Italien
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«Man kann ihn nur mit 10 Bananen stoppen» – nächster Rassismus-Skandal um Lukaku



Italiens Fussball hat seinen nächsten Rassismus-Skandal – und wieder trifft es den neuen Inter-Stürmer Romelu Lukaku. Dem Belgier versuchten vor zwei Wochen sogar die eigenen Fans klarzumachen, dass Affenlaute nicht rassistisch seien.

Diesmal waren es jedoch nicht die Fans, sondern ein TV-Experte, welcher für den Eklat sorgte. Luciano Passirani sagte in der Sendung «QSVS» (Qui Studio a Voi Stadio) auf dem Milan-nahen TV-Sender Telelombardia über Romelu Lukaku, dass dieser bloss gestoppt werden könne, wenn man ihm Bananen zum Essen hinwerfe.

Dabei begann Passirani mit einem Loblied auf den belgischen Stürmer der Mailänder:

«Lukaku ist einer der besten Transfers, die Inter machen konnte. Ich habe in Italien keinen Spieler wie ihn gesehen. Er ist so stark, ich mag ihn wirklich wegen seiner Stärke. Er ist das Doppelte von Atalantas (Duvan) Zapata. Diese Spieler haben etwas mehr als die anderen, das sind die Jungs, welche die Tore schiessen und so das Team mitziehen.»

Hätte es Passirani doch dabei belassen. Doch der Italiener ergänzte:

«Wenn du gegen ihn ins Eins-gegen-eins musst, bist du tot – du fällst auf den Boden. Ausser du hast zehn Bananen, die du ihm zum Essen geben kannst.»

Passirani wurde noch live in der Sendung für seine Aussage von einem weiteren TV-Experten, Alfio Musmarra, kritisiert. Daraufhin entschuldigte sich Passirani für seine Worte.

Moderator Fabio Ravezzani wandte sich später ebenfalls noch mit einer Entschuldigung an die Zuschauer:

Zudem erklärte Ravezzani, dass Luciano Passirani zukünftig nicht mehr in die Sendungen eingeladen werde.

«Ein unwürdiges Bild, das von einem älteren Meinungsbildner heute bei ‹QSVS› hervorgerufen wurde. Der Protagonist wusste nicht einmal, was er sagte, und entschuldigte sich sofort. Trotzdem wird er nicht mehr zu unseren Sendungen eingeladen.»

(zap)

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26Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Phonseli 16.09.2019 19:52
    Highlight Highlight Hmmmm ... so falsch liegt er garnicht ...

    Nee Spass beiseite ... hätte er den Rest weggelassen, ok.
    Aber so wie ers gesagt hat, ein No-go
    Benutzer Bild
  • Sill 16.09.2019 19:13
    Highlight Highlight Leider sind viele Italiener noch wie früher. Nazis und Ausländerfeindlich
  • FrancoL 16.09.2019 16:49
    Highlight Highlight Rassismus ist in Italien viel mehr verbreitet als man annehmen mag und dies in ALLEN Schichten. Auch ein Problem, dass man endlich anpacken müsste, aber so schnell wird dies nicht geschehen, denn auch in Italien ist etwas in Mode gekommen, nämlich die Schuldigen immer wo anders als in der eigenen Bevölkerung zu suchen.
  • hiob 16.09.2019 15:30
    Highlight Highlight ich glaube lukaku nimmt das in kauf. als ob man ihm das vor dem tranfer nicht gesagt hätte, dass es in italien so läuft, wenn er es nicht schon selbst wusste. ist halt leider normal in italien.
  • goschi 16.09.2019 15:24
    Highlight Highlight Positiv überrascht die Courage der anderen Moderatoren, die sofort eingriffen, mit der Aussage konfrontierten und sofort einen Schlusstrich zogen.

    Das darf auch mal gelobt werden!
  • Magnum 16.09.2019 14:55
    Highlight Highlight Rein etymologisch kann es keine Mehrzahl von Einzelfall geben. Es ist eben ein "einzelner Fall, einzigartig und einzig in seiner Art".
    Die Fälle von schäbigstem Rassismus im italienischen Fussball sind leider so häufig, dass von einem strukturellen Problem auszugehen ist. Und der nationale Verband? Der schaut weg, ganz angestrengt. Und wirft somit farbige Spieler dem Pack zum Frass vor.
  • zellweger_fussballgott 16.09.2019 14:34
    Highlight Highlight Die Schuld liegt sicherlich bei 50:50 zwischen dem Spieler und Passirani. Nicht wahr, Leonardo Bonucci?
    Und natürlich ist Rassismus kein Problem in Italien wie die Curva Sud von Inter erläutert hat.
    • Illuminati 16.09.2019 15:19
      Highlight Highlight *Curva Nord von Inter, aber sonst hast du absolut recht mit deinem Kommentar, schlimm was in den meisten Stadien in Italien abgeht...
  • fabsli 16.09.2019 12:53
    Highlight Highlight Ein weiterer Beweis dafür, dass in Italien Rassismus schon lange salonfähig ist.
    • SoullessStone 16.09.2019 17:27
      Highlight Highlight Gerade in den Ferien in Süditalien erlebt. Dunkelhäutiger Kellner bringt Drinks, Frau meint, sie wolle nicht von einem N.... bedient werden. Er geht ohne ein Wort und ein weisser Mitarbeiter bringt die Drinks nochmals.
      Ich war absolut fassungslos.
    • hiob 16.09.2019 19:10
      Highlight Highlight @soullesstone: du hast hoffentlich was gesagt oder? oder guckst du da einfach zu? das ist halt auch teil des problems..
    • SoullessStone 16.09.2019 21:57
      Highlight Highlight @hiob
      Ich gebe zu, das ich nichts gesagt habe. Grund dafür ist hauptsächlich, dass ich nicht gut Italienisch spreche/verstehe und (auch weil der Kellner so ruhig reagiert hat) davon ausgegangen bin, dass ich etwas falsch verstanden hatte.
      Dass ich es richtig verstanden hatte, bestätigte mir später jemand anderes.
      Du hast natürlich Recht, Schweigen hilft den Tätern.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Steven Stamkos 16.09.2019 11:26
    Highlight Highlight Das ist echt krass! Obwohl Lukaku schon vor Wochen klar gemacht hat, dass er in seinem Empfinden rassistisch angegangen wurde, wird er weiter aufs übelste rassistisch beschimpft und provoziert.

    Man muss schon ein ziemlicher Vollpfosten sein um sowas rauszulassen...
    • redeye70 16.09.2019 21:53
      Highlight Highlight Der wird Italien bald verlassen. Es gibt bessere Ligen und Gesellschaften.
  • Glenn Quagmire 16.09.2019 11:01
    Highlight Highlight Gemäss dieser Einstellung, könnte man also die Italiener mit Pizzas bewerfen und es wäre ok. Oder wenn man sagt, dass alle faul sind und bis 35 bei Mamma wohnen ist es auch ganz lieb gemeint.
    • Pafeld 16.09.2019 13:10
      Highlight Highlight Wäre mir neu, dass in Belgien Bananen neuerdings zu den favorisierten Grundnahrungsmitteln gehören würden.
      Es sind nicht die Höckes, Penns und Salvinis, die Rassismus wieder alltagstauglich machen. Sondern unschuldig wirkende Prominente mit Vorbildfunktion, die ihn selbst so tief verinnerlicht haben, dass sie nicht einmal mehr merken, wenn er ihnen rausrutscht.
    • Glenn Quagmire 16.09.2019 13:51
      Highlight Highlight Stimmt, sie müssten ihn mit Pommes und Schokolade bewerfen ;-).

      Rassisten sind auch Leute wie Trevor Noah, die behaupten, Afrika wurde Weltmeister, nicht Frankreich...Eine Aussage die genau so dämlich war wie die Behauptungen aus der rechten Ecke.
    • Amboss 16.09.2019 14:52
      Highlight Highlight Nach welcher Logik soll es okay sein, Italiener mit Pizza zu bewerfen?
      Also wie du auf diese Logik kommst, begreif ich wirklich nicht.
    Weitere Antworten anzeigen

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