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La joie du gardien Fribourgeois Reto Berra, lors de la rencontre du championnat suisse de hockey sur glace de National League entre le HC Fribourg-Gotteron, HCFG, et SC Bern, SCB, ce samedi, 27 octobre 2018 a la patinoire de la BCF Arena a Fribourg. (KEYSTONE/Cyril Zingaro)

Partylaune in Fribourg! Berra geht nicht nach Biel. Bild: KEYSTONE

Eismeister Zaugg

Berra bleibt, wird reich und Gottéron ist endlich wieder ein Spitzenteam

Es ist der grösste Triumph von Fribourg-Sportchef Christian Dubé: Reto Berra bleibt bis 2024 bei Gottéron und verdient nun etwas mehr als 700'000 Franken pro Saison. Ein Transferentscheid mit Folgen.



Zu den seltsamsten Klassierungen der letzten Jahre gehört Fribourgs 10. Platz in der vergangenen Qualifikation. Seltsam deshalb, weil Reto Berra nach Leonardo Genoni der beste Torhüter der Liga und Gottérons Abwehr die drittbeste der Liga war. Nur die beiden Finalisten SC Bern und Zug hatten noch weniger Treffer zugelassen.

Eine der wenigen ewigen Weisheiten in diesem Spiel auf rutschiger Unterlage: Meisterschaften werden durch die Defensive entschieden. Das gilt für die Qualifikation und die Playoffs. Der SCB und Zug, die defensiv stabilsten Teams der letzten Saison, belegten in der Qualifikation die Plätze 1 und 2 und bestritten den Playoff-Final. Aber eben: Gottéron, die defensive Nummer 3, kam nicht einmal in die Playoffs.

Aber eigentlich war Gottéron ein Playoff-Team. Nach 50 Runden fehlte für den 8. Platz ein einziger Punkt und für Rang 4 lediglich fünf Zähler. Der Optimist spricht von einer Zufallsdifferenz und sagt: Reto Berra hat sich langfristig für Gottéron entschieden und seinen im nächsten Frühjahr auslaufenden Vertrag vorzeitig bis 2024 verlängert. Mit ihm bleibt uns die defensive Stabilität erhalten und es braucht nur ein paar Tore mehr und wir sind wieder in der Spitzengruppe.

Fribourgs Torhueter Reto Berra wird von den Fans gefeiert, nach dem Eishockey Meisterschaftsspiel der National League zwischen dem HC Fribourg Gotteron und dem EHC Biel, am Dienstag, 16. Oktober 2018, in der BCF Arena in Fribourg. (KEYSTONE/Peter Klaunzer)

An Reto Berra lag es nicht, dass Gottéron in der letzten Saison die Playoffs verpasste. Bild: KEYSTONE

Gottéron rockt wieder!

Der Optimist hat recht. So ist es. Den Unterschied zwischen Erfolg und Misserfolg machen bei diesem Hockeyunternehmen mehr noch als bei der Konkurrenz «weiche» Faktoren aus. Es war in den letzten Jahren unruhig im Hause Gottéron. Reto Berra kam, weil er ein weiteres Jahr in Nordamerika geblieben war, ein Jahr später als geplant. In der Klubregierung gab es Umbildungen und Sportchef Christian Dubé sorgte für emsiges Kommen und Gehen in der Garderobe.

Nun gilt: «Wir haben Reto Berra, also sind wir». Das Bekenntnis von Reto Berra zu Gottéron ist ein Signal, das gar nicht überschätzt werden kann. In Zeiten der Goalienot hat Gottéron nun vier Jahre lang auf der wichtigsten Position Ruhe. Dieses Privileg geniesst sonst nur noch Zug mit Leonardo Genoni. Sportchef Christian Dubé hat offensiv besseres ausländisches Personal eingestellt. Gottérons Offensive wird nicht mehr die drittschwächste der Liga sein. Gottéron rockt wieder.

Sportchef Christian Dube spricht an einer Medienkonferenz des HC Fribourg-Gotteron, in Fribourg, am Freitag, 28. April 2017. (KEYSTONE/Thomas Hodel)

Gottéron-Sportchef Christian Dubé darf stolz sein auf seinen Vertrags-Coup. Bild: KEYSTONE

Der Preis ist allerdings hoch. Reto Berra ist nun mit einem Jahressalär von etwas mehr als 700'000 Franken nach Leonardo Genoni der zweitbestverdienende Torhüter der Liga. Sein nun fünf Jahre laufender Vertrag hat inklusive Prämien einen Wert von vier Millionen Franken. «Ja, das ist so», bestätigt Christian Dubé diese Schätzung. «Reto Berra ist sein Salär wert. Er bringt uns auf und neben dem Eis Stabilität und sein Bekenntnis zu Gottéron ist ein Zeichen, dass mit uns zu rechnen ist. Eine alte Weisheit sagt, gute Spieler locken gute Spieler an. Auch so gesehen wird sich diese Investition in Zukunft rechnen.»

Die Hockeygötter hatten Reto Berra eine wunderbare Situation beschert: Gottéron will ihn unbedingt halten, Biel sucht einen Nachfolger für Jonas Hiller und Lugano einen besseren Goalie als Sandro Zurkirchen. Drei Klubs, die ein Jahressalär von mehr als 700'000 Franken offerieren können. Eine bessere Ausgangslage für ein cooles Vertragspokerspielchen gibt es in unserem Klubhockey nicht.

Der Optimist hat recht

Bei dieser Ausgangslage Reto Berra zu halten, war für Gottéron fast so schwierig wie den Playoff-Final zu erreichen. «Es war schwierig», sagt Christian Dubé. «Und ja, ich bin glücklich und stolz, dass wir Reto Berra halten konnten. Wir wollten unter keinen Umständen mit einem grossen Fragezeichen um unsere Torhüterposition in die Saison steigen.»

Reto Berra hat mit seinem Entscheid Christian Dubé vor unruhigen Zeiten bewahrt. Das Vertrauen in den Sportchef wäre trotz Vertrag bis 2023 in den Grundfesten erschüttert worden. Um es boshaft zu sagen: Hätte er eine entsprechende Ausbildung, wäre er wohl in die Chefetage der Kantonalbank auf den Posten eines Personalchefs wegbefördert worden. Dort wäre das Transferieren nicht mehr so schwierig, das ausländische Personal wäre nicht so wichtig und er hätte weiterhin mit hohen Salären und Geldbeträgen jonglieren können.

Le gardien Fribourgeois Reto Berra, lors de la rencontre du championnat suisse de hockey sur glace de National League entre le HC Fribourg-Gotteron et le HC Lugano ce vendredi 12 octobre 2018 a la patinoire de la BCF Arena a Fribourg. (KEYSTONE/Jean-Christophe Bott)

Mit Reto Berra wird Fribourg die Playoffs nicht mehr verpassen. Bild: KEYSTONE

Der Pessimist sagt: Gottéron zahlt Reto Berra zu viel. Der Optimist sagt, Reto Berra sei den Preis wert. Der Optimist hat recht. Die Investition lohnt sich. Der Goalie ist für ein Hockeyunternehmen so wichtig wie ein solides Fundament für ein Haus.

Das Haus Gottéron, das schon von so vielen Torhüterdramen erschüttert worden ist, steht auf solidem Grund und ist wieder ein Spitzenteam. Ein grosser Torhüter ist zwar nicht alles, aber ohne grossen Torhüter ist alles nichts.

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    Alle Leser-Kommentare
  • SirMike 24.08.2019 08:58
    Highlight Highlight An den meisten Abenden kann Berra ohne Zweifel ein überragender Goalie sein. Was ihn aber eine erfolgreichere NHL-Karriere gekostet hat, ist die teilweise mangelnde Konstanz. Mal schauen wie sich das entwickelt. Im Gegensatz zu Zaugg wage ich keine Prognose. Gerade auf der Goalie-Positon ist die Erfahrung natürlich wichtig, jünger wird er halt aber auch nicht bis 2023. Wir werden sehen!
  • Lumina 23.08.2019 12:10
    Highlight Highlight Ob Gottéron rockt und letzen Endes auch wieder ein Spitzenteam wird (ich würde es mir wünschen) darf vorderhand (noch) bezweifelt werden, denn letztes Jahr waren sie auch mit dem Reto im Tor, alles andere als ein Spitzenteam - der Klub wird einfach zu welsch geführt und genau da liegt der Hund begraben.

    Solange sich in der Teppichetage nichts ändert, wird Fribourg auch mit dem besten Spielermaterial das man kriegen kann, nicht Meister.

    Die Transfers für diese Saison sehen zwar schon mal nicht schlecht aus und (versp. zumindest auf dem Papier) etwas Besserung auf dem Eis - wir werden sehen.
  • Manulu 22.08.2019 20:15
    Highlight Highlight Gotteron war auch letzte Saison ein Spitzenteam. Nur haben sie es mit solch einen Kader geschafft mehrere male gegen Rappi zu verlieren. Das ist halt nunmal nich Playoff würdig und weist auf Probleme im Club.
  • quad 22.08.2019 18:46
    Highlight Highlight ... über 4 Mio für 5 Jahre in einen Torwart investieren welcher zudem in das letzte Drittel seiner Karriere geht ... wenn das nur nicht in die Hosen ... wäre ja nicht das erste Mal für Dube ...
  • Hmm 22.08.2019 16:00
    Highlight Highlight Ok jetzt passiert was, was ich nie gedacht hätte tun zu müssen:
    Muss mich bei Klaus entschuldigen.

    Anscheinend ging es ihm doch primär ums Geld. Naja, klar kann man ihm keinen Vorwurf machen...machen wir auch so...hat mich nur etwas enttäuscht da ich dachte er hätte nun wirklich schon genug verdient...aber ob man in 4 Jahren halt 400k mehr auf dem Konto hat macht schon was aus.

    Wie dem auch sei und um es in Klaus Worte zu formulieren:
    Reto Berra hat entschieden nie Meister zu werden.

    Alles gute Reto !
  • Beat-Galli 22.08.2019 14:04
    Highlight Highlight Zum Glück für den Zuschauer, wurden Teams belohnt, welche Tore schiessen.
    Nicht diese, welche nur Mauern bauen!!!
    • Gretzky 22.08.2019 16:05
      Highlight Highlight Ja is klar. Wenn die zwei defensiv besten Teams im Playofffinal standen, dann war dem garantiert so, gell.
    • Beat-Galli 22.08.2019 21:43
      Highlight Highlight Das heisst noch lange nicht, dass dies immer attraktiver Hockey war.
  • Bruno Wüthrich 22.08.2019 11:16
    Highlight Highlight Gottéron wird sich nach vorne verabschieden, genau so wie auch die ZSC Lions. Es stellt sich die Frage, wer denn die Lakers, Servette und Lugano unter den Strich begleiten wird.
    Ist es Ambri, das mit Kubalik seinen Topscorer verloren hat? Oder ist es der HC Davos, welcher den grossen Rückstand, den die Mannschaft letzte Saison auf den 8. Rang hatte, noch nicht ganz wett machen kann? Oder sind es eventuell sogar die SCL Tigers?

    Bei diesen Dreikampf haben die Langnauer (unauffällige, aber gute Transfers) die etwas besseren Karten als Ambri und der HC Davos.
    • Max Dick 22.08.2019 11:31
      Highlight Highlight -Wieso sollte sich Gotteron nach vorne verabschieden? 2 der letzten 3 Saisons keine Playoffs
      -Wieso verabschiedet sich Lugano nach hinten? Grosse Namen sind gegangen, aber das muss nicht immer ein Nachteil sein. Talent ist in Lugano nach wie vor vorhanden
      -Es war letztes Jahr zwischen Rang 3 und 10 alles so knapp, es kann auch dieses Jahr all diese Mannschaften unter den Strich hauen. Und ob Langnau gute Transfers getätigt hat oder nicht, wird sich erst während der Saison zeigen. Aber wichtig ist dort der Trainer, und mit Ehlers ist Langnau auch dieses Jahr Anwärter für Playoffs und mehr.
    • AF25 22.08.2019 12:22
      Highlight Highlight Genau,ich als Langnau Fan hoffe immer das es funktioniert. Doch die Playoffs sind sicher nicht selbstverständlich. Und wie Max Dick gesagt hat..in Langnau ist Heinz Ehlers einer der wichtigsten..ohne diesen Trainer wären wir letzte Saison nicht dort gewesen..
    • fools garden 22.08.2019 13:47
      Highlight Highlight ...und fast jedes Jahr erwischt es einen Großen, manchmal auch Zwei.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Amboss 22.08.2019 11:03
    Highlight Highlight Ich finde, Berra hat einen guten Entscheid getroffen. Und vor allem: Er hat Stil gezeigt.

    Speziell im Anbetracht, dass ihm der Verein ja 2017 einen Vertrag angeboten hat und er noch von der NHL-Klausel gebrauch gemacht hat.
    Dass er jetzt diesen Verein nicht sitzen lässt, zeugt schon von Stil und Klasse
    • PlayaGua 22.08.2019 11:49
      Highlight Highlight Er hat einfach das höchsten Angebot angenommen und dank der verschiedenen Interessente seinen Marktwert stark gesteigert.
    • Ironiker 22.08.2019 12:58
      Highlight Highlight Stil und Klasse wäre es gewesen, die Option einzulösen.

      Seinen Klub ein Jahr vor Ablauf des Vertrages mit anderen Klubs auszuspielen um ein besseres Gehalt heraus zu pressen zeugt eher von eiskaltem Kalkül als von Stil.

      Aber ja, er hat nichts verbotenes gemcht.
  • goldmandli 22.08.2019 10:37
    Highlight Highlight Ich bin immer wieder erstaunt, mit welchem Selbstbewusstsein Zaugg immer irgendwelche Lohnsummen in die Welt trägt. >800k für Praplan, 700k für Berra. Aber nie lässt er verlauten, warum wir genau ihm glauben sollten, was diese Spieler wirklich bekommen.
    • goldmandli 22.08.2019 11:13
      Highlight Highlight Ok, selber Schuld, wenn man den Artikel nicht zu Ende liest, bevor man einen Kommentar verfasst. Scheinbar hat Dube diesen Lohn wohl bestätigt. Ändert aber nichts daran, dass Zaugg mit Zahlen ohne Kassenzettel um sich wirft.
    • michiOW 24.08.2019 07:19
      Highlight Highlight Ein Journalist ne rat seine Quellen nicht.😉
  • hockeyaner 22.08.2019 10:25
    Highlight Highlight Hahaha Spitzenteam 😅
  • Tschounes 22.08.2019 10:08
    Highlight Highlight Gottéron, pour un jour, pour toujours🐉

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