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Die neue Bedrohung – wer sind die Incels und woher kommen sie?

Bild: bearbeitung watson

Frauenhasser, Psychopathen, Rechtsradikale, sozial Isolierte, Amokläufer oder einfach nur unglaublich einsame Menschen – wer und was sind Incels? Eine Spurensuche im Netz.



Als der 22-jährige Elliot Rodgers im Mai 2014 mit drei halbautomatischen Pistolen und zwei Messern in der kalifornischen Studentenstadt Isla Vista sieben Menschen tötete, begann eine neue Zeitrechnung. Rodgers setzte seinem Leben nach einer Verfolgungsjagd mit einem Kopfschuss ein Ende, aber sein Vermächtnis lebt weiter – in Online-Foren, in Youtube-Kommentarspalten und auf obskuren Blogseiten.

Der Begriff «Incels» – involuntary celibate, unfreiwillig zölibatär – existiert zwar schon seit den frühen 90er-Jahren, Prominenz erfuhr er aber erst durch Elliot Rodgers und seine Epigonen. Am 23. April stieg der 25-jährige Alek Minassian in der Innenstadt von Toronto in einen weissen Minivan und fuhr zehn Menschen zu Tode. Kurz zuvor leistete er auf Facebook Elliot Rodgers einen Treueeid und kündigte die Rebellion der Incels an:

«Private (Recruit) Minassian Infantry 00010, wishing to speak to Sgt 4chan please. C23249161. The Incel Rebellion has already begun! We will overthrow all the Chads and Stacys! All hail the Supreme Gentleman Elliot Rodger![7][34]»

Die Kriegserklärung richtete sich an die «Chads» und «Stacys», im Vokabular der Incels die Bezeichnungen für erfolgreiche, gutaussehende, muskulöse Männer und oben üppige, aber schmal taillierte junge Frauen. Chads und Stacys, sind Incels überzeugt, sind aufgrund ihres Äusseren bei der Partnersuche nicht nur bevorteilt, sie teilen sich den ganzen Kuchen untereinander auf. Und selbst die nicht ganz so attraktiven Frauen, die «Beckys», stehen nur auf die sogenannten Alpha-Males. Die Nerds, die Brillenträger, die Schmalbrüstigen und die Schüchternen gehen leer aus. Looks matter, das Aussehen ist alles.

Das ist das Narrativ der Incels, das nicht nur von ihnen selber verbreitet wird, sondern auch in zahlreichen Medienberichten Anklang findet und im Netz mit zahlreichen pseudowissenschaftlichen Argumenten untermauert wird. Zum Beispiel mit der Hypergamie-Theorie, die besagt, dass der Sozialstatus bei der Partnersuche der entscheidende Faktor ist. Oder mit der verwandten 80/20-Theorie: Demnach wollen 80 Prozent der Frauen nur 20 Prozent der Männer daten. Die Folge? 80 Prozent der Männer müssen sich potentiell auf ein Leben ohne Partnerin, beziehungsweise auf ein Leben ohne Sex einstellen.

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Incels.co, radikales Incel-Forum. Bild: screenshot/incels.co

Die Selbstdefinition der Incels lautet: «Person who is not in a relationship nor has had sex in a significant amount of time, despite numerous attempts.»

Diese bittere Wahrheit wird von den Incels als Blackpill bezeichnet, in Analogie zur Szene im Science-Fiction-Thriller Matrix, bei der der Held Neo vor die Wahl gestellt wird, entweder die rote Pille zu schlucken, und damit der (vermeintlichen) Wirklichkeit ins Auge zu blicken, oder mit der blauen Pille weiterhin zufrieden und nichtsahnend in der von einer künstlichen Intelligenz designten Welt zu leben. Die schwarze Pille ist demgegenüber die ultimative Wahrheit: Dass sie niederschmetternd ist, macht sie umso attraktiver – ein Geheimwissen, das derart gefährlich ist, dass niemand es erfahren wollen kann.

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Bild: tenor

Der Kanadier Minassian war nicht der einzige Attentäter, der Elliot Rodger nacheiferte. Am 2. November 2018 erschoss Scott Paul Beierle sechs Menschen in einem Yoga-Studio in Tallahassee, Florida, bevor er sich selbst richtete. Beierle, so stellte sich später heraus, hatte Elliot Rodger bewundert und Frauen gehasst.

FILE - In this April 23, 2018, file photo, police stand near a damaged van after a van mounted a sidewalk crashing into pedestrians in Toronto. Alek Minassian accused of driving a van into pedestrians faces 16 counts of attempted murder and 10 counts of murder. He made a brief video appearance Thursday, May 10, 2018, to be formally charged with the additional counts stemming from the April 23 incident. (Aaron Vincent Elkaim/The Canadian Press via AP, File)

Mit diesem Van fuhr Alex Minassian 2018 in Toronto in eine Fussgängergruppe und tötete dabei 10 Menschen und verletzte 16 weitere. Bild: AP/The Canadian Press

Auch Connor Betts, der Mann, der Anfang August dieses Jahres neun Menschen in Dayton, Ohio, tötete, darunter die eigene Schwester, galt als Frauenhasser.

Der Ursprung

Wer sich ein paar Wochen auf den einschlägigen Plattformen der Incels aufhält, bekommt eine Ahnung, wie es um diese jungen Männer steht. Frauen werden, zumindest im grössten und bekanntesten Forum, incels.co, nicht toleriert. Seit Reddit den entsprechenden Incel-Subthread gelöscht hat, sind viele User zu incels.co abgewandert. Ebenfalls verboten ist es, angeberisch von Dating-Erfolgen zu berichten oder allgemein eine zu positive Weltsicht zu verbreiten. Die Kriterien sind dabei extrem subjektiv und willkürlich.

Den ursprünglichen Gedanken hinter dem Incel-Projekt (hinter dem ironischerweise eine Frau stand) zu Beginn der 90er-Jahre könnte man ungefähr so zusammenfassen: Über ein schambehaftetes Thema zu reden, ist besser als zu schweigen. Und welcher Ort ist besser geeignet als das Internet, um offen und anonym über seine Probleme zu reden?

Später aber wurde «Alana’s Involuntary Celibacy Project», so der Name der Netz-Selbsthilfegruppe, gekapert, Frauen wurden nach und nach aus dem Forum entfernt. Der Selbsthilfe-Aspekt ist zwar immer noch vorhanden, aber er wurde pervertiert und ins Gegenteil verkehrt. Laut den Forumsregeln sind aufmunternde, optimistische («lifefuel» genannte) Beiträge zwar ausdrücklich erwünscht, in der Realität werden diese User aber nicht selten belächelt oder der Verleugnung der Realität bezichtigt. Man muss sich ein Treffen von anonymen Alkoholikern vorstellen, bei denen ein weiterer trockener Tag nicht mit Beifall quittiert wird, sondern mit Häme, Niedertracht und reinem Hass.

Die negative Weltsicht

Wer auf incels.co versucht ist, seiner Hoffnung auf eine baldige Besserung seines Zustands oder gar eine mögliche partnerschaftliche Beziehung Ausdruck zu verleihen, muss damit rechnen, aus dem Forum verbannt oder zum Selbstmord aufgefordert zu werden. Niemand soll die Gemeinschaft der Verzweifelten spalten, und der Spaltpilz Nummer eins ist die Frau – es sind unzweifelhaft sektiererische Abgründe, die sich hier auftun.

Die Sprachwissenschaftlerin Sylvia Jaki, die für eine Forschungsarbeit über Hatespeech das Forum incels.co untersucht hatte, bestätigt diesen Eindruck. «Die User dort haben Gruppenmerkmale, sie benutzen eine codierte Sprache». Die Abgrenzung von «gemässigten Seiten ist extrem wichtig.»

Jaki stiess bei einer Studie über Rechtsextremismus in den sozialen Medien auf die radikale Incel-Community.

User Anon1822 schreibt am 3. Juni: «It's weird. At times I really hate women, am very bitter about my isolation and everything else, sad and depressed about all the things I've missed and that I'll never be able to do. Other times I'm slightly glad (won't say happy cause I'm never really happy) that I dodged a bullet, cause women are crazy, manipulative cunts that would just make me even more miserable.»

Ein anderer User schreibt etwas später ins Forum: «It is over if you are ugly and want to exist in the modern world. You are better off just openly raping and slaughtering women on the streets, since you're less likely to be called creepy and more likely to get female attention that way than being a good boy like Moby did.»

Die Hoffnungslosigkeit in den Incel-Foren ist erschütternd, die Misogynie allgegenwärtig und radikal. Es wird darüber diskutiert, ob Frauen überhaupt das Recht haben sollten, abzutreiben. Einträge mit Vergewaltigungsfantasien sind an der Tagesordnung. Frauen (die in der Incel-Lingo abwertend als «Femoid» oder «Foid» bezeichnet werden), sind im besten Fall Gebärmaschinen, deren Reproduktionsfähigkeit kontrolliert werden sollte.

Dieser Hass wird, so scheint es, genährt aus der Überzeugung, dass einem ein natürliches Recht verwehrt wird: Liebe und Sex und Aufmerksamkeit. Zumindest letzteres gewähren ihnen die Medien noch so gerne: Das Thema Incels wird in schier unerschöpflicher Art und Weise behandelt. Tausende Zeitungsartikel, Kommentare, Blogposts, Essays erschöpften sich in der Ausleuchtung der dunklen Seelen der Incels.

Die Krimi-Serie «Law & Order» widmete im letzten Herbst eine Episode der Incel-Frage (in der Episode «Revenge» überfällt ein als Pizzalieferant verkleideter Incel ein Paar und vergewaltigt die Frau vor den Augen des Mannes). Jaki sagt, bei ihrer Recherche ging es ihr oft wie Gaffern bei einem Autounfall. Man will eigentlich wegschauen angesichts der grausamen Bilder, die einem präsentiert werden. Aber man kann die Augen dann halt doch nicht abwenden.

MTV und der Sexismus

Auf incels.co schätzt man die Dunkelziffer gleichdenkender Incels auf Millionen von Männern. Tatsächlich dürften es aber weit weniger sein, die sich mit der Ideologie der Incels identifizieren. Die Attentate von Rodgers, Minassian und Beierle und anderen sind nur eine Erklärung. Die andere ist, dass die Incels und mit ihnen verwandte Szenen wie die «MGTOW» (Men Going Their Own Way) oder «Pick Up Artists» nur eine extreme Form der Misogynie repräsentieren, die der westlichen Gesellschaft subkutan noch immer inhärent ist.

Das Gruseln über die extrem und offen feindselige Haltung der Incels Frauen gegenüber dient nicht zuletzt dazu, den eigenen blinden Fleck in Sachen Sexismus auszublenden.

Der Vox-Redaktor Zack Beauchamp, der sich seit langem mit dem Incel-Thema beschäftigt, wies kürzlich in einem Podcast darauf hin, dass in den USA vor nicht allzu langer Zeit die Show «The Pick Up Artist» ausgestrahlt wurde, bei der es darum ging, wie Frauen am erfolgreichsten angebaggert werden können. Die Grenzen des akzeptablen sind dort weit gesteckt: Irgendwo zwischen verbaler Beleidigung und Po-Grabschen. Was heute vielfach in der Schmuddelecke der Pick Up Artists versorgt wird, war während Jahrzehnten Standardprogramm für Millionen Heranwachsender im 21. Jahrhundert – und ist es auch heute noch. Trump, Weinstein und Co. sind nur die ans Licht der Öffentlichkeit gezerrten Repräsentanten einer Gesellschaftsordnung, für die die #metoo-Bewegung sensibilisiert hat, deren frauenverachtende Grundpfeiler aber noch immer erstaunlich stabil sind.

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«The Pick Up Artist» – VH1. Bild: Wikimediacommons

Der ganz normale Frauenhass

Wenn sich Terrorexperten in den USA besorgt geben über die Radikalisierungtendenz in Online-Foren und nach einem harten Durchgreifen der Serverhoster und Netzprovider rufen, um zukünftige Anschläge zu verhindern, ist das gut gemeint.

Gleichzeitig schwingt darin oft die Vorstellung mit, dass mit einer Säuberung der Incel-Foren der Frauenhass eingedämmt werden kann. Dass sich der Frauenhass in der Extremform nicht nur bei vermeintlich vereinsamten, sozial inkompatiblen und im Netz extremisierten Männern äussert, wird klar, wenn man sich hierzulande die Statistik zu Femiziden vor Augen hält: Alle zwei Wochen wird eine Frau im Umfeld von häuslicher Gewalt getötet, die Zahl ist seit Jahren ähnlich hoch. Ob die Gewaltakte innerhalb von Beziehungen stattfinden oder ob die Opfer willkürlich ausgewählt werden – die Gewalt gründet oft auf der gleichen Ideologie: Frauen sind Besitz des Mannes. Die Frau steht dem Mann zu, der Mann hat ein Recht auf die Frau.

Der deutsche Sozialpsychologe Rolf Pohl, der sich das erste Mal bei den Massenvergewaltigungen im Jugoslawischen Krieg mit systematisch manifestiertem Frauenhass befasste, sagt, die Incels stellten kein neues Phänomen dar. «In Gesellschaften mit männlicher Dominanz werden Incels sozusagen herangezüchtet.» Die Nähe zu dem, was wir ‹normale Männlichkeit› nennen, sei viel geringer als wir denken, sagt Pohl. «Gleichzeitig haben Incels Berührungspunkte zu anderen gesellschaftlichen Gruppen, deren Ziel es ist, traditionelle Männerbilder wiederherzustellen – rechtskonservative Parteien und Bewegungen etwa.»

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Fight-Patriarchy-Graffito in Turin. Bild: wikimediacommons/profiumacorno

Die Grundproblematik liege darin, dass Männer in patriarchalen Gesellschaften einer Zerreissprobe ausgesetzt seien: «Einerseits sollen Männer autonom sein, anderseits sind sie gerade auf dem Feld der Sexualität abhängig. Im Prinzip bestätigen Incels, dass die Männlichkeit nirgends schwächer ist als auf dem Feld der Sexualität.»

Pohl, der das Phänomen Incels schon lange untersucht, will das nicht als Rechtfertigung verstanden wissen. «Man kann diese Krise der Männlichkeit auch produktiver angehen. Zum Beispiel, indem man ein Geschlechterverhältnis anstrebt, dass zu einer vollen Gleichberechtigung führt – sodass der Mann nicht mehr als überlegenes Geschöpf gesehen wird.»

Was neu ist: Eine weltweite Vernetzung der sexuell frustrierten Liberalisierungsverlierer.

Elliot Rodger

Diese Krise der Männlichkeit äusserte sich in ihrer brutalen Extremform im 21. Jahrhundert bei keinem exemplarischer als bei Elliot Rodger, dem Isla-Vista-Mörder. Elliot, oder ER, wird im Netz von vielen der extremen Incels abgöttisch verehrt. Das hat auch mit seiner Inszenierungs-Sehnsucht zu tun, die erst posthum Wirkung entfaltete.

«Von einem enorm hohen Turm aus, von dem ich einen Überblick über das ganze Lager hätte, würde ich vergnügt dabei zuschauen, wie sie alle sterben.»

Auszug aus Elliot Rodgers Manifest

Rodger hat ein Vermächtnis hinterlassen, das Einblick liefert in menschliche Abgründe und die Wahnwelt eines in Frauenhass radikalisierten Mannes.

This image from video posted on YouTube shows Elliot Rodger. Sheriff's officials say Rodger was the gunman who went on a shooting rampage near the University of California at Santa Barbara on Friday, May 23, 2014. In the video, posted on the same day as the shootings, Rodger looks at the camera and says he is going to take his revenge against humanity. He describes loneliness and frustration because

Elliot Rodger: Posterboy der Incel-Szene. Rodger tötete 2014 in Santa Barbara, Kalifornien, sechs Menschen und verletzte 14 weitere. In einem Bekenner-Video erklärte er, Frauen bestrafen zu wollen. Bild: AP/YouTube

Auf YouTube kann man Amateuraufnahmen von Rodger sehen, selbstgedrehte Handy-Videos, bei denen die kalifornische Abendsonne immer ein wenig zu stark leuchtet. Rodger, der ein 142-seitiges Manifest geschrieben hat (Titel: «My twisted World» – dt. etwa «Meine verzerrte Welt») ist darin zu sehen, wie er nervös an seinem Armani-Hemd zupft, eine teure Sonnenbrille in der Hand, wie er sich mit ehrlicher Ungläubigkeit darüber beklagt, dass keine Frau ihn daten will, obwohl er ein teures Auto fährt, gute Kleider trägt, Manieren besitzt und, in seinen Worten der «Supreme Gentleman» ist, der erhabene Ehrenmann. Wie er in einer affektierten Sprache und mit posenhaften Bewegungen ankündigt, dass bald jemand büssen müsse für diese Ungerechtigkeit.

Rodger war psychisch krank, war mehrere Mal in Therapie, litt vermutlich unter einer sozialen Angststörung und Depressionen. Die Autobiografie ist tief verstörend, durchsetzt von brutalen, faschistischen Sehnsuchtsfantasien. An einer Stelle träumt Rodger davon, alle Frauen in Konzentrationslagern einzusperren, und sie langsam verhungern zu lassen. «Von einem enorm hohen Turm aus, von dem ich einen Überblick über das ganze Lager hätte, würde ich vergnügt dabei zuschauen, wie sie alle sterben.»

Zwischen kranken Gewaltfantasien und ehrlichen Gefühlsausbrüchen analysiert er kühl und rational sein «miserables, untaugliches» Leben, schreibt, wie einsam und unglücklich er ist, und gibt – in einer über weite Strecken gekünstelten Sprache – seiner Hoffnung Ausdruck, dass vielleicht eines fernen Tages, hinter einer noch unabsehbaren Ecke, doch noch das gute Leben auf ihn wartet.

Rodger berichtet auch von über lange Zeit erlittenem Unrecht, das ihm von Frauen scheinbar angetan wurde, und listet dann banale Ereignisse auf, wie etwa, dass er als Kind im Sommerlager von einem Mädchen gestossen wurde und anschliessend in einen Zustand der Paralyse verfiel. Was für Kinder mit gewöhnlicher Resilienz einen kaum nennenswerten Vorfall darstellt, der spätestens nach einer halben Stunde vergessen ist, war für Rodger offenbar eine unverzeihliche, lebenslange Demütigung.

User Hikikomori schreibt im Incel-Forum: «I don't worship anyone. I do think however, that Elliot experienced the same profound isolation and loneliness that many of us experience. Perhaps that's why so many of us can relate to him in such regards.»

Sich mit jemandem identifizieren heisst auch: «Going ER». Die Phrase hat sich in den entsprechenden Foren als Synonym für «einen Amoklauf begehen» eingebürgert.

Der Psychologe Pohl sagt, diese Foren seien extrem gefährlich: «Sie futtern das Potential an, dass man nicht alleine ist, und sie haben eine starke Sogwirkung. Es findet eine ideologische Vernebelung statt, getarnt als Aufklärung, ähnlich wie bei populistischen Bewegungen.»

Viele User-Avatare zeigen Hitler-Memes, andere glorifizieren rechtsextreme US-Politiker oder Nazi-Kollaborateure im zweiten Weltkrieg.

Die Sprachwissenschaftlerin Jaki sagt, der raue Umgang miteinander, die hasserfüllten Bezeichnungen für Frauen, die Ankündigung von Amokläufen im Plauderton und das Flachsen über Suizide gehörten zum sprachlichen Duktus auf diesen Seiten. «Die Nutzer merken, dass diese Art von Hass- und Apokalypserhetorik goutiert wird und eignen sich diese Sprache an. Bei manchen sind es tatsächlich Hilfeschreie – die aber in dem unablässigen Strom der nihilistischen Weltuntergangssprache ungehört verschwinden.»

Spricht man einzelne Incels in den Foren an, weisen sie Verantwortung von sich. Es sei doch völlig offensichtlich, dass es sich um Ironie handelt, niemand würde doch ernsthaft in dieser Art und Weise über Menschen sprechen.

Die Rattenfänger der «Alt Right»

Es darf bezweifelt werden, dass es den radikalen Incels in Wahrheit nur um Sex oder Liebe geht. Die «New Yorker»-Autorin Jia Tolentino schreibt, Incels suchten nicht nach Sex, sondern nach der absoluten männlichen Vorherrschaft. «Sex, für sie definiert als Herrschaft über den weiblichen Körper, ist bloss ihr bevorzugtes Mittel (...).»

Macht und Politik, das wird schnell ersichtlich, ist ein wesentlicher Teil vieler Incel-Diskussionen. Die politische Orientierung ist einseitig: Bei der Abtreibungsfrage, der Geburtenkontrolle oder dem Prostitutionsverbot manifestieren sich rechtskonservative bis faschistische Ideologien, viele User-Avatare zeigen Hitler als Meme, andere glorifizieren rechtsextreme US-Politiker, oder Nazi-Kollaborateure im zweiten Weltkrieg.

In einem Thread über den Musiker Moby, der die Schauspielerin Natalie Portman vor Jahren einst bedrängt haben soll, wird aus dem «Daily Stormer» zitiert, einer rechtsextremen, neonazistischen Website. Es scheint naheliegend, dass die Incel-Community als Rekrutierungszentrum für rechtsradikale Rattenfänger dient.

Auf Twitter beschreibt die Userin MsHappyDieHappy, wie ein solches Grooming abläuft. Die Alt-Right-Bewegung suche im Netz gezielt nach jungen Menschen, die an Depressionen leiden und einsam sind und biete sich als Ersatzfamilie an. In stundenlangen Chats, mit YouTube-Videos und Discord-Unterhaltungen werde nach und nach ein Weltbild übergestülpt, das Muslime, die Globalisierung, die Mainstream-Religionen und die Juden ins Visier nimmt.

Die Figur Jordan Peterson

Tatsächlich ist erstaunlich, wie viele der erfolgreichen Alt-Right-YouTuber von überwundenen persönlichen Krisen berichten oder in ihrer Biografie Depressionen erwähnen. Eine Figur, die in diesem Kontext immer wieder auftaucht, ist der kanadische Psychologe Jordan Peterson.

epa07613517 Canadian psychologist Jordan Peterson (R) speaks on a stage in front of St. Stephen Basilica during Brain Bar Future Festival in Budapest, Hungary, 30 May 2019.  EPA/Zoltan Balogh HUNGARY OUT

Jordan Peterson, kanadischer Psychologe und Wegbereiter neurechter Theorien. Bild: EPA/MTI

Peterson feiert seit ein paar Jahren grosse Erfolge als konservativer Wanderprediger, Videos seiner Vorlesungen generieren auf YouTube Millionen Klicks. Mit seinem Buch «12 Rules for Live» hat er im vergangenen Jahr einen Bestseller geliefert. Petersons Klientel: Junge Männer, die überfordert sind von der chaotischen Welt der Postmoderne. Sein Rezept dagegen: zurück zum Altbewährten.

Nach der Terrorattacke in Toronto sagte Peterson, Minassian sei wütend gewesen auf Gott, weil er keinen Erfolg hatte bei Frauen. Junge Männer wie Minassian würden von der Gesellschaft vernachlässigt und stellten für diese ein grosses Problem dar. Die Lösung: «erzwungene Monogamie», eine Art staatliche Garantie auf Zweisamkeit für junge Männer wie Minassian also.

«Die Position des Mannes wird infrage gestellt, es gibt umstrittene Vorstellungen von Männlichkeit.»

Geschlechterforscher Matthias Luterbach

Der Aufschrei war gross, «Huffington Post» bezeichnete Peterson als «Chef-Lobbyist der Incels», die «New York Times» als «Wächter des Patriarchats». Peterson ruderte halbherzig zurück.

Der Kanadier ist der Standartenführer des konservativen Backlashs – dass er diese Rolle immer wieder wenig glaubhaft von sich weist, ist dabei unerheblich.

Die Schweizer Soziologin Franziska Schutzbach schrieb schon vor zwei Jahren im Onlinemagazin «Geschichte der Gegenwart»: «Das Phantasma von einer Wiederaneignung dominanter Männlichkeit wirkt bei vielen Männern wie eine Einstiegsdroge für rechtsnationale Weltanschauungen.» Vom Feindbild eines angeblich grassierenden Feminismus‘, der Männer klein halte, sei es ein kleiner Schritt zu der Vorstellung, die Verweichlichung des westlichen Mannes führe zur Schwächung nationaler Souveränität und zur baldigen Machtübernahme durch Muslime.

Für Matthias Luterbach sind die Incel-Foren extreme Schauplätze eines Kulturkampfes, in dem sich moderne Gesellschaften befinden. «Die Position des Mannes wird infrage gestellt. Um die Vorstellung, was überhaupt Männlichkeit ist, wird gegenwärtig gestritten.»

Das sei einerseits eine Folge von sozioökonomischen Umwälzungen, der sich exemplarisch im Niedergang der weissen Arbeiterschicht zeigt. Und anderseits bedingt durch den Feminismus, der seit 40 Jahren verstärkt rechtliche, soziale und ökonomische Gleichstellung fordert.

Nur ein Teil des Problems

Aber wer sind die Incels überhaupt? Die Userschaft auf dem Forum Incels.co sei sehr heterogen, schreibt eine Gruppe von Forschern der Universitäten Hildesheim, Antwerpen, München, Hull und der Columbia University in einem Paper, das Ende letzten Jahres erschien. Sie untersuchten die Sprache der Incels, den Altersdurchschnitt, den sozioökonomischen Hintergrund und kommen zum Schluss, dass die folgende Selbstbezeichnung diejenige des prototypischen Incels sein könnte:

«22 yr old kissless, dateless, virgin. Chubby cheeks, crooked nose, 5"10,10 balding at age 22, weak frame, and awkward voice. Shitty career prospects. Mild autism and social anxiety. My life is fucking fucked […].»

Schaut man sich auch die übrigen Foren an, in denen Incels aktiv sind – loveshy, incelistan, incels.is oder Absolute Beginner – präsentiert sich ein differenzierteres Bild. Die geschlossene Facebook-Gruppe Incelistan, die man nur mit Einladung beitreten kann, weist ausdrücklich auf die Gewaltlosigkeit und das Verbot von Hatespeech hin. Frauen sind ebenso willkommen wie Transgender. Auf loveshy liest man Threads darüber, wie die Alt-Right-Bewegung in den sozialen Medien gezielt Personen mit schwachem sozialem Umfeld und psychischen Labilitäten umgarnt.

Der Sex, die Beziehung

Der einzige gemeinsame Nenner all dieser Forums-User ist die Sehnsucht nach emotionaler und körperlicher Nähe. In einer Studie zum Sexualverhalten junger Schweizerinnen und Schweizer gaben 5 Prozent der Befragten zwischen 24 und 26 Jahren an, noch keine sexuellen Erfahrungen gesammelt zu haben. Die Zahl ist nur eine Randnotiz, es geht in dieser Studie wie so oft um Menschen, die Sex haben, nicht um die, die keinen haben.

Brigitte Leeners, leitende Ärztin am Universitäts-Spital Zürich, Klinik für Reproduktions-Endokrinologie hat die Studie mit durchgeführt. Sie sagt, die Ergebnisse hätten sie überrascht. «Wenn man von den Stereotypen ausgeht, dass die Männer einfach günstige Gelegenheiten wahrnehmen, müsste man davon ausgehen, dass die Zahl bei ihnen tiefer liegt. Aber dem ist nicht so.»

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Catcher in the Rye: Der Coming-of-Age-Roman schlechthin. Bild: wikimediacommons/michaelmitchell

Die Unsicherheiten und Ungewissheiten beim Daten und bei der Suche nach der eigenen Sexualität kennt jeder Teenager. Aber für einige dehnt sich diese Phase der Unsicherheit aus – bis sie zum Normalzustand wird. Leeners sagt: «Viele der Männer mit dieser Problematik in meiner Sprechstunde hadern schwer mit ihren Teenager-Jahren. Die Schüchternheit und Unerfahrenheit aus der Pubertät haben sie nie wirklich abgelegt.»

Das führe dazu, dass ihnen im Erwachsenenalter das Knowhow und die Erfahrung fehlen, wie man ganz normale Beziehungen führt, ein Gespräch beginnt oder jemandem die Hand schüttelt und in die Augen schaut. «Je länger sich dieser Zustand fortsetzt, desto weiter fühlen sich diese Leute von der sogenannten Normalität entfernt.»

Eintrag auf incels.me: «If it wasnt for incel forums id have 0 social interaction whatsoever.»

Der Selbsthilfeansatz in gemässigten Incel-Foren ist vielleicht gut gemeint, kann aber weitreichende Folgen haben. Teenager, die sich in solche Gruppen verirren, können in einen verheerenden Teufelskreis geraten, sagt Jaki. «Sie treffen dort einerseits auf Männer, die seit Jahrzehnten in völliger sozialer Isolation leben und anderseits auf Menschen mit ernstzunehmenden psychischen Problemen.» Diese Kombination wirke toxisch auf junge, beeinflussbare Menschen.

Wer ist eigentlich ein Incel?

Wahrscheinlich handelt es sich auch um eine Begriffsverwirrung. Inceldom, der Zustand der unfreiwilligen Beziehungslosigkeit und sexuellen Abstinenz, ist derart negativ besetzt, dass sich kaum jemand, der ansonsten über ein intaktes soziales Netz verfügt, sich damit freiwillig identifizieren würde.

«Diese Leute in den Foren haben einen unglaublichen Stress mit ihrer Sexualität. Sie glauben, die ganze Welt feiere eine riesige Sexorgie und sie seien die einzigen, die nicht eingeladen wurden.»

Dabei gab es schon immer Menschen, die keinen Sex hatten. Aber muss man sich überhaupt als Incel bezeichnen, um einer zu sein? Oder reicht es, keinen Sex zu haben und in keiner Beziehung zu sein? Dann wäre jede und jeder von uns schon einmal Incel gewesen oder wird irgendwann einmal ein Incel sein.

In einem Café im Zürcher Kreis 3 treffe ich Dominik Wolfinger. Wolfinger recherchiert mit der Regisseurin Luisa Ricar seit mehr als einem Jahr zur Incel-Szene. Geplant ist ein 90-minütiger Dokumentarfilm – mit einer «klar feministischen Haltung». Wolfinger plädiert dafür, Inceldom nicht als Schicksal anzusehen, sondern als Lebensphase, welche viele Menschen durchleben. «Wir alle stehen unter einem enormen gesellschaftlichen Druck, wenn es um Beziehungen und Sexualität geht. In den Incelforen ist eine krasse Verzerrung der Realität zu beobachten. Sie glauben, die ganze Welt feiere eine riesige Sexorgie und sie seien die einzigen, die nicht eingeladen wurden.»

Wolfinger diskutierte während seiner Recherche stundenlang mit dutzenden Incels, führte nächtelange Gespräche auf Discord und kommt zum Schluss: «Incel ist keine Bewegung, sondern eine Situation. Jeder Mensch kann im Leben am einen oder anderen Punkt in diese Situation geraten.»

Warum aber identifizieren sich so viele – vornehmlich – Männer mit dem Begriff Incel, obwohl er durch Leute wie Eliot Rodger, Alek Minassian in Verruf geraten ist? Pohl glaubt, dass der Sexismus der kleinste gemeinsame Nenner ist, sowohl bei extremen Incels, PUAs (Pick Up Artists) und MGTOW (Men Going Their Own Way), als auch bei weniger radikalen Formen: «Solange wir eine Huldigung des anderen nur oder vor allem qua Geschlecht betreiben, erreichen wir nie eine volle rechtliche und politische Gleichberechtigung.»

Wer das Thema Incel aber nur auf amoklaufende junge Männer reduziert, wie es viel zu oft passiert in den Medien, und Incels mit Terroristen gleichsetzt, der unterschätzt, wie viele Menschen von dem zugrunde liegenden Phänomen betroffen sind: Einsamkeit (dass Sex für ein Heilmittel gegen jene angepriesen wird, zeigt bloss, wie schwer sich unsere Gesellschaft immer noch damit tut, körperliche und emotionale Nähe auseinanderzuhalten).

Man muss nicht mit den knallig-apokalyptischen Thesen des umstrittenen deutschen Beststeller-Psychiater Manfred Spritzer einverstanden sein («Einsamkeit. Die unerkannte Krankheit. Schmerzhaft. Ansteckend. Tödlich.» ist der Titel einer seiner Beststeller), um das Problem anzuerkennen.

Grossbritannien hat letztes Jahr in Reaktion auf eine Studie ein Einsamkeitsministerium gegründet und Forscher der Universität Chicago haben in einer Studie kürzlich dargelegt, dass Einsamkeit physische Schmerzen verursacht. Klaus Bader, Leiter der Abteilung für ambulante Verhaltenstherapie an der Universitären Psychiatrischen Kliniken in Basel, macht zwei Entwicklungen aus, die unsere Gesellschaft vereinsamen lassen: steigende Arbeitsbelastung und die Isolation durch die Digitalisierung.

Krankheit Einsamkeit

Die Schweizer Gesundheitsbefragung ergab 2017, dass sich fast die Hälfte der in der Schweiz wohnhaften 15- bis 24-Jährigen manchmal bis dauernd einsam fühlt. In der Gesamtbevölkerung sind es gut 38 Prozent. Tendenz seit dem Anfang des neuen Jahrtausends steigend.

Forscher konnten nachweisen, dass soziale Isolation unter anderem zu einer Schwächung des Immunsystems führt, Muskelerkrankungen begünstigt und depressiv macht.

Tatsächlich drängt sich der Eindruck auf, dass nicht wenige Incels mit erheblichen psychischen Störungen zu kämpfen haben, die über herkömmliche Teenager- oder Adoleszenzprobleme hinausgehen: Sylvia Jaki bestätigt diese Wahrnehmung: «Viele Incels haben eine psychische Disposition, die sich laut eigenen Angaben schon früh bemerkbar gemacht hat und mit einer extremen Schüchternheit einher geht.»

Die meisten erzählen in den Threads überraschend freimütig von ihrem Autismus, der ihnen menschlichen Kontakt im Alltag praktisch verunmögliche, einige behaupten, an sozialen Phobien zu leiden, bei anderen wurden offenbar Depressionen oder eine bipolare Störung diagnostiziert. «Die meisten Incel wissen um diese Störungen, sie sind sich bewusst, dass sie in irgendeiner Weise nicht der ‹Norm› entsprechen», sagt Jaki.

Regisseur Wolfinger gibt zu Bedenken, dass diese mit einer Selbstdiagnose mit Asperger oder Autismus eine einfache Erklärung für ein komplexes Problem gesucht wird. «Die Incel-Foren sind voll mit Erfahrungsberichten, bei denen Psychiater geraten haben, es doch einfach einmal auf Tinder zu versuchen oder bereits nach fünf Minuten Sitzung Antidepressiva verschrieben wurde», sagt Wolfinger.

Es fällt auf, wie offensiv in den Foren in Schemata und Kategorien eingeteilt wird. Für jede Strömung gibt es einen Begriff, heightcells sind einsam, weil sie zu klein sind, currycels sind Incels aus Indien, ricecels aus Südostasien, bei mentalcels sind psychische Probleme verantwortlich für die Dating-Unfähigkeit, lookcels leider unter ihrem Aussehen – Identitätspolitik in ihrer krudesten Form. Ein Dauerbrenner in praktisch allen Foren: Die Diskussion darüber, wer ein wahrer Incel ist (truecel) und wer nicht.

Die Foren

Nachdem das bekannteste Incel-Forum auf Reddit geschlossen wurde, konzentrierte sich der harte Kern auf incels.co. Die meisten der Foren – auch incels.co – sind zwar öffentlich, das heisst, die Diskussionen sind für alle sichtbar. Wer sich beteiligen will, muss jedoch detailliert beschreiben, warum man Mitglied sein möchte. Auch incel.net und loveshy verlangen eine Begründung, um Lurker (Personen, die nur Posts lesen ohne sich selber aktiv an den Diskussionen zu beteiligen), Larpers (von Live Action Role Playing Game – Leute, die sich einen Spass daraus machen, sich als Incels auszugeben) oder fakecels von den Threads fernzuhalten. Andere Foren, wie etwa die geschlossene Facebook-Gruppe Incelistan, kann man nur auf Einladung betreten.

Ich kreiere ein Fake-Profil, das mich als 22-jährigen Studienabbrecher ausweist, arbeitslos, zurückgehender Haaransatz. In meinen Teenager-Jahren wurde eine Depression diagnostiziert, ich leide zudem unter sozialen Phobien: Fremde Menschen ansprechen fällt mir extrem schwer. Ich lebe bei meinen Eltern, verbringe meine Zeit mit langen Spaziergängen in der Stadt und mit dem Lesen von Geschichtsbüchern über den Ersten Weltkrieg und die französische Revolution. Abgelehnt. Meine zweite Biografie tönt wütender, verzweifelter: Ich bin Mitte 20, stark übergewichtig, alkohol- und tablettenabhängig, und abgestossen von dem Optimismus, der auf anderen Foren verbreitet wird. Mein Gesicht ist entstellt durch eine Narbe von einem Autounfall, meine Ohren sind riesig, mein IQ unterirdisch. Für mich gibt es kein Glück, wird es nie geben, ich bin dazu verdammt, für immer alleine zu sein. Schuld sind: Frauen. Ich werde angenommen, kurz darauf aber ohne Begründung wieder gesperrt.

Ich schreibe Mike an, ein User, der in einem Thread auf Loveshy von den Verführungen der Alt-Right-Lobby warnt. Loveshy wird auf dem Incel-Wikipedia als Incel-Forum aufgeführt. Mike aber verneint, als ich ihn darauf anspreche: «Loveshys unterscheiden sich von Incels darin, dass sie Schwierigkeiten haben, Frauen anzusprechen. Incels hingegen haben es meistens versucht und wurden immer wieder zurückgewiesen. Das führte zur Verbitterung und Wut.»

Vor einigen Jahren hätten Incels begonnen, das Loveshy-Forum zu fluten, weil hier die Moderationsregeln laxer waren. Mike sagt, er sei damals einer der Moderatoren gewesen, die den Extremisten Zuflucht und eine Plattform geboten hatten. Etwas, was er heute sehr bereue. «Ich weiss mittlerweile, wie gefährlich Extremismus im Netz ist.» Heute noch drehen sich Diskussionen auf Loveshy um die Frage, wer in dem Forum asexuell sei, wer damit rechne, mit 50 noch Single zu sein, oder wie man sich fühlt, wenn man die Nachbarn durch die Wände hindurch beim Sex hört.

Mike ist Anfang 30, hatte einige kürzere Verhältnisse, aber nichts ernsthaftes. Er sagt, er sei «vorsichtig optimistisch», eines Tages eine feste Beziehung zu haben. Mike ist Mitglied der Democratic Socialists, er lebt in Boston und verbrachte die letzten paar Tage als Unterstützer im Gerichtsaal. Er war als Gegendemonstrant einer Straight Pride Parade mit der Polizei aneinandergeraten. Die Parade wurde von einer Gruppe um Milo Yiannopoulos organisiert, einem Aushängeschild der Alt-Right-Bewegung mit dem Ziel, auf die angebliche Unterdrückung der heterosexuellen Mehrheitsgesellschaft in den USA aufmerksam zu machen.

Mike sagt, er habe lange gebraucht, um seinen Platz in der Welt zu finden. «Ich bin autistisch, litt lange an Angstvorstellungen. Die Online-Community war in dieser Zeit eine Art Krücke für mich. Obwohl diese alles-ist-beschissen Sicht meine Depressionen und Ängste verstärkten, konnte ich mich lange nicht davon lösen.» Mittlerweile sei er manchmal in den gemässigten Foren unterwegs, um mit jungen Leuten über ihre Probleme zu reden – bevor sie radikalisiert werden.

Hunderttausende am «Pride March» in New York

Hauptsache dabei – und Meinungsfreiheit ftw

Es scheint, als ob nicht wenige der User, die faschistischen, rassistischen und frauenverachtenden Meinungen eigentlich ablehnend gegenüberstehen, diese als notwendiges Übel hinnehmen und als radikale Form der Meinungsfreiheit zähneknirschend akzeptieren. Das betont auch Wolfinger, der während seiner Recherchen in vielen dieser Foren unterwegs war. Obwohl man nicht einverstanden ist mit den politischen Äusserungen, lässt man sie durchgehen, antwortet wenn überhaupt mit Ironie oder spielt die Aussagen herunter.

User inbuddhist: «But surprisingly, despite all the ‹just cope bro›, ‹it's over for you› etc, it's only in this community that i feel comfortable being myself, i don't feel any guilt or frustration expressing myself, i feel peace with my self. While in the rest of life i find every interraction toxic, constantly reminding me of my inferiority. And somewhat it's the incel community that it's toxic.»

Es liegt nahe, dass das eine Art Überlebensstrategie ist. Für viele sind die Foren die einzige Art von sozialen Austauschs, die sie überhaupt noch pflegen. Da will man nicht den Ausschluss riskieren, nur weil jemand einen sexistischen Frauenwitz reisst oder jemand in raunendem Ton die Kontrolle der Juden über das weltweite Bankenystem anprangert.

«Just do us a favour and rope, dude» – tu uns einen Gefallen und bring dich um.

In dem Thread «Ban Appeals» auf incels.co kriechen reumütige User zu Kreuze, und bitten um Verzeihung, dass sie gegen die Forumsregeln verstossen haben. User SpringHeeledJack bittet am 1. April 2019 Moderator SergeantIncel darum, eine Sperre aufzuheben.

Ähnlich irritierend ist, mit welcher Beiläufigkeit brutale, despektierliche und unbarmherzige Äusserungen getätigt werden. Einer der häufigsten Sätze, die man in verschiedenen Variationen und zu verschiedenen Themen auf incels.co liest, lautet: «Just do us a favour and rope, dude» – tu uns einen Gefallen und bring dich um. Als Antwort auf die Ankündigung, nicht weiter zu wissen mit dem Leben, als Antwort auf unverhohlene Suizidwarnung.

Als Aussenstehender erschrickt man ob dieser unfassbaren Rohheit, fühlt sich aber gleichzeitig auch an die verbalen Derbheiten des Pausenhofs erinnert, wo Flüche, Beleidigungen und mit der gleichen Beliebigkeit herumgeworfen wurden wie Schaumstoffbälle im Sportunterricht. Über die Folgen dieser Erniedrigungen dachte man kaum je nach. Dieses Wechselspiel zwischen Ironie und todernster Traurigkeit, zwischen absoluter Verzweiflung und Überlegenheitsgefühl, zieht sich durch viele der Threads, auch in den gemässigteren Foren.

Der Körperkult

Wer sich in den einschlägigen Foren noch nicht ganz aufgegeben hat (wer also, in der Manosphere-Sprache, noch nicht die «Blackpill» geschluckt hat) der beteiligt sich an einem bizarren Körperkult. Das Zauberwort dabei lautet ascending, also aufsteigen, die Leiter erklimmen in Richtung Schönheit, Anerkennung, Erfolg, ewiges Glück. Die Erlösungsfantasien werden im Gym oder beim Coiffeur bedient, wo man sich für viel Geld den Körper stählen und die Haare zurechtföhnen lassen kann.

Wo aber das Bemühen um Äusserlichkeit bei den meisten Männern endet, beginnt die Verunsicherung der hartgesottenen Incels erst. Physiognomische Grundwahrheiten wie Kopfform, Hüftknochen, Stirnfläche werden zur Projektionsfläche von Unzulänglichkeit. Die Bestätigung der eigenen Unansehlichkeit kann man sich problemlos in den zahlreichen Threads abholen. Nachdem man ein Porträtbild von sich hochgeladen hat, gibt man es zur Bewertung frei. 1 bedeutet Hässlichkeitsstufe Augenkrebs, 10 ist das Äquivalent zum männlichen Supermodel, aktuell zum Beispiel Francisco «Chico» Lachowski.

Chico Lachowski – Schönheitsideal in Incel-Foren.

Hoch im Kurs sind: Definierte Wangenknochen. Hunter Eyes. Ausgeprägte Kieferknochen.

Ästhetische Kapitalverbrechen sind: Zurückgehender Haaransatz, Hakennase, pausbäckiges Gesicht.

User a schlägt vor, etwas mit den Haaren zu machen und das Verhältnis zwischen Kinn und Philtrum in Ordnung zu bringen. User b empfiehlt einen chirurgischen Eingriff, um den Kiefer zurechtzurücken, User c kann nicht anders, als die «widerwärtige Augenpartie» zu betonen und user d beruhigt: Die Person auf dem Bild sei offensichtlich noch jung, wenn sie in den nächsten Jahren das mewing, regelmässige Kaubewegungen, um die Kiefermuskulatur zu stärken, nicht vernachlässigt, könne sie eine Operation vielleicht umgehen.

Die Diskussionen drehen sich in einem medizinisch-anatomischen Jargon um Knochenlinien, Schädelformen und Haarlinien, angereichert mit pseudowissenschaftlichen Fakten und haarsträubend amateurhaft aufbereiteten Memes und Bildtafeln. Auf YouTube gibt es unzählige Videos, in denen junge Männer mit ernstem Gesichtsausdruck und umgedrehter Baseballkappe die Ausmerzung bisher ungeahnter Körperdefizite versprechen.

Ein Video, in dem ein vielleicht 20-jähriger Mann namens Brett Maverick während eines Monats jeden Tag eine Packung Kaugummi kaut, erreichte 3,3 Millionen Aufrufe. Brett streicht dabei zweifelnd-selbstverliebt über seine definierten Wangen, hält sein Kieferprofil in die Kamera und bittet die Zuschauer, ihm mitzuteilen, ob sie schon eine Veränderung bemerkten. Dass Bretts Gesicht schon vorher wie ein menschgewordener Spaten aussah, scheint niemandem aufzufallen.

Der unablässige Zwang zum Vergleich und die Orientierung am Absolutwert führt dazu, dass praktisch niemand die erhoffte Anerkennung erfährt. Du siehst aus wie Brad Pitt? Schön für dich, aber solange du nicht wie George Clooney aussiehst, bist du eigentlich chancenlos auf dem Datingmarkt.

Das logische Problem dahinter, dass niemand glücklich sein wird, abgesehen von einem winzigen Promillesatz, der mit der Zurschaustellung von Perfektion Geld verdient, wird ausgeblendet. Und es führt umgekehrt dazu, dass gut aussehende Menschen eigentlich per definitionem nicht Incels – also unfreiwillig Single – sein können.

Die Verengung auf den Körper, zu der auch die Objektifizierung des Männerkörpers beiträgt (ein Phänomen, von dem lange nur der weibliche Körper betroffen war), ist allgegenwärtig.

Die Gehirnwäsche

14 Uhr Nachmittags an einem Donnerstag Anfang September. Ich klicke mich seit mehreren Stunden durch die verschiedenen Threads, lese Diskussionen darüber, wie oft man von wildfremden Leuten schon als hässlich bezeichnet wurde, ob einem die Anschaffung eines Flugzeugs helfe, zu ascenden, warum einem als Mann das Recht auf Sex zusteht (um die Gesellschaft vor dem Zerfall zu schützen), überfliege Suizidankündigungen und- empfehlungen.

Ich merke, wie die Abgelöschtheit der Incelwelt langsam in meinen Kopf sickert. Wie sich eine unbarmherzige, düstere Endgültigkeit den Weg bahnt in eine von Zuversicht geprägte Weltanschauung und vermeintlich stabile Überzeugungen und Glaubenssätze ins Wanken bringt.

Brainfuck, brainwash, blackpill – es ist beängstigend, wie rasch man verunsichert werden kann durch die reine Beobachtung einer extrem deprimierten Gruppe von Netzpersonen, von denen man nicht einmal weiss, ob sie in Wirklichkeit existieren. Ich fange an, Menschen auf der Strasse zu bewerten, zu kategorisieren, ins Visier zu nehmen. Nehme meinen eigenen Körper wahr, wie ich ihn das letzte Mal vielleicht zu Beginn der Pubertät wahrgenommen habe: Als aussichtsloser Teilnehmer in einem riesigen, darwinistischen Oberflächlichkeits-Wettbewerb. Als relevanter Gradmesser in einem ewigen, zum Scheitern verdammten Vergleichsspirale. Ist mein Brustumfang breit genug (natürlich nicht)? Könnte ich, falls die Anarchie ausbrechen würde, diesen Typen auf der gegenüberliegenden Strassenseite im Zweikampf kaputthauen (nein)? Sollte ich vielleicht doch ins Gym (definitiv)? Der knallharte Sozialdarwinismus im Netz frisst sich über kurz oder lang in die Köpfe der Menschen.

«Die Frau ist in den Augen dieser Leute ein reines Objekt, sie wird zur reinen Projektionfläche. Was dem Ideal – blond, grosse Brüste, sexhungrig und kinderliebend, emotional umsorgend und Hausfrau mit Leib und Seele – nicht entspricht, wird einfach ausgeblendet.»

Wolfinger hat während seiner Recherchen etwas ähnliches erlebt. Ein Strudel der Negativität, der einen mitreisst und tief hält. Er habe regelmässig Pausen gebraucht, bewusst Abstand gesucht, um die negative Weltsicht, die sich in den Foren äussert, wieder abzustreifen.

Die Betroffenen

Frauen sind in den zahlreichen Manosphere-Foren ebenso dauerpräsent wie unsichtbar. Sie liefern die Daseinsberechtigung der Incel-Foren und bilden deren natürliche Feinde – mit Verachtung gestraft und beschimpft, weil sie sich anmassen, dumpfbackige Typen mit einer Weltanschauung aus den 50er-Jahren links liegen zu lassen. In der Definition der Incel-Männer ist die Frau: Ein Supermodel – das gleichzeitig auf alle Männer stehen sollte. Eine reine, glatte Projektionsfläche. Und was dem Ideal – blond, grosse Brüste, sexhungrig und kinderliebend, emotional umsorgend und Hausfrau mit Leib und Seele – nicht entspricht, wird einfach ausgeblendet.

Und auch wenn die Werbung und die Modeindustrie in den letzten Jahren auf den Geschmack der Diversität gekommen ist, weil sie gelernt hat, sie zu monetarisieren, sind die Schönheitskategorien immer noch erschreckend eindimensional.

In der Incel-Sprache gibt es zwei Kategorien von Frauen, Stacys und Beckys. Erstere werden die attraktiven Männer als Partner wählen, letztere sind für die Incels nicht von Interesse. Eine andere Funktion als diejenige der Sexualpartnerin oder der Gebärmaschine ist in dieser tristen Welt nicht denkbar. In einem Thread wird darüber diskutiert, welche Rolle eigentlich Frauen über 50 noch haben könnten, nachdem ihre sexuelle Blüte ja längst vergangen ist. Aber auch in den weniger radikalen Ecken der Incel-Szene ist die Frau verantwortlich dafür, den Mann glücklich zu machen. Tut sie dies nicht, muss sie mindestens mit Irritation rechnen.

Mike sagt, im Netz finde gegenwärtig eine kulturelle Gehirnwäsche statt, die in toxischer Maskulinität führe. Das Problem reiche aber tiefer: «Männer werden in einem kapitalistischen, patriarchalen System darin geschult, Frauen als Objekte oder Statussymbole zu sehen, und erhalten die Vorstellung, dass sie riesige Verlierer sind, wenn sie nicht mit einer konventionell attraktiven Frau ausgehen oder Sex haben.» Anstatt sich gegen das Patriarchat zu wehren, wenden sich diese verunsicherten Männer aber gegen den Feminismus und schliesslich gegen Frauen – angestachelt von Manosphere-Blogger, die ihnen versichern, es sei nicht «ihre Schuld.»

Das funktioniere besonders gut bei jungen, isolierten Menschen, die online viel lesen und nur wenig Erfahrung im wirklichen Leben haben, um zu vergleichen und zu kontrastieren. «Diese Leute», so Mike, akzeptieren Theorien, «die sich für sie ‹richtig› anfühlen.»

Der Mann ist in dieser Theorie: Weiss, muskulös, Erzeuger, Ernährer, Beschützer. Was sich der klassischen binären Geschlechtereinteilung entzieht, wird in den extremen Incel-Foren entweder ignoriert, oder als Genderwahn abgetan. Auch hier ist Peterson ein dankbarer Zitatgeber (Peterson lehnt es ab, Trans-People mit Pronomen anzureden, die sie selber gewählt haben und die sich von ihrem geburtsgegebenem Geschlecht unterscheiden).

Philipp, der Tänzer

Die Seite Absolute Beginner ist so etwas wie das deutschsprachige Pendant zu loveshy. Hier treffen sich Menschen, die zu schüchtern sind, andere Menschen anzusprechen. Das AB-Forum ist vielleicht sowas wie das Epizentrum des niedrigen Selbstbewusstseins. Richard* tanzt gerne, er ist selbstständiger Werbefilmemacher, hat Business-Psychologie studiert und vor vielen Jahren einmal eine Frau geküsst. Sex hatte er noch nie.

Richard ist 41 Jahre alt und bezeugender «Schokoholiker» – zwischen 300 und 1000 Gramm pro Tag, und wenn er nachts nicht schlafen kann, isst er schon auch mal eine 10er-Packung Milchschnitte.

Richard ist auf dem AB-Forum aktiv, er will das Thema Jungfräulichkeit enttabuisieren, weil es, «mein Gott, ja nun wirklich kein Verbrechen ist, Jungfrau zu sein!»

«Männer hingegen stülpen den Schmerz nach aussen – in Form von Hass und Gewalt. Gewalt, die sich meist gegen Frauen richtet.»

Frauen und Richard, wie ist das? «Meine Freundin Nicole sagt immer, ‹Mensch, was sind das alles für Drecksweiber, die du dir da anlachst.› Mein Bild von Frauen hat sich verändert, sicher nicht im positiven. Ich dachte lange, Frauen seien sensibler als Männer, herzlicher. Ich will nicht alle über einen Kamm scheren, es gibt sicher auch ein paar gute, ich habe sie einfach noch nicht kennengelernt. Aber ich bin kein Frauenhasser, könnte ich gar nicht sein, ich hatte eine gute Kindheit und eine liebende Mutter.»

Woher kommt das schwache Selbstbewusstsein?

Richard erzählt, wie er in seinem Leben immer und immer wieder Ablehnung erfahren hatte. Wie hat er diese Zurückweisung verarbeitet? Und ist Verbitterung da, bereut er? «Reue ist das falsche Wort, aber in schlechten Momenten, denke ich mein Vater hat recht, wenn er sagt: ‹An dir gehen die ganzen schönen Seiten des Lebens vorbei.› Selbst wenn ich irgendwann jemanden kennenlernen sollte: Ich habe 20 Jahre Rückstand. Wer weiss, vielleicht wäre mein Leben ganz anders gelaufen, wenn ich damals in der Tanzschule diese eine da ... .»

Die Fixierung auf das andere Geschlecht ist ein wiederkehrendes Motiv. Das Glück dieser Erde liegt längst nicht mehr auf dem Rücken der Pferde, sondern in der Hand des Partners oder der Partnerin, die einem Halt gibt in einer immer unsteteren Welt.

«Wichtig ist, sich klar darüber zu werden, was man eigentlich will», sagt die Psychologin Leeners.

«Die Psyche des Menschen ist etwas unglaublich komplexes», sagt Ärztin Leeners. «Man kann sich selber Rahmenbedingungen schaffen, die einem garantieren, dass man nie die Gefahrenzone betritt». Das schafft Sicherheit – und verleiht einem das Gefühl, Herr über das eigene Schicksal zu sein. Auch wenn es ein Schicksal ist, das man niemandem wünscht. Zuallerletzt sich selbst.

Jeder findet für sich einen Grund, warum er oder sie einsam ist, war und immer sein wird. Und so wie das Netz einem hilft, wenn man Antworten sucht auf die Frage, woher die nervtötenden Klopfgeräusche in der Nachbarschaft kommen, liefert es auch die Bestätigung darin, dass man nie eine Partnerin oder einen Partner finden wird. Weil man hässlich ist. Oder dumm. Oder an selbstdiagnostiziertem Autismus leidet. Oder eine Hakennase hat. Oder weil man alles auf sich vereint. Hier kehrt die Argumentationsschlaufe an ihren Ausgangspunkt zurück: Weil man ein Incel ist, wird man es immer bleiben.

Diese Gesellschaft muss sich fragen, wie sie mit wie einsamen Menschen umgeht, die von sich selbst behaupten, nicht geliebt zu werden. So wie man die Stigmatisierung psychisch Krankheiten bekämpft, muss man auch die Stigmatisierung von Einsamkeit bekämpfen. Der Mensch ist ein soziales Wesen, er braucht Menschen, um sich wohl zu fühlen. Das anzuerkennen wäre ein erster Schritt.

Foren schliessen?

Immer wieder einmal wird ein Forum wegen Radikalisierung geschlossen oder unter Quarantäne gestellt. Aber es ist ein Kampf gegen Windmühlen. Mike, der ehemalige Loveshy-Moderator, bezweifelt, dass die Justiz oder die Hoster das Problem langfristig regulieren können. Für sinnvoller hält er Name-and-Shame-Aktionen, wie sie etwa von antifaschistischen Gruppen praktiziert werden, bei denen einzelne Wortführer der Manosphere-Community gezielt ins Visier genommen werden. «Man muss aufzeigen, dass es nicht in Ordnung ist, Hassbotschaften abzusondern.»

Das sei aber nur der erste Schritt. «Schlussendlich geht es darum, diesen Männern einen anderen Weg aufzuzeigen, sonst werden diese Hass-Foren immer wieder erscheinen.»

* Namen geändert.

Lass dir helfen!

Du glaubst, du kannst eine persönliche Krise nicht selbst bewältigen? Das musst du auch nicht. Lass dir helfen. In der Schweiz gibt es zahlreiche Stellen, die rund um die Uhr für Menschen in suizidalen Krisen da sind – vertraulich und kostenlos.
Die Dargebotene Hand: Tel.: 143, www.143.ch
Beratung + Hilfe 147 für Jugendliche: Tel.: 147, www.147.ch
Reden kann retten: www.reden-kann-retten.ch

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348Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Mélisande 13.10.2019 13:21
    Highlight Highlight Ich frage mich auch, wie diese jungen Männer darauf kommen, sie hätten ein Recht auf Frauen und Sex.
    Es muss etwas mit unserer Gesellschaft zu tun haben, die Jungs und Mädchen immer noch anders behandelt.
    Als Denkanstoss:
    Wird in einer Schulklasse bewusst gleich vielen Buben wie Mädchen das Wort erteilt, wenn sie aufstrecken, so haben nachher bei einer Befragung die Mädchen den Eindruck, sie wurden bevorzugt. Die Buben fanden, sie wären weniger drangekommen als die Mädchen.
    Wenn jemand Privilegien gewöhnt ist, für den ist Gleichberechtigung eine Beleidigung.
  • Denk-mal 13.10.2019 11:26
    Highlight Highlight @Pitefli, mich wundert das Ganze nicht. Die 68er Epoche war eine Fehlentwicklung. Antiautoritär bedeutet nicht, ohne Kultur und Empathie, Anstand etc. aufzuwachsen. Nun laufen anstelle der Preussen/Hitlerkinder, Zombies und Psychowraks herum. Freut euch auf die menschlichen Schicksale und Kosten, nicht!
  • Grossmaul 13.10.2019 08:11
    Highlight Highlight Dieser Artikel tut richtig weh. Grossartig geschrieben und vielschichtig. Danke

    Jetzt muss ich erst mal eine Weile nachdenken.
  • Sonnenbankflavor 13.10.2019 02:10
    Highlight Highlight Teil 2: wenn eine Mutter den Sohn so erzieht und ihm alles durchgehen lässt und sie seine Haushälterin ist ist es kein Wunder dass viele Männer so werden und glauben dass sie von Frauen alles bekommen was sie sich wünschen. Da ich weitere 2 solche Männer kenne habe ich null Mitleid mit den sogenannten Incels. Es liegt doch am eigenen Charakter dass sie keinen Erfolg haben bei Frauen und nicht an den äusseren Umständen. Es ist immer einfacher der Gesellschaft die Schuld zu geben. Für mich sind das nur arme Würstchen und besser sie bleiben unter sich.
  • Sonnenbankflavor 13.10.2019 02:07
    Highlight Highlight Teil 1: Wieso wird die Erziehung durch die Mutter nicht als Ursprung allen übels hier erwähnt? Ich habe vor vielen Jahren mit einem sogenannten Incel gearbeitet, er war knapp 22 Jahre alt und seine Mutter rief ihn jeden Tag im Büro an und wollte von ihm wissen was er zum Znacht will und beschimpfte sie oft einfach so am Telefon. Sie soll ihm nicht auf die E**r gehen etc. Er bewegte sich auch in solchen Foren und machte die primitivsten Sprüche über Frauen und einer beleibteren Frau machte er das Leben zur Hölle. Sie wurde von ihm so stark gemobbt dass sie sich krankschreiben lassen musste.
  • Spooky 12.10.2019 20:45
    Highlight Highlight Die allermeisten Amokläufer
    haben keine Ahnung,
    was ein Incel ist.
  • Rabbi Jussuf 12.10.2019 18:13
    Highlight Highlight Ist es Zufall, dass dieser Artikel mit den Halle - Artikeln zeitgleich kommt, oder wo liegt der Grund, dass die Nähe des Täters von Halle mit diesen Incels nirgends angesprochen wird?
  • So en Ueli 12.10.2019 15:40
    Highlight Highlight Dieser Artikel geht echt unter die Haut. Ich bin fast sprachlos, wie es Personen in unserer reichen westlichen Gesellschaft gibt, die eigentlich alles haben, aber dennoch in Selbstmitleid und Wahnvorstellungen vor sich hinsiechen. Diese Leute sind ernsthaft krank und brauchen professionelle Hilfe.
  • Mr.President 12.10.2019 11:58
    Highlight Highlight Omg! Bin ich auch ein incell? Hahah!
    “Ideal Frau – blond, grosse Brüste, sexhungrig und kinderliebend, emotional umsorgend und Hausfrau mit Leib und Seele –
    Das ist genau mein Typ der Frau!!! (P.s. Muss aber nicht unbedingt blond sein! Bewerbungen bitte unten einfügen;) ich liebe Frauen!
    Wie man selber aussieht ist doch egal.
    Wenn du als man zu schön bist, wirst du als Konkurrenz zu der Frau stehen und das lieben die Frauen nicht.
    • Sonnenbankflavor 12.10.2019 15:25
      Highlight Highlight 🤦‍♀️
    • Spooky 13.10.2019 07:32
      Highlight Highlight "Wie man selber aussieht ist doch egal."

      Sag das mal einer Modelagentur! 😔
  • Statler 12.10.2019 11:18
    Highlight Highlight Die meisten hier machen es sich recht einfach. «Incels sind Arschlöcher». Aber niemand wird als Arschloch geboren. Wichtig wäre also zu verstehen, wie sie dazu geworden sind.
    Dass Menschen keinen Partner finden, kann viele Gründe haben (zu dick, zu linkisch, irgendwie komisch). Oft werden sie auch gemobbt.
    Dann findet man andere denen es gleich geht, sucht gemeinsam nach Gründen. Und da ist es fast logisch, dass Feindbilder entstehen. Denn Feindbilder einigen und geben Zusammenhalt.
    Die Frage ist, wie kriegt man die Leute da wieder raus? Sicher nicht, indem man sie noch mehr ausgrenzt.
    • DerTaugenichts 12.10.2019 12:45
      Highlight Highlight Ja. Ich bin jahrelange "durch die Hölle", Ausgrenzung, Mobbing, Depression. Meine ganze Jugend ist zum Vergessen. Ich habe es da gerade noch so knapp herausgeschafft, ohne ein verbitterter Arsch zu werden. Andere schaffens halt nicht. Kann ich auch nachvollziehen.
      Wenn man mal unten ist, interessiert sich die Gesellschaft nicht mehr für einen, ausser um noch nachzutreten.
    • Grossmaul 13.10.2019 09:39
      Highlight Highlight Darum ist eine "Vaterfigur" wie Jordan Peterson wichtig. Er nimmt sich dieser (jungen) Männer an, zuerst als klinischer Psychologe und dann über seinen YouTube - Kanal, wo er eine grössere Reichweite hat. Er wird dafür hart kritisiert, vor allem von Leuten, die das hören, was sie hören wollen. Er ist kein Antifeminist, er will betroffene Männern aus ihrer Isolation holen und ihnen helfen Orientierung zu finden.
      Abgesehen kann auch eine Frau durchaus ihre Lehren ziehen aus den 12 Rules of Life.
    • Garp 13.10.2019 11:05
      Highlight Highlight Manche werden wirklich schon als Arschloch oder Psychopath/Soziopath geboren, wenn sicher lang nicht alle.
  • who cares? 12.10.2019 11:12
    Highlight Highlight Laut Benachrichtigungen haben Leute den gleichen Kommentar kommentiert wie ich, vielleicht mir geantwortet. Aber das jetzt in 200 Kommentaren suchen zu gehen, da habe ich besseres vor. Früher sprang die App zu meinem Kommentar. Schade, dass watson das wieder entfernt hat.
    • Bambusbjörn aka Planet Escoria 12.10.2019 11:31
      Highlight Highlight Ich hab eigentlich eher das Gefühl, dass es sich da um einen Bug handelt.
    • reactor 12.10.2019 12:17
      Highlight Highlight Wenn du unten auf deinen Originalkommentar gehst, dann bist du dort wo du hinmöchtest.
    • pun 12.10.2019 16:11
      Highlight Highlight Ist bei mir auch häufig so. App schliessen und neu aufmachen hilft meistens.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Thomas G. 12.10.2019 09:51
    Highlight Highlight Wie vielerorts wird hier Jordan Peterson als rechtsradikaler Vordenker hingestellt. Das ist er aber nicht. Peterson denkt nach und sagt dann was er denkt. Das meiste von ihm ist durchdacht, logisch argumentiert und schlüssig. Gehasst wird er vor allem von Linken und Netten, die nicht mögen wenn jemand etwas sagt das sie nicht hören wollen. Wie üblich in diesen Kreisen wird dann jeweils sofort gefordert die freie Rede ganz allgemein zu verbieten oder mindestens der betreffenden Person. *Das* ist das wahre Problem, denn eine Gesellschaft ohne freie Rede wird zwangsläufig zur Diktatur.
    • Bambusbjörn aka Planet Escoria 12.10.2019 11:34
      Highlight Highlight Sorry, aber wer herumproletet dass er ein RECHT auf Sex hätte spinnt einfach vollkommen.
      Ich war selbst länger unfreiwillig enthaltsam. Jedoch habe ich mich weder seinen kruden Thesen hingegeben, noch diesem psychotischen Hass, den die Incels mit großer Lust zelebrieren.
      Ich habe mich mit mir selbst auseinandergesetzt.
    • Thomas G. 12.10.2019 12:43
      Highlight Highlight Wo und wann hat Jordan behauptet jemand hätte ein Recht auf Sex? Bitte Link mit genauen Angaben.
    • Alnothur 12.10.2019 12:46
      Highlight Highlight Und genau DAS hat Peterson eben NICHT gesagt. Auch wenn uns der Artikelautor uns das weismachen will.
    Weitere Antworten anzeigen
  • IZO 12.10.2019 09:25
    Highlight Highlight Jeder ist seines glückes Schmied. Gilt auch für irgendwelche psychisch Labile. Ich möchte aber der gesammten Weltbevölkerung danken die es zugelassen hatt das die "Freiheit" im Internet hochgehalten wird obwohl sie zur Abschaffung der demokratischen Werte beiträgt, den Hass und die Intellektlosigkeit feiert und die onehin schon überflüssig gewordenen Menschen in ihren perversen Weltanschauungen zu Unterstützen vermag. Danke linkes Gedankengut das zu einem Boomerang der Verrohung wurde.(sag über mich selber; bin so links das ich schon wieder rechts stehe 😉)
    • nöd ganz. klar #161! 12.10.2019 18:06
      Highlight Highlight IZO

      Danke Merkel, danke Obama, danke ihr Netten, danke linkes Gedankengut... Ok. 🤦🏾‍♀️
    • wintergrün 13.10.2019 07:12
      Highlight Highlight Incels sind ganz klar rechts in ihren Ansichten.
  • Menel 12.10.2019 09:21
    Highlight Highlight Was mich an dieser Bewegung immer am meisten vor den Kopf stösst, ist diese Haltung, dass ihnen Frauen, Sex, Anerkennung usw. einfach so zustehen. Was hat dazu geführt, dass sie so empfinden?
    Ich habe gelernt, dass ich mich anstrengen und bemühen muss, wenn ich was möchte und es nicht mal dann sicher ist, dass ich es bekomme.
    • Basti Spiesser 12.10.2019 10:53
      Highlight Highlight Werbung, Medien & Hollywood?
    • honesty_is_the_key 12.10.2019 12:04
      Highlight Highlight Danke vielmals Menel für diesen tollen Kommentar. Genauso empfinde ich auch.
    • Sonnenbankflavor 12.10.2019 15:27
      Highlight Highlight Ich danke auch für diesen tollen Kommentar Menel.
    Weitere Antworten anzeigen
  • thzw 12.10.2019 09:19
    Highlight Highlight Die schönste Eigenschaft und gleichzeitig die grösste Problematik des Internets ist doch, dass es Menschen zusammenbringt. Menschen, die sich unter Umständen niemals hätten begegnen sollen.
  • Energize 12.10.2019 08:53
    Highlight Highlight Identitätspolitik könnte der Untergang der Demokratie und modernen freien Welt sein.
  • Laeddis 12.10.2019 07:42
    Highlight Highlight Danke für diesen sowie alle vorherigen tollen Artikeln. Der beste Autor im Team Watson!
    • Rabbi Jussuf 12.10.2019 18:11
      Highlight Highlight Es wäre ein toller Artikel, wenn nicht diverse Ungereimtheiten drin wären...
  • Zeit_Genosse 12.10.2019 03:01
    Highlight Highlight Diese „Verlierer“ entwickeln Hass auf vermeintliche „Gewinner“ und denken, dass ihnen auch ein Gewinn zusteht. Sie radikalisieren sich in ihrer Einsamkeit selbst, finden ebensolche Gleichgesinnte im Netz die bestätigen, dass sie nicht alleine sind und es einen legitimen Anspruch auf Frauen und Sex gibt. Weil sich dieser „Anspruch“ für sie nicht in Tat umsetzen lässt, weil sie sich nicht trauen, unsicher sind und keine guten Erfahrungen mit Frauen haben, fliehen sie in die Aggression und sehen in geäusserten Gewaltphantasien Macht um sich Respekt zu verschaffen. Einige Psychopathen ticken aus.
  • Nurmalso 12.10.2019 02:34
    Highlight Highlight Ich hab auch die Blackpill geschluckt aber ich hasse euch Menschen jetz nicht mehr als vorher ich bin sehr Tierlieb.
  • Zeitreisender 12.10.2019 01:30
    Highlight Highlight Je nach Quelle entstehen total ca. 65-70% der Beziehungen im realen Leben, total ca. 40% der Beziehungen über Freunde.
    Die Beispiele im Artikel machen nicht den Anschein als wäre ein gesundes, reales Sozialleben vorhanden. Falls die Betroffenen überhaupt aus ihrer Opferrolle rauskommen möchten, wäre eine starke Dosierung der digitalen Welt nicht der verkehrteste Ansatz. Allerdings ist die Suche nach Schuldigen an der eigenen Misere anstelle einer Selbstreflexion wohl so alt wie die Menschheit selbst, nur existiert seit Anfang vom Internetzeitalter eine ideale Plattform dafür.
  • Satan Claws 11.10.2019 23:10
    Highlight Highlight Depressionen sollten behandelt werden.
  • Antinatalist 11.10.2019 22:39
    Highlight Highlight Wir reden hier von Einzelfällen. Jetzt zufällig ein Incel. Genau so gut hätten es Christen sein können. Dann wären folglich also die Christen die neue Gefahr. Oder Gamer, Moslems, etc.
    Und nun zeigt hier die Wertegesellschaft mit dem Finger auf eine ganze Gruppierung, obschon es um ein indivuelles Extrem geht.
    Ich z.B. halte die Auspuffknatterer oder Raucher allgemein für die grössere Gefahr, beide haben unter dem Strich mehr Tote auf dem Gewissen.

    Solche "Austicker" finden immer irgendwo eine Gruppierung, die ihnen wie auf den Leib geschnitten zusagt. Längst ticken nicht alle davon aus.
    • Satan Claws 11.10.2019 22:59
      Highlight Highlight @Antinatalist

      Und ein Tritt gegen das Schienbeintut nicht weh, wenn man Grippe hat?

      Schlimmes mit schlimmerem zu relativieren ist sowas von Anfang 20. Jahrhundert.
    • Leider Geil 12.10.2019 08:37
      Highlight Highlight Zuerst gegen Verallgemeinerung wettern und dann selbst verallgemeinern. Doppelmoral. Du also bist eher ein Incel als ein Raucher? Und was ist bitte ein "Auspuffknatterer"?
    • IZO 12.10.2019 09:28
      Highlight Highlight Sorrry dein Name sagt schon alles über deine Gesinnung aus. Zum guten Glück(vorallem für dich😉) bin ich nicht dein Mami 😥.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Arex51 11.10.2019 22:09
    Highlight Highlight Teil 2
    Jeder Mensch Frau Mann Alt oder Jung hat sein päckchen zu tragen manche könnnen es über winden manche leiden stärker andere weniger.
    Aber zu Leiden oder Probleme zu haben ist und darf keine Entschuldigung sein für solches Verhalten.

    Das wird leider heutzutage von Populisten, Polemikern und Meinungsmachern unterschlagen.
  • Carl Gustav 11.10.2019 22:05
    Highlight Highlight Kenne auch Typen, die offensichtlich Angst davor haben sich auf Frauen einzulassen. Die " Schuld" liegt dort zu 100% bei ihnen.
    Wenigstens kommen sie sexuell nicht zu kurz, glaub ich zumindest.
    Solche Männer haben auch ein bisschen Pech in einer Zeit zu leben, in der es keine " Abenteuer" für sie mehr gibt.
    Früher wären sie auf See, in den Krieg, mit Schaufel und Pickel in den Westen, ins Kloster oder so.
    Wenn du aber heute weder im Job, noch in der Liebe erfolgreich bist, dann bist du nur noch eine bedauernswerte Randerscheinung.
  • Arex51 11.10.2019 21:49
    Highlight Highlight Keine Entschuldigung einfach nurunterste Schublade solche Typen.
    Ich bin 28 männlich und Jungfrau und Somit Absolute Beginner .Ich bin relativ introvertiert ich fühle mich vorallem in grossen Gruppen und neuen Menschen unwohl.Daher würde ich gerne allen die hier schreiben ja man muss bloss offen sein sahen; ja theoretisch habt ihr ja recht aber dass umzusetzen ist für manche Männer wie mich Fast unmöglich.Mir ist bewusst das meine Beziehunglosigkeit und dass ich in meinem Alter noch ungeküsst bin Folgen meines verhalten sind.


    • ChlyklassSFI 12.10.2019 14:10
      Highlight Highlight Ich wünsche dir alles Gute.
  • Phoria 11.10.2019 21:44
    Highlight Highlight Ganz ehrlich, diese Leute sind doch auch einfach dumm. Dumm in dem Sinne, dass sie nicht fähig sind nuanciert zu denken. Von einem Fall auf alles verallgemeinernd, sie gegen den Rest. Wirklich als hätten sie die Pubertät nie verlassen. Und diese armselige Selbsviktimisierung: Wenn ihr soziale Ängste habt, gibt es Therapiemöglichkeiten. Schon möglich, dass sie vom Umfeld bis zu einem gewissen Grad unfair behandelt wurden, aber letztendlich ist jeder selbst für sein Glück verantwortlich. Und bei der Partnerwahl wird nach meiner Erfahrung Charakter meist mehr gewichtet als Aussehen.
  • Hardy18 11.10.2019 21:16
    Highlight Highlight Es liest sich wie ein Autounfall, man weiss dass es das gibt aber kann auch nicht aufhören das zu lesen. Ich meine es im Guten Sinne. 😄
    Ein wirklich toller Beitrag von einem Thema was man kennt aber doch irgendwie nie ernst genommen hat.
    Und ich habe so viele Fragen auf einmal im Kopf...

    Danke
  • Delta-V 11.10.2019 20:35
    Highlight Highlight Ganz ehrlich?
    Wenn ich mir unter all den vielen Frauen da draussen irgendeine aussuchen müsste, würde ich mich wohl für das nerdigste, brillentragende "Mauerblümchen" entscheiden, welches ich finden kann.
    Wieso?
    Mit so einem Menschen an der Seite wird es garantiert nie langweilig.
    Für mich muss ein Mensch geistig erschöpfend sein.
    Was nutzt mir der geilste Arsch auf der Welt?
    Der wird ob kurz oder lang faltig.
    Ein wacher und messerscharfer Verstand bleibt einem lange erhalten.
    Aber mal davon abgesehen, ich für mich kann auch sehr gut ohne Beziehung glücklich sein.

    • who cares? 12.10.2019 15:22
      Highlight Highlight Man kann auch mit "geilem Arsch" intelligent und tiefgründig sein. Ebenfalls können auch Mauerblümchen nicht die Hellsten sein. Ich finde es schade, wenn mainstream attraktiven Frauen der messerscharfe Verstand abgesprochen wird, nur weil sie gut aussehen.
    • Delta-V 12.10.2019 18:35
      Highlight Highlight Hab ich irgendwas davon gesagt, dass "geiler Arsch" blöde ist??
      Ich hab nur gesagt, dass mir ein "geiler Arsch" alleine nichts wert ist.
      Klar kann jemand auch einen geilen Arsch haben und obendrein auch noch intelligent sein.
      Aber der geile Arsch ist für mich kein Qualitätsmerkmal und wird daher ignoriert.
      Wenn er für Dich ein primäres Qualitätssiegel darstellt, so gönne ich es Dir von Herzen.
      Fernerhin, erlaube mir, Dich darauf hinzuweisen, dass man, bevor man interpretiert, einen Text richtig durchliest.
      Es kann Missverständnisse vorbeugen.
      Freundlichst Delta-V
    • who cares? 12.10.2019 21:48
      Highlight Highlight Naja, es tönt halt immer so anbiedernd. "Ich stehe auf Nerds, schaut, was ein nice guy ich bin und auch sooo anders." Dabei würdest du dich auch nicht für das unattraktive Mädchen entscheiden, wenn eine heisse Frau ähnliche Intelligenz und Charakter hätte.
      Dein Kommentar tönt so, als wären nerdige Mauerblümchen automatisch geistig erschöpfender, als Frauen, die als attraktiv wahrgenommen werden. Und viele Frauen erleben das genau so im Job. Ich kenne diese Beispiele von Studienkolleginnen. "Was? DU hast bei Google gearbeitet???"
  • eysd 11.10.2019 20:04
    Highlight Highlight Gibt es sowas bei Frauen?
    • DemonCore 13.10.2019 00:02
      Highlight Highlight Incel, der Begriff wurde von einer Frau für sich selbst geschaffen, von dem her ja. Damals hatte er aber noch nicht den Amok-Beigeschmack.
  • imposselbee 11.10.2019 19:46
    Highlight Highlight Sehe keinen Grund zur Sorge. Unsere Gesellschaft hat nur die wahre Natur vom Leben noch nicht erkannt. Diese Menschen hadern mit der grenzenlosen Freiheit und versuchen herauszufinden wer sie sind. Es ist nicht allen bestimmt Kinder zu haben, wie auch nicht jedem bestimmt ist, grenzenlose Freiheit zu erlagen. Im Zeitalter der instant gratification fehlen grosse persönliche Ziele. Ein Tintenfisch kann seine eigene DNA verändern, ich bin der Meinung, dass wir das ebenfalls können.
  • 03_szust 11.10.2019 19:22
    Highlight Highlight Als jemand der noch nie in einer beziehung war macht mich dieser artikel sehr betroffen. Denn ich weiss, wenn manche Dinge mehr schief gelaufen wären als sie schon sind, könnte das ich sein.
    ABER, ich bin es nicht. Ich gestehe mir meine Fehler ein und ich weiss auch, das ich bis jetzt auch nie versucht habe eine Freundin zu finden. Ich weiss, das ich „selbst schuld“ an meiner situation bin, eine situation mit der ich mich bis jetzt auch gut zufrieden geben kann. (Und ein eth-studium kostet einfach sozial-leben)
    Mit Leuten ohne selbswertgefühl wie incels habe ich also mitleid. Seid stark.
    • Things will be different when I take over the worl 12.10.2019 11:57
      Highlight Highlight Es ist überhaupt nicht schlimm, keine Freundin zu haben und es ist sehr toll, dass du das ETH Studium gemacht hast. Gratulation. Ich persönlich habe mich sehr darüber gefreut, dass mein Freund noch nie eine Freundin bzw. GV hatte. Nicht dass ich andere Menschen verurteile, die viele Beziehungen haben, überhaupt nicht. Aber ich finde es sehr schön, dass er das nicht hatte. Also bei mir ist eher das ein Pluspunkt. Ich bin zwar nicht religiös, aber in dieser Hinsicht doch eher konservativ ohne Menschen mit einem anderen Lebensstil dabei abzuwerten.
  • Adam Smith 11.10.2019 18:46
    Highlight Highlight Sucht euch einen Coiffeur, geht regelmässig ins Gym und arbeitet an eurer Sozialkompetenz. Dann könnt ihr Frauen bekommen. Ist nicht schwer, wenn man selbstbewusst und mit Humor auf eine zugeht und halbwegs passabel aussieht, bekommt man fast immer ein Date. Dafür müssten sich diese Versager aber zuerst aus ihrer Blase bewegen.
    • Pazzo:) 11.10.2019 19:29
      Highlight Highlight Oder werde reich...
    • Ophelia 11.10.2019 19:37
      Highlight Highlight Frauen «bekommen»? Dieser Ausdruck ist Teil de Problem und nicht der Lösung
    • npe 11.10.2019 20:11
      Highlight Highlight Das ist nicht wahr.
      Das ist mein Plan seit 10 Jahren, bisher ging er nicht auf.
    Weitere Antworten anzeigen
  • diderot 11.10.2019 18:46
    Highlight Highlight Ein sehr interessanter Artikel, aber die Art und Weise, wie Jordan Peterson porträtiert wird, wird den Ansprüchen eines kritischen und mündigen Journalismus nicht gerecht. Peterson sagt viele unangenehme Dinge, die aber meines Erachtens wohlreflektiert sind. Dass sie dann aus dem Kontext genommen gerne aus zweiter oder dritter Hand zitiert werden, kann ihm meines Erachtens nicht angelastet werden. Habe einiges von ihm gelesen und ich (linksliberal) stimme seinen Analysen nicht immer zu; aber ihn als boshaften und intriganten Alt-Right-Übervater hinzustellen ist eine Verzerrung der Tatsachen.
    • Rabbi Jussuf 11.10.2019 22:30
      Highlight Highlight Sehe ich ähnlich. Jordan, obwohl ich von dem nichts lesen werde, wird dämonisiert, weil er gegen das eine kanadische Gesetz war, bill C-16.
      Dann danach im Artikel noch Schutzbach zu zitieren, finde ich äusserst geschmacklos.

      Warum wird eigentlich die enge Beziehung des Täters von Halle zu den incels nicht thematisiert? Ist das Zufall oder Absicht?
    • Menel 12.10.2019 09:24
      Highlight Highlight Ich halte Jordan Peterson alles andere als wohlreflektiert. Sich über staatlich empfohlenen Pronomengebrauch aufregen, aber "Zwangsmonogamie" wünschen 🤨
    • Rabbi Jussuf 12.10.2019 12:01
      Highlight Highlight Menel
      Den mit der "Zwangsmonogamie" möchte ich erst noch sehen. Vermute, das ist irgend eine Verfremdung eines Zitates, oder aus dem Zusammenhang gerissene Worthülse, wie sie andauernd im Internet zu finden ist.
    Weitere Antworten anzeigen
  • The Count 11.10.2019 18:39
    Highlight Highlight Ich bin seit 20 Jahren aktiv in einem Techforum angemeldet und seit ca 15 Jahren schreibt ein Incel dort mit. Er wird toleriert und fast täglich in die Schranken gewiesen. Ca zweijährlich verlässt er das Forum weil ja alle so dumm sind und er aus seiner Sicht der einzig gute Mensch, der beste Mann, der einzig richtig Liebende etc. Ich persönlich lache ihn eigentlich nur noch aus, behandle ihn wie einen Soziopathen. Ein Suizid seinerseits würde mich weder wundern noch emotional bewegen. Für mich ist er eigentlich ein hinzerf... Niemand.
    • vamosT 11.10.2019 21:40
      Highlight Highlight Wenn Sie das Leiden und der Tod eines Mitmenschen nicht emotional bewegt, dann sollten Sie sich ernsthaft fragen wer hier der Psychopath ist. Nicht böse gemeint.
    • Satan Claws 11.10.2019 23:04
      Highlight Highlight Und Ihre Art des Umgangs hilft dieser offenbar psychisch kranken Person? Gratuliere, Sie erhalten einen Zonk.
    • The Count 12.10.2019 13:56
      Highlight Highlight Er ist kein Mitmensch. Hochgradig manipulative und assoziale Personen sind Abschaum und selber verantwortlich für ihre Situation. Sie haben sich dazu entschieden, es ist keine Krankheit.
      Ich bin ein sehr sozialer Mensch, engagiere mich aktiv für sozial schwache Menschen und imTierheim. Unentgeltlich. Für Incels habe ich jedoch Null Verständnis und bin ihnen gegenüber intolerant. Die Blitze bestätigen lediglich dass die meisten Menschen Mühe damit haben zu differenzieren.
  • Der Arbeiter 11.10.2019 18:11
    Highlight Highlight Teil 2: Mir hat eine Frau das Leben für die kommenden 15 Jahre versaut......ein zu hoher Preis, nur weil ich Vater sein wollte und Verantwortung übernahm.

    Der Betrug meiner Ex war brutal und auch heute noch versucht sie mich zu bekämpfen. Deswegen wurde ich teilweise ein MGTOW.

    Was Insels machen ist übel und schwach. Man sollte alle Menschen anständig begegnen. Nur eben vertraue ich Frauen nicht mehr und gehe meinen Weg den ich als Mann für richtig halte.

    Und helfe anderen Männern nicht dieselben Fehler zu machen. Als Mann ist man besser dran alleine mit Affairen. Meine Meinung
    • who cares? 11.10.2019 19:26
      Highlight Highlight Weisst du, man kann auch mit Frauen einfach nur befreundet sein. Musst du vielleicht mal versuchen, ist eine Bereicherung.
    • Töröö! 11.10.2019 19:52
      Highlight Highlight Ich meine das jetzt nicht ironisch. Aber hast du über eine Therapie beim Psychologen nachgedacht? Klar ist nach einer massiven Enttäuschung eine zeitlang "alle Frauen zum Mond wünschen" und ihnen aus dem Weg gehen völlig normal. Wenn sich das aber wie bei dir über Jahre hinzieht, dann ist das nicht gesund für einem. Tu es. Für dich. lg http://i
    • homo sapiens melior 11.10.2019 19:55
      Highlight Highlight Unter fast jedem feministischen Artikel, auch auf Watson, beschweren sich immer Männer darüber, dass man nicht über Männer sprechen darf, wenn man Idioten oder Arschlöcher meint. Das seien keine Männer. Aber umgekehrt scheint es ok zu sein. Du machst schlechte Erfahrungen mit einer Frau und warnst für den Rest des Lebens alle anderen vor Frauen und vertraust ihnen nicht mehr. Wenn Frauen wie du denken würden, müssten sie den Planeten verlassen. Keine dürfte jemals wieder einem Mann vertrauen. Bei all dem Sexismus den sie von Klein auf hier erfahren.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Der Arbeiter 11.10.2019 18:07
    Highlight Highlight Teil 1: Ich finde Ansätze von MGTOW gut. Ich lebe trotz 2 Jobs am Existenzminimum weil meine Ex-Frau(sie betrog mich mehrmals) mich finaziell ausbluten liess dank CH Gesetz. Die Kinder sehe ich kaum noch. Seit her gehe ich meinen Weg und meide Frauen, vertraue ihnen nicht.

    Widme mich anderen Dingen und arbeite an mir und meinen Interessen und lebe Affairen aus. Jedem jungen Mann rate ich zur Vasektomie und das sie nie heiraten sollen. Nicht das es ihnen ergeht wie mir.

    Incels finde ich daneben. Begegne Frauen anständig auch im Beruf. Nur lasse ich sie nicht in mein Leben.
    • npe 11.10.2019 20:23
      Highlight Highlight Warum die vielen Blitze? Das zeigt auf, wie einseitig und scheinheilig diese Gesellschaft ist.
    • Kari Baldi 11.10.2019 21:19
      Highlight Highlight Du solltest mit deinen Verletzungen Hilfe in Anspruch nehmen. Vielleicht hilft dir ein wenig die Tatsache, dass dies umgekehrt doppelt und dreifach vorkommt - nebst männlicher, häuslicher Gewalt und sexuellem Missbrauch. Dauernd deine Wunden zu lecken bringt dich nicht weiter.
    • The Count 11.10.2019 21:41
      Highlight Highlight Hör auf zu jammern, meine Ex hat mich auch betrogen und nach der Scheidung war erst mal Schulden anhäufen angesagt. Nach nun gut 12 Jahren bin ich langsam im Plus und froh darüber eine nicht so abgefuckte Meinung über Frauen zu haben. Ich hatte Pech mit DIESER Frau, deswegen sind nicht alle so. Werd erwachsen und arbeite an deinem Selbstvertrauen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Universarier 11.10.2019 17:35
    Highlight Highlight Es wird immer Menschen geben die andere hassen, aber nun mal ehrlich, unsere Gesellschaft kultiviert die ausgrenzung auf ganz neue Art. Wer nicht schön und erfolgreich ist, sich den gängigen Modeerscheinungen hingibt und gern seinen eigenen Weg geht, dem schlägt schon viel Missachtung und Ausgrenzung entgegen. Die Welt ist nicht sozialer geworden, sie ist schnellebiger und oberflächlicher denn je.
    Trotzdem sind diese Leute echt krank in der Birne!
    • Menel 12.10.2019 09:36
      Highlight Highlight Ich denke, das hat sehr viel mit der eigenen Sichtweise auf die Welt zu tun und wo man selbst die Wertigkeiten setzt. Wer sich in solchen Kreisen bewegt, in denen das Haben und der Schein wichtiger sind als das Sein, ist Ausgrenzung logisch.
    • Shura 12.10.2019 10:26
      Highlight Highlight So ergeht es aber auch den Frauen- es gibt auch da sehr viele, die in ihrem ganzen Leben nie Liebe finden können. Hört man da auch von Foren, in denen sie darüber jammern, dass niemand sie *icken will?
    • Sonnenbankflavor 13.10.2019 01:50
      Highlight Highlight Und wo sind denn diese Kreise die nicht auf solche Oberflächlichkeiten fixiert sind? Wird schwierig heutzutage noch solche Menschen zu finden.
  • Kronrod 11.10.2019 16:40
    Highlight Highlight “Diese Gesellschaft muss sich fragen, wie sie mit wie einsamen Menschen umgeht, die von sich selbst behaupten, nicht geliebt zu werden.”

    Wieso steht hier nur “behaupten”? Ist es so schwer, zu glauben, dass es Leute gibt, in die sich noch nie jemand verliebt hat? Die unangenehme Wahrheit hinter diesem Thema ist, dass das Leben für die “untersten” 20% der Männer extrem hart sein kann und die Gesellschaft dies kaum anerkennt.
    • Things will be different when I take over the worl 11.10.2019 16:53
      Highlight Highlight Das stimmt. Aber wieso wollen diese Leute Frauen töten? Was denken die denn, wie es den untersten 20% der Frauen geht, die ohne Liebe zwangsverheiratet und dort vergewaltigt werden? Benutzen diese Frauen auch ein Forum, auf dem sie zur Tötung von Männern aufrufen? Übrigens kenne ich eine ganz tolle junge Frau, die 36 Jahre alt ist und noch nie einen Freund hatte. Eine sehr liebenswürdige Person. Es spielt eben auch immer der Zufall eine Rolle, ob man einen Partner findet.
    • Garp 11.10.2019 17:16
      Highlight Highlight Ja, das mag ein hartes Schicksal sein, wenn sich nie jemand in einen verliebt. Die Schuld den Frauen zu geben, ist völlig destruktiv. Kaum einer will mit einem destruktiven Menschen zusammensein.
    • TodosSomosSecondos 11.10.2019 17:25
      Highlight Highlight Und für die „untersten“ 20% der Frauen soll es besser sein? Wag ich stark zu bezweifeln..
    Weitere Antworten anzeigen
  • Vesparianer 11.10.2019 16:37
    Highlight Highlight Ich glaube, das Ganze hängt stark mit der Internet-isierung ab. Heute kann man alles uneingeschränkt im Netz finden, man muss ja gar nicht mehr draussen sein um zu flirten oder daten. Das schränkt folglich auch die sozialen Fähigkeiten ein. Und ja, ist auch eine Aufgabe der Eltern, dass man die eigenen Kinder unterstützt. Ich glaube das ist in den Fällen oft etwas vernachlässigt worden.
    • Elina87 11.10.2019 18:22
      Highlight Highlight Also ich möchte nicht, dass meine Mama mich beim Flirten unterstützt :-)
    • Vesparianer 11.10.2019 19:43
      Highlight Highlight 😂 elina, ganz recht, ich auch nicht. Aber es ist Aufgabe der Mama und des Papas, Wärme & Liebe zu geben und zu zeigen und bei Hänseleien das Kind zu unterstütze .
    • Antinatalist 11.10.2019 23:07
      Highlight Highlight Das Internet ist nicht das Problem, sondern die Wertegesellschaft. Und diese hat längst auch den Weg ins Internet gefunden. Das reale Leben hat sich quasi analog auf die digitale Ebene begeben. Gesellschaftliche Widerlichkeiten gab es schon lange vor dem Internet (Filmtipp: Das weisse Band), und von der "realen" Welt haben sich diese logischerweise erst auf diese "reale Digital-Welt" ausgedehnt.

      Solche Typen wie der von gestern sind Minoritäten und solche Vorfälle rare Vorkommnisse. Bei 2 Mia. Menschen wäre die Probabilität solcher Vorfälle ganz bestimmt kleiner, als bei 7.7 Mia.
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  • Auric 11.10.2019 16:16
    Highlight Highlight Ein mächtiges Problem... wie wird das ich China gehandhabt?
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    da gibt es aktuell einen Männerüberschuss von 34 Millionen, also rein demographisch haben die Jungs da schon ein Problem.

    Ich sehe da nur eine altbewährte Lösung die schon früher Funktioniert hatte wenn es für die Söhne zu wenig Ackerland gab, die mussten aufs Feld, mit der Waffe und sich dort gegenseitig niedermetzeln.
    • B-Arche 11.10.2019 18:39
      Highlight Highlight Die Chinesen holen sich Frauen aus Vietnam und Nordkorea - und leider gibt es immer noch Frauen die sich für Geld und Versorgung mit jemandem verheiraten den sie nicht lieben.
    • who cares? 11.10.2019 19:29
      Highlight Highlight @B Arche das machen sie aber nicht zum Spass sondern weil sie vielfach keine andere Möglichkeit haben.
    • vamosT 11.10.2019 21:45
      Highlight Highlight Dank Einwanderung ist in der Schweiz das Verhältnis von Männern zu Frauen im Datingalter schlechter als in China.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Charivari 11.10.2019 16:12
    Highlight Highlight Egal ob in der Werbung, in den Medien, in der Musik, im Film etc. Überall wird uns aufgezeigt, in was für einer übersexualisierten Gesellschaft wir leben und wie fantastisch das doch sei. Alles dreht sich nur um das eine. Und dann wundern wir uns über diese selbstzerstörerischen Extremisten? Ich kann es teilweise schon nachvollziehen, wieso man(n) so einen Hass auf die Welt und sich selbst entwickeln kann, auch wenn ich das auf keinen Fall gutheisse. Man sollte diesen jungen Männern deshalb helfen und sie irgendwie aus ihrem Elend zurück in die Realität holen.
    • drjayvargas 11.10.2019 17:36
      Highlight Highlight Wie willst Du jemand taub und blind vor Hass und Selbstmitleid zurück in die Realität holen?
    • Things will be different when I take over the worl 11.10.2019 21:54
      Highlight Highlight Ich frage mich, wieso denn die Frauen keinen Hass haben. Jeden Tag wenn wir die Zeitung öffnen, steht etwas von Amok, Messerstecherei, Missbrauch von Kindern, Vergewaltigung und Krieg. Die Täter sind mehrheitlich Männer. Trotz diesem täglichen Wissen, kenne ich keine Frau, die nun kleine Kindergarten-Buben oder alte Rentner verprügelt, ich kenne keine Frau, die ihren Ehemann vergiften will etc. Wieso hassen immer nur Männer so fest, dass sie bereit sind zum töten. Für mich ist das nur widerlichste Selbstsucht und hat absolut kein Verständnis verdient!
    • RowRow 12.10.2019 01:19
      Highlight Highlight Männerförderung im grossen Stil. Frauen bekommen mehr Pflichten und Männer mehr Rechte. Wir wollen ha Gleichstellung.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Gubbe 11.10.2019 16:10
    Highlight Highlight Bis jetzt wusste ich nicht, dass es das gibt. Minderwärtigkeitskomplexgefüllte männliche Menschen. Holy shit! Aufs Äussere reduzierte, sich selbst bemitleidende junge Menschen. Dann haben sie noch grosse Ansprüche ans Gegenüber und sich selbst. Sie sollten sich schon unters Volk mischen, keine Frau sucht sich einen Partner in dessen Wohnung, oder auf dem Balkon. Ja, man kann ob dem Verzweifeln verzweifeln.
  • Hank Moody 11.10.2019 16:04
    Highlight Highlight Bin verheiratet und trotzdem unfreiwillig zölibatär, wie die meisten verheirateten. Find ich aber nicht so tragisch.
    • L.G. 11.10.2019 17:45
      Highlight Highlight Dann last dir mal was einfallen!
    • hüttechäs 11.10.2019 18:30
      Highlight Highlight Du brauchst dringend einen neuen Nicknamen!
    • Carl Gustav 11.10.2019 22:13
      Highlight Highlight Zwangsheirat?
      Oder wieso schreibst du unfreiwillig?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Name_nicht_relevant 11.10.2019 15:48
    Highlight Highlight es ist ein Teufelskreis der immer wieder neu Anfängt, diese Menschen sind so frustriert das Sie keine andere Lösung finden als immer wieder diese Depremierenden Stories zu lesen. Es ist wie eine Sucht, man kommt kaum raus aus diesem Frust. Ich wünsche jedem Liebe und Nähe, Geborgenheit und Respekt. Mehr kann man ihnen nicht sagen.
  • Suerehohn 11.10.2019 15:41
    Highlight Highlight Ich verstehe diese Männer nicht, ich bin selber nicht der schönste und habe in den letzten Jahren zugenommen ( sonst war ich ein Spargeltarzan) und habe nie in meinem ganzen Leben mühe gehabt neue Leute kennen zulernen... es kommt nicht aufs Äußere an sondern wie man sich gegenüber anderen verhält. Klar kriegt man Körbe vielleicht mehr als man will aber dann gleich Frauenhasser etc. zu werden verstehe ich kein bisschen.
  • Kiro Striked 11.10.2019 15:37
    Highlight Highlight "die ganze Welt feiere eine riesige Sexorgie und sie seien die einzigen, die nicht eingeladen wurden"

    Aber das ist doch genau eines der Hauptprobleme, welches die "Gesellschaft" hat. Sex wird Glorifiziert, in Blog's Auf Instagram, auf Pornwebseiten. Mann Muss immer Sex haben, alles geht um Sex, grosse Brüste, fette Hintern. "Kardashian's" z.B. sind Laufende Sexwesen ohne Inhalt.

    Mein Partner dachte vor seinem ersten mal auch "OMG DA EXPLODIERT GLEICH MEIN GANZES BEWUSSTSEIN"... danach war er eher so "ja.. hat Spass gemacht, kann man ab und zu machen, Kuscheln und Fummeln finde ich schöner"
    • DerTaugenichts 11.10.2019 16:01
      Highlight Highlight "Kuscheln und Fummeln" ist kein Bisschen "gerechter verteilt" als Sex.
    • Kiro Striked 11.10.2019 17:10
      Highlight Highlight Es geht nicht darum, gerecht zu verteilen, es geht darum, dass einem Sex immer als etwas Suggeriert wird, was es einfach nicht ist.

      Wenn sich jetzt da ohnehin schon unsichere Menschen zu sehr reinsteigern, kommt es eben zu solchen Kults wie das Incel ding.

      Es wird einem immer gesagt "wenn du XY benutzt fliegen alle frauen auf dich" die gezeigten frauen sind dann auch immer solche topmodels. Wenn man das nicht irgendwie erklärt odet gefiltert bekommen hat, hat man sich halt in solche ängste gesteigert
    • DerTaugenichts 11.10.2019 17:27
      Highlight Highlight Das wollte ich damit auch nicht sagen, dass es gerecht verteilt sein muss. Ist bloss so rübergekommen dass Kiro Striked davon ausgeht, dass diese Dinge "normaler" verteilt seien.
      Ganz ehrlich, als jemand der bald 29 ist und weder gekuschelt noch geküsst hat (geschweige denn mehr)... Gemütlich auf dem Sofa kuscheln tönt 1000x besser als Sex.
    Weitere Antworten anzeigen
  • L.G. 11.10.2019 15:19
    Highlight Highlight Liebe Watson Team, danke für den tollen Artikel!

    Bei solchen Grundhaltung ist es kein wunder das die Typen ungef***t sind!

    • The Count 11.10.2019 18:43
      Highlight Highlight Genau mein Gedanke. Selbstverschuldet innen äusserst hässlich.
    • Joe924 11.10.2019 23:39
      Highlight Highlight Mir tut das eher leid, sie fühlen sich als Opfer weil sie es in gewisser Weise auch sind. Nicht von den Frauen, aber von fehlenden Vorbildern in ihrem Umfeld die wertvolle Erfahrungen und Werte weitergeben, die einen Weg aufzeigen den sie nicht sehen.
    • The Count 12.10.2019 07:11
      Highlight Highlight Nein sie sind keine Opfer bloss weil sie nie gelernt haben wie man richtig mit Menschen umgeht. Sie sind selber schuld weil sie nicht lernen möchten. Wir müssen damit aufhören solche Leute in Schutz zu nehmen, oder sind Linksextreme, Neonazis und Vergewaltiger auch alles Opfer?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Tartaruga 11.10.2019 14:52
    Highlight Highlight Ich hatte während der Lehre einen "Pick up Artist" in der Klasse. Der hatte sicherlich viele Probleme und viel Kummer durchgestanden. Durch seine Art hat er viele, auch Männer, verschreckt. Bei Mädchen hatte er keinen Erfolg, weil er schlichtweg einfach Probleme mit der Kommunikation hatte. An seinem Aussehen hat das sicher nicht gelegen. Er war wie man so schön sagt "ein komischer Typ". Er war nett, keine Frage, aber ein bisschen angsteinflössend.

    Angebote wie "Pick up Artists"-Kurse holen die verletzlichen, labilen ab. Das kann einfach nur schiefgehen. Die brauchen andere, richtige Hilfe.
  • AfterEightUmViertelVorAchtEsser___________________ 11.10.2019 14:51
    Highlight Highlight Wenn ich sehe, wie viele hier in der Schweiz gegen eine Lohngleichheit sind, erstaunt es mich nicht, dass dieser Nährboden für Frauenhass, sich hochschaukeln, und irgendeinmal ausarten kann.
    • Samzilla 11.10.2019 15:34
      Highlight Highlight Kenne niemanden, der gegen Lohngleichheit ist.

      Nur weil man Mängel in gewissen Statistiken anspricht oder nicht gleich jede übertriebene politische Forderung unterstützt, heisst das doch nicht, dass man gegen Chancengleichheit ist.
    • EvilBetty 11.10.2019 16:47
      Highlight Highlight Chancengleichheit ist eh ein Märchen.
    • Carl Gustav 11.10.2019 22:10
      Highlight Highlight Samzilla
      Pssst....
      Wer nicht nickt und hinterher läuft ist der Feind.
      Eigene Gedanken oder gar Meinungen sind nicht gern gesehen beim Moraladel des 21. Jh.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Nik G. 11.10.2019 14:41
    Highlight Highlight Sehr guter Artikel. Ich wusste nicht das es die gibt. Ich denke ein Ursache ist auch, dass wir psychische Erkrankungen immer noch stark tabuisieren und vermutlich bei Männer noch mehr. Man darf als Mann keine Schwäche zeigen. Foren schliessen bringt gar nichts. Wenn eines geschlossen wird geht gleich wieder ein neues auf.
  • Natürlich 11.10.2019 14:37
    Highlight Highlight Diese ganze Incel-Szene ist sehr bedenklich.


    Trotzdem, gerade das mit der Theorie dass es Frauen (wenn es bloss um Sex geht) viel einfacher haben stimmt. Habe dazu folgendes gefunden:

    „Die durchschnittliche Frau „liked“ gerade mal 12 Prozent der Männer auf Tinder“ ... „Tatsächlich, so die Erhebung, kämpfen rund 80 Prozent durchschnittlich aussehender Männer um 22 Prozent der Frauen - weil die restlichen 78 Prozent der Frauen nur an den 20 Prozent der attraktivsten Männer interessiert sind.
    • Garp 11.10.2019 15:08
      Highlight Highlight Vielleicht nutzt man einfach das RL, wenn man durchschnittlich aussieht. Wenn ich aussuchen kann, nehm ich auch nur das beste und Tinder ist wie ein Buffet. Und nein Frauen haben es nicht einfacher, nur gut aussehende Frauen, genau so wie gut aussehende Männer, wenn es um Sex geht.

      Und wie sehen die Zahlen denn umgekehrt aus? Liken Männer gern durchschnittliche und unterdurchschnittliche Frauen?
    • Garp 11.10.2019 15:14
      Highlight Highlight Nachsatz: 78 % der Frauen kloppen sich also um 20% der Männer, die gut aussehen. Da kriegt ja auch nicht jede einen ab. Das sieht doch nicht besser aus, aber hauptsache Männer wie Du, können sich leid tun.
    • Things will be different when I take over the worl 11.10.2019 15:45
      Highlight Highlight Jeder hat einen anderen optischen Geschmack. Ich finde gewisse Männer hochgradig unattraktiv, wie ich in einem anderen Artikel geschrieben habe z.B. Rocker-Typen mit Kutte und Gesichtstattoos. Dafür gefällt mir der Typ Nerd/Student und der "Banlieu"-Typ sehr gut.
      In meinem Freundeskreis kenne ich niemanden der Tinder verwendet. Ich stelle in meinem FK fest, dass diese Männer am "beliebtesten" sind:
      1. Schulfreunde
      2. familienfreundlicher Handwerker / Student / Nerd
      3. Anzugs Typen/Banker und so
      4. allgemein ältere Männer
      5. "Banlieu" Typ
      Niemand datet aber Gewalttäter oder Primitivlinge.
    Weitere Antworten anzeigen
  • aragusa 11.10.2019 14:27
    Highlight Highlight Sehr spannender Artikel. Sehr schade, dass die englischen Passagen nicht übersetzt sind. Hier wird vorausgesetzt dass jeder heute wohl englisch versteht.
    Passt irgendwie fasst schon wieder zu diesem Artikel. :-(
    • DemonCore 11.10.2019 15:13
      Highlight Highlight Die Übersetzungen in den Medien sind oft falsch, unvollständig oder irreführend. Besser man verlässt sich auf die eigenen Sprachkenntisse. Lern Englisch: Gut investierte Zeit/Fränkli.
  • Onkel Jenny 11.10.2019 14:24
    Highlight Highlight Da fällt mir eigentlich nur der Ausdruck “self fulfilling prophecy”. Einmal in der Abwärtsspirale gefangen, gibt es fast kein Entkommen mehr.
    • Garp 11.10.2019 15:48
      Highlight Highlight Wo kein Platz für Schmerz ist, für Schwäche, kein Mitgefühl, nur die Erfolge zählen, da versinken manche leider in Selbstmitleid und brauchen dann professionelle Hilfe um da wieder raus zu kommen. Aber selbst Profis tun sich da sehr schwer.
    • Stefan Z. 11.10.2019 16:23
      Highlight Highlight @Jesus Quintana
      Das andere Extrem ist, wenn "selbstbewusste" (oder eben nicht) Menschen versuchen aufzuzeigen, dass es alles nur eine Frage des Willens ist. Wer in Selbstmitdleid verfällt, ist schwach oder geistig angeschlagen. Es wird oft völlig ignoriert, dass dahinter meist jahrelange Misserfolge stehen. Und dass es bis zu einem gewissen Grad auch ein Schutzmechanismus ist, der vor noch Schlimmerem schützt. Kein gesunder Weg, aber für ein angeschlagenes Selbstvertrauen, nach jahrelangen Misserfolgen, die wie eine abwärtsspirale wirken, womöglich der Einzige der etwas Linderung versprich.
    • The Count 12.10.2019 07:22
      Highlight Highlight Nein Stefan Z. Assoziales Verhalten lässt sich nicht durch schlechte Erfahrungen entschuldigen. Ich wäre wohl hochgradig assozial wenn ich das getan hätte.
      Diesen Menschen fehlt es an Empathie und Mut, sie sind für die Gesellschaft unbrauchbar bevor sie sich nicht selber aufraffen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Ravel 11.10.2019 14:24
    Highlight Highlight Interessant finde ich immer bei dem Thema, dass viele dieser Männer offenbar kein Problem damit haben, sich auf einen Trieb zu reduzieren (Sex, Fortpflanzung). Nicht falsch verstehen, ich mag Sex! Aber ich war immer stolz darauf, dass ich mich beim Umgang mit Frauen und in der Gestaltung meiner Freizeit nicht davon leiten liess, ob es die Chance auf Sex bietet oder nicht. In meinen 20ern hatte ich sieben Jahre keinen Sex, was für viele in meinem Alter sehr seltsam erscheint. Aber hat halt damals einfach nicht gefunkt. Nie wäre ich deshalb auf die Idee gekommen, Leute zu erschiessen.
    • npe 11.10.2019 15:16
      Highlight Highlight Nice guy detected. Aber ja, immerhin besser als ein Incel... :-)
    • wintergrün 12.10.2019 12:12
      Highlight Highlight ... viel besser als Incels und du.
      Die Männer zu denen Frauen eine Verbindung aufbauen können weil es uns auch so geht.
  • Walter Sahli 11.10.2019 14:20
    Highlight Highlight "Wer sich immer selbst zum Opfer macht, hat einen Grund gemein zu sein!"
    Heidi Turner, South Park (Colorado, USA)
  • Astrogator 11.10.2019 14:12
    Highlight Highlight Ich bin der typische Nerd, dicklich und Brille. Kleider sind für mich was praktisches und nicht" modisch".

    Aber ich achte auf Körperhygiene und bin kein Arschloch. Dann klappt es auch mit Frauen.
    • Stefan Z. 11.10.2019 16:38
      Highlight Highlight Ich finde es ehrlich gesagt den zweiten Abschnitt als Idee gefährlich. Es gibt sicher massig Männer, die sich mit der Hygiene Mühe geben und keine Arschlöcher sind, sondern einfach nur normal aussehen und vielleicht schüchtern sind, ev. halt speziellere Hobbys ohne viel Frauenkontak haben, bei denen es nicht "geklappt hat mit Frauen". Dieser Satz vermittelt dann eher, dass mit ihnen etwas nicht stimmt und das wiederum führt zu Frustration und Unsicherheit. Nur als Gedankenansatz. Nicht um aus dem Satz einen Elefanten zu machen.
    • Astrogator 12.10.2019 05:19
      Highlight Highlight @Stefan Z.: Du hast mit deinem Einwand recht. Wenn man schüchtern oder gehemmt ist und nicht das Glück hat selbst angesprochen zu werden dann wird es schwierig ohne daran Schuld zu haben.

      Aber wenn man verbittert durch das Leben geht, dann wird es auch nichts wenn man angesprochen wird.

      Man muss lernen seine Wohlfühlzone zu verlassen.
      Ich habe einen Freund der hatte bis 35 nie eine Freundin. Dann eines Tages beschloss er es müsse sich was ändern. Er kaufte neue Kleider, ging zum Friseur und dann in die Ferien mit dem festen Ziel eine Freundin zu finden.

      Nächstes Jahr ist Hochzeit.
  • Morgan Wlan 11.10.2019 14:07
    Highlight Highlight Hier ein sehr gutes Erklärvideo zu Incels

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  • Morgan Wlan 11.10.2019 14:06
    Highlight Highlight Incels sind eins: gefährlich. Sie schieben die Schuld an ihrem Misserfolg im Leben einfach mal so auf alle anderen ausser sich selbst. Schlussendlich sehen sie sich selbst als die "Helden", die die Welt von all den "Bösen" befreien müssen, die ja offenbar ihr leben an den Arsch machten.
  • Dosenbier macht Schlau 11.10.2019 13:59
    Highlight Highlight "Foren Schliessen" ist vielleicht gar keine schlechte Sofortmassnahme, natürlich muss das Problem im Kern angegangen werden, aber die Sache mit solchen Randgruppenforen ist halt dass die User sich selber immer mehr extremisieren: Besonders solche Leute wollen ansehen, Respekt von den Anderen und erarbeiten sich so immer wie extremere Meinungen um dieses zu bekommen. Diese Selbstradikalisierung könnte für Potenzielle Opfer damit unterbunden werden.

    Das andere wäre halt einfacher, anonymer Zugang zu Psychologen die einem ernst nehmen, aber hey, das wäre doch Kommunismus der von Obama kommt...
  • sirlurkalot 11.10.2019 13:57
    Highlight Highlight Die 80/20 These bezieht sich meines Wissens nur auf Datingapps, nicht? Zumindest auf Tinder meinte ich, ist diese Verteilung durchaus die Norm.

    Zum Rest: Die meisten dieser Jungs haben was Frauen angeht vermutlich zu hohe Ansprüche und wollen Partnerinnen, die über ihrer Kragenweite sind. Zudem haben Sie nie gelernt mit Zurückweisung umzugehen.

    Die Dating-Welt ist aber auch verdammt hart geworden. Man(n) wird heute fix mal geghostet und muss sich selber einen Reim darauf machen, was denn nun nicht gepasst hat. Da dann nicht zu verbittern braucht schon einiges an positivem denken...
    • Auric 11.10.2019 16:10
      Highlight Highlight Das mit der Kragenweite mag schon so vorkommen, ich kenne einen der wurde von Mädels mit dem gleichen BMI als "fett" verhöhnt... und da fragt ich mich schon ob da nicht auch die Kragenweite nicht ganz passt.
    • who cares? 11.10.2019 19:38
      Highlight Highlight Also ich, Frau, wurde auch schon ein paar mal geghostet. Männer sind auch ganz gut darin.
    • Things will be different when I take over the worl 11.10.2019 21:33
      Highlight Highlight Auric. Es gibt auch Männer, die Frauen als Walfische oder Hungerhaken bezeichnen. Und das nicht zu knapp. Viele Politikerinnen werden ständig als hässliche, fette Emanzen, Mumien oder sonst was bezeichnet. Auf der Strasse rufen manche Männer Frauen solche Beschimpfungen nach. Wurde deswegen eine Frau eine Mörderin. Ach hört doch auf mit diesem weinerlichen Getue. Das ist so erbärmlich!
  • mbr72 11.10.2019 13:52
    Highlight Highlight Nur der Auswuchs einer zunehmend degenerierten, faulen Gesellschaft -> incels sind eine Ausprägung davon.
    Das hat nix mit „Unattraktivität“ zu tun.
  • John Henry Eden 11.10.2019 13:51
    Highlight Highlight Völlig normale Entwicklung, wenn in einer Gesellschaft nur Geld, Karriere und Status zählen.

    Auch hier werden diese Leute wieder als Loser betitelt...

    Tja, mit Wut im Bauch und einer Waffe in der Hand, wird aus den Verlierer ein «Gott», der über Leben und Tod entscheidet.
  • auloniella 11.10.2019 13:50
    Highlight Highlight Werde wohl auch alleine sterben, noch hab ich aber die Hoffnung nicht aufgegeben. ;-) Von daher verstehe ich den Leidensdruck, auch wenn ich in deren Universum gar nicht existiere. Frauen die keinen abkriegen darf es bei den Incels nicht geben...war vor Jahren mal ne Zeit lang in solchen Foren unterwegs und sie sind alles als lösungsorientiert *hust* Alle anderen verantwortlich zu machen ist halt einfach. Wäre mir trotzdem nicht im Traum eingefallen Männer abzuknallen weil sie sich nicht in mich verlieben. Aber gut wird das Thema endlich angesprochen, danke!
    • adam gretener 11.10.2019 13:56
      Highlight Highlight Du gehst in solchen Foren nach Männern fischen? Auf die Idee muss man auch erstmal kommen...
    • DemonCore 11.10.2019 15:07
      Highlight Highlight adam gretener, deplatzierter Kommentar.
    • auloniella 11.10.2019 16:15
      Highlight Highlight Äh ne, das steht doch nirgends? Ich suchte den Austausch und stellte rasch fest, dass ich lieber mein Leben lebe statt mich in abstrusen Theorien zu verlieren wieso mich keiner will oder so. Die Foren sind wie gesagt selten lösungsorientiert
    Weitere Antworten anzeigen
  • adam gretener 11.10.2019 13:49
    Highlight Highlight Ich gehe ins Gym pumpen und dann muss jede Frau doch mit mir Sex wollen. Yep, so funktioniert das Leben...
    • Genital Motors 11.10.2019 14:44
      Highlight Highlight ja aber es geht :D
    • guby 11.10.2019 14:48
      Highlight Highlight Tut es natürlich nicht. Ins Gym zu gehen kann aber durchaus helfen: Ich zumindest fühle mich besser, habe ein höheres Selbstbewusstsein, mein Leben genug im Griff um Platz für Sport zu haben und zeige die Bereitschaft an mir arbeiten zu wollen. Alles Dinge welche auch bei der Partnersuche / beim Zusammenleben gefragt sind.
    • Statler 11.10.2019 15:17
      Highlight Highlight Zumindest verspricht das die Werbung... und der haben wir ja dieses George Clooney-Männerbild zu verdanken.
    Weitere Antworten anzeigen
  • so war es doch nicht gemeint 11.10.2019 13:47
    Highlight Highlight "Die Lösung: «erzwungene Monogamie», eine Art staatliche Garantie auf Zweisamkeit für junge Männer wie ..."

    Was soll darunter verstanden werden?
    • Alnothur 11.10.2019 14:50
      Highlight Highlight Ein Hirngespinst des Artikel-Autors soll darunter verstanden werden. Petersons Aussagen werden von gewissen Individuen sehr gerne falsch verstanden und bis zur Unkenntlichkeit missinterpretiert.
    • jimknopf 11.10.2019 15:56
      Highlight Highlight @Alnothur
      Wie ist es denn korrekt zu verstehen?
    • The Destiny // Team Telegram 11.10.2019 17:59
      Highlight Highlight @jimknopf, wohl eher als staatliches tinder.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Provinzprinz 11.10.2019 13:46
    Highlight Highlight Ich hatte kürzlich mal über was ähnliches gelesen, aber über MGTOW (Men Going Their Own Way) dabei ging es jedoch hauptsächlich über "Vocel" was eigentlich das gleiche ist, nur "freiwillig".

    Weis nicht woran das liegt, aber je älter ich werde desto weniger verstehe ich die Menschen.
  • DemonCore 11.10.2019 13:45
    Highlight Highlight Mir gefällt an dem Artikel dass er auch auf andere Aspekte des Incel-Themas eingeht. Die Amokläufe sind zwar die auffällige Ereignisse, aber es ist klar dass damit noch nicht alles gesagt ist zum Thema.

    Die Kritik am Kapitalismus, der modernen Arbeitswelt und am (nordamerikanischen) Materialismus ist sicher nicht völlig fehl am Platz.

    Vermutlich gab es das Phänomen ja schon früher, d.h. vor dem Internet, aber es gab keine Möglichkeit zur Vernetzung. Es gibt auch weibliche Incels, aber viel weniger und sie sind wohl auch weniger aggressiv / gewaltbereit.

    Schwieriges Thema.
    • Grabeskaelte 11.10.2019 17:16
      Highlight Highlight Gute Vorlage. Habe mal von einem Kommentator ein schönes bonmot dazu gelsen. Früher hatte jedes Dorf seinen Dorftrottel, nur haben sie heute die Möglichkeit sich zu vernetzen...
    • B-Arche 11.10.2019 18:35
      Highlight Highlight Es gab immer welche die keinen Deckel gefunden haben. Man steckte sie dann ins Kloster - da musste man sie nicht mehr materiell versorgen.

      Noch früher durften einfache Menschen gar nicht heiraten. Heirat nur von Stand und als Mann nur mit Betrieb und Vermögen um eine Familie zu ernähren. Die anderen blieben zwangsweise single.
      Sex gab's trotzdem. Die daraus entstehenden Kinder nannte man in germanischen Gefilden "Kegel".
      Diese wurden dann von Magden erzogen ohne ihre Eltern zu kennen und waren ihr ganzes Leben gesperrt für Karriere.
      Das war alles aber sicher nicht besser als Freiheit heute!
    • Steibocktschingg 11.10.2019 19:53
      Highlight Highlight Man darf aber auch nicht vergessen: "Früher", also vor zweihundert, dreihundert Jahren und mehr, war es nicht sonderlich speziell, wenn ein Mann die Frauen abgrundtief hasste, sie waren damals ja als Menschen zweiter Klasse angesehen, Gleichberechtigung war die Ausnahme. Von dem her wird das auch eine Rolle gespielt haben, warum es "früher" nicht so ein bekanntes Problem war.
  • Lowend 11.10.2019 13:44
    Highlight Highlight Danke für diesen ausführlichen Artikel, der diese ziemlich gestörte Weltsicht und ihre Auswirkungen gut beleuchtet!

    Im letzten Jahr erschien zum Thema des Männerbildes in rechtsextremen Kreisen einen Artikel in der FAZ und es ist irgendwie erschreckend, dass die Erkenntnis zwar vorhanden ist, aber kaum zur Kenntnis genommen wird.

    https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/die-weisse-scharia-faschismus-und-maennlichkeit-15365778.html?printPagedArticle=true#pageIndex_3
  • Things will be different when I take over the worl 11.10.2019 13:42
    Highlight Highlight Solche Incel-ähnliche Kommentare kann man auch regelmässig im Blick lesen. Die Frau ist nämlich immer schuld. Zuletzt hat ein Vater sich und seinen Sohn im Fluss ertränkt. Natürlich wurde nicht der Vater sondern die Mütter dafür beschimpft, denn sie hat ihren Sohn dem Vater anvertraut über das Wochenende. Hätte sich die Mutter geweigert, den Sohn dem Vater zu bringen, wäre die Mutter natürlich auch ein schlechtes Weib gewesen und der Mann das Scheidungsopfer. Ich finde diese Männer so was von scheusslich und verstehe keine Frau, die sich bei solchen Objekten anbiedert.
    • L.G. 11.10.2019 14:28
      Highlight Highlight Danke, das ist mir auch aufgefallen!
      Blick ist bei mir inzwischen gesperrt, genau gleich wie nau.
      Alles nur einseitig!
    • Tartaruga 11.10.2019 15:16
      Highlight Highlight Das passt dann auch zur politischen Ausrichtung, die im Artikel thematisiert wird.

    • Garp 11.10.2019 15:27
      Highlight Highlight Die kann man auch bei Watson regelmässig lesen, wenn auch nicht in dem Ausmass, wie im Blick. Patriarchat ist bei manchen immer noch hoch im Kurs. Alles böse kommt vom Weib.
  • Sagittarius 11.10.2019 13:41
    Highlight Highlight Wow, vielen Dank für diesen sehr ausführlichen Bericht.

    Beim Lesen dachte ich zu oft „das kann doch nicht wahr sein“ oder „dass es das heute noch gibt“...
    Ich musste einige Male schlucken und mich besinnen.

    Können wir Menschen denn nicht einfach nett zueinander sein? Wer zum Teufel betitelt andere Menschen als hässlich? Geschmäcker sind doch verschieden und einen Korb kann man auch liebevoll geben!

    Abweisung ist nie toll, die Art und Weise kann aber viel bewirken.

    Alle sind irgendjemandes Kindes/Bruder/Schwester etc. geht anständig miteinander um!
    • Garp 11.10.2019 14:56
      Highlight Highlight Ein Korb eine Abweisung (egal wie liebevoll gegeben) für Menschen ohne Freundeskreis (also eine Umgebung die sie akzeptiert), manchmal schwer und für manche nicht zu verkraften.

      Der Teufelskreis entsteht durch diese Foren und Kräfte die diese Menschen ständig negativ bestätigt und ausnutzt für ihre Zwecke.
    • Sagittarius 11.10.2019 15:10
      Highlight Highlight Du meinst ein „Nein Du bist hässlich, nie im Leben würde ich mit Dir ausgehen“ bewirkt dasselbe wie „Du bist nicht mein Typ aber weiterhin alles Gute“?

      Der Teufelskreis mag in diesen Foren entstehen, aber mit einer anständigen Kommunikation würde man evtl. gar nie da landen?
    • Garp 11.10.2019 16:12
      Highlight Highlight Sorry, ich bin zu alt für solchen Scheiss, Sagittarius. Und ich bin eine Frau und hab immer anständige Körbe verteilt, der eine oder andere drohte trotzdem mit Selbstmord und sowas. Du redest völlig an mir vorbei und siehst das sehr naiv in meinen Augen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • SIEGLINDE 11.10.2019 13:41
    Highlight Highlight Das sind weder rechte noch Frauenhasser noch sonstiges das sind einfach Geistesgestörte und sonst nix und das ist nicht heilbar denn a Depp bleibt a Depp
    • Things will be different when I take over the worl 11.10.2019 13:54
      Highlight Highlight Frauenhasser und Rechtsextreme sind Geistesgestörte. Oder was sollen Frauenhasser denn sonst sein - neben gestört?
    • maude 11.10.2019 13:55
      Highlight Highlight ich sehs eher so, dass es Menschen mit schlechten Erfahrungen und ordentlichst viel Selbstmitleid ( gepaart mit mangelnder Selbsteflektion) sind. Solche gibt es viele, übel wirds, wenn sie sich auf Plattformen zusammenhorten und masslos in was reinsteigern. Denk ohne solche Plattformen käm vielleicht die Idee, mal bei sich selbst anzufangen schneller als wenn man sich gemeinsam im Elemd zelebrieren kann.
    • Garp 11.10.2019 14:59
      Highlight Highlight Entweder hat man also Glück, Siglinde und wird nicht als Depp geboren oder man wird als Depp geboren. Wo soll ich Dich nun bei dieser undifferenzierten Meinung einordnen 🤔 .
    Weitere Antworten anzeigen
  • just sayin' 11.10.2019 13:36
    Highlight Highlight erschreckend😬

    warum peterson aber wieder herhalten muss ist mir schleierhaft. ich kann mir dies nur erklären, dass diese personen peterson nur aus verdrehten und zurechtgeschnittenen youtube-clips kennen.
    • DemonCore 11.10.2019 14:03
      Highlight Highlight Diese Forced-Monogamy (?) Idee, die er angeblich geäussert hat wäre ja schon recht provokativ. Ich habe keine Ahnung was er gesagt hat, oft redet er recht wirres Zeugs (wahr ist, was sich evolutionär durchsetzt), wird aber teilweise auch bewusst missverstanden (bspw Interview mit Channel 4).

      Forced Monogamy klingt für mich nach der Wiedereinführung der Schuldfrage bei Scheidung, Ächtung vorehelicher körperlicher Beziehungen, etc. Dieser Vorschlag scheint mir weder durchführbar noch besonders effektiv in Bezug auf das Problem Incel.
    • Dong 11.10.2019 14:45
      Highlight Highlight Petersons Standpunkt ist doch eher der, man soll sich zusammenreissen und sein Leben in Ordnung bringen, und eben nicht in Selbstmitleid suhlen. "Grow the hell up" und so - das ist doch das pure Gegenteil der Incel-Haltung.

      Ich finde auch die Idee trügerisch, Incel sei mit Alt-Right assoziiert. Das Feindbild der Incels, Chad und Stacy, sind ja absolut konservative Archetypen. Dieses links-rechts-Schema taugt m.E. hier grundsätzlich nicht.
    • The Great Cornholio 11.10.2019 15:04
      Highlight Highlight [...]Just the plain, bare, common-sense facts: socially-enforced monogamous conventions decrease male violence. In addition (and not trivially) they also help provide mothers with comparatively reliable male partners, and increase the probability that stable, father-intact homes will exist for children[...]

      [...]That’s all.

      No recommendation of police-state assignation of woman to man (or, for that matter, man to woman).

      No arbitrary dealing out of damsels to incels.

      Nothing scandalous (all innuendo and suggestive editing to the contrary)[...]



    Weitere Antworten anzeigen
  • Jungleböy 11.10.2019 13:36
    Highlight Highlight Das problem ist die verfälschte wahrnehnung der realität. Nur ändern sie sich nicht selbst, sondern geben anderen die schuld, sprich frauen. Ein ehemaliger arbeitskollege war betroffen. Ich bezeichnete ihn zwar nicht als incel sondern nannte es erichitis, aber die symptome sind genau gleich.
    • wintergrün 12.10.2019 07:41
      Highlight Highlight Guter Punkt.
      Frauen haben ja laut den Incels auch keine Ernstzunehmenden Problemen. Die sind ja selber schuld wenn sie kein passenden Partner finden.
  • Jvan 11.10.2019 13:36
    Highlight Highlight tl;dr
    • #bringhansiback 11.10.2019 14:38
      Highlight Highlight Ich kann Dir nur raten diesen aufwändigen und super recherchierten Artikel zu lesen.
      Das ist Journalismus. Vielen Dank Herr Stern!
  • DocJay 11.10.2019 13:35
    Highlight Highlight Ja, macht jetzt für mich nicht unbedingt Sinn, hier einen neuen Begriff einzuführen, um offensichtlich pathologisches Verhalten zu schubladisieren. Und eine "neue" Bedrohung dadurch sehe ich auch nicht. Nur weil wir auf einmal die Foren sehen, heisst nicht, dass es das vorher nicht gab.

    If anything, kreiert diese Schubladisierung nur weitere Abgrenzung...
    • EvilBetty 11.10.2019 14:39
      Highlight Highlight Die bezeichnen sich selber so.
  • Lllll 11.10.2019 13:30
    Highlight Highlight Es bringt nun mal leider nichts, solchen Menschen einen Namen zu geben ohne die genaue Ursache zu ermitteln. Nur wenn man das Übel an der Wurzel packt können längerfristige Folgeschäden vermieden wenn nicht sogar verhindert werden.
    • DemonCore 11.10.2019 14:08
      Highlight Highlight Den Namen haben sie sich ja selbst gegeben? Und irgendwie muss man sie ja nennen, sonst wird es schwierig über sie zu reden.
    • Duscholux 11.10.2019 14:40
      Highlight Highlight Diese Typen nennen sich selber so
  • B-Arche 11.10.2019 13:30
    Highlight Highlight Das Hauptproblem wird in Zukunft sein dass diese Idioten sich immer mehr entweder militanten Islamisten anschliessen (da bekommen sie Ehefrau vorgesetzt und fühlen sich wichtig) oder rechtsradikal.

    Und das ist dann nicht mehr wirklich lustig sondern erzeugt massenhaft Tote.

    Incels in die Psychiatrie wäre die bessere Lösung.
    • Things will be different when I take over the worl 11.10.2019 14:01
      Highlight Highlight Ich finde, die Psychiatrie sollte sich vermehrt auf Männerthemen spezialisieren. Ein FFE für gewalttätige Ehepartner oder solche die von Gewalt fabulieren wäre angebracht. Ich glaube, dass sich einige Männer als auserwählte und unerkannte Genies fühlen, die von der Welt nicht den verdienten Applaus bekommen. Ihr grösstes Problem ist es, unreflektiert und grössenwahnsinnig zu sein. Das zeigen sie ja auch damit, dass ihre Freundin um ein Vielfaches schöner sein soll als sie selbst. So fühlen sich auch viel mehr Männer dazu berufen ein Volk zu führen, auch das oft ein Zeichen von Grössenwahn
  • Pitefli 11.10.2019 13:29
    Highlight Highlight Puh mit hat schon nur der Artikel aufs Gemüt geschlagen. Man kan es sich gar nicht vorstellen dass es wirklich Menschen gibt die so denken. Traurig!
    Vielen Dank für den wahnsinnig guten Artikel.
  • B-Arche 11.10.2019 13:26
    Highlight Highlight Ich sehe sehr unterdurchschnittlich aus und habe auch einen sichtbaren Bauch. Ich hatte trotzdem noch nie Probleme andere kennenzulernen und bin seit einer guten Zeit verheiratet.
    • Pitefli 11.10.2019 14:43
      Highlight Highlight Aussehen ist nicht alles. Es ist meistens die Ausstrahlung die es ausmacht. Wenn man nicht dem gängigen Schönsheitsideal entspricht und dann noch eine negative Ausstrahlung hat, wird man ganz sicher niemanden für sich gewinnen.
    • npe 11.10.2019 14:48
      Highlight Highlight Cool.
      Dann bist du genau das Gegenteil von mir.
    • loquito 11.10.2019 18:41
      Highlight Highlight Du bist eben kein misogynes Schwein...
    Weitere Antworten anzeigen
  • Janis Joplin 11.10.2019 13:23
    Highlight Highlight Du kannst schon ein Ar***ch sein, aber dann will dich halt niemand.
    Das hat absolut nix mit dem Äusseren zu tun.
    • I don't give a fuck 11.10.2019 14:08
      Highlight Highlight das hat null mit Arschloch zu tun, das sind psychische Erkrankungen...
    • Janis Joplin 11.10.2019 14:33
      Highlight Highlight Ähm, nicht nur - aber klar, wer Frauen diesbezüglich umbringt, in KZ's sieht, über sie in ausschweifenden Vergewaltigungsorgien fantasiert, wird auch keine Hemmungen haben, sich hinter seiner selbstdiagnostizierten Unzurechnungsfähigkeit zu verstecken...
    • I don't give a fuck 11.10.2019 14:44
      Highlight Highlight beschuldigst du auch autisten, dass sie einfach mal nicht so arschlöcher und kommunikativer sein sollten?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Ich_bin_ich 11.10.2019 13:15
    Highlight Highlight Wenn die Krankenkassen früh genug die Bezahlung von Prostituierten übernehmen würde, wäre das Problem gelöst. Zur Not können die ja auch Gefühle vorspielen.
    • DemonCore 11.10.2019 13:50
      Highlight Highlight Ich glaube nicht dass das Problem so gelöst würde. 1. Ist wohl ein regelmässiger Bordellbesuch billiger als bspw. eine gute, wirksame psychiatrische Behandlung oder eine Psychotherapie
      2. Ist Geld nicht das grösste Problem der Incels
      3. Ist körperliche Nähe (zeitlich beschränkt und gegen Bargeld) wohl nicht der von den Incels angestrebte Endzustand, sondern eher die Führung einer 'normalen' partnerschaftlichen Beziehung (körperlich und emotional).
  • Kunibert der fiese 11.10.2019 13:05
    Highlight Highlight Loser. Ganz einfach erbärmliche loser.
    • fuegy 11.10.2019 13:32
      Highlight Highlight Mit einer solchen Aussage, treibt man solche Menschen genau noch tiefer in ihr "rabbithole" und bestätigt nur noch die schon einseitige Wahrnehmung der Realität, "Chad".
    • Bits_and_More 11.10.2019 13:34
      Highlight Highlight Genau diese Haltung bringt doch diese Menschen erst dazu, sich als "Incel" zu sehen.
      Für mich hat es viel weniger mit dem Aussehen, als mit mangelndem Selbstbewusstsein zu tun. Die Ursache in diesem Mangel kann durchaus auch durch externe Faktoren, wie Ausgrenzung und Mobbing zustande kommen.
    • Kunibert der fiese 11.10.2019 13:53
      Highlight Highlight Nun, mein mitleid für frauenhassende rassisten hält sich in grenzen.

      Beides sucht man sich aus, und sucht in seiner hilflosigkeit nach geeigneten sündenböcken für das eigene fehlverhalten.
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