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An End Racism sign is displayed before Game 3 of an NHL hockey second-round playoff series between the Colorado Avalanche and the Dallas Stars, Wednesday, Aug. 26, 2020, in Edmonton, Alberta. (Jason Franson/The Canadian Press via AP)

Nach der NBA hat die NHL ihre Meisterschaft unterbrochen. Bild: keystone

«Eine viel stärkere Botschaft» – NHL-Profis versammeln sich hinter Spielabsagen

Nach der NBA hat am Donnerstag auch die NHL den Spielbetrieb vorübergehend ausgesetzt. Geschlossen begründeten die NHL-Profis den Playoff-Unterbruch im Kampf gegen Rassismus in den USA.



Einen Tag nach der beispiellosen Protestwelle in der NBA, WNBA, MLS und MLB entschied die NHL, auf die für Donnerstag und Freitag geplanten Playoff-Partien zu verzichten. «Der Grund, warum wir hier sind, ist, dass niemand im Raum glücklich ist darüber, was passiert», sagte Pierre-Edouard Bellemare von den Colorado Avalanche. Mehrere Dutzend Spieler der in der NHL-Blase in Edmonton aktiven Teams der Vegas Golden Knights, der Colorado Avalanche, der Vancouver Canucks und Dallas Stars standen hinter den Sprechern in dem vollen Raum und verliehen der Video-Pressekonferenz damit eine kraftvolle Atmosphäre.

«Das hier ist eine viel stärkere Botschaft als alles, was ein oder zwei Spieler auf dem Eis machen könnten», sagte Ryan Reaves von den Vegas Golden Knights. «Es ist toll, dass die NBA und die MLB und die WNBA das gemacht haben, aber die haben viele schwarze Spieler in diesen Ligen. Dieses Statement ist sehr stark, insbesondere aus dieser Liga», so der dunkelhäutige Profi. «Das Gespräch hat angefangen mit weissen Spielern von anderen Teams, die sprechen wollten. Das ist stark.»

Den Boykotten schlossen sich am Donnerstag auch neun Mannschaften der National Football League an, indem sie ihre Trainingseinheiten der Saisonvorbereitung absagten. Das Fass zum Überlaufen brachten Schüsse von Polizeibeamten auf den 29-jährigen Familienvater Jacob Blake, der dadurch am Sonntag im US-Bundesstaat Wisconsin schwer verletzt worden war.

Während die Sportler für ihre Protestnoten in der breiten Bevölkerung Zuspruch erhielten, gab es aus der Politik Kritik. US-Präsident Donald Trump kritisierte vorrangig die Basketballer, die den Boykott ins Rollen gebracht hatten: «Die Liga ist wie eine politische Organisation. Ich denke nicht, dass das gut für den Sport oder für das Land ist. Ich weiss nicht viel über die Proteste. Aber ich weiss, dass ihre TV-Quoten schlecht waren, weil die Leute der NBA überdrüssig sind.» Marc Short, Stabsleiter von US-Vizepräsident Mike Pence, hatte die Proteste bei «CNN's New Day» als «dämlich und absurd» bezeichnet. (pre/sda)

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40 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
sansibar
28.08.2020 07:34registriert March 2014
Sind halt noch „echte Typen“ die Hockeyaner 💪 (die Spieler der NBA usw. natürlich auch! Aber ich denke es gibt Gruppen die „only white“ sind und niemals so ein klares Statement abgeben würden...)
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Gulasch
28.08.2020 10:00registriert March 2014
Jetzt muss nur noch Colin Kaepernick wieder rehabilitiert werden!
Der arme Kerl hat schön unter Trump gelitten und war doch ein Vorreiter!
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Gummibär
28.08.2020 09:17registriert December 2016
Beeindruckt hat mich Naomi Osaka, die schon am Mittwoch alleine und ohne Gruppen-Support auf ihre Teilname im Halbfinal des Western & Southern Open in New York verzichtete. (Preisgeld $285,000)
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