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Vom Büro direkt an den Strand? Besser nicht. Denn die Vorbereitungen vor den Ferien tragen massgebend zur Erholung bei. Bild: shutterstock.com

Zurück aus den Ferien? So nimmst du den Urlaub in den Alltag mit

Nach zwei Wochen Erholung geht's zurück in den stressigen Arbeitsalltag. Viele Schweizer leiden unter dem Post-Holiday-Syndrom: depressive Erscheinungen nach dem Urlaub. Was du vor, während und nach deinen Ferien dagegen tun kannst.



Auch wenn es gewissen Angestellten nach den Ferien gefühlt schlechter geht als vor den Ferien – die Urlaubszeit ist essentiell. Denn Forscher sind sich einig: Nach den Ferien sind die Leute zufriedener, gesünder, fühlen sich wohler, kreativer und hilfsbereiter. Das wirkt sich auch auf ihre Produktivität aus: Zurück aus den Ferien, ist man leistungsfähiger.

Wie lange man sich nach den Ferien noch erholt fühlt, hängt nicht von der Dauer der Auszeit ab. Die bekannte Ferienforscherin und Psychologin Jessica de Bloom der University of Tampere hat fünf Jahre lang 240 Berufstätige jeweils vor, während und nach ihren Ferien begleitet. Ihre Untersuchung ergab: Bereits nach einer Woche ist der Höhepunkt der Erholung erreicht. Und: Die Entspannung hält nach längeren Reisen nicht länger an als nach Kurztrips. Deshalb rät de Bloom: Lieber häufiger wegfahren als einmal lange.

Dennoch: Das Post-Holiday-Syndrom ist unter den Schweizern weit verbreitet. 40 Prozent leiden zwei bis drei Tage nach den Ferien an den depressiven Verstimmungen, wie eine Umfrage des Umfrageinstituts CINT 2017 ergab.

Doch keine Bange – es gibt simple Tricks, um diesem Stimmungstief zu entkommen und die Erholung der Ferien in den Arbeitsalltag mitzunehmen.

Sport vor den Ferien

Wer kennt's nicht: Am letzten Arbeitstag vor den Ferien müssen noch tausend Dinge erledigt werden. Stress pur. Die Erkenntnisse ihrer Studie hat die Ferienforscherin in der Zeitschrift «Gehirn und Geist» veröffentlicht. Einer ihrer Tipps: Nach dem letzten Arbeitstag vor den Ferien Sport treiben. Das schaffe geistigen Abstand und die Stresshormone könnten wieder abgebaut werden.

Andere Experten raten, nicht den ganzen Arbeitsberg vor den Ferien abzuarbeiten. Besser ist: Zweimal überlegen, was nun wirklich noch vor der Auszeit gemacht werden muss und was warten kann. So hat man genügend Zeit, um sich auf die bevorstehende Zeit zu freuen. Denn: «Die Vorfreude auf den Urlaub ist wesentlich für die Erholung», sagt Psychologin Christine Syrek zum «Tages-Anzeiger».

Anderes Shampoo während den Ferien

Was im ersten Moment komisch klingt, kann dich vor dem Post-Holiday-Syndrom retten. Der Clou: Während den Ferien ein Shampoo benutzen, das anders riecht, als dein Alltagsshampoo. Wäschst du dir nach den Ferien mit diesem neuen Shampoo die Haare, verspürst du wieder Ferienfeeling und so verlängerst du das Erholungsgefühl. Das Gehirn verknüpft Düfte bekanntlich besonders stark mit Emotionen.

Handy weg, aber richtig

Das Smartphone solltest du während den Ferien lediglich fürs Foto machen benutzen. Denn für alle Ferienforscher ist klar: Je mehr man E-Mails checkt und Nachrichten schreibt, desto weniger kann man abschalten und desto geringer ist die Erholung. Das hänge vermutlich damit zusammen, dass der Kontakt an die Heimat erinnere, sagt Arbeitspsychologin Carmen Binnewies zur «Handelszeitung». Aber: «Social Media hat beim Erholen keine Rolle gespielt, doch die Leute waren schlechter gelaunt.»

Woche verkürzen nach den Ferien

In der ersten Woche nach den Ferien fühlten sich die Probanden der Bloom-Studie besonders schlecht. Besser wäre es darum, den Start in die neue Arbeitswoche auf einen Mittwoch zu legen. So verkürzt man sich die Woche und fühlt sich deshalb weniger gestresst bei der Rückkehr. Wer trotzdem am Montag beginnen möchte, dem empfiehlt de Bloom, die ersten Tage nur halbtags zu arbeiten.

Fotos angucken und reden

Um das Erholungsgefühl nach den Ferien zu konservieren, lohnt es sich, in der ersten Woche am Abend jeweils Bilder und Videos vom Traumstrand, der mondänen Stadt oder der saftgrünen Wiese anzuschauen. Und: Möglichst viel mit anderen über die Ferienerlebnisse reden.

(jah)

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Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
23Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • kettcar #lina4weindoch 12.08.2019 16:26
    Highlight Highlight Oder Kinder zeugen. Zumindest für ein paar Jahre wird man froh sein, wieder ins Büro zu kommen nach den Ferien.
  • Marcoluca22 12.08.2019 09:08
    Highlight Highlight Wenn ich bei der Arbeit über meine beendeten Ferien sprechen würde, wäre meine Stimmung eher am Ar****!
    Mein Tipp:

    Bleibt fern von übermotivierten Mitarbeitern die dir deine "Birne" voll labern von Ihren angeblichen Traumferien und wie *genial* alles war "bla bla bla" !

    Ach ich liebe die Arbeitswelt *hust* *hust*

  • Mooncat 12.08.2019 08:28
    Highlight Highlight Ich möchte bitte gern den Arbeitgeber, der mir erlaubt, nach den Ferien nur 50% zu arbeiten. Vor allem in der Ferienzeit, wenn sich Urlauber quasi die Klinke in die Hand geben.
    Aber ja - nie Montags beginnen. Besser Ferien so planen, dass man Dienstag oder Mittwoch beginnen kann.
    Und vor allem: nächste Ferien planen/buchen! Dann kann man sich schon wieder freuen, ganz nach dem Motto: Nach den Ferien ist vor den Ferien.
  • Stoufel 12.08.2019 07:24
    Highlight Highlight "Deshalb rät de Bloom: Lieber häufiger wegfahren als einmal lange."

    Wieder schlecht fürs Klima.

    Und:"Nach zwei Wochen Erholung geht's zurück in den stressigen Arbeitsalltag."

    Dann sollte man sich überlegen ob man wirklich den richtigen Job hat.
  • Glenn Quagmire 12.08.2019 06:54
    Highlight Highlight
    Play Icon
  • Pascal1917 12.08.2019 02:02
    Highlight Highlight 1st world problems...
    • esmereldat 12.08.2019 21:22
      Highlight Highlight Na klar, in der 2. und 3. Welt gibts auch kaum gesetzlich vorgeschriebene Ferientage oder bezahlten Urlaub 🙄
  • Snooks 12.08.2019 00:29
    Highlight Highlight Nach nur einer Woche ist man sicher nicht maximal erholt. Einmal im Jahr sollte man schon mindestens 2-3 Wochen am Stück Ferien haben.
    • Aglaya 12.08.2019 08:12
      Highlight Highlight Mindestens 2-3 Wochen Ferien am Stück ist leichter gesagt als getan bei nur 4 Wochen Ferien pro Jahr...
    • YS&P 12.08.2019 08:58
      Highlight Highlight Wenn man fest angestellt ist, ist es sowieso Vorschrift 1x pro Jahr 2 Wochen am Stück Ferien zu nehmen.
    • AF25 12.08.2019 09:35
      Highlight Highlight Wir sind auch das Land der Arbeitsmentalität!!!hier wird geschuftet und lehnen mehr Ferien ab bei einer Abstimmung😂😂😂🤦‍♂️
    Weitere Antworten anzeigen
  • Glenn Quagmire 12.08.2019 00:16
    Highlight Highlight Statt dem Shampootrick reicht nur schon der Duft der Sonnencreme. Oder Daytime-Drinking 🤪
  • catmanburtt 11.08.2019 22:11
    Highlight Highlight Wenn das post holiday syndrome so schlimm ausfällt, dann lieber den Job wechseln, als die ganze Hoffnung auf den Shampoo Trick zu setzen.
  • Kevinsvadde 11.08.2019 21:54
    Highlight Highlight Oder einfach nie Ferien nehmen, am besten immer Doppelschichten schieben und mit 50 an einem STEMI leise sterben. Entlastet die AHV, freut dem Konzern und ist gut für das Klima.
    • Sarkastoball 11.08.2019 22:39
      Highlight Highlight So werd ich das machen. Vielen Dank für deinen Ratschlag. 😘
    • weachauimmo 12.08.2019 00:06
      Highlight Highlight Vielen Dank, Kevinsvadde; wer will denn schon ewig leben?
  • victoriaaaaa 11.08.2019 20:58
    Highlight Highlight «möglichst viel über die Ferien reden»...naja, wenn man dann pausenlos den gleichen Kollegen von den mega tollen Ferien erzählt, finden die das gar nicht so toll (nur so aus eigener Erfahrung, bin schon auf beiden Seiten gewesen😅)
    • Nurmalso 11.08.2019 22:01
      Highlight Highlight Indirektes Mobbing halt...
    • fabsli 11.08.2019 23:25
      Highlight Highlight Wichtig ist, den Kollegen nehmen, dem die Ferien gestrichen wurden.
    • weachauimmo 12.08.2019 00:07
      Highlight Highlight @fabsli: absolut. Und in allen Details sämtliche Erlebnisse immer und immer wieder mit Bildern untermalt schildern.

In Deutschland waren die Flüchtlinge nicht mal willkommen, als es Deutsche waren

Wer glaubt, für Fremdenfeindlichkeit brauche es Menschen aus fremden Ländern, irrt. Nach dem verlorenen Krieg drängten sich Millionen Flüchtlinge und Vertriebene aus den deutschen Ostgebieten in Rest-Deutschland. Heute gilt ihre Aufnahme als vorbildlich – doch in Wahrheit schlugen ihnen damals Hass und Verachtung entgegen und der offen ausgesprochene Gedanke, nicht nach Westdeutschland, sondern nach Auschwitz zu gehören.

Der Volkszorn kocht, und der Redner weiss genau, was die Leute hören wollen: «Die Flücht­lin­ge müs­sen hin­aus­ge­wor­fen wer­den, und die Bau­ern müs­sen da­bei tat­kräf­tig mit­hel­fen», ruft Josef Fischbacher. Der Kreisdirektor des bayerischen Bauernverbandes giesst kräftig Öl ins Feuer und nimmt sogar das Nazi-Wort «Blutschande» in den Mund.

Was hier nach Sachsen im Jahr 2016 klingt, ist Bayern im Jahr 1947. Und die Flüchtlinge, die Fischbacher hinauswerfen will, kommen nicht aus …

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