besser machen würden. Ökosysteme kaputt machen ist vielerorts eigentlich mehr oder weniger gratis, das regelt der Neolib. nicht... Die internationalen Meere werden zugemüllt und leergefischt..Who cares?
  • Toni.Stark 05.12.2019 21:25
    Highlight Highlight Anstatt zu polemisieren wären Lösungsansätze angebracht. Im Buch "Sozialer Kapitalismus" von Paul Collier finden wir sie. Und vergessen wir nicht, dass die Schweiz zu den Gewinnern dieser liberalen Revolution gehört. Hier können wir ansetzen mit menschlicher Flüchtlingspolitik, Steuererhöhung für Superreiche und Investitionen in grüner Technologie. Collier: "Eine ethische und pragmatische Erneuerung des Kapitalismus ist möglich."
  • Sherlock_Holmes 05.12.2019 21:21
    Highlight Highlight Eine leider zutreffende, wenn auch pessimistisch zugespitzte Analyse.

    Die Frage ist, was uns zwischen Depression und Hoffnung noch bleibt.

    Manchmal birgt die Desillusion die Chance eines Neubeginns, wobei der Grat ein schmaler ist – wie auch die Krisis beides enthält: Tod und Leben.

    Entscheidend ist die persönliche Resilienz, die Summe dessen, was uns geprägt hat und ausmacht, uns Sinn und Halt gibt.

    Ich kann jedem empfehlen, sich den grossartigen Film «unbroken» über das Leben von Louis Zamperini anzusehen.

    In ihm wird die Kraft der Hoffnung deutlich, der unbedingte Wille zu leben.
  • die_rote_Zora 05.12.2019 20:57
    Highlight Highlight Lieber Herr Löpfe vielen Dank für diesen Kommentar! Ich hatte schon Angst, dass ich die Einzige bin, die glaubt, dass sich unsere Gesellschaft auf einen Wendepunkt zubewegt.
    Auch wenn ich mir für meine Tochter von ganzem Herzen gewünscht hätte, dass sie so wie ich, im Glauben aufwachsen kann, dass wir die „perfekte“ Gesellschaftsform gefunden hätten und nicht in ihrer Jugend dann die volle Breitseite dieser Veränderung abbekommen wird.
    • Antinatalist 05.12.2019 21:10
      Highlight Highlight "...dann die volle Breitseite dieser Veränderung abbekommen wird."

      Hätte man vermeiden können. Damals. 🙄
    • FrancoL 05.12.2019 21:27
      Highlight Highlight Schon seit Jahren bekommen wir die volle Breitseite der Veränderungen ab, wer dies nicht sieht oder spürt, der lebt in einer Blase oder denkt nur an sich.
    • die_rote_Zora 05.12.2019 21:40
      Highlight Highlight @FrancoL: ich verstehe was du meinst, ich glaube aber das der Peak dieser „Breitseite“ noch nicht erreicht ist und das ist es auch was mir in gewissen Momenten Angst macht...

      @Antinatalist: Beziehst du dich darauf, dass ich ein Kind in die Welt gesetzt habe oder darauf, dass sich die Gesellschaft in diese Richtung entwickelt hat?
    Weitere Antworten anzeigen
  • DarthMeowder 05.12.2019 20:57
    Highlight Highlight treffend gejournalisiert
  • landre 05.12.2019 20:51
    Highlight Highlight Interessante (theoretische) Analyse. In der Empirie bzw. im persönlichem Umfeld hingegen darf man schon feststellen dass zum Beispiel die abendländische "Sozialdemokratie" sich dem "Neoliberalismus" prostituiert gar zu dessem Flittchen verkommen ist(?)

    • bbelser 05.12.2019 22:38
      Highlight Highlight "Die" Sozialdemokratie hat versucht, das Desaster des Neoliberalismus mit eher mutlosen und leider untauglichen Mitteln einzudämmen. Hat nicht geklappt, weil es in den Wohlstandsinseln dieser Welt zu viele vermeintliche Gewinner des Neoliberalismus gibt, die blind sind für die Notwendigkeit einer grundlegenden Änderung.
  • Antinatalist 05.12.2019 20:49
    Highlight Highlight Neoliberalismus ist auch nur wieder so ein gehijackter Begriff.

    Habe ich nie verwendet, verwende ich nicht und werde ich auch in Zukunft nicht verwenden.

    Kapitaldiktatur ist mir genehmer.
    • FrancoL 05.12.2019 21:25
      Highlight Highlight Kapitaldiktatur greift viel zum kurz. Die Komponente Macht wird nicht gebührend berücksichtigt.
    • Juliet Bravo 05.12.2019 22:35
      Highlight Highlight Nennt es doch einfach so, wie man es gemeinhin nennt: Neoliberalismus.
    • Antinatalist 05.12.2019 22:48
      Highlight Highlight @FrancoL: Diktatur = Macht. Aber vom Feinsten.

      @Juliet Bravo: Man nennt es nicht Neoliberalismus. Einige tun das wider besseren Wissens. Es gibt inzwischen diverese Definitionen, was Neoliberalismus sein soll. Nö, kann in die Tonne.
    Weitere Antworten anzeigen
  • homo sapiens melior 05.12.2019 20:41
    Highlight Highlight Es gibt Visionen. Es gibt Hoffnung. Einen schönen Artikel dazu habt ihr selbst gestern gepostet. Nur blöd, dass diese neuen oder besseren Ideen überall blockiert werden.
    So wie die Republikaner hemmungslos mit offenen Lügen einen Soziopathen an der Macht halten, weil sie Angst vor dem Verlust von Macht und Geld haben. So tun es die Herrschenden überall auf der Welt in allen Kulturen. Auch hier, in der Schweiz. Überall! Der Reichtum blockiert die Entwicklung und zerstört gleichzeitig sich selbst und alles rundum. Da bleibt nur ein Fazit: Reichtum verblödet!

    www.watson.ch/!749685785
    • fuegy 06.12.2019 00:06
      Highlight Highlight Elon Musk ist ziemlich reich soweit ich weiss und sein Reichtum hat es ihm ermöglicht z.B. die Entwicklung von Elektroautos voranzutreiben und auch mit SpaceX betreibt er mit seinem Reichtum sehr viel für Forschung und Entwicklung.
  • Rechthaberwoman 05.12.2019 20:36
    Highlight Highlight Und euer Fazit oder Lösungsvorschlag (rein utopisch)?
    • Trump's verschwiegener Sohn 05.12.2019 21:50
      Highlight Highlight Demokratischer, moderner Sozialismus. Privateigentum ja, aber keine Villen und Boote für mehr als x Millionen. Internationale Bewegung zur Etablierung von international gesetzlich bindenden Arbeitsgesetzen (Arbeitsversklavung wird verboten). Alle in einer bestimmten Branche auf einer bestimmten Anstellungsstufe arbeiten gleich viel auf der Welt. Freier Zugang zu qualitativen Bildung für alle muss höchste Priorität haben.
    • Juliet Bravo 05.12.2019 22:39
      Highlight Highlight Was wäre deiner Meinung nach angebracht?
      Vor 20-15 Jahren gabs schon grosse Demonstrationen gegen dieses Wirtschaftsmodell.
    • bbelser 05.12.2019 22:47
      Highlight Highlight Wie wäre es zum Beispiel damit:
      Ein "dritter" Weg, der aus den Schäden und Schwächen von realexistierendem Kapitalismus, realexistierendem Sozialismus und Staatskapitalismus klug geworden eine demokratisch legitimierte Gemeinwohl-Ökonomie anpeilt?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Daniel B (1) 05.12.2019 20:29
    Highlight Highlight Komplett falsche Analyse, Echsenmensch!
    Viele warnten schon vor 30-40 Jahren, dass die Mächtigen hauptsächlich aus Reptilianern bestehen, Chemtrails auf uns regneten und die Illuminati und Bilderbergs regelmässig Kriege zum Spass veranstalteten. Dann kam das Internet und man konnte nichts mehr verstecken oder verleugnen in der kontrollierten Presse. Jetzt ist alles sichtbar und es bleibt den Titanikkapitänen nichts ausser „So what?“ zu sagen. Die Welt dreht also überhaupt nicht durch sonder bekommt den Dreh raus. Find ich gut!
    • FrancoL 05.12.2019 20:49
      Highlight Highlight "Dann kam das Internet und man konnte nichts mehr verstecken oder verleugnen in der kontrollierten Presse. Jetzt ist alles sichtbar . . . . . "

      Darf ich lachen, aber das ist so ein Unsinn, den man kaum noch topen kann.

      Das Internet ist drauf und dran die Realität und Durchsicht sprichwörtlich zur Sau zu machen. Also Sie setzen auf die falsche Kuh.
    • sowhat 05.12.2019 21:02
      Highlight Highlight jo, sie dreht durch, oder kriegt den Dreh raus. Eine Frage des Blickwinkels ;) Das eine schliesst das andere ja nicht aus.

      Im Ernst, ich glaube Unslöpfe hat es absolut auf den Punkt gebracht. Mir fehlt bloss der Ansatz wie, wo, durch wen, und wann da noch was zu ändern ist.
      Von mir aus brauchts nicht zum Kollaps kommen...


    • Volande 05.12.2019 21:11
      Highlight Highlight Hab mal geliked weil ich nicht davon ausgehe, dass das jemandes Ernst sein kann. Aber Reptilien fand ich schon als Kind im Zoo immer die tollsten Tiere. Was die Echsen eins wegchillen können! 💜🐊 Aber dein Humor ist köstlich
  • CalibriLight 05.12.2019 20:24
    Highlight Highlight Was für ein grossartiger Artikel, Herr Löpfe!
    Sie sprechen mir aus der Seele.
    In diesem Zusammenhang ist auch der Autor John Lanchester zu lesen, den ich allen nur ans Herz legen kann:
    "Warum jeder jedem etwas schuldet und keiner jemals etwas zurückzahlt".
    Und ich erinnere mich noch mit Schaudern an das Buch "Mut zum Aufbruch" von Walter Wittmann.
  • Skeptischer Optimist 05.12.2019 20:23
    Highlight Highlight “ Der Kollaps des Neoliberalismus hat eine Sinneskrise ausgelöst, in der das Offensichtliche geleugnet werden kann – und es auch täglich wird.”

    Nicht der Kollaps des Neoliberalismus hat die Sinnkrise ausgelöst, sondern der Neoliberalismus ist kollabiert, weil er Unsinn versprochen hat. Die Sinnkrise betrifft nur Menschen, die den Unsinn immer noch glauben.
    • Antinatalist 05.12.2019 21:37
      Highlight Highlight Instagram bläst die Sinnkrise wieder weg. Das nachfolgende Shopping verleiht Flügel. Money makes the world go round. Die Kapitaldiktatur existiert nach wie vor. Sie ist nicht kollabiert. und funktioniert nahezu unverändert weiter. Morgen gehen alle wieder arbeiten. Und wenn die Sinnkrise wieder einkehrt, Instagram...
  • Dominik Treier 05.12.2019 20:21
    Highlight Highlight Der Neoliberalismus war bei seiner Entstehung eine grundlegende Fehlkonstruktion, weil die westlichen Regierungen kurzsichtigerweise davon ausgingen ihre Macht werde durch diese ganze Verschiebung in Richtung der Privatwirtschaft nicht geschmälert und man könne als Gesellschaft dann einfach von der angeblich besseren Effizienz der Privatunternehmen profitieren.

    Stattdessen werden die Staaten heute wieder genauso erpresst wie 1910 bevor die Zerschlagung von Monopolen erstmals begann.

    Nicht mehr der Gesellschaftliche Nutzen bestimmt, sondern der Wert im Portemonnaie... 180Grad-Wende oder Krieg
    • Maedhros Niemer 06.12.2019 13:51
      Highlight Highlight Danke für diesen Kommentar!
      Ich denke beinahe gleich.
      Z.B. als in den 90ern plötzlich viele Projekte über sog. PPPs realisiert wurden. PublicPrivatPartnership funktioniert "super". Die Privaten machen solange Gewinn, bis investiert werden müsste. Da darf dann der Staat wieder übernehmen. Daher bin und war ich gegen die (Teil-) Privatisierungen von Bundesbetrieben oder Spitälern. Ich wünsche mir bzgl ÖV und Gesundheitsversorgung keine amerikanischen Zustände.
    • Dominik Treier 07.12.2019 12:13
      Highlight Highlight Es geht ja nicht nur um die völlig unsinnige Privatisierung von Grundversorgungsunternehmen ohne Konkurrenz und damit Wettbewerb, nein es geht auch darum, dass die Staaten bewusst ihre Erpressung in Kauf nahmen, dadurch dass immer mächtigere Unternehmen toleriert und gefördert wurden und diese internationalen Konzerne ihre Gewinne dann nicht nur durch ihre Macht steigerten, sondern auch noch durch den freien Kapitalverkehr nach Belieben dorthin verschoben, wo am wenigsten Steuern dafür zu berappen waren.
    • Dominik Treier 07.12.2019 12:17
      Highlight Highlight Die Staaten waren dann frei nach neuer sozialliberaler Strategie, dankbarlich bereit die ach so hohe Steuerlast zu reduzieren, um ihre Konzerne nicht zu vergraulen, im völlig unsinnigen Glauben, der Kapitalismus, ein von Grund auf asoziales System, sei in der Lage, irgendeine Form der sozialen Sicherung wahrzunehmen, indem mit dem eingesparten Geld Jobs geschaffen würden.
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  • Der Frieden 05.12.2019 20:19
    Highlight Highlight Interessanter Gedanke, der sicher viel Wahrheit beinhaltet. Ich störe mich einfach extrem daran, wenn man "Äras" (oder "Ären"? was auch immer), so künstlich genau definiert, bzgl. Zeitspanne und Merkmale. Das lässt es so wirken als gäbe es radikale Umbrüche, wo doch solche Wandlungen des System (zumindest heutzutage) meist schleichend von sich gehen.
  • #veganseatmeat 05.12.2019 20:17
    Highlight Highlight Turley ist selbst ein Wähler der Demokraten und hat 2016 für Clinton gestimmt. Er war der einzige beim heutigen hearing, der die Demokraten vor einer Totalkatastrophe für sie selbst gewarnt hatte, denn es stehen nur gerade die Hälfte der Amis hinter ihnen. Dies könnte sich bei den nächsten Wahlen rächen.
  • Pleep 05.12.2019 20:16
    Highlight Highlight Was für eine treffende Analyse... Spot on!
  • Locutus70 05.12.2019 20:11
    Highlight Highlight Bis vor ein paar Jahren hatte ich ja noch eine Aversion gegen den Begriff "Neoliberalismus". Mittlerweile nervt er mich auch, vor allem aber nervt es mich das die angeblichen Linken diesem auch hinterher laufen.
    • FrancoL 05.12.2019 20:51
      Highlight Highlight Nun wer läuft genau im grossen Stil dem Neolib nach und stützt ihn durch alle Böden? Wer sind die Kräfte die ihn stützen?

      Wenn sie da die Linken als federführend sehen, dann verstehen wir wohl etwas ganz verschiedenes unter Neoliberalismus.
    • Locutus70 05.12.2019 21:08
      Highlight Highlight @FrancoL - Wo hab ich denn geschrieben, das ich sie als federführend sehe?
      Wenn die Zauberworte Globalisierung, Digitalisierung und Klimawandel fallen dann laufen sie den Neoliberalen hinterher.
      Und für mich ist genau das, was letztlich auch die Populisten in aller Welt mit auf die Thröne hieft.
    • P. Silie 05.12.2019 21:43
      Highlight Highlight Interessant jedoch. Waren die Linken immer gegen die Globalisierung und heute sind sie Verfechter dieser und gegen 're-Nationalisierung'.
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