Schweiz
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

214 Masern-Fälle in der Schweiz – Masern gelten trotzdem als eliminiert



Ausschlag mit roten Hautflecken: Masern sind eine hoch ansteckende und potenziell lebensbedrohliche Infektionskrankheit. (Symbolbild)

So sehen sie aus, die Masern. Bild: KEYSTONE

Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) verzeichnet in den ersten neun Monaten dieses Jahres sechsmal mehr Masernfälle als im Vorjahr. Dennoch gilt die vermeintliche Kinderkrankheit in der Schweiz als eliminiert.

Zwischen Januar und Ende September 2019 zählte das Bundesamt für Gesundheit (BAG) in der Schweiz 214 Fälle von Masern – sechsmal so viele wie im Vorjahr, als es 34 waren. Das geht aus einem am Montag publizierten Bericht hervor.

Die Inzidenz hat somit von 4 (2018) auf 25.1 Fälle pro Million Einwohner zugenommen. Aufgetreten waren die Fälle in insgesamt 13 Kantonen – alleine im Kanton Bern waren es 83.

Gemäss BAG waren 20 Prozent der Erkrankten unter zehn Jahre alt, 23 Prozent zwischen zehn und 19 und 57 Prozent waren älter als 20 Jahre. Die Mehrheit der Fälle (84 Prozent) konnte einem bestimmten Ausbruch zugeordnet werden. Bei 16 Prozent fand sich der Ursprung nicht. 91 Prozent der 172 Erkrankten mit bekanntem Impfstatus waren nicht oder nur unzureichend geimpft, 9 Prozent vollständig geimpft.

Zwei Todesfälle

Die Mehrheit der Masern-Fälle gehörte zu einem von 30 Ausbrüchen zwischen Januar und Mai, die Ende Mai gemäss dem BAG unter Kontrolle gebracht werden konnten. Die grössten Ausbrüche wurden in den Kantonen Genf, St. Gallen, Zürich, Bern und Neuenburg festgestellt.

Die Krankheit Masern sei keineswegs harmlos, schreibt das BAG. So haben die Masern dieses Jahr zu zwei Todesfällen geführt. Beim ersten Fall handelt es sich um einen 30-jährigen zuvor ungeimpften Mann, der von Angehörigen mit Masern angesteckt wurde.

Er wurde 67 Stunden nach Exposition nachgeimpft. Diese Impfung kam jedoch zu spät, und er erkrankte trotzdem an Masern. Er verstarb innert kürzester Zeit nach Auftreten der ersten Symptome zu Hause.

Wir haben Esoteriker zum Thema Impfen befragt

abspielen

Video: watson/nico franzoni

Beim zweiten Fall handelt es sich um einen 70-jährigen Mann, der wegen Krebs immunsupprimiert war. Er verstarb wenige Tage nach Beginn einer masernbedingten Lungenentzündung trotz Intensivpflege im Spital. Im Weiteren mussten in der Schweiz seit Anfang Jahr 45 Masern-Erkrankte hospitalisiert werden.

Masern eliminiert

Die Schweiz hatte sich 2010 zum Ziel gesetzt, die Masern zu eliminieren. Für den Zeitraum 2016 bis 2018 ist dies gelungen: Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hatte Ende Juli 2019 die endemischen Masern in der Schweiz erstmals als eliminiert deklariert.

Somit gehört die Schweiz für den Zeitraum 2016 bis 2018 erstmals zu den 35 von insgesamt 53 Ländern der WHO-Region Europa, welche die Masern eliminiert haben.

Masern gelten gemäss WHO-Richtlinien dann als eliminiert, wenn dreimal in Folge keine länger als zwölf Monate dauernden Masern-Übertragungsketten mehr auftreten. Die Schweiz erfülle diese Kriterien trotz der Ausbrüche Anfangs 2019 weiterhin, schreibt das BAG.

Nur in Unterhosen gegen Neurofibromatosen

Denn seit Juni 2019 seien keine Übertragungsketten mehr aufgetreten. Somit sei die Schweiz weiterhin auf «Eliminationskurs». Dennoch brauche es weitere Anstrengungen des Bundes.

Die Masern sind in Europa allgemein auf dem Vormarsch. Alleine in den ersten sechs Monaten dieses Jahres zählte die WHO bereits rund 90'000 Fälle.

Das BAG betont, dass eine Impfung die sicherste Methode ist, sich und seine Kinder vor den Risiken der Masern zu schützen. (aeg/sda)

Masern-Ausbruch in Amerika

Weltweiter Anstieg der Masernfälle

Play Icon

Das könnte dich auch interessieren:

Heute kochen wir einen französischen Dreigänger. Weil Herbst. Und weil geil.

Link zum Artikel

Das Drama um Klein-Anna: Trennungsschmerz on fleek

Link zum Artikel

Darum macht sich Christian Levrat keine Sorgen wegen den erstarkten Grünen

Link zum Artikel

Katze zu fett für die Passagier-Kabine im Flugzeug – Besitzer trickst Airline aus

Link zum Artikel

Picdump. Spass. Jetzt.

Link zum Artikel

«Ein Asiate in Hausschuhen? Das gibt Ärger!» – der Chef hat ein Finken-Problem

Link zum Artikel

«The Game Changers» – haben wir uns ein Leben lang falsch ernährt?

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen

Das könnte dich auch interessieren:

Heute kochen wir einen französischen Dreigänger. Weil Herbst. Und weil geil.

36
Link zum Artikel

Das Drama um Klein-Anna: Trennungsschmerz on fleek

142
Link zum Artikel

Darum macht sich Christian Levrat keine Sorgen wegen den erstarkten Grünen

35
Link zum Artikel

Katze zu fett für die Passagier-Kabine im Flugzeug – Besitzer trickst Airline aus

42
Link zum Artikel

Picdump. Spass. Jetzt.

208
Link zum Artikel

«Ein Asiate in Hausschuhen? Das gibt Ärger!» – der Chef hat ein Finken-Problem

72
Link zum Artikel

«The Game Changers» – haben wir uns ein Leben lang falsch ernährt?

339
Link zum Artikel

Das könnte dich auch interessieren:

Heute kochen wir einen französischen Dreigänger. Weil Herbst. Und weil geil.

36
Link zum Artikel

Das Drama um Klein-Anna: Trennungsschmerz on fleek

142
Link zum Artikel

Darum macht sich Christian Levrat keine Sorgen wegen den erstarkten Grünen

35
Link zum Artikel

Katze zu fett für die Passagier-Kabine im Flugzeug – Besitzer trickst Airline aus

42
Link zum Artikel

Picdump. Spass. Jetzt.

208
Link zum Artikel

«Ein Asiate in Hausschuhen? Das gibt Ärger!» – der Chef hat ein Finken-Problem

72
Link zum Artikel

«The Game Changers» – haben wir uns ein Leben lang falsch ernährt?

339
Link zum Artikel

Abonniere unseren Newsletter

11
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
11Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Satox 22.10.2019 06:41
    Highlight Highlight Seid euch einfach bewusst: die Impfgegner „informieren“ sich!
    So jedenfalls berechtigt jeder Impfgegner mir gegenüber seine Meinung. Wo er die Informationen her nimmt, ist ja eigentlich egal!
    • Elephant Soup slow cooker recipes 22.10.2019 10:46
      Highlight Highlight Richtig! Hatte mit einem frischgebackenen Mami ein unglaubliches Gespräch (eine meiner besten Freundinnen). Sie habe viel gelesen und sie hat sogar zu einer Ärztin gewechselt, welche ihre Ansicht unterstützt und das mit den vielen Impfungen übertrieben findet. Das nötigste würde sie dann schon noch impfen lassen, aber erst nachdem das Kind 1 Jahr alt wird, meinte sie. Ich glaub's nicht so richtig, werde aber bestimmt nochmal nachfragen.
    • Satox 22.10.2019 18:44
      Highlight Highlight Würde ich Ihnen nicht raten... Diskussionen Mit Impfgegner sind sinnlos und führen nur zu Zorn und Unverständnis. Man muss Impfgegner mit Humor begegnen, oder wie Beda Stadler es sagen würde; impfen muss man nicht alle Kinder, sondern nur die, die man behalten will.
  • frereau 22.10.2019 06:04
    Highlight Highlight Das sind sehr gute Neuigkeiten - aber jetzt wir müssen einfach schön alle dran bleiben und weiter impfen. Die Wohlstandsverwahrlosung der Impfgegner erlaubt es diese Tatsache nur mit Vorsicht zu geniessen.
  • Phrosch 21.10.2019 16:22
    Highlight Highlight 2 Todesfälle bei gut 200 Erkrankten, das ist einer von 100. Bei vielen anderen Dingen würden wir das niemals hinnehmen, sondern sofort nach Massnahmen rufen. Also bitte impfen.
  • Älplermagrönli mit Öpfelmues 21.10.2019 16:10
    Highlight Highlight Bitte impft eure Kinder. Wenn nicht für euch selbst, dann wenigstens für eure Kinder, oder wenn das immer noch nicht ausreicht, dann für Menschen wie mich, die Krank sind und nicht geimpft warden können oder die Impfung nicht den gewünschten Effekt hat. Menschen wie ich oder den 70-jährigen Mann sind auf die Herdenimmunität angewiesen.
  • der nörgler 21.10.2019 15:29
    Highlight Highlight insbesondere der fall des 70 jährigen ist einfach nur tragisch. einmal mehr zeigt sich, dass die mehrheit keine ahnung hat, was herdenimmunität ist und was sie insbesondere für menschen bedeutet, die sich eben nicht impfen lassen können oder immunsupprimiert sind. wenn man so jemanden ansteckt, nimmt man bewusst einen todesfall in kauf. wie man sich das mit seinem gewissen zurechtlegt, das würde mich sehr interessieren...
    • Flötist 21.10.2019 16:15
      Highlight Highlight @der nörgler Auch geimpfte können an Masern erkranken und andere anstecken. Du hast diesbezüglich wohl keine Ahnung, dass das so ist. Ist aber so. Daher macht man MMR auch zweimal, aber selbst garantiert nicht 100% Immunität.
    • der nörgler 21.10.2019 22:56
      Highlight Highlight Ja, das ist richtig. Allerdings würden bei genügender Durchimpfung Masern gar nicht mehr auftreten. Und dein Argument ist damit hinfällig. Und bezüglich dem Seitenhieb:
      Beleidigungen sind die Argumente derer, die über keine verfügen...
    • Flötist 22.10.2019 16:48
      Highlight Highlight @der nörgler Nein, du kreidest der Allgemeinheit ja keine Ahnung an, aber selbst nimmst es als Beleidigung an. Das Argument ist keinesfalls hinfällig. Selbst bei der Durchimpfung in der Schweiz, können geimpfte den Virus jederzeit aufnehmen, da wir nicht in einem hermetisch abgeriegelten Land leben.
    Weitere Antworten anzeigen

Das lukrative Geschäft mit der Gesundheit unserer Haustiere

Auch unsere Vierbeiner werden tendenziell immer älter. Dafür sorgt die immer besser werdende medizinische Versorgung der Haus- und Nutztiere. Einblicke in einen Milliardenmarkt.

Wenn es ums liebe Haustier geht, sind wir Schweizer ausgabefreudig – trotz verändertem Konsumverhalten, steigenden Krankenkassenprämien und starkem Franken. Gemäss offiziellen Statistiken geben wir über eine Milliarde Franken im Jahr für unsere Lieblinge aus.

Und wenn der Vierbeiner krank wird, dann sitzt das Portemonnaie besonders locker: Experten schätzen gegenüber watson, dass Haustiere hierzulande jedes Jahr Medikamente im Wert von 90 Millionen Franken schlucken – Tendenz steigend. Nicht …

Artikel lesen
Link zum Artikel