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Notre Dame cathedral is silhouetted as environmental groups and unionists attend a news conference to warn against lead particles polluting the air in the area, and ask for a regularly updated chart showing pollution levels in Paris, France, Monday, Aug. 5, 2019. Hundreds of tons of toxic lead in Notre Dame's spire and roof melted during the April fire. (AP Photo/Francois Mori)

Zahlreiche Architekten aus dem In- und Ausland haben Projekte zum Wiederaufbau der Kathedrale eingereicht. Bild: AP

4 Monate danach: Diese verrückten Ideen haben Architekten für Notre Dame

Vier Monate nach dem Inferno: Die Franzosen kritisieren die Befugnisse von Macron und debattieren darüber, wie die restaurierte Kathedrale aussehen soll.



Ein Gewächshaus oder ein Pool auf dem Dach? Oder doch lieber originaltreu ein Dachstuhl aus Eichenholz? Vier Monate ist es her, seit Frankreichs Wahrzeichen Notre Dame in den Flammen stand und der Spitzturm auf dem Dach der gotischen Kathedrale in sich zusammenbrach. Dem nationalen Zusammenhalt kurz nach dem Inferno von Notre Dame am 15. April ist schnell eine Debatte um deren Umbau gewichen.

Pünktlich zu den Olympischen Sommerspielen 2024 in Paris soll die Kathedrale in neuem Glanz erscheinen. Und, warum nicht, in moderner Form. Letzteres sorgt seither für viel Polemik.

Noch im April hatte Premierminister Edouard Philippe den Startschuss gegeben für einen internationalen Architekturwettbewerb. Architekten und Amateure aus der ganzen Welt übertreffen sich seither mit ausgefallenen Ideen, darunter Vorschläge, das Dach von Notre-Dame zu begrünen, dem Steinbau ein Glashaus oder Solarfliesen aufzusetzen oder gar ein Schwimmbad einzurichten. Letzteres gehört wohl zu den nicht ganz ernst gemeinten Ideen

Das renommierte UK-Architekturbüro Foster + Partners schlägt eine Lösung ganz aus Glas inklusive Aussichtsplattform vor. Der Spitzenturm würden die Briten ganz aus Kristallglas und Edelstahl bauen. Vizum Atelier, ein Architekturbüro aus der Slowakei, möchte seinerseits anstelle des Turms einen weissen Spitz hinstellen, der von einem Lichtstrahl verlängert wird.

Sehr – sagen wir es mal so – überraschend, ist die Idee des französischen Designers Mathieu Lehanneur. Seiner Meinung nach muss das Flammeninferno historisch festgehalten werden. Dort, wo vorher der Spitzturm der Kathedrale stand, träumt er deshalb von einem Kunstwerk in Flammenform.

Hier einige Vorschläge der Architekten

Ideen, die eigentlich nicht umzusetzen sind. Denn Frankreich hat eine Charta unterschrieben, die verlangt, denkmalgeschützte Gebäude in identischer Form zu restaurieren. Ein im Juli verabschiedetes Notstandsgesetz sieht es aber vor, bestimmte Denkmalschutzregeln ausser Kraft zu setzen, um den Aufbau zu beschleunigen – sehr zum Unmut vieler Franzosen.

Die Gegner einer Modernisierung der Kathedrale betonen, man dürfe nicht vergessen, dass es sich bei Notre Dame um ein religiöses Gebäude handelt. Da könne man nicht «n'importe quoi» machen. Dieser Meinung ist auch Marine Le Pen, Präsidentin der Partei «Rassemblement National», ehemals Front National. Sie lancierte auch bald den Hashtag #touchepasnotre auf den sozialen Medien.

Kurz nach dem Brand gab ihr eine Mehrheit der Franzosen laut einer YouGov-Befragung recht. 54 Prozent gaben an, dass die Kathedrale wieder so aufgebaut werden soll, wie sie vorher war.

Umstrittenes Entscheidungsverfahren

Welche Idee schlussendlich umgesetzt werden soll, will auch die Regierung die Bevölkerung fragen – entscheiden wird sie dann aber selbst. Frankreichs Kulturminister Franck Riester kündigte in einem Interview LCI eine «grosse Debatte» darüber an, wie die Kathedrale in Zukunft aussehen soll.

Aber: Die letzte Entscheidung wird bei der Regierung liegen. Genauso wie damals 1981 François Mitterand mit der gläsernen Pyramide des Louvres. Eine Eigenheit des französischen Politsystems, das den Spitznamen des Präsidenten Emmanuel Macron, «monarque républicain», in den Medien nur verstärkte.

«monarque républicain»

Der auf den sozialen Medien oft erwähnte Spitzname Macrons.

Das es sich dabei um einen umstrittenen Entscheidungsprozess handelt, liegt auf der Hand. Kritiker werfen Macron vor, er wolle sein Ansehen mit einem raschen Aufbau verbessern. Möglicherweise zulasten des Kulturerbes. Zudem kritisieren sie, dass Macron einen Sonderbeauftragten für den Wiederaufbau ernannt hat, ohne die Einschätzung des Kulturministers beizuziehen, geschweige denn diesen im Voraus zu informieren.

Jean-Louis Georgelin, General im Ruhestand und gläubiger Katholike, soll nun dafür sorgen, dass die Kathedrale in fünf Jahren wieder aufgebaut wird. Einfach wird das nicht. Derzeit geht es noch immer darum, das beschädigte Monument zu sichern. Besonders der Gewölbebogen in Mittelteil könnte immer noch einstürzen.

Ein Teil der Arbeiten beinhaltet auch, Teile zu sortieren, zu reinigen und zu kategorisieren. «Wie in einem Mikadospiel», beschreibt eine Spiegel-Journalistin, welche die Baustelle besuchen konnte, den Vorgang.

Spenden als PR?

Zu Reden gaben neben der möglichen Modernisierung der Kathedrale die Kosten für den Wiederaufbau beziehungsweise die Spenden dafür. Mehrere französische Milliardärsfamilien kündigten finanzielle Hilfe an, zum Beispiel Arnault (LVMH) 200 Millionen Euro oder Bettencourt-Meyers (L’Oréal) 200 Millionen Euro. Daneben folgten weitere Unternehmer, Privatpersonen, Gemeinden und Konzerne und bereits am Tag nach dem Brand waren 900 Millionen Euro für den Wiederaufbau zugesagt worden.

In der Kritik steht, dass es möglich ist, hohe Steuergutschriften auf derartige Spenden zu erhalten. Obgleich die Familien teilweise auf Steuervorteile verzichteten, kritisieren linke Parteien und Aktivisten der Gelbwestenbewegung zudem, sie inszenierten ihre Spenden als PR-Aktion. Gewisse Beträge, insbesondere solche von Gemeinden, wurden seither sistiert. Sie lassen verlauten, sie wollten abwarten wie viel der Wiederaufbau tatsächlich kostet und wie das Geld konkret eingesetzt wird.

Der Erzbischof von Paris, Michel Aupetit, machte seinerseits inmitten all der Polemik klar, worum es ihm beim Wiederaufbau der Notre-Dame geht: Er will den Gläubigen ihre Kirche wieder zugänglich machen.

Bleibelastung bei Schulen

Die Sicherungsarbeiten von Notre Dame werden laut den Verantwortlichen noch Monate dauern. Momentan läuft auf der Baustelle aber nicht viel. Im Juli ist wegen der zu hohen Bleibelastung ein vorübergehender Baustopp angeordnet worden. Laut der Präfektur der Region Ile-de-France sollen die Arbeiten schrittweise und spätestens bis am 19. August wieder aufgenommen werden. Denn in den Flammen sind auch rund 400 Tonnen hochgiftiges Blei verbrannt, das im Dach, dem Spitzturm, dem Baugerüst und den Malereien war. Neue Sicherheitsvorschriften und Massnahmen zur Dekontaminierung der Kleidung sollen künftig die Arbeiter auf der Baustelle schützen.

Mitte Juli berichtete das Newsportal «Mediapart», dass in Schulen und Krippen in der Umgebung von Notre-Dame gefährlich hohe Bleistaubkonzentrationen gemessen worden seien. Bei einer Grundschule wurde der Grenzwert demnach um das Zehnfache überschritten. Die Behörden hatten dem Bericht zufolge bis Mai damit gewartet, Proben in den zehn Schulen und Krippen im Umkreis von 500 Metern um die Kathedrale zu nehmen. Vor einer Woche veröffentlichten die Pariser Behörden die Ergebnisse neuer Messungen in den Schulen und Krippen rund um Notre-Dame. Im Durchschnitt wurden demnach weniger als 70 Mikrogramm Blei pro Quadratmeter gemessen. Damit schlossen die französischen Behörden die Gefahr einer Bleivergiftung für Anwohner aus.

Wie die Behörden einräumten, wurden an einigen Schulen und Krippen ausserhalb des 500-Meter-Umkreises vereinzelt aber auch zuletzt noch mehr als 1000 Mikrogramm Blei pro Quadratmeter gemessen, etwa auf Schulhöfen. Sie sollen nun bis zum Ende der Sommerferien «gründlich» gereinigt werden, wie Vize-Bürgermeister Grégoire zusagte.

Brand in der Notre-Dame

Notre-Dame: Einschätzungen einer Kunsthistorikerin

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42Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • malu 64 14.08.2019 04:22
    Highlight Highlight Eine gigantische Moschee wäre schön und ein Zeichen.
  • Pana 14.08.2019 03:39
    Highlight Highlight Gut wurde Mathieu Lehanneur nicht mit dem Wiederaufbau des World Trade Center's in Manhattan beauftragt.
  • Platon 13.08.2019 16:32
    Highlight Highlight All diese Traditionalisten hier. Dieser schreckliche Brand wäre eine einmalige Gelegenheit der Notre Dame einen neuen Look zu verpassen. Forster hat schon mehrfach bewiesen wie er Alt und Neu spektakulär und sehr gelungen miteinander verbinden kann. Schaut euch den Hearst Tower in New York an! Ich bin für sein Projekt.
    https://de.wikipedia.org/wiki/Hearst_Tower_(New_York_City)
  • pfffffffff 13.08.2019 15:43
    • DerTaugenichts 13.08.2019 23:59
      Highlight Highlight Wow! :)
  • pfffffffff 13.08.2019 15:35
    Highlight Highlight hier noch ein paar mehr Vorschläge, ich finde schon, man könnte den Moment nutzen, um die Notre Dame wieder einmal neu zu interpretieren. Mein Favorit wäre Miysis:

    https://creapills.com/architectes-proposition-reconstruire-fleche-notre-dame-20190503
  • Aithria 13.08.2019 14:48
    Highlight Highlight Die wahre Zerstörung nach dem 2WK waren die Architekten. Hat mal irgendjemand gesagt. Ich kann auch den Satz nicht besser formulieren, man möchte mir dies nachsehen.
  • landre 13.08.2019 14:13
    Highlight Highlight Wiederaufbau, Wiederherstellung, etc. sind Abstrakta und definieren in der Raumplanung eine materiell utopische Willensäusserung.
    Im tastbarem Hoch- so wie Tiefbau entspricht ein "Wiederaufbau" künstlerisch, bautechnisch und juristisch einem Neubau. Dies galt auch für die Kappellbrücke, das Reichstagsgebäude und viele andere...
    • Mr. Spock 13.08.2019 17:47
      Highlight Highlight Meaning?
    • landre 13.08.2019 18:23
      Highlight Highlight @ Mr. Spock

      "Meaning?", subjektiv oder objektiv gemeint?

      (Objektiv ist Notre Dame nun hauptsächlich eine Baustelle der Raumplanung bzw. des Hoch- und Tiefbaus.
      Subjektiv dürfen Sie sich politisch positionieren wie Sie wollen.)
      http://S
  • Steven Hill 13.08.2019 12:40
    Highlight Highlight Ich fände es cool wenn man die Gelegenheit nutzen würde Notre Damme zu modernisieren und den Dachtstock in etwas zeitgemässes zu verwandeln =) Die Idee mit dem Garten finde ich zum Beispiel super!
  • Luzifer Morgenstern 13.08.2019 12:26
    Highlight Highlight Ich denke, nach der „Mikado-Aktion sollte man gründlich prüfen, was man wieder dorthin stellen kann, wo es hingehört.

    Und dann sollte man alle Lücken so füllen, dass man die Restaurierung für immer von dem Teil unterscheiden kann, der wieder da ist, wo er mal war. - Quasi als Mahnmal oder Denkmal.

    Leider habe ich noch keinen Entwurf gesehen, der konsequent auf diesem Grundsatz aufbaut (und offen ist für das, was was nach der Analyse von den historischen Trümmern übrig bleibt).
    • olmabrotwurschtmitbürli aka Pink Flauder 13.08.2019 21:19
      Highlight Highlight Ich finde, der Glasdach-Ansatz geht in die Richtung. Das nimmt sich insofern zurück, als es mit der Durchsichtigkeit nichts Neues gestaltet, aber Licht dafür gibt, was übrig geblieben ist.

      Aber ich kenne die Pläne ja nicht im Detail und idealisiere das vielleicht gerade.
  • Hardy18 13.08.2019 12:20
    Highlight Highlight Wieso nicht ganz ernst gemeint?

    Schwimmbad - ja ein Schwimmbad sollte es werden.
    Was gibt es schöneres als ganz relaxt über der Kirche seine Runden zu schwimmen und, darauf freue ich mich jetzt schon, jeden 2. Donnerstag im Monat das Nackt schwimmen 😄 sollte dies passieren, werde ich gläubig.
    • MoistVonLipwigMobile 13.08.2019 16:33
      Highlight Highlight Mhm mit Glasboden damit man in der Kirche demütig den Kopf zum Gebet heben kann 😂
    • Hardy18 14.08.2019 09:23
      Highlight Highlight 👌🏼😂 das ist ja noch besser!
  • drKish 13.08.2019 11:29
    Highlight Highlight swimmingpool... Swimmingpool.. SWIMMINGPOOL!
    • zeromg 13.08.2019 14:32
      Highlight Highlight aaaaaaaah ich verstehe und darin dann die Notre-Dame an der Poolbar? Magnifique!!!!!
  • mAJORtOM95 13.08.2019 10:46
    Highlight Highlight Das Gewächshaus ist einfach das beste Design!
  • Joe Smith 13.08.2019 10:09
    Highlight Highlight Es gibt keine «historisch korrekte» Notre Dame. Seit dem Baubeginn im 12. Jahrhundert wurde sie X mal umgebaut und verändert. Der Vierungsturm zum Beispiel, dem jetzt viele nachtrauern, wurde in seiner letzten Form erst 1859 gebaut (und war nun wirklich nichts schönes sondern ein disproportionales Monster). Was also heisst «historisch korrekt»? Und warum darf die Notre Dame, die über die Jahrhunderte so oft verändert wurde, nun plötzlich nicht mehr ein weiteres Mal verändert werden?
    • PC Principal 13.08.2019 11:58
      Highlight Highlight Jein... Die Notre Dame hat sich verändert, aber man ist immer dem Gotischen Stil treu geblieben. Auch die Teile, die später gebaut wurden, waren gotisch.

      Ich finde man kann also durchaus etwas verändern, aber man sollte zumindest keinen Stilbruch begehen.
    • satyros 13.08.2019 12:32
      Highlight Highlight Auf Wikipedia (jaja, das ist keine Quelle, hab aber grad kein kunsthistorisches Lexikon zur Hand) hab ich grad gelesen, dass man im 13. Jh. das Querschiff teilweise abgebrochen hat, weil es im romanischen Stil errichtet wurde. Das war aus der Mode gekommen, also hat man es gotisch wieder aufgebaut.
  • Freddie Quecksilber 13.08.2019 10:06
    Highlight Highlight Ich wäre für den alten aufbau aber man könnte das dach ja trozdem mit Solarpanels bedecken
  • zeromg 13.08.2019 10:02
    Highlight Highlight Hier mein Vorschlag. Darf ich anfangen?
    Benutzer Bild
    • Bowell 13.08.2019 13:30
      Highlight Highlight Gewagt.
  • ahaok 13.08.2019 09:49
    Highlight Highlight Wieder einmal ein guter Beweis, dass Architekten keine Ingenieure sind. Mein Beileid allen Handwerkern und Ingenieuren welche diese schier unmöglichen Hirngespinste in die Realität umsetzen müssen.
    • El Mac 13.08.2019 11:36
      Highlight Highlight Die armen Ingenieure... das ist ihr Job!
    • BassBox 13.08.2019 19:11
      Highlight Highlight @El Mac die Ingenieure müssen "nur" rechnen und schauen einmal in der Woche kurz vorbei, bauen müssen es die Handwerker 😉
    • Adumdum 14.08.2019 07:30
      Highlight Highlight Ja, mein Beileid auch für alle die gut bezahlt werden dafür etwas neues umzusetzen 🙄 muss ein schreckliches Los sein - viel lieber würden sie sicher gar keinen Job haben oder immer das gleiche bauen.

      Aber im Ernst: das Ding in alter Pracht wieder aufzubauen wird sicher auch schon schwierig.
  • Score 13.08.2019 09:48
    Highlight Highlight Es ist klar, dass nun alle Architekten Schlange stehen und sich verewigen wollen. Ich sehe aber keinen Grund warum man das Gebäude nicht so gut wie möglich wiederherstellen sollte. Schliesslich ist und war die Notre Dame gerade deswegen berühmt und beliebt.
    Oder anders gesagt, ich bin auch froh, dass die Luzerner Kapellbrücke wiederhergestellt wurde nach dem Brand und nun nicht irgendeine Fancy Glasbrücke mit Disco Beleuchtung ist ;-)
    • DerDude 13.08.2019 11:26
      Highlight Highlight Das Gewächshaus wäre trotzdem geil! 😍
    • Frances Ryder 13.08.2019 12:55
      Highlight Highlight Die fancy Glasbrücke wäre wenigstens kein Fake😂
    • who cares? 13.08.2019 15:01
      Highlight Highlight Die Notre Dame war über Jahrhunderte weg ein sich wandelndes Bauwerk. Nun würde ein Unglück (der Brand) es ermöglichen, unsere Epoche darin zu verewigen. Sind wir ehrlich, ein reine Wiederherstellung wird immer ein Fake sein und wiederspricht dem Wesen der Notre Dame.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Hayek1902 13.08.2019 09:47
    Highlight Highlight wie wärs, wenn man Notre Dame einfach wieder so aufbaut, wie es war, aber mit einem (versteckten) modernen Unterbau? Ich kann mir nicht vorstellen, dass irgend jemand dieses historische Wahrzeichen verschandelt haben will.
    • I bims 13.08.2019 10:15
      Highlight Highlight Kekistan✊😂
    • satyros 13.08.2019 10:38
      Highlight Highlight Interessant ist ja, dass all diese Kirchen jahrhundertelang ständig verändert und den Bedürfnissen und Moden der Zeit angepasst wurden. Erst im 20. Jh. kam die Idee auf, dass man alles so lassen soll, wie es ist. Wäre dieser Brand im Mittelalter passiert, hätte man es so wieder aufgebaut, wie man es zu der Zeit halt gemacht hätte.
  • Samuelsson 13.08.2019 09:41
    Highlight Highlight So sehr ich den Denkmalschutz mag und hoffe, dass Gebäude auch in Zukunft so in altem Glanz erscheinen, so sehr nervt es mich, dass der Denkmalschutz kaum Ausnahmen zulässt... Keine Balkone auf Rückseiten von Gebäuden, Lifte die im Gebäude gebaut werden müssen (und so das ganze sehr teuer wird), usw. Meiner Meinung nach sollte das ein wenig gelockert werden, damit die Gebäude sinnvoll und zeitgemäss renoviert werden können.
    • Frausowieso 13.08.2019 12:23
      Highlight Highlight Ja, stell sich doch mal einer vor wie schön die historischen Altstädte doch wären, hätten all die historischen Bauten Glaslifte, Balkone etc montiert.
    • TheBase 13.08.2019 13:07
      Highlight Highlight Ginge man vernünftig an die Sache heran, wären diese Altstädte sehr schön, wofür es auch etliche Beispiele gibt. Aber Vernunft zu erwarten von einem Land, das Denkmalschutz derart ad absurdum führt, so dass gleich ganze Ortskerne „geschützt“ werden, nur damit sich irgendwelche Vorgestrigen an ihrem „Hinterwäldler-Utopia“ erquicken können, ist zu viel verlangt.
    • Samuelsson 13.08.2019 18:59
      Highlight Highlight Ich kenne diverse Häuserreihen die geschützt sind und auf der Rückseite NIE ein Mensch das Haus ansehen geht... Solche Häuser verlottern zusehens weil niemand die Kohle aufbringen kann um sie zu renovieren

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