Schweiz
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Zum ersten Mal hat ein Schweizer Gericht entschieden, dass eine Ex-Partnerin der leiblichen Mutter nach der Trennung Unterhalt bezahlen muss. (Symbolbild)

Die Debatte über die «Ehe für alle» ist für die Frühlingssession 2020 vorgesehen. Bild: KEYSTONE

Warum dieses 🌈-Gerichtsurteil für die «Ehe für alle» so wichtig ist – in 3 Punkten

Zum ersten Mal hat ein Schweizer Gericht entschieden, dass eine Ex-Partnerin der leiblichen Mutter nach der Trennung Unterhalt bezahlen muss. Das könnte die Debatte um die «Ehe für alle» nochmals auf den Kopf stellen.



Was ist passiert?

Jüngst Monats fällte ein Richter am Regionalgericht Bern-Mittelland ein wegweisendes Urteil für Regenbogenfamilien: Gleichgeschlechtliche Eltern mit eingetragener Partnerschaft müssen nach einer Trennung Unterhalt für die gemeinsamen Kinder bezahlen.

Im konkreten Fall ging es um ein lesbisches Paar mit eingetragener Partnerschaft und Kinder, wobei die eine Frau die leibliche Mutter und die andere Frau die sogenannte Co-Mutter ist. Nach der Trennung des Paars entbrannte ein Streit über die Frage, ob die Co-Mutter Unterhaltszahlungen an die leibliche Mutter leisten muss. Denn: Die Co-Mutter hatte die Kinder ihrer Ex-Partnerin nie adoptiert.

Das Gericht setzte in seinem Urteil die eingetragene Partnerschaft einer gemischgeschlechtlichen Ehe gleich und kam zum Schluss, dass die Co-Mutter deshalb für ihre sozialen Kinder finanziell auf kommen muss. Der Richter berechnete den Bedarf der leiblichen Mutter mit den gemeinsamen Kindern, wie er dies bei einem heterosexuellen Ehepaar tun würde.

Was bedeutet das?

Eigentlich sieht eine eingetragene Partnerschaft keine automatische Elternschaft für gleichgeschlechtliche Paare vor. Darum schuf das Gericht Bern-Mittelland mit seinem Urteil faktisch eine neue Rechtslage. Der Anwalt der leibliche Mutter sagte gegenüber der «Sonntagszeitung», das führe zu einer Gleichstellung mit heterosexuellen Familien.

«Die heutige Situation ist für gleichgeschlechtliche Paare mit Kinderwunsch extrem belastend.»

Christian Iten, Dachverband Regenbogenfamilien

Christian Iten vom Dachverband Regenbogenfamilien begrüsst den Gerichtsentscheid und erwartet eine Signalwirkung für die Politik. Denn die Diskussion um die «Ehe für alle» steckt seit 2013 im Parlament fest und kommt nur schleppend voran. Eine zentrale Forderung von LGBTI-Organisationen ist, dass lesbische verheiratete Paare Zugang zur Samenspende erhalten und bei der Geburt eines Kindes automatisch beide Frauen offiziell als Eltern anerkannt werden.

«Das ist wichtig, weil die heutige Situation für gleichgeschlechtliche Paare mit Kinderwunsch psychisch und finanziell extrem belastend ist», so Iten. So müssen lesbische Paare für eine Samenspende ins Ausland reisen. Danach kann die Partnerin das Kind zwar adoptieren, doch diese Verfahren seien aufwändig und teuer. «Will eine Co-Mutter das leibliche Kind ihrer Partnerin adoptieren, muss sie sich unangenehme Fragen und ein langwieriges Prozedere gefallen lassen», sagt er. Die Zeitschrift «Beobachter» schrieb in einem Artikel von einer Wartefrist von einem Jahr, bis ein Co-Elternteil das leibliche Kind des Partners adoptieren darf. Hinzu kommt die lange Verfahrensdauer. So ist das Kind schlecht abgesichert, falls dem leiblichen Elternteil vor Abschluss des Adoptionsverfahrens etwas zustösst.

Iten sagt: «Mit dem Gerichtsurteil kommt das Parlament unter Zugzwang. Der Richter hat das Kindswohl ins Zentrum gesetzt und damit die Notwendigkeit für die Gesetzesanpassung aufgezeigt.»

Wie geht es jetzt weiter?

Ende August sprach sich die vorberatende Kommission des Nationalrates dafür aus, dass die Ehe für homosexuelle Paare geöffnet wird und sie dieselben Rechte wie verschiedengeschlechtliche Verheiratete bekommen – allerdings mit Ausnahmen.

Mit einem knappen Entscheid von 13 zu 12 Stimmen sprach sich die Rechtskommission des Nationalrats dagegen aus, dass lesbischen Paaren automatisch die Elternschaft gewährt wird und sie somit in der Schweiz Zugang zur Samenspende bekommen sollen.

«Die Ehe für alle» dürfte nun in der nächsten Frühjahrssession im Nationalrat behandelt werden. Ob die Samenspende für lesbische Paare und die Elternschaft ab Geburt dann definitiv bachab geschickt wird, wird sich zeigen. Sollte es nach den Wahlen im Oktober einen Linksrutsch geben, könnte das Geschäft zuletzt doch noch durchkommen. Denn SP, Grüne, Grünliberale und FDP unterstützen den Zugang zur Samenspende für lesbische Ehepaare.

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  • herrkern (1) 11.09.2019 14:27
    Highlight Highlight Fällt mir gerade ein: wenn ich Samenspender bin und zwei lesbische Frauen verwenden diesen Samen, bekomme ich dann Vaterschaftsurlaub?
  • ClassicP 10.09.2019 18:11
    Highlight Highlight Schon alleine der Begriff „Regenbogenfamilie“ löst bei mir leichte Aggressionen aus ... Meine Güte wenn ich mir vorstelle wie die armen Kinder aus solchen „Familien“ in den Schulen gemobbt werden dann gute Nacht...
    Kommt wieder mal bisschen runter von diesem Weltverbesserungs/Klima/Regenbogen was auch immer Wahn!
    • Ale Ice 10.09.2019 21:14
      Highlight Highlight Gute Nacht?

      Okay.
      Schlaf schön.

      Und dann wach in der Gegenwart auf.
    • Shikoba 10.09.2019 21:32
      Highlight Highlight Kinder werden gemobbt, weil Menschen wie du ihnen eintrichtern, wie schlimm Homosexuelle sind. Sei doch einfach ein Vorbild und lebe Akzeptanz vor, danke.
    • ClassicP 11.09.2019 07:52
      Highlight Highlight Ich? Schön weisst du was ich so alles mache😂🤦🏻‍♂️
    Weitere Antworten anzeigen
  • Nüübächler 10.09.2019 14:52
    Highlight Highlight Sind es nicht oft die gleichen Leute die sich vehement für die Abtreibung eines Kindes einsetzen wenn es zum falschen Zeitpunkt kommt und jetzt hier ihren Kinderwunsch anbringen wenn nötig mit allen Mitteln?
    Das zeigt vorallem Eines; die Arroganz und Selbstüberheblichkeit gegenüber dem menschlichen Leben und ihren ungezügelten Narzissmus.
    • Shikoba 10.09.2019 21:34
      Highlight Highlight Sorry, aber da hast du etwas falsch verstanden. Es geht nicht darum, jeglichen Kinderwunsch zu erfüllen. Ich bin zb auch nicht unbedingt ein Freund von künstlicher Befruchtung. Es geht aber in erster Linie um Gleichberechtigung. Wenn es für Heteros erlaubt ist, soll es dies auch für Homos sein.
    • fant 11.09.2019 06:30
      Highlight Highlight Einspruch: Ich empfinde Fortpflanzungsmedizin als einen unnötigen Luxus (wie Schönheitsmedizin) - gerade in einer Zeit wo langsam klar wird, dass weniger Menschen auf der Welt langfristig gesünder für die Menschheit wäre - und würde das lieber auch für Heteros wieder 'abschaffen'...

      Natürlich bin ich auch dafür, niemanden zu diskriminieren. Aber muss ich jetzt (um politisch korrekt zu sein) die Nicht-Diskriminierung höher gewichten als meine Überzeugung, dass Fortpflanzungsmedizin den Menschen eher schadet als nützt?
    • Nüübächler 11.09.2019 08:48
      Highlight Highlight Shikoba was normal ist weisst du ja auch, oder? Für ein Kind zu zeugen braucht es eine Frau und einen Mann. Klar ist es so dass aus irgend welchen Gründen nicht überall Nachwuchs garantiert ist.
      Aber bei Frau mit Frau oder Mann mit Mann weiss jeder dass es kein Nachwuchs geben KANN. Gleichberechtigung hin oder her. Mann bleibt Mann, Frau bleibt Frau. Es gibt nun mal einfach Dinge die man auch mit allem "Trötzeln" nicht ändern kann.
    Weitere Antworten anzeigen
  • herrkern (1) 10.09.2019 10:57
    Highlight Highlight Warum eigentlich soll "Ehe für Alle" immer nur 2 Personen betreffen? Denkt mal darüber nach, warum "2" biologisch eine Relevanz haben könnte. Sonst könnte man "Ehe für Alle" auch auf 3 und mehr erweitern. Ist doch lustig, das gibt noch mehr Mamas pro Kind.
    • Pfauenauge 10.09.2019 11:16
      Highlight Highlight ? Ein Grund wird wohl sein, dass das mit mehr als zwei Personen in vielerlei Hinsicht kompliziert werden würde (Erben, Steuern, Sorgerecht, Unterhalt etc) . Gerade bei einer Trennung der Eltern ist das unter Umständen mit zwei Parteien schon sehr schwierig. Aber wenn dir das Thema sehr wichtig ist, dann könntest du ja mal darüber nachdenken, wie man diese Probleme (gäbe noch andere bei einer Ehe mit mehr als zwei Personen ) lösen könnte und eine Initiative starten, ich wäre gespannt :)
    • herrkern (1) 10.09.2019 14:05
      Highlight Highlight Wir schliessen jetzt also alle Polys aus, und warten bis die in 10 Jahren dann so weit sind, ihre Forderungen zu stellen, so wie jetzt die Homosexuellen? Super Konzept.
    • Pfauenauge 10.09.2019 14:19
      Highlight Highlight Wie gesagt, wenn dir das Thema wichtig ist und du das Gefühl hast du hast gute Argumente für Polyehen, dann nur zu. Suche Gleichgesinnte und starte die Diskussion.
      Aufgrund deiner Formulierungen habe ich aber eher das Gefühl das dir die Polyamoren eigentlich scheissegal sind und du mit der Argumentation nur die Homoehe ad absurdum führen möchtest.
      Zitat: "Ist doch lustig gibt mehr Mamas fürs Kind ". Um lustig geht es eigentlich nicht so.
    Weitere Antworten anzeigen
  • herrkern (1) 10.09.2019 10:51
    Highlight Highlight Ich finde, jedes Kind hat ein Recht darauf, Mami und Papi zu haben. Ich bin dagegen, dass man einem Kind weismachen will, es habe halt nur zwei Mütter. Und ich glaube auch, dass es nicht gesund ist, wenn ein Kind ohne männliche Rollenvorbilder aufwächst.
    • Paupera 10.09.2019 11:01
      Highlight Highlight Ich würde meinem (hypothetischen) kind nie sagen, es habe nur 2 mütter. Es sollte von anfang an wissen, dass es neben uns auch noch einen vater hat. Im idealfall kennt es diesen von anfang an und sieht in ab und zu. Nur wäre all das viel einfacher, wenn der spender nicht in dänemark sondern in der schweiz wohnen würde.
      Zudem habe ich einen vater und zwei brüder und meine partnerin hat auch einen vater und gemeinsam haben wir viele männliche freunde und bekannte. Einer alleinerziehenden frau verbietest du die kinder auch nicht.
    • tantemagda 10.09.2019 11:06
      Highlight Highlight Du kannst dich beruhigen.

      Ich bin mein Leben lang ohne Vater aufgewachsen (d.h., ich hatte kein „männliches Rollenvorbild“ - ach du Schreck) und dennoch bin ich vollkommen gesund.
    • Pfauenauge 10.09.2019 11:10
      Highlight Highlight 1. Und was wäre dann mit Alleinerziehenden? Da hat ein Kind unter Umständen sogar nur eine Bezugsperson (männlich oder weiblich) und nicht zwei, die sich die Erziehungsverantwortung teilen können.
      2. Warum soll so ein Kind ohne männliche Vorbilder aufwachsen? Ist ja nicht so, als würden sich die beiden Mütter das Kind schnappen und auf eine einsame Insel ziehen, wo keine weiteren sozialen Kontakte möglich sind. Es gibt andere Männer die Vorbilder sein können. Z. B. Grossväter, Onkel, Paten, Freunde, Vereinstrainer, Lehrer etc.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Nüübächler 10.09.2019 10:20
    Highlight Highlight Nur ein Mann und eine Frau können ein Kind zeugen. Die Natur hat es so eingerichtet, alles andere ist widernatürlich.
    Auf der einen Seite sprechen sich alle für Klimaschutz, mehr Ökologie, Biodiversität usw. aus, aber wenn es ums eigene Ego geht ist man schnell bereit die natürlichen Vorgaben zu vergessen.
    Totale Scheinheiligkeit
    • Pfauenauge 10.09.2019 10:57
      Highlight Highlight ? Wenn ein Heterosexuelles Pärchen auf natürlichem Weg keine Kinder bekommen kann und die Hilfe der Fortplanzungsmedizin in Anspruch nimmt ist das auch widernatürlich.
      Wenn man alles aufzählen möchte, was an unserer Kultur widernatürlich ist, wird man lange beschäftigt sein...
      Man kann die Errungenschaften dieser Widernatürlichkeit aber nutzen um das Leben besser zu machen, Leuten einen Kinderwunsch zu erfüllen wo das sonst nicht möglich ist oder eben das Klima zu schützen.
      Wüsste nicht wo da die Scheinheiligkeit sein soll.
    • tantemagda 10.09.2019 11:12
      Highlight Highlight „Natürliche Vorgabe“...

      Homosexualität kommt sowohl auch unter Tieren vor, was für „Natürlichkeit“ spricht, wie du es nennst.

      Ausserdem gibt es längst wissenschaftliche Befunde dafür, dass Homosexualität auch genetisch bedingt ist & sich sogar die Gehirnstrukturen von heterosexuellen unterscheiden - noch ein Indiz für „Natürlichkeit“.

      Abgesehen davon, ist dein Gegenbeispiel mit dem Klimaschutz schlecht, da es sich bei dem Klimawandel, den wir haben, eben nicht um einen natürlichen handelt - es geht um den, der von Menschen gemacht ist.
    • Fritz N 10.09.2019 11:33
      Highlight Highlight Einerseits findet der Nüübächler den Klimaschutz so toootal hysterisch, andererseits findet er man solle die Natur bei der Kinderzeugung einen hohen Stellenwert zurechnen.
      Totale Scheinheiligkeit!
    Weitere Antworten anzeigen
  • Das ist lustig, weil ... 10.09.2019 09:01
    Highlight Highlight ... in diesem Artikel einige bisher unbekannte User ihren Senf vom korrekten Familienbild mit Papa-Mama-Kind dazugeben. Dabei haben sich diese User teilweise als veritable Trolle verraten, die mit den Stilmitteln der Übertreibung und der Provokation versuchen, Reaktionen zu erhalten.
    • Nüübächler 10.09.2019 11:39
      Highlight Highlight Das ist wirklich lustig was du schreibst.
      Nicht ernst zu nehmen.
  • neutrino 10.09.2019 01:37
    Highlight Highlight Die Ehe für alle ist sicher überfällig, aber man muss auch Klartext reden: bei Kindern von homosexuellen Paaren geht es wie bei Adoption nicht primär und ausschliesslich um das Wohl der Kinder, sondern AUCH um das Wohl der Kinder. Es geht auch ums berechtigte Interesse der Eltern, die wie andere Kinder wollen. Eigentlich jedes adoptierte Kind (ob von Hetero- oder Homopaaren), will irgendwann mal seine leiblichen Eltern kennenlernen. Wenn Stiefeltern 100%-Ersatz wären, wäre das nicht so.
  • Ratchet 09.09.2019 23:21
    Highlight Highlight Völlig absurdes Urteil.
    Hätte die Frau das fremde Kind adoptieren wollen, gäbe es ja Stiefkindadoption. Hat sie aber nicht. Jetzt soll sie Unterhalt zahlen für ein Kind, zu dem sie kein Bezug hat und auch nie Elternrechte hatte?
    • Der_Andere 10.09.2019 00:05
      Highlight Highlight Es ist eben nicht absurd.
      Du gehst hier wahrscheinlich von einer Situation aus, in der die leibliche Mutter das Kind in einer früheren Partnerschaft hatte.
      Das ist hier nach meinem Verständnis nicht der Fall.

      Was wenn die beiden Frauen sich gemeinsam für Kinder durch Samenspende entschieden haben?

      Sie können nicht beide das Kind austragen. Es wird folglich sowieso nur eine der beiden die biologische Mutter des Kindes sein. Und auch ohne denn bürokratischen Aufwand Adoption soll sich die Co-Mutter nicht einfach aus der Affäre ziehen können.

      Ich finde die Argumentation schlicht logisch.
    • Das ist lustig, weil ... 10.09.2019 08:39
      Highlight Highlight ... die Unterhaltsschuldnerin sehr wohl einen Bezug zum Kind hat. Die beiden Damen haben sich gemeinsam für eine Samenspende in Dänemark entschieden, wo dies gesetzlich möglich ist.
  • RETO1 09.09.2019 23:11
    Highlight Highlight Wie wärs wenn der Mensch das Kinderkriegen wieder der Natur überlassen würde?
    • häxxebäse 09.09.2019 23:52
      Highlight Highlight Gib dein auto ab, baue dein essen an, nutze keinen strom und wozu internet, brauchst du nicht... back to the roots, richtig?

      Wenn schon, denn schon.
    • Hzwo 10.09.2019 01:55
      Highlight Highlight Auf 20min wäre dein likeverhältnis umgekehrt^^
      Ein grund wieso ich dort nur noch selten bin
    • Arabra 10.09.2019 11:01
      Highlight Highlight Häxxebäse, Kinder mit Gegenständen gleich zu setzen ist dann doch sehr weit hergeholt. Wenn sie Kinder haben sollten wissen sie, dass man auf Internet, Autos, Strom etc verzichten würde um ihnen das best mögliche zu bieten. Ich glaube nicht, dass man sein eigenen Nachwuchs mit irgend etwas Gleichsetzen kann.....
    Weitere Antworten anzeigen
  • frereau 09.09.2019 21:23
    Highlight Highlight Im Artikel steht es:
    Es geht um das Wohl der Kinder.
    Den Kindern ist es egal ob sie Mamas oder Papas haben.
    Was für die Kinder zählt ist Sicherheit, Geborgenheit in vor allem ganz viel Liebe. Da ist es doch zweitrangig was die Eltern für eine sexuelle Orientierung haben. Die Ehe für alle ist längst überfällig. 🌈
    • Toni.Stark 09.09.2019 21:51
      Highlight Highlight Nein, dies stimmt nicht. Kinder brauchen und wollen Papa und Mama. Ideologie ist da fehl am Platt.
    • [Nickname] 09.09.2019 22:04
      Highlight Highlight Das ist deine Ideologie, Statistiken sagen was anderes, die meisten Mörder und Gewalttäter und allgemein Kriminelle, hatten keine Vaterfigur und stammen aus alleinerziehenden Frauenhaushalten. Dies ist in vielen westlichen Ländern zu beobachten. Auch viele mittlerweile Erwachsene Kinder aus homosexuellen Verbindungen sprechen eine andere Sprache.
    • Nüübächler 09.09.2019 22:52
      Highlight Highlight Die Kinder werden um einen ihrer Eltern betrogen. Da ist es einfach heuchlerisch zu sagen es gehe um das Wohl der Kinder. Nein es geht um den Egoismus der Erwachsenen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Paupera 09.09.2019 21:00
    Highlight Highlight "... dieselben rechte... allerdings mit ausnahmen". Ich will gleiche rechte ohne ausnahmen.
    Gleiche pflichten - > gleiche rechte.

    Grundsätzlich finde ich auch, man könnte mal hinterfragen, warum adoption und samenspende etc. überhaupt an eine ehe gebunden sind. Gibt viele paare, die eine stabile beziehung ohne trauschein führen und genauso gute eltern wären.
    Eigentlich doch ein alter zopf.
    • Der_Andere 10.09.2019 00:09
      Highlight Highlight Adoption ist nicht an die Ehe gebunden.
      Das ist ja gerade der wirklich lächerliche Witz an der Sache.

      Als alleinerziehender Elternteil darfst du adoptieren. Als homosexuelles Paar nicht.

      Was jede Argumentation hinsichtlich „Es braucht sowohl Mutter wie auch Vater“ ad absurdum führt.
    • iisprinzässin 10.09.2019 06:35
      Highlight Highlight Hmm, aus der Unterhaltunt mit mehreren Paaren die gerne Eltern geworden wären durch Adoption "weiss" ich, dass eine Ehe wohl vorausgesetzt wird. Nix da von wegen "Single und Adoptivvater"
    • Lioness 10.09.2019 06:46
      Highlight Highlight Als ich mich das letzte Mal über schweizer Adoption informiert habe, waren die Regeln wiefolgt: seit mindestens 5 Jahren verheiratet, beide jünger als 40. Und einen obligatorischen Informationstag (mit stolzem Preis) bevor man überhaupt den Antrag stellen kann, war auch von Nöten. Auslandsadoptionen sind an weniger Regeln gebunden.
    Weitere Antworten anzeigen
  • MetalUpYour 09.09.2019 20:45
    Highlight Highlight Ist ja schön und gut, aber ein singuläres Urteil eines Regionalgerichts hat noch nix mit einer gefestigten Rechtsprechung zu tun.
  • Tenno 09.09.2019 20:27
    Highlight Highlight Könnte man nicht schneller vorankommen, wenn man das Thema Schritt für Schritt angeht?
    Zuerst wäre es ja mal wichtig, dass man von den Partnerschaften zu den richtigen Ehen wechselt.
    Wenn man zuviel auf einmal in eine Forderung packt, ist es immer schwerer alles zu bekommen und dauert dann meistens auch länger. Zudem könnte man auch alles auf einmal verlieren.
    • Shikoba 10.09.2019 06:38
      Highlight Highlight Und dann nochmal 7 Jahre warten? Nein danke.
    • Tenno 10.09.2019 07:21
      Highlight Highlight Aber ist es nicht besser ein paar Jahre länger zu warten um dann das Ziel zu erreichen, als alles zu verlieren?
      Ich denke die Schweiz ist zum Glück mittlerweile soweit, dass die Ehe für alle erfolgreich sein würde bei einer Abstimmung. Das Kinderthema ist aber noch zu weit von einem Erfolg entfernt und könnte bei einer Kombo zum Killer für alles werden.
      Man kann nicht einfach davon ausgehen, dass der Vibe von Zürich auf die ganze Schweiz zutrifft. Uri, Wallis, Obwalden, Nidwalden, Luzern, Appenzell I und A, Schaffhausen... sehe ich alle als Problem.
    • michiOW 10.09.2019 07:28
      Highlight Highlight Habe ich da Salamitaktik gehört!?

      Die SVP wird dises EU Diktat zu Glück verhindern.


      Nein Spass, Änderungen gehen einfach langsam vonstatten in der Schweiz.
  • Nüübächler 09.09.2019 20:08
    Highlight Highlight Sie müssen für eine Samenspende ins Ausland reisen? Ha, ha, ha
    Ist das ein Witz?
    Ich denke das ist reine politische Provokation.
    • Planet Escoria auch bekannt als Gähn 09.09.2019 23:16
      Highlight Highlight Ist vollkommen legal.
      Da kannst du lachen und toben wie du willst.
      Andererseits könntest du ja auch politisch aktiv werden. Aber das bedeutet massiv viel mehr Arbeit als anonymes kommentieren.
      Ergo wirst du wohl auch weiterhin hier anonym gegen Homosexuelle schreiben.
  • WerWillSchonStringenzUndSachkenntnis 09.09.2019 20:00
    Highlight Highlight D.h. wenn Mann/Frau eine Partnerschaft eingeht mit einer Frau, die ein Kind von jemand ganz anderem hat, wird er/sie unterhaltspflichtig ohne je die Rechte einer Adoptionsmutter oder -vater gehabt zu haben.
    Unabhängig von der (berechtigten) Gleichstellung „echli speziell...“
    • Ratchet 09.09.2019 23:15
      Highlight Highlight Du bist anscheinend einer der wenigen, der den Artikel gelesen hat, sich damit beschäftigt und nicht nur mit irgendwelche leeren Parolen herumwirft.
      Das Urteil macht absolut keinen Sinn. Die Partnerschaft ist ein klar definierter Vertrag mit Regeln. Dass man sie nachträglich ändert, ist ungerecht. Für solche zusammengesetzte Familien existiert doch extra die Stiefkindadoption.
    • Der_Andere 10.09.2019 00:12
      Highlight Highlight Es geht nach meinem Verständnis eben gerade nicht um Kinder aus anderen Partnerschaften, sondern Kinder die auf gemeinsamen Wunsch der beiden Frauen mittels Samenspende gezeugt wurden.

      Es kann eben doch nur eine der beiden das Kind austragen.

      Und die andere soll sich halt nicht aus der Verantwortung stehlen können.

      Deshalb in meinen Augen völlig legitimer Entscheid.
    • Tenno 10.09.2019 11:59
      Highlight Highlight Müsste das dann aber nicht schriftlich festgehalten werden? Im Gegensatz zur Zeugung eines Kindes zwischen Mann und Frau, bei welchem sie die Verantwortung durch den vollzogenen Akt automatisch wahrnehmen müssen, fehlt hier docj klar die Basis ohne schriftliche Festlegung.
    Weitere Antworten anzeigen
  • [Nickname] 09.09.2019 19:39
    Highlight Highlight Wer Kindern den biologischen Vater verwehrt, der handelt narzistisch. Es ist längst wissenschaftlich erwiesen, wie wichtig eine männliche Vaterperson, vor allem für Jungs ist. Und um schon zu vorkommen, niemand spricht Homosexuellen ab, keine guten Eltern zu sein, diese können ganz genau so aber schrecklich sein wie es bei Heteros ist.

    https://www.mnpsych.org/index.php%3Foption%3Dcom_dailyplanetblog%26view%3Dentry%26category%3Dindustry%2520news%26id%3D54

    https://www.fatherhood.org/fatherhood-data-statistics

    https://fathers.com/statistics-and-research/the-consequences-of-fatherlessness/2/
    • Die_andere_Perspektive 09.09.2019 22:49
      Highlight Highlight Sorry @[Nickname] aber die bei deinen links verwendeten Quellen, wenn überhaupt referenziert, sind einfach nur lächerlich... Hier mal eine richtige Studie :
      https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC5048516/
    • DerTaran 09.09.2019 23:21
      Highlight Highlight Du willst also allen alleinerziehenden Müttern die Kinder wegnehmen?
    • frereau 10.09.2019 06:34
      Highlight Highlight @[Nickname]:
      2 der von dir verwendeten Links verwenden triviale und z.T. völlig falsch ausgelegte Quellen.
      Vielleicht hast Du diese nicht ganz durchgelesen oder einen Teil davon nicht verstanden?
    Weitere Antworten anzeigen
  • landre 09.09.2019 19:35
    Highlight Highlight Falls "Eierspende" an schwule Ehepaare legal ist, dann sollte es auch "(...) Samenspende für lesbische Ehepaare" sein.

    Nur weil lesbische Ehepaare Uterus besitzen, dürfen schwule Ehepaare gesetzlich nicht diskriminiert sein. Oder doch?
    • Maracuja 09.09.2019 20:33
      Highlight Highlight Eizellenspende und Leihmutterschaft sind in der Schweiz grundsätzlich verboten, auch für heterosexuelle Paare. Von einer Diskriminierung schwuler Paare kann man also schlecht reden. Samenspende ist erlaubt, aber lesbische Paare werden davon ausgeschlossen, hier liegt klar eine Diskriminierung vor. Dass Samenspende anders behandelt wird als Eizellenspende/Leihmutterschafft, liegt daran, dass ersteres schnell und ohne medizinisches Risiko möglich ist. Eizellenspende ist nur mit Hormonkur und operativer Entnahme möglich, für die Spenderin also mit Risiken und Nebenwirkungen verbunden.
    • Ale Ice 09.09.2019 20:42
      Highlight Highlight Schwule Paare besitzen keinen Uterus. Das stimmt. Aber was nützt es ihnen, wenn lesbische Paare, die einen Uterus haben, gegenüber hetero Paaren benachteiligt werden?
      Ob eine Legalisierung der Leihmutterschaft einen Ausgleich schaffen könnte? Ob es eventuell bereits geborene Kinder gibt, die über eine Adoption einen Kinderwunsch erfüllen könnten?
    • landre 09.09.2019 21:00
      Highlight Highlight @Maracuja
      (Nehmen Sie es bitte nicht persönlich.)

      Würden Grundrechte wie "Ehe für alle mit Kinderwunsch" gesetzlich auf exklusiv rein umgänglich medizinischer Basis ausgelegt werden, dann wären Joseph Mängele, Pol Pot, usw. unschuldige Messdiener.

      Oder darf ein Gesetz den Kinderwunsch von schwulen Ehepaaren sublim oder explizit umgehen, denjenigen von lesbischen Ehepaaren aber explizit beglücken?
    Weitere Antworten anzeigen
  • iisprinzässin 09.09.2019 19:07
    Highlight Highlight Ist sowieso peinlich dass der Staat sich in dem Punkt der Kirche so unterwirft.
    • Toni.Stark 09.09.2019 19:12
      Highlight Highlight Warum der Kirche? Das sind verfassungsmässige Richtlinien. Die Kirche hat seit der Aufklärung im Staat getrennt zu sein. Zumal auf dem Papier.
    • Paupera 09.09.2019 22:13
      Highlight Highlight @toni.stark
      Ist eben in den köpfen doch nicht ganz getrennt. Viele gegner der homoehe argumentieren mit der bibel etc., obwohl wir hier von etwas zivilrechtlichem reden. Da darf der liebe gott draussen bleiben.
      Zudem müsste es doch im interesse des staates sein, wenn möglichst viele paare heiraten: bezahlen mehr steuern, bekommen weniger ahv und vieles ist klarer geregelt (zb bzgl kindern)
    • iisprinzässin 09.09.2019 22:19
      Highlight Highlight Weil die Doktrin "nur Mann plus Frau gleich Familie" von der Kirche kommt.
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  • hans gwüsst 09.09.2019 19:01
    Highlight Highlight Eine saubere Trennung zwischen Religion und Staat würde vieles vereinfachen.
    • Arutha 09.09.2019 22:24
      Highlight Highlight Immer wieder erstaunlich wie viel Macht Kirchengegner der Kirche zutrauen. Die Kirche hat praktisch nichts mehr zu sagen.
    • frereau 10.09.2019 06:40
      Highlight Highlight Habs grad weiter oben schon hingeschrieben: die Kirche redet bei uns noch bis in die Primarschule mit. Durchforstet einmal die Internetseiten von Primarschulen auf dem Land. Da gibt immer noch regelmässige Beispiele: "Für unsere Umwelt und Geschichte spielt die Bibel mit ihren Gestalten und Berichten eine grundlegende Rolle..."
      Da wird noch überhaupt nicht getrennt zwischen Kirche und Staat.
    • Shikoba 10.09.2019 06:45
      Highlight Highlight @Arutha, aber die Kirchengänger schon.
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